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Überschrift:    

Vor dem Mauerfall: Zeitungsberichte von damals

Lesezeit:    

73 Minuten, 35 Sekunden

Sprache:    

de

Hauptstichwort (Thema des Artikels):    

weimarer republik

Nebenstichwort (Nuance des Text Inhaltes):    

Von Anfang an war die junge Republik den Angriffen der extremen Rechten und Linken ausgesetzt Die Linke warf den Sozialdemokraten wegen ihres Zusamme

Hauptthemen des neuen Artikels:    

Ausreisegenehmiguneiner ✓ Sozialdemosozialdemokratische ✓ Zweihundertfünfunddreißig ✓ Eintausendneunhundertneunzig ✓ Eintausendneunhundertsechsundvierzig ✓ Umweltschutztechnologien ✓ Staatssicherheitsdienstes ✓ Massendemonstration ✓ Sicherheitspolitischen ✓ Vereinigungsparteitag ✓ Ostberlin ✓ Zwangsvereinigung ✓ Eintausendneunhundertdreiundfünfzig ✓ Vergangenheitsbewältigung ✓ Bundestagspräsidentin ✓ Partei

Zusammenfassung:    

  • Günter Baumann Presse-Echo Michail Gorbatschow hat in Ostberlin einen schwierigen Drahtseilakt Vor sucht, schreibt die Einerseits sagte er zum vierzig Jahrestag des Regimes die erwarteten Artigkeiten, die er den Brüdern im Sozialismus trotz aller Gegensätze schuldet und rügte auch pflichtgemäß angebliche „revanchistische Tendenzen in der Bundesrepublik. 1 P dreitausendsiebenhundertdreizehn A ALLGEMEINE UNABHÄNGIG KASSELER ZEITUNG NICHT PARTEIGEBUNDEN Preis 1,10 DM Nr.
  • zweihundertsiebenunddreißig -Mittwoch, 11.10.
  • eintausendneunhundertneunundachtzig Ruf (05 61) 203-0 • anzeigen 203-3 Lilo Pulver sechzig Zimmermann: Umweltsünder Auf Computer Handball Lachen der 50er Teilstrecke für Drastische VirenAngriff Transrapid Strafe denken Sie noch an Piroschka?
  • an Salman Rushdie scheiden sich die Geister zwischen westlicher Buchvermarktung, die ihren ungestörten Geschäftsablauf gesichert sehen will, und fundamentalistischer islamischer Kritik ausschließlich am Inhalt eines als beleidigende Herausforderung empfundenen Romans, dessen literarische Qualitäten oder Mängel in diesem Konflikt gar keine Rolle spielen, auch nicht bei seinen Verteidigern im Namen der Meinungsfreiheit.

Weiterführende Links auf Wikipedia:    

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HESSISCHE HESSISCHE/NIEDERSACHSISCHE ALLGEMEINE Karajan-Nachfolge Eishockey UNABHÄNGIG KASSELER ZEITUNG NICHT PARTEIGEBUNDEN Preis 1,10 DM Nr. zweihundertfünfunddreißig • Montag , 9.10. 1989 Ruf (05 61) 203-0 • Anzeigen 203-3 EC Kassel Handball Rote Karten: Golf 8:3-Erfolg Essener in Wesel Krise doch Völler, Schuster Langer Berlin (dpa). Die Berliner Philharmoniker haben Claudio Abbado zu ihrem neuen Chefdirigenten und künstlerischen Leiter gewählt. Der 56jährige Italiener tritt damit die Nachfolge des im Juli gestorbenen Herbert von Karajan an. Er ist Musikdirektor an der Wiener Staatsoper und Generalmusikdirektor in Wien. Frühere Aufgaben waren die musikalische Leitung an der Mailänder Scala und des London Symphonie Orchestra. Mit einem unerwartet souveränen 8:3(2:0,1:1, 5:2)-Erfolg beim EHV Wesel behauptete der EC Kassel seine Position in der Spitzengruppe der Eishockey-Oberliga. Garant für wenig Gegentreffer war einmal mehr Torwart Sepp Kontny. Fußball-Nationalspieler Rudi Völler wurde im italienischen Spitzenspiel AS Rom - SSC Nea,pel (1:1) vom Platz gestellt. Ebenfalls „Rot sah Ex-Nationalspieler Bernd Schuster beim spanischen Schlager FC Barcelona - Real Madrid (3:1). Siehe Kulturteil eins P dreitausendsiebenhundertdreizehn A ALLGEMEINE Claudio Abbado Köln gewählt verliert Der sechsmalige Meister Kölner EC erlitt in der Eishokkey-Bundesliga mit 5:6 gegen Eintracht Frankfurt seine erste Niederlage. Die Tabellenführung eroberte sich Schwenningen mit einem ungewöhnlichen 1:0 gegen Freiburg zurück. KASSEL Meister TUSEM laben steckt in der Handball-Bundesliga in einer Krise und kam gegen die SG Wallau-Massenheim nur zum 23:23-Remis. Überraschungs-Tabellenführer ist der VfL Fredenbeck Vor dem Aufsteiger TV Niederwürzbach! Der Anhausener Golf-Profi Bernhard Langer gewann das 3. „German Masters in StuttgartMönsheim. Der 32 Jahre alte Mitorganisator schob sich mit einer 68er-Runde am Schlußtag noch nach Vorne und benötigte insgesamt 276 Schläge. WM eintausendneunhundertneunzig Zum Tage Chance für DDR Die Uhr läuft Die Fußball-Nationalelf der DDR wahrte ihre Chance auf die Teilnahme an der WM eintausendneunhundertneunzig in Italien. Sie gewann in Karl-Marx-Stadt gegen die UdSSR 2:1, muß aber im letzten Spiel in Österreich gewinnen, um sich die Tickets zu sichern. Ruf nach Reformen / Hunderte in Haft Größte Proteste in DDR seit eintausendneunhundertdreiundfünfzig Ostberlin ( dpa/AP) . Am 40. Jahrestag ihres Bestehens hat die DDR die größten Demonstrationen für demokratische Reformen seit dem Volksaufstand vom 17. Juni eintausendneunhundertdreiundfünfzig erlebt. In Ostberlin und anderen Städten zogen bis in die Nachtstunden zum Sonntag mehrere zehntausend Menschen durch die Straßen und riefen „Freiheit, Freiheit. Gestern abend ist es erneut zu Auseinandersetzungen gekommen. von Kirchenkreisen wurden insgesamt über eintausend Menschen festgenommen. Ein Teil von ihnen kam gestern wieder frei, während die „Rädelsführer, so eine ADN-Meldung, Vor Gericht gestellt werden sollen. Korrespondenten und Fotografen westlicher Medien wurden zum Teil gewaltsam an der Berichterstattung gehindert. ein Korrespondentenbericht vonVerschiedentlich zerstörten den Zusammenstößen steht auf Angehörige des Staatssicher„Themen des Tages. heitsdienstes (Stasi) Filmkameras und Fotoapparate. Die Proteste in Ostberlin hatgestern in ihren Predigten zur Besonnenheit und zu weiterem ten sich am Rande der offiziellen Verzicht auf Gewalt. In und um Feier zum 40. Jahrestag der aus einer die Gethsemane-Kirche in Ost- DDR-Gründung berlin versammelten sich ge- Kundgebung von nur wenigen stern rund dreitausend junge Leute, um hundert Menschen entwickelt. sich für Freilassung der Festge- Bald waren es nach Schätzung nommenen einzusetzen. Starke von Beobachtern über 5000, die Sicherheitskräfte waren aufge- zum Sitz der DDR-Volkskamboten; es kam zu Festnahmen. mer zogen. ein Großaufgebot Die Sicherheitskräfte der der Polizei kesselte die Menge DI5R waren gegen die Demon- ein und löste die Kundgebung stranten am Samstag nachmittag gewaltsam auf. und in der Nacht zum Sonntag- Verletzte waren bei Demonzum Teil, äußerst brutal Vorge- strationen von mehreren taugangen. obenauf die Zahl der Ver- send Menschen auch in Dresden letzten und der Festgenomme- und Leipzig zu beklagen. nen gab es keine genauen Infor- Fortsetzung nächste Seite mationen. neben Einschätzung Siehe auch „Zum Tage Die amtliche DDR-Nachrichtenagentur ADN bezeichnete die Proteste in einer knappen Meldung am Sonntag als „versuchte Störung der Volksfeste durch „Randalierer. Diese hätten sich „im Zusammenspiel mit westlichen Medien zusammengerottet. Viele Pfarrer mahnten Flüchtlinge / seit Freitag Warschau / DDR-Bürger eintausendachthundertsechsundvierzig kamen über Ungarn Wieder vierhundert in Bonner Mission München (dpa) . Der Strom von Flüchtlingen aus der DDR über Ungarn und Österreich in die Bundesrepublik ist am Wochenende wieder angeschwollen. Das Bundesgrenzschutzkommando Süd in München zählte von Freitag bis zum frühen Sonntag morgen eintausendachthundertsechsundvierzig Übersiedler. Waren es am Samstag noch 662, so stieg ihre Zahl am Sonntag auf. 1184 an. Warschau (dpa) . Ungebrochen ist der Zulauf von Flüchtlingen aus der DDR, die bei der bundesdeutschen Botschaft in Warschau Zuflucht suchen: Seit der letzten Ausreiseaktion am Donnerstag abend haben sich bis Sonntag insgesamt wieder etwa vierhundert ausreisewillige DDRBürger in der Bonner Mission eingefunden. Auch die Neuankömmlinge wurden in Ferienanlagen außerhalb von Warschau untergebracht. Sie werden vom polnischen und Deutschen Roten Kreuz sowie der katholischen Caritas betreut. Immer größer wird der Anzahl derjenigen, die auf abenteuerlichen Wegen durch die Neiße oder die Oder schwimmen. Einige Flüchtlinge berichteten, an seichten Stellen des Neiße-Flußbettes, die man durchwaten könne, lägen Bretter mit Nägeln. Drei weitere Busse —_ . Von den DDR-Flüchtlingen aus Ungarn passierten am Wochenende achthundertneunundneunzig im eigenen Personenwagen die Grenze. fünfhundertdreiundsiebzig DDR-Bürger kamen in elf Bussen und dreihundertvierundsiebzig mit der Eisenbahn. Für die Nacht zum Montag wurden drei weitere Busse mit 150 Personen erwartet. INlichts dokumentiert die Lage in der DDR deutlicher, als ihre Jubelfeier. Da wurde mit preußischem Stechschritt und aufgepflanzten Bajonetten bei der Militärparade Glanz und Gloria demonstriert. und nur Stunden später prügelte die Staatsmacht auf ihre Bürger ein, die lautstark nach vierzig Jahren Diktatur jene „demokratische Republik einforderten, die bislang nur dem Namen nach in der „sozialistischen Alternative zur Bundesrepublik existiert. Ihre Hoffnung,,beim Kremlchef Unterstützung zu finden, erfüllte sich immerhin so weit, wie sich das Gorbatschow mit Rücksicht auf die Machthaber des Staates an der Westgrenze des Ostblocks leisten konnte. Ihm gelang der schwierige diplomatische Balanceakt, der DDR-Führung den gebotenen Respekt zu erweisen, gleichwohl deutlich daran zu erinnern, daß niemand sich ungestraft notwendigen politischen wie gesellschaftlichen Veränderungen verschließt. Die Ereignisse des 7. Oktober eintausendneunhundertneunundachtzig haben gezeigt, daß Honecker nicht mehr viel Zeit bleibt, daß er schon mit dem Rücken an der Wand steht. Und das eben macht die Situation in der DDR so brisant. Markige Worte, unzeitgemäße Wiederyereinigungsdebatten und wohlfeile Ratschläge aus der Bundesrepublik sind da wenig hilfreich. Im Gegenteil. und Zurückhaltung ist den Mensch in der DDR jetzt am besten gedient. Wolfgang Rossbach Jom-Kippur-FeSt Zugang nach Israel versperrt EINER ÜBERMACHT von uniformierten Beamten sah sich diese junge Ostberlinerin gegenüber, die am Jerusalem/Nikosia (AP). Die Samstagabend mit Tausenden von Gleichgesinnten für mehr Freiheiten in der DDR eintraten. israelischen Streitkräfte haben indes die Staatsorgane teilweise brutal Vorgingen, riefen die Demonstranten immer wieder: am Sonntag anläßlich des jüdi„Keine Gewalt. (dpa-Funkbild) schen Jom-Kippur-Festes den Gazastreifen und das Westjordanland abgeriegelt und damit den Bewohnern der besetzten Ostberlin / Für Demokratisierung von Staat und Gesellschaft Gebiete den Zugang nach Israel versperrt. Nach Angaben eines Vertrauten des PLO-Vorsitzenden Arafat kam es am Sonntag in den besetzten Gebieten zu schweren Zwischenfällen. Der Gewährsmann sprach von mehr Ostberlin/Bonn (AP). Erstmals zugleich ein Parteistatut, be- der DDR suchten die Zusam- als einhundert getöteten und verwunseit ihrer Zwangsvereinigung stellten einen 15köpfigen Vor- menarbeit „mit allen demokrati- deten Palästinensern. mit den Kommunisten zur SED stand und ernannten den Ost- schen Initiativen, Gruppen und haben Sozialdemokraten in der berliner Historiker Ibrahim Personen in unserem Lande. DDR wieder eine eigene Partei Böhme zum Sekretär. in der Ur- Der Versammlung Vorausge- DDR / Gelder gegründet. Wie am Sonntag in kunde heißt es, angesichts „der gangen war am 26. August ein Ostberlin mitgeteilt wurde, außen- und innenpolitischen Si- Aufruf zur Parteigründung. Die schlössen sich am Samstag dreiundvierzig tuation der DDR halten es die Bildung fester Parteistrukturen Gründungsmitglieder zu einer begründeten die SozialdemoSozialdemokratische Partei Ein Hintergrundbericht auf »The-kraten mit der Absicht, sich „mit (SDP) zusammen. Als programund strukturellen des Tages erläutert, waruminhaltlichen matisches Ziel nennt die Grün- men Verbindlichkeiten gegen die zudie SPD eintausendneunhundertsechsundvierzig mit der KPD zwangsdungsurkunde eine „ökologisch vereinigt wurde. nehmende DeStabilisierung unorientierte soziale Demokratie. Bonn (dpa) . CDU-Generalseseres Landes zu verhalten und in Bonn begrüßte die SPD diesen in dieser Weise an einer demo- kretär Rühe hat das Angebot Schritt und erklärte sich mit der Mitglieder der SDP jetzt für er- kratischen Entwicklung mitzu- der Bonner Regierungskoalition neuen Partei solidarisch. forderlich, sich für eine konse- wirken. Nach Angaben von an die SED-Führung konkretiAuf einer Versammlung in quente Demokratisierung von Mitgliedern will die SDP in der siert, bei Reformen in der DDR Schwante in der Nähe von Ber- Staat und Gesellschaft einzuset- DDR zunächst keine offizielle wirtschaftliche Unterstützung zu leisten. In einem Zeitungsinlin beschlossen die Mitglieder zen. Die Sozialdemokraten in Zulassung anstreben. terview stellte Ruhe „projektge-. bundene Hilfe beim Fortschritt der DDR-Konsumgüterindustrie Deutlichere Worte nach Rückkehr in Moskau und bei der gemeinsamen Entwicklung und Produktion von Umweltschutztechnologien in Aussicht. Die Ostberliner Führung müsse sich aber generell zu Reformen bekennen. Berlin/Moskau (dpa) . Der so- wort beim offiziellen Festakt in der DDR, habe er den Einwjetische Staats- und Parteichef zum Jubiläum am Freitag in Ost- druck gewonnen, daß die „BürGorbatschow hat die DDR öf- berlin. Im sowjetischen Fernse- ger der DDR, die Veteranen, die Lotto- und Totozahlen fentlich unter Reformdruck ge- hen unterstrich er, die tiefgrei- mittleren Jahrgänge, und Vor alsetzt. Unmittelbar nach Rück- fenden Veränderungen des So- lem die Jugendlichen feurige Be- Lotto: 2, 4, 8, 23, 40, 49; Zusatzzahl: 11. kehr von den Jubiläumsfeiern zialismus hätten im Bund fürworter der Perestroika in un- Toto: 1, 1, 0, 0, 2, 1, 0, 0, 1, 1, 1. zum 40jährigen Bestehen der seiner Gespräche in Ostberlin serem Lande sind, sagte der Auswahlwette: 3, 14, 26, 29, 37, 38; DDR sagte er am Samstag abend gestanden. Dort fragten sich die Kremlchef.„Sie sind das nicht Zusatzspiel: 23. in Moskau, er habe die DDR- Leute jetzt, „was sich ändern aber nur aus Solidarität. dazu Rennquintett: Führung unter Staats- und Par- soll: Nicht nur in der Wirtschaft hier (in der DDR), wo man jetzt Rennen A: 4, 1 , 6. teichef Honecker auf die Not- und in der sozialen Sphäre, son- die Bilanz von vierzig Jahren zieht, Rennen B: 21, 22, 28. wendigkeit von Veränderungen dern auch bei den politischen fragen sich die Leute, wie es Spie) 77: 4, 1, 9, 6, 2, 8, 9. Süddeutsche Klassenlotterie: Große Institutionen. Gorbatschow weitergehen soll. hingewiesen. „Es gibt kein Land, daß Honecker hatte dagegen in Lose der Woche mit zwei 000 000 DM Damit schlug Gorbatschow ei- weiter: vierhundertvierzig fünfundsiebzig und eins 000 000 nicht so oder so änderte. seiner Rede allen Reformen eine Losnummer nen wesentlich deutlicheren sich DM Losnummer fünfhundert 928. Während seines Aufenthaltes Absage erteilt. Ton an als auch in seinem Gruß(Ohne Gewähr) Sozialdemokraten gründen Partei Ruhe erneuert Hilfsangebot Gorbatschow setzt DDR unter Reformdruck Politik Nr. 235 Namen und Nachrichten DGB fordert Durchbruch Montag, 9. Oktober 1989 Erstmals an einem Tisch Ungarn /Nach Partei-Umwandlung WH0 fordert Täglich blutige Sowjet-General mehr Sicherheit Konflikte bei Nato-Treffen Altkommunisten gründen neue KP Kernenergie Berg-Karabach DGB-Chef Ernst breit hat angeMoskau (dpa) . Die Lage im kündigt, daß Hiroshima (dpa). Die zivile Rom (dpa) . Erstmals in der Unruhegebiet Geschichte der beiden Militärsich alle GeNutzung der Kernenergie erfor- kaukasischen dert nach Ansicht des General- Berg-Karabach nimmt offenbar blöcke haben ein Nato-Oberbewerkschaften Budapest (dpa). Ungarns or- „Ungarischen Sozialistischen direktors der Weltgesundheits- immer mehr bürgerkriegsähnli- fehlshaber und ein führender im nächsten organisation (WHO), Professor che Züge an. Täglich komme es sowjetischer General gemein- thodoxe Kommunisten haben Arbeiterpartei (USAP), stellt Jahr verstärkt Nakajima, erhöhte Sicherheits- zu blutigen Zusammenstößen sam an einer • Diskussion über als Reaktion auf die Auflösung sich jedoch entschieden „gegen für die 35-Stunstandards in den weltweit be- zwischen Armeniern und Aser- Sicherheitsfragen teilgenom- der Kommunistischen Partei die Fehler der Vergangenheit den-Woche triebenen Atommeilern. . Auf baidschanern, schrieb am Sonn- men. hinaus der Nordatlantischen und ihre Umwandlung in eine und die Überreste des Staliniseinsetzen wolldem 9. Internationalen Welt- tag die amtliche sowjetische Versammlung (NAV), dem so- Sozialistische Partei die Grün- mus. Sie tritt für Sozialismus, ten. „Der kongreß der „Internationalen Nachrichtenagentur Tass. Es sei genannten Nato-Parlament, das dung einer eigenen KP beschlos- Rechtstaatlichkeit und soziale Durchbruch Ärzte zur Verhütung des Atom- eine Brücke in die Luft ge- noch bis heute in Rom tagt, warf sen. Dies berichtete am Sonntag Marktwirtschaft ein. kann und muß krieges (IPPNW) verwies er in sprengt worden, es würden der stellvertretende Chef des der ungarische Rundfunk. Die In einer von der Mehrheit der gelingen, sagte diesem Zusammenhang auf den Häuser und Autos in Brand ge- UdSSR-Generalstabs, Wladimir Selbstauflösung der bisherigen Delegierten gebilligten StellungBreit gestern in KP mit dem Ziel eines demokraAnstieg von Blutkrebs bei An- steckt. Lobow, dem Westen Vor, bisher nahme wird ausdrücklich beWürzburg bei Neubeginns war am tont, daß „in der Geschichte under Eröffnung des 13. Ordentli- wohnern englischer Atomkraft- Die Verbindungen zur Au-nur ungenügend auf die Abrü- tischen Samstagabend auf dem Parteitag seres Landes eine Epoche zu chen Gewerkschaftstages der werke. Die Erforschung dieser ßenwelt seien weiterhin unter- stungsinitiativen Moskaus zu in Budapest mit Billigung von Ende gegangen ist. das bisheriheute unerklärbaren Häu- brochen. Wegen des Fehlens reagieren. Der OberbefehlshaDGB-Gewerkschaft Holz und bis von Leukämiefällen sei ein von Medikamenten bestehe die ber der Nato für Europa, US- mehr als achtzig Prozent der Dele- ge Konzept des Sozialismus sei Kunststoff (GHK). Dies sei im fung Anliegen von Abenteuer einer Hepatitis-Epide- General John Galvin, kritisierte gierten beschlossen worden. nicht geeignet, daß Ungarn mit Interesse der Arbeitslosen not- gemeinsames WHO und IPPNW ebenso wie mie. Nur durch den Einsatz der bei der Diskussion seinerseits Verlierer waren die Vertreter der Entwicklung in der Welt wendig. der Konflikt für die Abschaffung Luftwaffe bei der Versorgung die nach Ansicht der Nato un- der orthodoxen Fraktionen, die Schritt hält. aller Atomwaffen. Gebiete werde der- veränderte militärische Stärke den radikalen Reformkurs ab- Die neue Partei distanziert EG-Hilfsgüter „umgeleitet wegen das neue IPPNW-Projekt entlegener zeit eine Hungersnot verhin- des Warschauer Pakts. lehnen. Die geplante Gründung sich „von den Verbrechen, von Mehr als eintausend Liter Speiseöl, „SatelLife, das den weltweiten dert. beide Seiten würdigten den einer neuen kommunistischen den Prinzipien und Methoden, eintausend Kilogramm Mortadella Austausch medizinischer Daten Wie Tass weiter berichtete, gemeinsamen Auftritt der Mili- Partei beschloß eine Gruppie- die sich als falsch erwiesen haund andere Lebensmittel, die mit Hilfe von Satelliten ermögli- hätten Jugendliche aus der von tärs Vor den Parlamentariern rung, die sich nach dem gestor- ben. Der ParteiVorsitzende Nyaus EG-Mitteln für notleidende chen soll, sagte Nakajima die Aserbaidschanern bewohnten aus fünfzehn Nato-Staaten als „histo- benen langjährigen Parteichef ers wies auf einen „prinzipiellen Länder der Dritten Welt zur Unterstützung der WHO zu. Stadt Schuscha in Berg-Kara- risches Ereignis, das die ge- Janos Kadar nennt. Sie begrün- Kompromiß aller Strömungen Verfügung gestellt wurden, sind Mit dem Projekt, das dembach am Wochenende ein nahe- wandelten Beziehungen zwi- dete ihren Schritt gestern damit, hin. ohne die neue Sozialistijetzt in einem Supermarkt in schnelleren Informationsfluß gelegenes armenisches Dorf be- schen Ost und West widerspie- daß durch die Neugründung der sche Partei sei die Herstellung Neapel aufgetaucht. Die Polizei zwischen Kliniken und Gesund- schossen. unter ihnen seien gele. Die 35. Jahrestagung der sozialistischen Partei die Kom- eines rechtsstaatlichen Systems habe die Nahrungsmittel mit heitsbehörden dienen soll, wer- Einwohner der aserbaidschani- NAV in Rom geht heute mit ei- munisten ihre politische Basis in Ungarn nicht möglich. Er betonte, die neue Partei werde mit dem Stempel der Europäischen de den Initiativen der WHO zur schen Hauptstadt Baku gewe- ner Plenarsitzung der rund zweihundert verloren hätten. Gemeinschaft „Für bedürftige Gesundheitsförderung ein wich- sen, die eigens gekommen seien, Abgeordneten und einer Rede Die neue „Ungarische Soziali- der „proletarisch-ideologischen Länder beschlagnahmt, hieß es. tiges Kommunikationsmittel an um „den Kriegsgeist der örtli- von Nato-Generalsekretär stische Partei sieht sich zwar Machtausübung brechen. chen Bevölkerung zu wecken. Wörner zu Ende. die Hand gegeben. als Rechts-Nachfolgerin der Siehe auch Kommentar China schränkt reisen ein Wohnungsnot / zweihundertfünfzig 000 Menschen Dienstreisen von führenden chinesischen Politikern ins Ausland sollen künftig drastisch eingeschränkt werden. Dies steht in einer neuen Verordnung, die besagt, daß Auslandsreisen nur noch genehmigt würden, wenn es Staats- oder Arbeitsbesuche im Zusammenhang mit „wichtigen öffentlichen Angelegenheiten seien. Massenprotest in Washington Washington (AP) . bei einer der größten Protestkundgebungen dieser Art seit den 60er Jahren haben am Samstag in Washington schätzungsweise zweihundertfünfzig 000 Menschen gegen die Wohnungsnot in den Vereinigten Staaten protestiert. Der Protestmarsch über die Cönstitution Avenue bildete den Höhepunkt und Abschluß einer sich über drei Tage erstreckenden Andres gründet Partei Der abgesetzte LandesVorsitT zende der ^ rechtsradikalen Republikaner in Berlin, Bernhard Andres, hat eine neue Partei gegrün| det. Sie nennt jsich „Die DeutI sehen DemoIkraten. In eiI nem Interview I begründete An•dres die Parteineubildung damit, daß viele „die Nase voll gehabt hätten von „Zank, Streit und Querelen sowie endlosen Personaldiskus- ICH FÜHLE MICH AUSGEZEICHNET und kann sionen bei den Republikanern. es selbst nicht glauben, gestand Bundestagsvizepräsidentin Annemarie Renger am Samstag an ihrem 70. Geburtstag. Für die prominente Ehrendoktor für Schmidt SPD-Politikerin gaben Bundestagspräsidentin Der frühere Bundeskanzler Hel- Süssmuth und SPD-Chef Vogel in der Godesmut Schmidt ist in der Universi- berger Redoute einen festlichen Empfang. Buntät von Bergamo mit der Ehren- despräsident von Weizsäcker und Frau Maridoktorwürde der Wirtschafts- anne waren unter den Gratulanten (unser Bild). wissenschaftlichen Fakultät ausgezeichnet worden. In seinem Vortrag hob Schmidt die Notwendigkeit des europäischen Währungssystems herVor. Er forderte die zügige Einführung einer europäischen Zentralbank. Neues Grundsatzprogramm SPD-Landesverbände wünschen Änderungen Glückwünsche aus aller Welt kamen und Bundeskanzler Kohl würdigte die Oppositionspolitikerin als eine „Frau der ersten Stunde, die sich um die Bundesrepublik außerordentlich verdient gemacht hat. Annemarie Renger hat auf Geschenke verzichtet und gebeten: „Spenden Sie für die Ronald McDonald-Kinderhilfe zur Unterstützung krebskranker Jungen und Mädchen. (dpa-Funkbild) Größte Demonstrationen in der DDR / Für West-Touristen: „Maggie-Tour ein Flop Ostberlin weiter abgeschottet chen tiefgreifender Unzufrie- ten die DDR-Behörden westliDie britische Premierministerin Fortsetzung Ostberlin blieb auch am Sonn- denheit vieler Einwohner in der chen Journalisten die Einreise Margaret Thattag für West-Touristen gesperrt. DDR dauerhaft beseitig werden, nach Leipzig, da sie an diesem cher als TouriDie innerstädtischen Übergänge heißt es in der in Bonn veröffent- Tage „nicht erwünscht seien. stenattraktion konnten nach wie Vor nicht pas- lichten Erklärung. Gleichwohl hofft Bonn nach hat sich als grosiert werden. tausende wurden Einen „entschiedenen Pro- Beendigung der 40-Jahr-Feiern ßer Flop erwieseit Schließung der Grenzen am test in Ostberlin kündigte der in der DDR auf erste Reformansen: Kein einziDonnerstag zurückgeschickt. stellvertretende Regierungs- sätze der SED-Führung. „Ich erger Besucher Einige Bereiche Ostberlins wur- sprecher Vogel für den Fall an, warte, daß nach den Jubelfeiern hat bislang an den zum „polizeilichen Einsatz- daß sich Meldungen über Miß- künftig Ausreisegenehmiguneiner von viegebiet erklärt und für Presse- handlungen von westlichen gen erheblich großzügiger als len Londoner vertreter gesperrt. Journalisten bestätigen sollten. bisher erteilt werden, erklärte Hotels angebotenen . AusDie Bundesregierung forderte Die Bundesregierung verwahre die Bundesministerin für innerflugsfahrt nach in einem eindringlichen Appell sich mit Nachdruck gegen die deutsche Beziehungen, DoroGrantham teildie DDR-Führung auf, „friedli- Behinderung von Pressevertre- thee Wilms, in einem Interview. genommen, der Geburtsstadt chen Demonstrationen für mehr tern bei ihrer Arbeit-in Ostber- Ähnlich äußerte sich Kanzlervon Frau Thatcher. ein weiteres staatsbürgerliche Freiheiten lin. dies spreche „allen auch für amtsminister Seiters. Nach InAnzeichen für die sinkende Po- nicht mit Polizeikräften, son- die DDR geltenden Regelungen formationen von „Bild am Sonpularität der „eisernen Lady dern mit Verständnis und Ge- über Informationspflicht und In- tag plant Ostberlin offenbar bieten die jüngsten Umfragen. sprächsbereitschaft zu begeg- formationsfreiheit Hohn, sagte eine umfangreiche AbschiebeSo meinten achtundfünfzig Prozent der Bri- nen. Nur so könnten die Ursa- Vogel. Am Sonntag verweiger- aktion unbequemer Bürger. ten, Thatcher sollte Vor den nächsten Wahlen eintausendneunhunderteinundneunzig zurücktreten. Ihre konservative Partei „Tibet ein untrennbarer Teil unseres Landes / Kritik an Komitee liegt in der Wählergunst 11 Prozent hinter der oppositionellen Labour-Partei. China über Nobelpreis an Dalai Lama empört Pretoria: 1. Mai Feiertag Im jahrelangen Ringen mit den Gewerkschaften hat die südafrikanische Regierung jetzt nachgegeben und den 1. Mai zum Feiertag erklärt. Vor allem schwarze Arbeitnehmer hatten in der Vergangenheit immer wieder mit Streiks gegen die Haltung Pretorias protestiert. Peking (dpa) . und Bedauern und Empörung hat die chinesische Regierung am Wochenende zum ersten Mal auf die Verleihung des Friedensnobelpreises an das im indischen Exil lebende tibetische Oberhaupt, den Dalai Lama, reagiert. In einer von der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xin- Kampagne, die „Wohnungen jetzt genannt wurde. Die Demonstranten verlangten von der Regierung Bush Finanzmittel und ein Programm für die menschenwürdige Unterbringung von Obdachlosen und Armen. Der schwarze Prediger und Politiker Jesse Jackson bezifferte die Zahl der Obdachlosen in den USA mit drei Millionen. hua veröffentlichten Stellung- belpreis-Komitee „offene Unternahme hieß es, Tibet sei ein stützung des Dalai Lama und „untrennbarer Teil chinesischen der „tibetischen Separatisten Territoriums. Die Tibetfrage sei Vorgeworfen. Die „falsche Ent„ausschließlich eine interne An- scheidung des Komitees weigelegenheit von China, in die che von dem Zweck ab, Persoeinzumischen „keine ausländi- nen auszuzeichnen, die einen sche Regierung, Organisation Beitrag zur „Harmonie und oder Person das Recht habe. In Freundschaft zwischen den Völder Äußerung wurde dem No- kern geleistet haben. Hamburg (dpa) . In den Be-Frage gestellt, da ein atomarer zirks- und Landesverbänden Einsatz in Europa mit den Interder SPD stößt der Entwurf für essen der Bundesrepublik nicht ein neues Grundsatzprogramm vereinbar sei. der Sozialdemokraten zuneh- in der Wirtschaftspolitik plämend auf Kritik. Gleich vier Un- dierten die Delegierten für weitergliederungen - die Landes- tergehende Mitbestimmungsverbände Schleswig-Holstein, rechte und ein MindesteinkomBaden-Württemberg und Ham- men auch für diejenigen, die burg sowie der Bezirksverband „gesellschaftlich notwendige Hessen-Süd - forderten^ auf Par- Arbeit leisten wie in der Kinteitagen am Wochenende zahl- dererziehung. reiche Änderungen an dem neuDie baden-württemöergien Programm, das nach seiner schen Sozialdemokraten forderVerabschiedung auf einem SPD- ten in Schwäbisch-Gmünd^ im Bundesparteitag im Dezember Gegensatz zum Bundesentwurf nach dreißig Jahren das Godesber- die bedingungslose Überwinger Programm ablösen soll. dung der Atomwaffen. Die Hamburger wandten sich Die umfangreichsten Änderungswünsche formulierte die gegen eine zu weit gehende SPD in Schleswig-Holstein beim Ausgestaltung des von der BunParteitag in Timmendorfer des-SPD geforderten VolksbeStrand. Eine eindeutige Mehr- gehrens. heit der knapp zweihundert Delegierten Rund zweihundert Einzelanträge mit stimmte für einen vom Landes- deutlicher Detailkritik lagen Vorstand Vorgelegten Alterna- dem Bezirksparteitäg Hessentiventwurf zu den wirtschafts- Süd Vor. Die Genossen wollen und sicherheitspolitischen The- Vor allem die Passagen zum Umsen. Die Nato-Strategie der ato- weltschutz konkreter und maren Abschreckung wird in schärfer gefaßt haben. HESSISCHE/NIEDERSÄCHSISCHE Verlagsleitung ALLGEMEINE Dr. Dietrich Batz, Rainer Dierichs, Wigbert H. Schacht. Anzeigenleiter: Horst Prehm. Vertriebsleiter: Gerd Lühring. Herausgeber Rainer Dierichs, Dr. Dietrich Batz, Achim von Roos Chefredakteur Lothar Orzechowski Stellv. Chefredakteure Wolfgang Rossbach, Peter M. Zitzmann Verantwortliche Redakteure Chef vom Dienst: Horst Kröninger. Chef Nachrichten: Rainer Merforth. Politik: Jochen Prater. Blick in die Zeit: Walter Schütz. Wirtschaft und Sozialpolitik: Horst Seidenfaden, Kultur.- Dirk Schwarze, Frau u. Reise: Ilse Methe-Huber. Sport: Rolf Wiesemann, i. V. Ulrich Fuhrmann. Sonntagszeit: Frank Thonicke. Kassel Stadt und Land : Wolfgang Rossbach. Bezirksredaktionen: Peter M. Zitzmann. Koordination: Helmut Lehnart. Hessen/Niedersachsen: Eberhard Heinemann. Chefreporter: KarlHermann Huhn. Sonderthemen: Peter Ochs. Verlag Dierichs GmbH & Co KG, Frankfurter Str. 168, Postfach zehn zehn 09, dreitausendfünfhundert Kassel, Ruf fünf einundsechzig / 20 3-0. Tel. Anzeigenannahme fünf einundsechzig / 20 3-3. Fernschreib-Nr. 99 635. Telekopierer fünf einundsechzig /20 36. Teletex fünf 618110. Postgirokonto 155132 -608 Frankfurt/M. Anzeigenpreisliste Nr. 29. Monatlicher Abonnementspreis DM 25,60 inkl. Zustellung und sieben % MwSt. (Postbezugspreis 28,50 DM). Die Beendigung des Abonnements ist nur mit schriftlicher Kündigungserklärung unter Einhaltung einer Frist von einem Monat zum Monatsende möglich; die Frist läuft ab Zugang der schriftlichen KündigungserJfJärung. * > Auflage werktags über zweihundertsiebzig 000 Exemplare in Tarifgemeinschaft mit „Oberhessische Presse, Marburg, „Hersfelder Zeitung, „Werra-Rundschau, Eschwege, „Harzkurier, Herzberg. Auflage „Sonntagszeit über zweihundert 000 Exemplare. Redaktion Wiesbaden: Rolf Effenberger. Redaktion Hannover. Harald Birkenbeul. Herstellung Druckhaus Dierichs, Frankfurter Straße 168, dreitausendfünfhundert Kassel. Redaktion Bonn : Hans Ludwig Laucht. Themen des Tages Nr. 235 Beispiel in Budapest D a s Tempo, mit dem in Ungarn die kommunistische Partei in eine Nebenrolle auf der Reformbühne gedrängt wird, verblüfft zunächst, macht aber auch besorgt. Schließlich ist nicht vergessen, wie Bruderparteien und Brudervölker eintausendneunhundertsechsundfünfzig reagierten und wie sie eintausendneunhundertachtundsechzig in der CSSR den Versuch ahndeten, Bewegung in den Block zu bringen. Die Spaltung der kommunistischen Partei ist perfekt - mit dem Ergebnis, daß die politische Verantwortung für die wirtschaftliche, soziale und politische Erneuerung des Landes in anderen Händen liegt. das ist zweifellos eine Chance. erneut die Chance birgt natürlich auch die Gefahr, daß bei einem Scheitern die Schuld nicht mehr bei den Kommunisten festgemacht werden kann. dennoch ist Budapest ein Beispiel, das weiter reicht als aas Wagnis in Warschau, wo ja ebenfalls die Kommunisten um ihre Ausschließlichkeit gebracht worden sind. Die Ungarn sind mutiger und auch wohl entschlossener, wobei vielleicht ihre im Gegensatz zu Polen periphere Lage im östlichen Bündnis eine wichtige Rolle gespielt hat. hierzulande und sonstwo im Westen hofft man - keineswegs nur aus humanitären Gründen -, daß das ungarische Beispiel Schule macht. Die CSSR, gedrängt durch ihre unfreiwillige, Rolle bei dem Massenexodus cJer DDR-Bürger, könnte vom Bazillus aus Budapest vielleicht eher infiziert werden, als das derzeit noch den Anschein hat. doch wird dies entscheidend davon abhängen, ob es in Ungarn gelingt, ein politisches System, in welchem nicht mehr eine Partei allein bestimmt, zu konsolidieren, in welchem wirklich der „Nutzen des Volkes gemehrt wird. Günter Baumann Presse-Echo Michail Gorbatschow hat in Ostberlin einen schwierigen Drahtseilakt Vor sucht, schreibt die Einerseits sagte er zum vierzig Jahrestag des Regimes die erwarteten Artigkeiten, die er den Brüdern im Sozialismus trotz aller Gegensätze schuldet und rügte auch pflichtgemäß angebliche „revanchistische Tendenzen in der Bundesrepublik. Andererseits ließ er sich aber keineswegs Vor den Karre von Honeckers Altherrenriege spannen, die nach wie Vor in s.o rabiater Distanz zu Glasnost und Perestroika verharrt. Gesellschaftliche Veränderungen, schrieb er der SED unmißverständlich ins Festbuch, zwängen letztlich auch die DDR zu Reformen. Die Bürger der DDR, die in ihrem Staat bleiben wollen, fordern ein liberaleres Gemeinwesen, meint der Konstanzer SÜDKURIER Sie sehen nicht ein, daß die Entwicklungen, die in Moskau, Warschau und Budapest die Bevölkerung faszinieren, zu neuen Kraftanstrengungen ermuntern, für ihr Land tabu sein sollten. Natürlich ist richtig, daß sich die DDR, im Gegensatz zu den anderen Staaten Mittel- und Osteuropas nicht aus nationaler Identität, sondern nur über den Sozialismus als Eigenständig definieren kann. Aber falsch ist eben, daß dies jede Reform ausschließt. Ob es einen oder zwei Staaten auf deutschem Boden gibt, ist letztlich nicht entscheidend. wert ist nur, daß, hüben wie drüben, die Menschen entscheiden dürfen, wie sie leben wollen. Zum selben Thema die | OSNABRÜCKES |ZEITÜNO Entscheidend bleibt Gorbatschows Versicherung,-daß Fragen, die die DDR betreffen, nicht in Moskau, sondern in Ostberlin beantwortet würden. Damit legt der. Kremlchef die Verantwortlichkeiten fest. Von Honeckers Garde dürfen indessen keine neuen Impulse mehr erwartet werden. Die Ansprache des SED-Generalsekretärs läßt sich in zwei Worten zusammenfassen: Weiter so. Die Festrede geriet zu einer Mischung aus kommunistischem Eigenlob und Vorwürfen an den Westen. Tausende demonstrierten in Ostberlin für mehr Freiheit Zugriff im Morgengrauen Von AP-Korrespondent Ingomar Schweiz Im Morgengrauen des Sonntags griffen die Polizeihundertschaften in der Ostberliner Schönhauser Allee zu: Rund dreihundertfünfzig Demonstranten wurden teilweise unter Gewaltanwendung auf sechs bereitstehende Lastwagen und in zwei Busse verfrachtet und weggefahren. Es war das Genug einer Massendemonstration, wie man sie seit dem 17. Juni eintausendneunhundertdreiundfünfzig in Ostberlin nicht mehr erlebt hatte. Ausgerechnet am 40. Jahrestages der Gründung der DDR entlud sich in einem Protestmarsch Tausender aufgestaute politische Unzufriedenheit. „Gorbi, hilf uns rief die Menge, die sich am Samstag auf dem Alexanderplatz am Rande eines Volksfestes formierte und dann spontan in Richtung „Palast der Republik loszog. Dort feierten geladene Gäste das Staatsjubiläum. Auch wenn der sowjetische Staats- und Parteichef Gorbatschow, dem die Rufe Vor dem Palast galten, hätte helfen wollen, er hätte es nicht gekonnt: betreffend diesem Zeitpunkt befand sich die personifizierte Hoffnung von Millionen von DDRBürgern auf demokratische Reformen bereits auf dem Rückflug nach Moskau. Volkspolizisten, sichtlich erstaunt über das plötzliche, massive und lautstarke Aufbegehren der zumeist jungen Leute, drängten den Protestzug zurück zum Alexanderplatz. Vor dem Gebäude der Nachrichtenagen- tur ADN wurden Rufe wie „Pressefreiheit und „Demokratie laut. Erstmals schritten heute Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes ein, die beim Versuch, die Menge aufzulösen, Demonstranten wahllos ergriffen, wegzerrten und teilweise blutig schlugen. Offiziere der Volkspolizei sagten zu Demonstranten, die um Hilfe riefen: „Hier haben nicht wir zu bestimmen. Daß die gefürchtete Stasi-Truppe das Sagen hatte, wurde noch klarer, als Mitglieder des Wachregiments „Felix Dzershinski, einer dem Ministerium für Staatssicherheit unterstellten Eliteeinheit, brutal in die Auseinandersetzungen eingriffen. Die Menge rief immer wieder: „Keine Gewalt! Belagerte Festung dessen Ostberliner Regierungsviertel glich einer belagerten Festung. Überall waren Lastwagen mit großen Gittern aufgefahren, offenkundig um Massenansammlungen zu zerstreuen. Im Einsatz waren auch Mitglieder der betrieblichen Kampfgruppen. Die für den Objekt- und Personenschutz Vorgesehenen Einheiten wurden an diesem Abend erstmals in großer Zahl gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt. Ihnen und den Volkspolizisten galten die Rufe vieler: „Das Volk sind wir, gegen wen kämpft ihr? Daß die Demonstranten auch bei der Bevölkerung auf Sympathie stießen, war klar erkennbar. Überall standen auf den Baikonen Zuschauer, die dem Protestzug applaudierten. Viele zündeten Wunderkerzen an. Die immer nervöser werdenden Sicherheitskräfte teilten schließlich die Menschenmasse, die sich jedoch zum Teil wieder neu formierte und zur Gethsemanekirche weiterging. Dort gibt es seit Beginn dieser Woche regelmäßig Andachten und eine Mahnwache für die politischen Gefangenen in der DDR. Im Stadtteil Prenzlauer Berg riegelte die Polizei alle Zufahrtsstraßen zur Kirche ab. Immer mehr Menschen schlössen sich dem Protestzug in der Schönhauser Allee an, der Magistrale in Richtung Norden. „Bürger, laß das Glotzen1 sein, komm auf die Straße, reih dich ein, riefen die Demonstranten immer wieder Passanten und neugierig aus den Fenstern schauenden Menschen zu. Mancher stieg aus der Straßenbahn aus, um sich dem Zug anzuschließen. Junge Umwelt mit Kerzen in der Hand standen Vor der Kirche einem Polizeiaufgebot mit scharfen Hunden, Schlagstöcken und Elektroschockgeräten gegenüber. „Wir lassen uns von den Machthabern nichts mehr sagen, schrie ein junger Mann auf dem Kirchplatz. Viele klatschten. Montag, 9. Oktober 1989 Demonstrationen in der DDR Erlaubt ist nur Konformes total le Bürger haben das ternationalen Recht, sich im Rahmen der Grundsätze und Ziele der Verfassung friedlich zu versammeln. besagt bestimmt die DDRVerfassung in Artikel 28. Das auf den ersten Blick umfassend erscheinende Grundrecht wird jedoch stark eingeschränkt, nicht nur durch die „Sicherheitsorgane, sondern auch juristisch. Der offizielle Kommentar zur DDR-Verfassung . sagt nämlich genau, wann wer für was demonstrieren darf oder nicht. Im Katalog der Möglichkeiten und Verbote heißt es: „Die Kundgebungs- und Versammlungsfreiheit wird von den Werktätigen wahrgenommen, um zu Grundfragen der Politik, insbesondere von Ereignissen im internationalen Leben, sowie nationalen und in- eintausendneunhundertsechsundvierzig Zwangsvereinigung zur SED Kommunisten waren auf SPD angewiesen Vcoller Tatendrang klopfte kürzlich in der Bonner SPDZentrale ein Rentner aus der DDR an und erbat „grünes Licht der „Baracke für eine SPD-Neugründung im Honecker-Staat. „Wir können sofort wieder anfangen! Wir haben auch noch die alten MitgliederKarteien, versicherte der agile Rentier. Doch die SPD hält sich bedeckt, versichert aber der neu formierten „Sozialdemokratischen Partei in der Deutschen Demokratischen Republik (SDP) ihre Sympathie und Solidarität. Nur knapp ein Jahr lang existierte die von den Nazis eintausendneunhundertdreiunddreißig verbotene und. nach Kriegsende zuerst in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) wieder aufgelebte SPD. unter massivem Druck der sowjetischen Besatzungsmacht traten am 21. und 22. April eintausendneunhundertsechsundvierzig im Ostberliner Admiralspalast die ebenfalls eintausendneunhundertfünfundvierzig neugegründete Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) und die SPD zu einem „Vereinigungsparteitag zusammen, aus dem die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) herVorging. Wilhelm Pieck von der KPD und Otto Grotewohl (bis dahin SPD), der in scharfem Gegensatz zur SPD in den damaligen Westzonen mit Kurt Schumacher an der Spitze die Zwangsverschmelzung mit den Kommunisten vollzog, waren die ersten SED-Vorsitzenden. Formulierte JUNGE MENSCHEN waren es in erster Linie, die sich am Samstagabend am Östberliner Alexander- die SED zunächst unter Abgrenplatz zu einer spontanen Kundgebung formierten. dann wurde daraus die größte Demonstration für zung vom Moskauer Modell eimehr Freiheit seit dem Volksaufstand am 17. Juni 1953. • (dpa-Funkbild) nen „besonderen deutschen Argentiniens Präsident begnadigt Offiziere und Terroristen Gedenktagen der Arbeiterklasse und der friedliebenden fortschrittlichen Menschheit den einheitlichen Willen der Bevölkerung zu manifestieren. das sind - so die neue Ausgabe des Ostberliner „Kleinen Politischen Wörterbuchs Massenkundgebungen, „die die internationale Solidarität bekunden und „gegen imperialistische Aggressionspolitik gerichtet sind. „Verfassungswidrig und das Recht mißbrauchend nennt der Kommentar „gegen die Interessen der Werktätigen gerichtete Kundgebungen, die, „mit freiheitlichen und demokratischen Losungen getarnt, eine „antisozialistische Tätigkeit fördern. Was „antisozialistische Tätigkeiten sind, bestimmt die SED. (dpa) weg zum Sozialismus mit paritätisch besetzten Gremien, so richtete bald die immer stärker von Ulbricht dominierte SED die Marschrichtung auf das zentralistische KPdSU-Vorbild aus. Schumacher schrieb in seiner Biographie: „Nachdem die Hoffnung der Kommunisten, sich als führende Arbeiterpartei etablieren und zur einzigen Arbeiterpartei entwickeln zu können, von den Tatsachen so völlig unmöglich gemacht wird, muß sie nach dem großen Blutspender suchen. das Rezept ist die Einheitspartei, die einen Versuch darstellt, der sozialdemokratischen Partei eine kommunistische-Führung aufzuzwingen. : • Vor allem im „roten Sachsen: konnte die SPD rasch Fuß fassen. Ende4945 zählte die SPD in der sowjetischen Besatzungszone über sechshundert 000 Mitglieder mehr als in allen drei westlichen Besatzungen. in der heutigen DDR liegen auch die Wurzeln der Sozialdemokratie, die eintausendachthundertfünfundsiebzig in Gotha zunächst als „Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands gegründet wurde. Eine Sonderstellung nimmt die SPD im Gebiet von GroßBerlin ein. Nach der Zwangsvereinigung blieb sie im Ostteil der Stadt aufgrund des VierMächte-Status neben der SED bestehen. doch nach dem Bau der Mauer am 13. August eintausendneunhunderteinundsechzig verfügte Berlins SPD-Landesverband die Auflösung der acht Kreisverbände im Östsektor. Zugleich behielt er sich das recht Vor, diese jederzeit neu zu konstituieren. (dpa) „Privatbesuch des Bundespräsidenten Menem setzt auf Aussöhnung Dank und neue Bitten Von dpa-Korrespondent Gerd Reuter Arrgentiniens peronistischer Präsident Carlos Saul Menem hat Vor und gleich nach seinem triumphalen Wahlsieg im Mai dieses Jahres keinen Zweifel gelassen, daß er das von seinem Vorgänger Raul Alfonsin geerbte „Militärproblem im Interesse einer nationalen Aussöhnung lösen werde. jetzt hat Menem, der in der Vergangenheit selbst unter den Militärs litt und mehrere Jahre im Gefängnis verbrachte, zweihundertachtzig Offiziere und ehemalige Terroristen begnadigt. Er ist der Meinung, daß seine Entscheidung im Ausland „gut aufgenommen werde. Die Maßnahme sei dann richtig, wenn Generale nie mehr wieder putschen, sondern die Demokratie in den kommenden Jahren weiter gefestigt werden könne, hieß es in Kommentaren. Beobachter meinen, daß das Problem in der Tat gelöst werden: mußte,, denn Argentiniens Streitkräfte waren während Alfonsins Amtszeit ein ständiger und bedrohlicher Unruheherd für die eintausendneunhundertdreiundachtzig eingeleitete Demokratie. Beinahe jede zweite Familie hat ein Mitglied der Streit- kräfte in ihren Reihen, und auch viele „Normalbürger meinen, das Militär habe richtig gehandelt, als es zwischen eintausendneunhundertsechsundsiebzig und eintausendneunhundertdreiundachtzig den organisierten Terrorismus blutig niederkämpfte. Dabei war von beiden Seiten gefoltert, gemordet und entführt worden. mehrere tausend Regime-Gegner sind bis heute spurlos verschwunden. Bekanntgabe in La Rioja Menem wählte wohl nicht ganz unbedacht seine eintausendzweihundert Kilometer von der Hauptstadt Buenos Aires entfernte Heimatprovinz La Rioja zur Veröffentlichung des Gnadenerlasses. Damit wolle er die politische Sinngebung der Entscheidung relativieren und als nicht so außergewöhnlich erscheinen lassen, wie das Vor allem von der Auslandspresse beurteilt werde, hieß es am Sonntag in einem Rundfunkkommentar. Schon bei seiner Amtsübernahme hatte Menem erklärt, die Lösung des Militärproblems sei sicher nicht die dringlichste Aufgabe seiner Von dpa-Korrespondent Dieter Btislau Regierung. doch verging in den drei zurückliegenden Monaten kein Tag, an dem er dazu nicht Stellung nahm. Argentiniens Vergangenheitsbewältigung mit drei verurteilten Diktatoren im Gefängnis und Rebellen-Offizieren in Kompaniestärke in militärischem Gewahrsam blieb ein politisches Top-Thema. Jetzt wartet Argentinien auf die zweite Stufe des Gnadenaktes, für die Menem bisher die „Bevölkerung noch nicht reif genug hält. vermutlich noch in diesem Jahr sollen die übrigen Putschgenerale und Verantwortlichen für schwerste Menschenrechtsverletzungen freigelassen werden. Zu den ersten Männern, die vom Gnadenakt profitieren, gehören der ehemalige Staatspräsident General Leopoldo Galtieri sowie die Rebellenoffiziere Mohammed Seineldin und Oberstleutnant Aldo Ricco. Straffrei und ohne Furcht Vor juristischen Konsequenzen bleiben auch 64 Terroristen, in der Mehrheit linksextremistische Montonero-Guerilla, die das Land in den 70er Jahren verunsicherten. He err Bundespräsident, wir alle danken Ihnen von ganzem Herzen. Mit Transparenten, lautem Händeklatschen und Blumen begrüßten am Sonntag mittag DDR-Übersiedler Bundespräsident Richard von Weizsäcker in der Katastrophenschutzschule des Bundes in Ahrweiler (Rheinland-Pfalz). Von Weizsäcker hatte sich überraschend zu einem - wie er verlauten ließ - „rein privaten Besuch - in der Schule, die seit dem vergangenen Donnerstag den Flüchtlingen eine erste Bleibe bietet, angemeldet. Von Weizsäcker wurde v o n den DDR-Bürgern sofort umringt; ohne Scheu drückten sie ihm Zettel in die Hand, die als „Bittschriften gelten sollten, erzählten von Freunden, die verhaftet worden seien und um die sich von Weizsäcker kümmern sollte. Eine 45jährige Frau berichtete von ihrem wegen Republikflucht inhaftierten Schwiegersohn. Zwei Männer, die ihre Frauen u n d Kinder zurückgelassen hatten, baten um Hilfe. ein 17jähriger strahlte: „Ich bin Bäckerlehrling u n d habe in Ahrweiler eine Lehrstelle gefunden, morgen fange ich an. Der Junge war mit seinem 40jährigen Vater in die Prager Botschaft geflüchtet. Der Vater vertraute den Zusagen von DDR-Rechtsanwalt Vogel, in Kürze ausreisen zu dürfen u n d kehrte nach Hause zurück. Der Bundespräsident schüttelte viele Hände, fragte nach Namen und Alter und nach persönlichen Schicksalen. „Wir werden alles tun, damit sie hier bei uns einen guten Anfang machen können, bekräftigte das Staatsoberhaupt. A n die Adresse der DDR-Regierung appellierte von Weizsäcker: „An erster Stelle muß jetzt die legale Ausreiseerlaubnis stehen. Die überwältigende Hilfsbereitschaft der Bundesbürger sei sehr lobenswert. HESSISCHE HESSISCHE/NIEDERSACHSISCHE ALLGEMEINE Umweltorganisationen: Etat 1990 KASSEL eins P dreitausendsiebenhundertdreizehn A ALLGEMEINE UNABHÄNGIG KASSELER ZEITUNG NICHT PARTEIGEBUNDEN Preis 1,10 DM Nr. zweihundertsechsunddreißig • Dienstag, 10.10.1989 Ruf (05 61) 203-0 • verklagen 203-3 Tass meldet Ufo-Landung zweihundertachtzig Stellen Medizin/Kxebsforsch ung „Sanierung der Loch im Außerirdische in der VW sucht Nobelpreis an Bergtäler jetzt Haushalt Sowjetunion gesichtet Personal zwei Amerikaner München (dpa) . ein Not- standsprogramm für die Sanierung der Bergtäler in den Alpen haben mehrere Umweltorganisationen in einem Appell an die heute beginnende Internationale Alpenkonferenz in Berchtesgaden gefordert. Vor allem der stark angestiegene Autoverkehr bedrohe den alpinen Lebensraum „wie eine Lawine, ungeheure Mengen von Luftschadstoffen führten zum Absterben des Schutzwaldes. Siehe auch Kommentar 20,5 millionen Mark Defizit weist der Haushalt eintausendneunhundertneunzig der Stadt Kassel auf. Auch aus den Vorjahren bleibt ein Minus: Seit eintausendneunhundertzweiundachtzig vergrößerte sich das Haushaltsloch auf achtunddreißig Millionen Mark, Ende eintausendneunhundertneunzig sind es Voraussichtlich achtundfünfzig Millionen. Lokales . Jetzt haben wir es amtlich: Die Erde ist - laut der staatlichen sowjetischen Nachrichtenagentur Tass - von Außerirdischen heimgesucht worden. Als Landeplatz wählten die Besucher aus dem All die zentralrussische Stadt Woronesch. Wissenschaftler bestätigten laut Tass die Berichte von Augenzeugen, die „menschenähnliche Wesen erkannten. Gefallen hat es denen bei den Sowjets offenbar nicht. Nach einem „Spaziergang düsten sie wieder ab. Näheres auf „Blick in die Zeit. Das VW-Werk Kassel braucht „so schnell wie möglich zweihundertachtzig Fachkräfte aus Elektro- und Metallberufen für die Produktion. das wurde gestern im Rahmen einer Betriebsversammlung bekannt. Siehe Bericht auf der Wirtschaftsseite. Den amerikanischen Genforschern Michael Bishop und Harold Varmus ist gestern der diesjährige Nobelpreis für Medizin zuerkannt worden. Die beiden Wissenschaftler haben grundlegende Mechanismen der Krebsentstehung geklärt. Sie ent- deckten, daß Störungen in einer bestimmten Gruppe von Erbträgern den sogenannten Onkogenen - dazu führen können, daß eine normale Zelle in eine Krebszelle verwandelt wird und eine Krebsgeschwulst veranlaßt. Siehe Kultur. SED zeigt Dialogbereitschaft DDR-Flüchtlinge Leipzig: siebzig 000 auf den Straßen fünfzig 000 in drei Monaten München/Bonn/Warschau (AP). in den letzten drei Monaten sind fast fünfzig 000 DDRFlüchtlinge aus Ungarn sowie aus Prag und Warschau in der Bundesrepublik eingetroffen Diese Zahl nannte gestern der Bundesgrenzschutz in München. Von Sonntag bis Montag gelangten erneut sechshundertneunundvierzig Obersiedler über Ungarn nach Bayern. in der Bonner Botschaft in Warschau wurden bereits wieder vierhundert neue Flüchtlinge registriert, in, der Vertretung in Prag hielten •steh-20 bis dreißig Zufluchtsuchende auf. in Bonn hieß es, man bemühe sich in Warschau um eine humanitäre Lösung. Siehe auch „Themen des Tages Ostberlin/Leipzig (dpa) . In Leipzig haben am Montag abend rund siebzig 000 Menschen für Reformen, demokratische Erneuerung und einen friedlichen Dialog in der DDR demonstriert. Es war die bisher größte nichtstaatliche Demonstration in der DDR außerhalb des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953. ein riesiges Aufgebot von Sicherheitskräften schirmte die Innenstadt ab, hielt sich aber im Hintergrund. Die Massendemonstration hatte sich nach Friedensandachten in mehreren Kirchen der Stadt formiert. Die Menschenmassen zogen über den Ring, der um die Leipziger Altstadt führt. ZuVor hatten Mitglieder von Menschenrechtsgruppen und Kirchenvertreter, darunter auch Landesbischof Hempel, sowohl Demonstranten als auch Sicherheitskräfte zur Besonnenheit und Gewaltlosigkeit aufgerufen. in einer gemeinsamen Leipziger Erklärung von SED-Bezirksleitung und Kulturvertretern wurden Dialogbereitschaft und Gespräche zugesagt, um, zu friedlichen Lösungen und positiven Schritten in der DDR-Gesellschaft zu kommen. Diese Erklärung war Vor den Gottes- diensten vom sogenanten Stadtfunk in Leipzig wiedergegeben worden. das sind Tonsäulen in der Innenstadt, die über besondere Ereignisse und Veranstaltungen Auskunft geben. Auch in Dresden hatte es gestern Gespräche zwischen Protestierenden und SED-Kommunalpolitikern gegeben. bei dem Friedensgebet in der vollen Nikolaikirche in Leipzig war erneut die Freilassung der zahlreichen Menschen gefordert worden, die bei Demonstrationen für Reformen inhaftiert worden waren. Am Wochenende hatte es in mehreren Städten der DDR Demonstrationen gegeben. Kirchenkreisen zufolge sind mehrere Hundert festgenommen und zu Haftstrafen verurteilt worden. Ostberlin: Alles Randalierer Bonn verurteilt Polizeieinsätze Ostberlin/Bonn ( dpa/AP) . Die Bundesregierung und alle Bonner Parteien haben das massive Vorgehen der DDR-Sicherheitskräfte vom Wochenende scharf verurteilt. Nach Auffassung von Bundeskanzler Kohl ist das gewaltsame Vorgehen Ausdruck „tiefer Unsicherheit der Verantwortlichen in Ostberlin. Der kratisierung einzuleiten. FDPGeneralsekretärin Schmalz-Jacobsen protestierte dagegen, daß die DDR-Führung meine, ihre Existenzberichtigung erprügeln zu können. Die Grünen in Bonn forderten die Respektierung des Grundrechts auf Demonstrations- und Meinungsfreiheit in der DDR. Die Ostberliner Zeitungen taten gestern die Demonstrationen als Störungen von Randalierern F,in Bericht auf „Themen des TaDDR-Staats- und Parteichef ges erörtert die Frage nach demab. Honecker hat zeitgleich den Nutzen von Finanzhilfen. Leiter einer chinesischen Regierungsdelegation, das PolitbüroKanzler forderte die DDR-Füh- mitglied Yao Yilin, empfangen. rung auf, endlich politische und Honecker betonte, „daß sich die wirtschaftliche Reformen einzu- SED und die DDR stets den Anleiten und auf die Bedürfnisse forderungen der Zeit gestellt haund- Sorgen ihrer Bürger einzu- ben. ge.hen. Er wiederholte sein An- Der DDR-Staatschef bekräfgebot, der DDR „umfassend und tigte: „Jeglicher Versuch des weitreichend in allen Berei- Imperialismus, den sozialistichen zu helfen, wenn dort schen Aufbau zu destabilisiegrundlegende politische, soziale ren, seine Erfolge und Errunund* wirtschaftliche Reformen genschaften zu verleumden, eingeleitet würden. seien jetzt und künftig nichts anDas SPD-Präsidium appellier- deres, „als das fruchtlose Ante an die DDR-Führung, ein rennen eines Don Quichote ge„Zeichen der Hoffnung zu set- gen sich unbeirrbar bewegende zen und einen Prozeß der Demo- Windmühlenflügel. Nach Massenfestnahmen Haftanstalten sind voll EINE FESTE DER DDR-OPPOSITION ist die Gethsemane-Kirche im Ostberliner Bezirk Prenzlauer Berg. Derzeit treffen sich meist junge Mensch zur „Fürbitte für die zu unrecht Inhaftierten. Die Führung der Kirche rief gestern die Demonstranten zur Zurückhaltung auf. Bischof Forck erklärte: „Die beunruhigten Menschen unseres Landes bitten wir dringend, jetzt von nicht genehmigten Demonstrationen auf den Straßen abzusehen. Der Ostberliner Pfarrer Eppelmann hat der DDR-Opposition Vorgeschlagen, in den nächsten zwei Wochen alle Formen des Protestes zu unterlassen, die die Gewalt des Staates herausfordern. (dpa-Funkbild) Ostberlin (dpa) . Die Ostberliner Haftanstalten und Polizeireviere sind wegen der Massenfestnahmen offenbar voll. Die Polizeiwagen müssen mit ihrer Ladung „Zugeführter oft lange in der Stadt herumfahren, um freie Kapazitäten zu finden. Berichten zufolge geht es in den Revieren zum Teil recht ruppig zu. „Das ist ein rechtsfreier Raum. Die können mit uns machen, was sie wollen, ohne daß Konsequenzen drohen, sagten Betroffene nach ihrer Entlassung. Präsident der DDR-Schriftsteller / Flüchtlingszüge Kant spricht von „Niederlage Berlin (dpa) . Immer mehr prominente DDR-Bürger äußern öffentlich Kritik an den Verhältnissen in ihrem Land. Mangelnde Freizügigkeit von Ideen und einen „allwaltenden Pädagogismus beklagte der Präsident des DDR-Schriftstellerverbandes, Kant (Foto). Ähnliches war bislang zu hören von Vorstandsmitgliedern der Ost-CDU und der Ost-Liberalen sowie vom stellvertretenden Kultusminister Höpcke. Hermann Kant - auch Mitglied des SED-Zentralkomitees - äußerte erstmals deutliche Kritik an den DDR-Medien. in einem am Montag von der FDJZeitung „Junge Welt veröffent- lichten „Offenen Brief sprach Kant von „Selbstherrlichkeit im Pressewesen und Unterdrükkung von Kritik an kritikwürdigen Zuständen. Er beklagte auch eine „verordnete Enthaltung gegenüber Gütern, die anderswo als Normbestandteile des 20. Jahrhunderts gelten. Er glaube nicht, daß „unsere derzeitige Niederlage einzig auf das Wirken des „allbösen Klassenfeindes zurückzuführen sei. Schärfsten Widerspruch lege er ein, wenn man den Anschein erwecke, „ich sei des Glaubens, meines Gegners Kraft allein veranlasse junge Frauen, ihre Kinder über Botschaftszäune zu reichen, und dieselbe Kraft bewege junge Männer, freiwillig Quartier in fremden Kasernen zu suchen. Man sollte in der DDR „weniger Vor dem Sumpf da drüben warnen, den es gebe, sondern sich „mehr an die eigene Nase fassen. Freiheit bestehe nicht nur in der Abwesenheit von Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Elend und Bildungsnot. Eine Niederlage sei eine Niederlage, „und passe sie noch so schlecht in den Vorabend eines gloriosen Feiertages, meinte Kant und fügte unter Hinweis auf die Flüchtlingswelle hinzu: „Die Züge, mit denen die Deutsche Reichsbahn, die einstens Lenin aus der Schweiz durch Deutschland nach Rußland transportierte, nunmehr Bürger der Deutschen Demokratischen Republik via DDR aus Warschau nach Braunschweig verfrachtet, sind nun einmal wahrlich keine Siegeszüge. Unseres Sieges jedenfalls nicht. Erstmals gab es auch eine Äußerung einer prominenten Sportlerin. Die populäre Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt meinte: „Mir tut es sehr weh. Mensch bin traurig, daß Vor allem so viele junge Leute ihre Heimat verlassen. Siehe auch „Zum Tage Zum Tage Zwischenruf in geschlossenen politischen Systemen wie dem der DDR wird jede Kritik im System zwangsläufig zu einer Krjtik am System. dasjenige macht die Menschen stumm. Melden sie sich nämlich zu Wort, werden sie geächtet. Dann gehen sie schon lieber gleich, was dem Staat am Ende auch lieber ist. Wer draußen ist, kann drinnen nicht widersprechen. das gilt allgemein, aber besonders für diejenigen, deren Beruf es ist, sich zu äußern, für Schriftsteller also, Künstler, Intellektuelle. Viele hat die DDR im Laufe der Jahre einfach ausgesondert. sie durften oder mußten gehen. Andere läßt sie als opponierende Einzelgänger gewähren. Mit nicht wenigen jedoch versteht sie auch sich zu schmücken, indem sie ihnen einen gewissen artistischen Auslauf läßt. Zu ihnen gehört Hermann Kant, Präsident des Schriftstellerverbandes, ZK-Mitglied und dazu ein brillanter Kopf und Schreiber. Ob er das in den Augen des Regimes bleiben wird, nachdem er sich in ungewohnt kritischen Anmerkungen zur Lage Luft gemacht hat, wissen wir nicht. Könnte sogar sein, daß Kant die Diskussion eröffnet hat, zu der die SED sich nun doch gezwungen sieht. Das wäre ein Fortschritt und ein gutes Zeichen allemal. Fast sieht es so aus, als käme etwas in Gang. Lothar Orzechowski Unterzeichnung in Bonn Umschuldung für Polen Bonn (dpa) . Nach mehrwöchiger Verzögerung haben die Regierungen von Warschau und Bonn gestern die Umschuldung für 2,5, Milliarden DM polnischer Zahlungsverpflichtungen unter Dach und Fach gebracht. Mit der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Abkommens auf der Basis internationaler Vereinbarungen ist zugleich ein weiteres Element für gezielte nationale und international abgestimmte Hilfen an Polen erfüllt. Vogel nach Warschau Eine SPD-Delegation unter Leitung von Partei- und Fraktionschef Vogel reist heute zu inem dreitägigen Besuch nach Polen. In Warschau sind unter anderem Treffen mit Staatspräsident Jaruzelski, Ministerpräsident Mazowiecki, führenden Vertretern der Solidarität und Repräsentanten der Kirche sowie der deutschen Minderheit aus Oberschlesien geplant. Mazowiecki wurde gestern vom Fraktionschef der Solidarnosc, Geremek, zu einem schnelleren Reformtempo gemahnt. Es seien Änderungen von geschichtlichem Ausmaß errungen worden, sagte Geremek, an den Wünschen der Gesellschaft gemessen sei dies aber „zu wenig. Siehe auch Kommentar Die endgültigen Quoten Lotto: Gewinnklasse I drei siebenhundertachtzehn 199,40 DM; II siebenundsechzig 603,60 DM; III 7521,60 DM; IV 124,50 DM; V 9,70 DM. Toto: Auswahlwette: I. unbesetzt, Jackpot zwei fünfzehn 747,30 DM; II. neunzig 492,70 DM; II. 8226,60 DM; IV. 124,30 DM; V. 1,30 DM. - Ergebniswette: I. 5412,50 DM; II. 211,60 DM; III. 20,90 DM. tennquintett: lennen A: Gewinnklasse I 627,80 )M; II 143,50 DM. lennen B: Gewinnklasse 1124,- DM; I 49,90 DM. ombinationsgewinn: Kombinations[ewinn unbesetzt, Jackpot dreißig 099,20 )M. (Ohne Gewähr) Themen des Tages Nr. 236 Dienstag , 10. Oktober 1989bestand der DDR Erich Hoie SED-Führung könnte. einecker zunächst beruhigen, so gentlich froh sein, daß sich Bonns Hilfsangebot an Ostberlin /Reformen ja oder nein ? gibt ihm die andere Seite der selbst der Klassenfeind wegen Medaille Anlaß zu höchster Bedes Ausblutens ihrer Republik unruhigung: Die Sowjetunion, Sorgen macht und die Lebensbedie im Interesse ihrer eigenen dingungen der DDR-Bürger Umgestaltungspolitik eine Dej durch eine an Reformen gekopStabilisierung ihres deutschen M i t ihrer Bereitschaft, den Re-pelte wirtschaftliche Hilfe so Verbündeten unter allen Umweit verbessern will, daß sie formprozeß im Ostblock durch ständen vermeiden will, fordert wirtschaftliche Hilfen zu unterstüt- nicht mehr in Scharen dem Ar- Von unserem Redaktionsmitglied Jürgen Nolte immer drängender Reformen zen, macht die Bundesrepublik beiter- und Bauernstaat davonauch im SED-Staat. Damit hat jetzt ernst. das deutsch-polnische laufen. Bundeskanzler Kohls Bonn mit seiner Initiative den Umschuldungsabkommen ist ein Angebot an Ostberlin für eine greifenden Reformen, könnte tik im Bundeskanzleramt, Dr. sehnten politischen Reformen denkbar Bundesgeerster Schritt dazu. Es erleichtert weitreichende Zusammenarbeit, dies zum Verlust der sozialisti- Klaus-J. Düsberg, legte gegen- mit dem Ziel von mehr persönli- nossen an stärksten seiner Seite - entspreWarschau die Rückzahlung von soeben bekräftigt von CDU-Ge- schen Identität führen - die aber über unserer Zeitung Wert auf chen Freiheiten kommt, wird in chende Signale liegen aus MosLieferkrediten und verschafft der neralsekretär Rühe, erfolgte in ist die einzige Rechtfertigung für die Feststellung, daß es der Bun- dem Konzept Kohls zunächst als kau Vor -, und Ostberlin kann es desregierung bei ihrer Initiative eine eher unausgesprochene neuen Regierung eine finanzielle so eindringlicher und auch viel- die DDR-Eigenstaatlichkeit. sich wohl kaum leisten, das ausschließlich um bessere Le- Hoffnung gehegt. Atempause . Damit sind die eigent- versprechender Form, daß beiBoDas Bonner Hilfsangebot muß bensverhältnisse für die Men- Überhaupt keinen Platz haben Hilfsangebot in Bausch und lichen Probleme Polens jedoch bei nahe jedes andere Ostblockland .,• ;.. weitem nicht gelöst. BeVor Bun- wie etwa Ungarn oder Polen so- da wie eine gewalttätig-gefährli- schen im anderen Teil Deutsch- da Spekulationen, die sich um genzu verwerfen. deskanzler Kohl im November fort mit beiden Händen zugrei- che Umarmung erscheinen, aus lands gehe. „Die Menschen in das ost-westliche Reizwort der es, sich einmal ihr hingege- der DDR wollen einen wirt- Wiedervereinigung ranken. nach Warschau reist, wird über die fen würde. ben, kein Entrinnen mehr gibt. schaftlichen Wohlstand, der ih- Grundbedingung für politische Auch Joint ventures? Tilgung des Milliärdenkredits von Für die alten Männer in der rer Leistung entspricht, hatte Veränderungen in der DDR ist eintausendneunhundertfünfundsiebzig und über neue Bürgschaften SED-Führung läuft es auf die dazu in der vergangenen Woche die Beibehaltung des territoria- Vorgeschlagen wird darin ein für westdeutsche Investitionen ent- Die zwei Risiken Frage hinaus, ob sie sich den Bundeskanzler Kohl erklärt. len Status Quo, also die Auf- Ausbau der DDR-Konsumgütergültig zu entscheiden sein. Aber was jenen wie eine Ver- Sozialismus Stück für Stück ab- Dann werde auch eine wesentli- rechterhaltung der Staatlichkeit industrie, die gemeinsame EntFinanzielle Hilfen sind nur sinnche Triebfeder zu Ausreise und der DDR. Diese von Moskau wicklung von Umwellschutzkaufen lassen sollen. voll, wenn sie der Wirtschaft unmit- heißung erschiene, wirkt bei den Flucht entfallen. Vorgegebene Prämisse hat Bun- technologien, eine ZusammenOstberliner Machthabern wie Der führende DDR-Ökonom telbar zugutekommen und damit deskanzler Kohl, der seit An- arbeit in den Bereichen Wissenein Kloß im Magen, der ihr allProf. Otto Reinhold beschrieb die Versorgung der Bevölkerung fang August mit Beginn der schaft und Verkehr - nur, wie verbessern. Deshalb will Bonn un- gemeines Unwohlsein nur noch die Ostberliner Seelenpein so: Noch nicht konkret Flüchtlingswelle ständig in tele- sich die Projekte im einzelnen ter alten Umständen vermeiden; verschlimmert. Denn das Bon- „Wir können nicht ein Achtel fonischem Kontakt mit Gorba- darstellen könnten, hängt von daß die gewährten Kredite den ner Angebot potenziert ihre Er- oder Viertel Kapitalismus einstand, gegenüber dem dem Vermögen der DDR-WirtHier will die Bonner. Offerte tschow polnischen Staatshaushalt sanie- kenntnis von dem großen Dilem- führen und den Rest sozialiKremlchef bestätigt. schaftsplaner ab, sich von ihren ren helfen und in öffentlichen Kanä- ma, in das sie in erster Linie der stisch organisieren. Wir werden zuallererst ansetzen. Düsberg: Nach Bonner Informationen starren Grundpositionen zu lölen versickern. Die Wunsch des ungeliebte Genosse Gorba- dann gezwungen sein, immer „Vorrangig sind Reformen in der privaten Bereichs und die Finanzie- tschow hineinmanövriert hat: mehr marktwirtschaftliche Ele- DDR-Planwirtschaft, denn sonst hat Moskau aber nicht gesagt, sen. Zu einer intensiveren Zurung gemeinschaftlicher Unterneh- Beharren sie als einzige unter mente einzuführen. Und noch kann eine effektive Wirtschafts- daß dies für alle Zeiten gelte. sammenarbeit würden KreditInvestitionsmungen sollen im Vordergrund ste- den östlichen Bündnispartnern plastischer formuliert er: „Man hilfe nicht greifen. dies erkläre Am Horizont erscheint hier die bürgschaften, hen. Diese Politik wird jedoch nur auf dem Sozialismus stalinisti- kann nicht nur ein bißchen auch, warum es auf Bonner Seite Vision Gorbatschows vom „ge- schutzabkommen und Joint vennoch kein konkretes Vorschlag- meinsamen europäischen tures (Gemeinschaftsunternehdann erfolgreich sein, wenn die cher Prägung, droht die Gefahr schwanger sein. Haus, in dem alle grenzen ih- men) mit marktwirtschaftlichen polnische Regierung sie durch einer vollständigen Isolation soIn Bonn weiß man natürlich spaket gebe, Mechanismen gehören, wie sie wirtschaftliche Reformen unter- wohl international als auch im um dieses Dilemma, hütet sich Daß es im Gefolge erster Libe- ren trennenden Charakter ver- bereits in Ungarn, Polen und der eigenen Land, an deren Ende der aber, in dieser Wunde noch her- ralisierungsmaßnahmen in der lieren sollen. stützt und ergänzt. UdSSR mit steigendem Erfojg staatliche Kollaps stehen kann. umzustochern. Der Leiter des DDR-Wirtschaft auch zu den Mag die Garantie des sowjeti- praktiziert Als Gegenleistung erwartet Öffnen sie sich dagegen durchwerden. Arbeitsstabes Deutschlandpolivon der Bevölkerung heiß erschen Staatschefs für den FortBonn, daß die kulturellen Rechte Ermutigung der Reformer das große Dilemma der SED der in Polen lebenden Deutschen gesichert werden. Die Regierung Mazowiecki scheint grundsätzlich bereit, den Deutschunterricht fördern zu wollen, die Gründung von Vereinen zu erlauben und Gottes- Skepsis darüber, ob die DDR ihre bishedienste in deutscher Sprache zu- rige Politik ungeachtet der Widerstände zulassen. Von den Kommunisten im Land und der Fluchtbewegung einwird sie deswegen schon der Ver- fach so fortsetzen kann, und deutliche zichtpolitik beschuldigt. jemand muß Kritik am Vorgehen der Sicherheitskräfbefürchten, daß das Gesamtpaket te gegen Demonstranten kennzeichnen der deutsch-polnischen Vereinba- die Berichterstattung in der internatiorungen weder die eine noch die nalen Presse: , andere Seite voll zufriedenstellt. Trotzdem wird es die Reformkräfte ALLGEMEEN DAGBLAD ermutigen. (Rotterdam) Achim v. Roos Die Art und Weise, in der die DDR-Bürger / Warschau Presse-Echo Abenteuerliche Flucht-Aktionen Von Renate Marsch , dpa J J i e Flucht der DDR-Bürger, die in der Bonner Botschaft in Warschau eintreffen, gleicht immer mehr einer Odyssee. Offizielle Reisegenehmigungen nach Polen sind nur noch ostdeutsche Polizei die Demonschwer zu erhalten. Diejenigen, stranten in den verschiedenen die doch noch Freunde oder Städten auseinandergetrieben Verwandte k jenseits der hat, läßt das Schlimmste be„Freundschaftsgrenze von fürchten, nämlich, daß HoOder und Neiße besuchen dürnecker seine früher geäußerte fen, werden an der Grenze geDrohung wahr macht und eine nauesten Kontrollen und oft „chinesische Lösung anstrebt. auch regelrechten Verhören unterzogen. Dreimal habe sie ihre c-\sx Sennerin auf der Alm werden Geschichte vom Geburtstag der die Touristen heute busweise geEL PAIS Cousine erzählen müssen, bekarrt, die „kuhwarme Alpenmilch richtet eine junge Frau. man und den „guten Käse, die man (Madrid) habe sie trotz des beVorstehendort kauft, bringt der Lkw der Mol- Die Ereignisse beim 40. Jahden Wochenendes auch gefragt, kereigenossenschaft in aller Herr- restag zeigen, daß immer mehr warum denn das schulpflichtige gottsfrühe. Der romantische Traum Gewalt angewendet werden Kind mitkomme. Auch die Kinvon der unberührten Natur existiert müßte, um den jetzigen Zustand der wurden getrennt von den Elnur noch in den Prospekten. aufrechtzuerhalten. erneut das (Karikatur: Wolf) tern nach dem Reiseziel und der Jahrzehntelang wurde die wirt- Europa von heute läßt kein Ti- Honeckers verlängerter Arm Tante in Polen befragt. schaftliche Ausbeutung der Alpen- ananmen (in Peking) in Berlin region als Fortschritt gepriesen-. zu . dieser Weg ist Honecker Wer irgendwie aufgefallen ist, Die Sozialdemokratische Partei (SDP) in der DDR / Grundsatzpapier braucht Selbst heute noch tun sich die Be- verbaut. sich erst gar nicht um troffenen schwer damit einzuseeine Reisegenehmigung zu behen, welch bleibende Schaden mühen: Einem jungen Mann man der Bergwelt schon zugefügt nahm die Kriminalpolizei seinen hat. denn beide Seiten haben von Personalausweis ab, weil er eidem Tourismus profitiert. Bauern nige Tage Vorher sein Geld vom (Turin) wurden zu Pensions- oder gar HoKonto abgehoben hatte. Verbewegt sich jedoch etwas telbesitzern, ihre Kinder verdienen in Es Von unserem Mitarbeiter Peter Gärtner, Berlin dächtig macht sich auch, wer der DDR. Am Sonntag wurde als Skilehrer in wenigen Monaten sein Auto umschreiben läßt, mehr als in der Landwirtschaft im die Sozialdemokratische Partei Im Gegensatz zur größten europäischen Sozialisten und Schenkungsurkunden ausstellt ganzen Jahr. Und die Urlauber gegründet, ohne daß das Regime Aiss sich Ende Juli am Rande oder wem man Reisegenehmifreuen sich auch, wenn sie im Som- die achtzig Versammelten bei der Er- eines Menschenrechtsseminars Sammlungsbewegung in der Sozialdemokraten nahe. man gungen nach Bulgarien oder Unmer gut ausgebaute Wanderwege öffnungszeremonie störte. Der in Ostberlin die Initiativgruppe DDR, dem „Neuen Forum, hat wolle nun die Mitgliedschaft in garn verweigert hat. Die GrenzVorfinden und im Winter perfekt Besuch von Gorbatschow, der zur Gründung einer Sozialde- die SDP seit Ende August be- der „Sozialistischen Internatio- wachen der DDR filzen die Reipräparierte Skihänge, die mög- Honecker zur Perestroika auf- mokratischen Partei in der DDR reits ein ausformuliertes Grund- nalen (SI) beantragen und auch senden nach Geld und Papieren, lichst durch ein ausgeklügeltes forderte, hat seine ersten Früch- gründete, da gab es nur wenige, satzpapier. das ehemalige SED- im eigenen Land versuchen, die aber auch Stadtpläne von Wardie dieser Gruppierung über- Mitglied Ibrahim M. Böhme er- SDP auf legale Füße zu stellen. Lift-System verbunden sind. Natür- te gebracht. haupt eine Chance einräumten. läuterte auf dem Podium der Traditionen spielen nicht nur schau können Motiv erregen. lich müssen die Zufahrtsstraßen „Das wird ja eine Pfaffen-Verei- „Zukunftswerkstatt („Wie nun im Statut der SDP eine wichtige So versuchen jetzt immer entsprechend ausgebaut sein, daTHE GUARDIAN nigung, hieß es spöttisch in op- weiter DDR?) in der überfüllten Rolle, auf die baut man auch bei mehr Menschen - oft mit kleinen mit man sich bei An- und Abreise positionellen Kreisen. Die KritiOstberliner Erlöserkirche den der jetzt erhofften Eintrittswel- Kindern - sich ohne Ausreisegenicht stundenlang quälen muß. (London) bemängelten Vor allem „Kir- Hintergrund der Positionsbe- le. Schließlich galt die frühere nehmigung zur Manifest nach Doch damit noch nicht genug. Probleme scheinen Michail ker sowjetische Besatzungszone Warschau durchzuschlagen. Auch die Autokarawanen jener Ur- Gorbatschow zu begleiten. Wo- chennähe, da bei der Geburt stimmung. nach der Neuzulassung der SPD Alle berichten von starken lauber, die das Gebirge nur als hin er auch immer in der kom- der Initiative einige im zweiten in Deutschland nach eintausendneunhundertfünfundvierzig als Grenzwachen entlang der Neilästiges Hindernis auf dem Weg munistischen Welt reist, allein deutschen Staat recht bekannte „rote Hochburg. Zwischen Elbe ße. An manchen Stellen sei sie ans Mittelmeer betrachten, fügen seine Anwesenheit provoziert Pfarrer wie Martin Gutzeit aus Für Gewaltenteilung und Markus Meckel und Oder zählte die Partei kurz ausgebaggert worden, so daß ihm schwere Schäden zu. schon einen Aufstand des Gei- Ostberlin aus Magdeburg kräftig mithalDie wichtigsten Forderungen nach dem Ende des Zweiten man nicht mehr durchwaten stes mit Zehntausenden, die auf Für die Alpen sieht es düster der Suche nach dem bißchen fen. Zum Geschäftsführer der der SDP heißen Rechtsstaat und Weltkrieges schon wieder über kann. Anderswo lägen Bretter aus. Die Sieben-Länder-Konferenz Freiheit, die die sowjetische Ge- am Wochenende aus der Taufe strikte Gewaltenteilung, eine sechshundert 000 Mitglieder - mehr als in mit Nägeln im Flußbett. Viele in Berchtesgaaen steht Vor der un- sellschaft erfaßt hat, auf den gehobenen SDP ist allerdings parlamentarische Demokratie allen drei westlichen robbten sich stundenlang über ein Historiker, Ibrahim M. Böh- mit einem Mehrparteiensystem, lösbaren Aufgabe, eine Schutzkon- Straßen marschieren, sumpfiges Gebiet bis zur Grenze Besatzungszonen zusammengeme (35), bestellt worden. vention zu verabschieden, die den Demokratisierung der Vorhan- nommen. und in Thüringen und Vor. Diejenigen, denen es gelunAlpen und allen betroffenen StaaGanz abgeschieden von den denen Wirtschaftsstrukturen, Sachsen liegen auch die Wur- gen ist, bis zur polnischen Seite ten gerecht werden soll. Wer vom Feierlichkeiten zum 40. Jahres- soziale Marktwirtschaft und zeln der deutschen Sozialdemo- zu kommen, sind durchaus nicht Tourismus lebt, wird ihn sich nicht COBBIEBS DSLLA SEBA tag der Staatsgründung, aber si- Freiheit für die Gewerkschaften. kratie, die eintausendachthundertfünfundsiebzig in Gotha zu- in Sicherheit. Die polnische verbieten lassen. cher Vor den Sicherheitsorga- Wie die anderen neuen opposi- nächst als „Sozialistische Arbei- Grenzpolizei überstellt sie den (Mailand) DDR-Behörden, wenn sie innerMehr als die Beschlüsse der PoliUngarn weist den Kommunis- nen, trafen sich - wie berichtet - tionellen Sammlungsbewegun- terpartei Deutschlands gegrüntiker fürchten die Investoren das mus zurück, während in Berlin dreiundvierzig Initiativmitglieder am 7. Ok- gen tritt auch die SDP nicht für det wurde. Die wesentlichen halb des Grenzgebiets geWetter. Noch fünf, sechs schnee- eine Veranstaltung, die ein stabil tober im kleinen Dorf Schwante, eine Wiedervereinigung beider Programme und Richtungsbe- schnappt werden. arme Winter und regenreiche Som- werden sollte, wie eine Beerdi- einige Kilometer nordöstlich deutscher Staaten ein. stimmungen wurden in den thü- Sieben junge Leute, darunter mer - das wäre ihr Ruin. Wahrlich, gung endet... von Berlin. in der GründungsurIn dem Statutenteil der Partei, ringischen Städten Erfurt und zwei Kinder, waren seit Montag eine schwache Hoffnung für die kunde heißt es, man wolle auf das am letzten Sonnabend mit Eisenach festgeklopft. auf der Flucht, bis sie am verNatur. Peter Ochs Nach der Zwangsvereinigung gangenen Samstag in Warschau Honecker hat gut daran getan, eine „ökologisch orientierte so- der Gründung in Kraft trat und Bertold Brecht als einen der Vä- ziale Demokratie hinwirken. bis zum ersten Parteitag gelten 1946, aus der die SED herVor- eintrafen. Sie wateten durch die ter dieses zerbrechlichen ost- Dafür soll erst einmal eine breite soll, wird herVorgehoben, daß ging, blieb die SPD nur auf dem Neiße, wobei ihnen das Wasser deutschen Vaterlandes zu zitie- Basis gefunden werden: „Die sich die SDP-Mitglieder „den Gebiet Groß-Berlins aufgrund bis über die Hüften reichte. Am ren, denn vielleicht könnte nur Mitglieder der SDP suchen die Traditionen von Demokratie, des Vier-Mächte-Status der anderen Ufer tappen sie weiter, er, mit seinem rüden Ge- Zusammenarbeit mit allen de- sozialer Gerechtigkeit sowie Stadt neben der SED bestehen. bis sie einem polnischen Bauern mokratischen Initiativen, Grup- Verantwortung für die Bewahbegegneten, der sie mit nach „Marx ist Murks - wer das nicht schmack für das Paradoxe, die- pen und Personen in unserem rung der natürlichen Umwelt Erst nach dem Bau der Mauer Hause nahm. Dort erhielten sie beschloß der Westberliner SPDbegreifen will, dem ist nicht zu hei ses zugleich außerordentliche Lande, ungeachtet ihrer Struk- verpflichtet fühlen. Die neue Landesverband die „Vorläufige kostenlos Essen und Nachtund beunruhigende Schauspiel fen. beschreiben, das, in diesen Ta- tur, ihrer weltanschaulichen Partei stehe den Traditionen des Auflösung der Ostberliner quartier. Am nächsten Tag Der Würzburger Professor gen in Osteuropa abläuft... und sozialen Bindung. demokratischen Sozialismus der Kreisverbände. brachte man sie zum Bahnhof. Hermann von Berg Wenig Hoffnung für die Alpen LA STAMPA Das Zitat Ziel: Parlamentarische Demokratie KASSEL HESSISCHE HESSISCHE/NIEDERSACHSISCHE ALLGEMEINE WHO / Weltweit: Zehn millionen Aids-Infizierte? Bonn (dpa) . Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt die Zahl der Aids-Infizierten weltweit auf fünf bis zehn Millionen Menschen. Die Zahl derjenigen, bei denen die Krankheit bereits ausgebrochen ist, betrage vermutlich eine halbe Million, teilte die WHO gestern Vor der Enquete-Kommission „Aids des Bundestages in Bonn mit. Gemeldet sind weltweit aber nur knapp 178 000 Erkrankungen, davon in der Bundesrepublik 3636 Fälle. 1 P dreitausendsiebenhundertdreizehn A ALLGEMEINE UNABHÄNGIG KASSELER ZEITUNG NICHT PARTEIGEBUNDEN Preis 1,10 DM Nr. zweihundertsiebenunddreißig -Mittwoch, 11.10. eintausendneunhundertneunundachtzig Ruf (05 61) 203-0 • anzeigen 203-3 Lilo Pulver sechzig Zimmermann: Umweltsünder Auf Computer Handball Lachen der 50er Teilstrecke für Drastische VirenAngriff Transrapid Strafe denken Sie noch an Piroschka? Damit spielte sich in den fünfziger Jahren Liselotte Pulver mit burschikosem, lachenden Charme in die Herzen des Publikums. heute wird die Schweizer Schauspielerin (Foto) sechzig Jahre alt. Siehe Kultur. Für den Bau einer Strecke Köln-Essen für das Magnetbahnsystem Transrapid hat sich Bundesverkehrsminister Zimmermann ausgesprochen. Diese Verbindung sei als Flughafenanbindung denkbar. Siehe auch Wirtschaft. Drastische Strafe für den Lkw-Fahrer, der an der Autobahn fünftausend Liter hochgiftiges Kresol aus seinem Tanklastzug ins Erdreich abließ: Drei Jahre Haft, lautet das Urteil. Die Richter wollten damit abschrecken. Siehe „Blick in die Zeit. Computer-Freunde, seid gewarnt: Experten erwarten für Freitag, den 13. Oktober, massive Angriffe von Viren auf Personalcomputer. Die heimtückischen Schädlinge vernichten ganze Dateien. Wie man sich schützt, steht in „Blick in die Zeit. Los-Pech Leerer Fleck für Essen t r ist nicht auf der Messe, und Nach der in Basel Vorgenommenen Auslosung für das Achtelfinale des Handball-Europapokals spielt Titelträger Essen gegen Rumäniens Rekordmeister Steaua Bukarest. Bei den CupSiegern trifft Großwallstadt auf Nimes. Siehe Sport. SED-Funktionäre bekunden Bereitschaft Erster Dialog mit DDR-Opposition Leipzig/Dresden ( dpa/AP) . Nach den Demonstrationen der vergangenen Tage zeichnet sich in der DDR jetzt ein Dialog zwischen SED-Funktionären und Oppositionellen ab. Die evangelische Kirche in der DDR sprach von ersten zentralen Kontakten. in Leipzig, wo am Montag abend rund siebzig 000 Menschen für Reformen demonstriert hatten, ohne daß die Sicherheitskräfte eingeschritten waren, wurden erste Gespräche angekündigt. In Dresden, wo es bereits ein Treffen zwischen reformwilligen Bürgern und Vertretern der Stadt gegeben hat, wurde eine Fortsetzung der Unterredung für nächsten Montag vereinbart. f Der SED-Chef der Stadt Leipzig, Roland Wötzel, und sein Warum in den DDR-Hochschulen noch keine Proteste laut wurden, schildert ein Bericht auf „ Themen des Tages. Generalmusikdirektor Kurt Masur unterzeichnet wurde, war am Montag abend in mehreren Kirchen der Stadt verlesen worden. In Dresden wurden am Montag abend in vier überfüllten Kirchen die Ergebnisse des ersten Gespräches von zwanzig Bürgern mit Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer mitgeteilt. Berghofer sagte zu, daß alle festgenommen Dresdner Demonstranten, die keine Gewalttätigkeiten begangen haben, noch im Laufe des gestrigen Tages freikommen sollten. Ein Kirchenmitarbeiter berichtete gestern abend in der Ostberliner Gethsemanekirche, fünfhundert der weit über eintausend in mehreren Städten Festgenommen seien wieder auf freiem Fuß. Berghofer-war bei dem ersten Gespräch von Vertretern von Reform- und Kirchengruppen ein Neun-Punkte-Katalog Vorgelegt worden. Zu geforderten Wahlreformen sagte der Politiker nach Angaben einer Bürgergruppe, auch er sei dafür, daß Wahlen wieder „richtige Wahlen würden. Chefideologe Jochen Pommert versprachen, „ihre ganze Kraft und Autorität für „einen freien Meinungsaustausch über die Weiterentwicklung des Sozialimus1 einzusetzen. Er solle nicht ner im Bezirk Leipzig, sondern auch „mit unserer Regierung geführt werden. Diese Erklärung, die auch von prominenten Fortsetzung nächste Seite Künstlern wie dem Leipziger Siehe auch Kommentar Nach friedlicher Demonstration in Leipzig Bundesregierung sieht „hoffnungsvolle Zeichen Bonn (dpa) . Die Bundesregierung sieht erstmals seit Wochen „hoffungsvolle Zeichen in der DDR. Kanzleramtsminister Seiters (CDU) sagte am Dienstag gegenüber dpa, die Bundesregierung habe den friedlichen Verlauf der Demonstration in Leipzig „mit großer Erleichterung aufgenommen. aktuell und die ersten Gespräche zwischen den Bürgern und dem Dresdener Stadtrat, sowie die Erklärung von Sekretären aus der SED-Bezirksleitung Leipzig bewertete Seiters als .^hoffnungsvolle Zeichen. » Bundeskanzler Kohl sagte in seiner Rede zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse, die DDR-Führung werde den „bewegenden Ruf nach Freiheit und Selbstbestimmung auf Dauer nicht ignorieren können. Den Menschen, die ganz bewußt in der DDR bleiben und sich dort für Reformen einsetzen, zollte Kohl „Hochachtung, Sympathie und Solidarität. Deutlich setzte sich der Kanzler von einer neuen Grenzdebatte in der Bundesrepublik ab: „Im Europa der Zukunft muß es Vor allem um Selbstbestimmung und Menschenrechte gehen, um Volkssouveränität und nicht so sehr um Grenzen oder Hoheitsgebiete. da nicht souveräne Staaten, sondern souveräne Völker werden den Bau Europa dereinst vollenden. Als ein „Zeichen der Hoffnung wertete auch SPD-Chef Vogel den friedlichen Verlauf der Leipziger Demonstration. Er betonte, die Menschen in der DDR müßten selbst entscheiden, was für sie richtig sei. deshalb sollten sich Politiker der Bundesrepublik Zurückhaltung bei der Erteilung von Ratschlägen auferlegen. „Wir können helfen, wenn wir genauso besonnen bleiben wie die Menschen drüben. Zum Tage doch bestimmt gerade seine Abwesenheit den ganzen Verlauf der größten Bücherschau der Welt mit größerem Nachdruck, als wenn Roman und Autor hier ihren Auftritt gehabt hätten. an Salman Rushdie scheiden sich die Geister zwischen westlicher Buchvermarktung, die ihren ungestörten Geschäftsablauf gesichert sehen will, und fundamentalistischer islamischer Kritik ausschließlich am Inhalt eines als beleidigende Herausforderung empfundenen Romans, dessen literarische Qualitäten oder Mängel in diesem Konflikt gar keine Rolle spielen, auch nicht bei seinen Verteidigern im Namen der Meinungsfreiheit. Der leere Fleck jn den Regalen, wo die deutsche Übersetzung der „Satanischen Verse hätte stehen sollen, und auch die scharfen Sicherheitsmaßnahmen machen die unentschiedene Haltung der westlichen Bücherwelt gegen diesen massiven Angriff auf ihre vielzitierte Liberalität deutlich: aufgebraucht der einen Seite Appelle zur Zurücknahme der Drohung, auf der anderen der Kompromiß gegenüber ebendieser Drohung, indem man das Buch vom Messegelände verbannt. Ob der Iran einen so wenig moralisch untermauerten Appell zur Kenntnis nehmen wird, scheint fraglich. Claudia Sandner-v. Dehn Vorstoß Haussmanns FRANKREICH IST SCHWERPUNKTTHEMA der 41. Buchmesse, die gestern in Frankfurt eröffnet wurde. Unser Bild zeigt Vor der Auftaktveranstaltung (von links) Kanzler Kohl, Frankreichs Kulturminister Lang und den Vorsteher des Börsenvereins, Christiansen. (dpa-Funkbild) Frankfurter Buchmesse eröffnet / Menschenrechte Kohl: Dienst zur Einmischung Frankfurt ( AP/dpa) . Im Ringen um Freiheit, Menschenrechte und Selbstbestimmung gibt es nach Auffassung von Bundeskanzler Kohl „geradezu die Pflicht zur Einmischung in innere Angelegenheiten1. bei der Eröffnung der 41. Frankfurter Buchmesse sagte Kohl gestern, die Achtung der unveräußerlichen Menschenrechte sei „in Wahrheit eine Angelegenheit der ganzen Völkergemeinschaft. Da diese Rechte unteilbar seien, müsse auch „die Solidarität mit den Verfolgten und Unterdrückten unteilbar sein. Der französische Kulturminister Lang forderte, alle Völker in die Kulturen des europäischen Kontinents einzubeziehen. kritisch beurteilte er es, wenn die „Bausteine für das gemeinsame kulturelle Haus nur aus Dallas oder Tokio kämen. das Mobiliar sollte von europäischer Vielfalt, geprägt, die Fenster weit geöffnet sein gegenüber allen friedlichen Einflüssen. prall achttausendzweihundert Ausstellern aus dreiundneunzig Ländern nehmen diesmal an der Buchmesse teil, ein neuer Rekord. Schwerpunktthema ist Frankreich. Zum Messeauftakt warf die Affäre um das Rushdie-Buch „Die Satanischen Verse Schatten auf die umfassendste Buch- Polen / „Illegale DDR-Flüchtlinge präsentation der Welt. Die Organisatoren griffen wegen der Morddrohungen islamischer Fundamentalisten gegen den Autor, gegen Verleger und Buchhändler zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen. In einem Appell forderten sie den iranischen Staatspräsidenten Rafsandschani auf, den Mordaufruf zurückzunehmen. Nur wenige ausländische Verleger haben das umstrittene Buch nach Frankfurt mitgebracht; die deutschsprachige Ausgabe soll erst nach dem Messe,termin erscheinen. Siehe auch „Zum Tage sowie Bericht im Kulturteil Anschlag des Verfassungsschutzes ,40-Std.-Woche wiedereinführen München (AP) . Für die Wiedereinführung der 40-StundenWoche hat sich Bundeswirtschaftsminister Haussmann ausgesprochen. Die Bundesrepublik könne sich die von den Gewerkschaften geforderte wöchentliche Arbeitszeit von fünfunddreißig Stunden „aus Konkurrenzgründen nicht leisten, meinte er gestern in einem Interview. Angesichts des „totalen Wettbewerbs, der eintausendneunhundertzweiundneunzig durch die Verwirklichung des EG-Binnenmarktes beVorstehe, sei es „realistischer, statt an die 35-Stunden-Woche wieder an die 40Stunden-Woche zu denken. Zu diesen Aussagen erklärte der stellvertretende DGB-Vorsitzende und CDU-Mitglied Fehrenbach: „Jeder Automechaniker muß etwas von Autos verstehen, jede Arzthelferin etwas von Medizin. Warum braucht eigentlich ein Wirtschaftsminister nichts von Wirtschaft zu verstehen? Siehe auch Kommentar Ärztekongreß / Appell Bald keine Auslieferung „Celler Loch: Parteien „Atomtests mehr an DDR-Behörden? in Bewertung uneinig sofort stoppen Warschau/München (dpa) . Die polnischen Grenztruppen werden möglicherweise in Kürze von ihrer bisherigen Praxis abgehen, DDR-Bürger, die auf dem Weg zur Bonner Botschaft in Warschau „illegal in das Land kommen, abzufangen und den DDR-Behörden zu übergeben. Dies verlautete am Dienstag aus gut informierten Kreisen der polnischen Hauptstadt. Regierungssprecherin Malgorzata Niezabitowska erklärte in einem Interview, diese Frage sei Gegenstand der Sorge von Ministerpräsident Mazowiecki. Vom 18. September bis zum 5. Oktober hat die polnischen Grenzpolizei nach eigenen Angaben sechshundertacht erwachsene DDR-Bürger ausgeliefert, wozu noch eine unbekannte Zahl von Kindern kommt. Diese Praxis beruht auf einem bilateralen Vertrag mit Ostberlin noch aus dem Jahre 1969. Unterdessen ebbt der Flüchtlingsstrom aus der DDR ab: In Warschau meldeten sich gestern nur etwa 40 Personen, über Ungarn kamen 480, rund 170 weniger als am Vortag. Hannover (H.B.). Der vom niedersächsischen Verfassungsschutz initiierte und von Ministerpräsident Albrecht (CDU) gebilligte SprengstoffAnschlag auf die Außenmauer der Justizvollzugsanstalt Celle am 25. Juli eintausendneunhundertachtundsiebzig wird von den Regierungs- und Oppositionsfraktionen im niedersächsischen Landtag unterschiedlich bewertet. Mit dem Anschlag hatte der Verfassungsschutz vergeblich versucht, Vertrauensmänner in die terroristische Szene einzuschleusen. - Zum Abschluss der Arbeit eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses, der seit eintausendneunhundertsechsundachtzig die Hintergründe der bundesweit aufsehenerregenden Aktion untersucht hat, bezeichneten gestern CDU und FDP die Sprengung als „rechtmäßig und aus damaliger Sicht notwendig. SPD und Grüne stuften sie dagegen als rechtswidrig ein. Sozialdemokraten und Grüne forderten indirekt oder direkt den Rücktritt von Albrecht, der die politische Verantwortung für den Sprengstoffanschlag übernommen hat. Hiroshima (dpa) . Mit der Verabschiedung eines „Appells von Hiroshima und Nagasaki ist gestern der 9. Weltkongreß der Vereinigung Internationaler Ärzte für die Verhütung eines Atdmkrieges (IPPNW) in Hiroshima zu Ende gegangen. Darin rufen die Teilnehmer die Regierungen dazu auf, weltweit alle Atomtests sofort einzustellen und in den nächsten fünf Jahren die Militärbudgets um fünfzig Prozent zu reduzieren. Der Vorsitzende Prof. LowwfUSA), schlug Vor, ein Drittel der eingesparten Gelder für soziale und gesundheitliche Belange, eines für die Entwicklungsländer und ein drittes für ökologische Vorhaben einzusetzen. Nr. 237 Namen und Nachrichten Politik Mittwoch , 11. Oktober 1989 Bonn (dpa) . Die rechtsradika- Umfrage / Nur Republikaner überwiegend unzufrieden len Republikaner sind offenbar die neue Protestpartei gegen das demokratische System. Während nach einer gestern vom Bundesinnenministerium veröffentlichten Studie knapp drei Viertel der Bevölkerung der Demokratie zustimmten, dem 13. Mai zweitausendvierzig repräsentativ scher zu sein. lauter 12,1 Prozent Rauschgift und die Schaffung äußerten sich achtundfünfzig Prozent der ausgewählte Bürger über ihre empfanden keinen Stolz, achtzehn von mehr Arbeitsplätzen (jeAnhänger der Republikaner Einstellungen zu aktuellen Pro- Prozent wollten sich nicht fest- weils sechsundsechzig Prozent) sowie die unzufrieden. blemen der Innenpolitik be- legen. Besonders ausgeprägt Verbrechensbekämpfung (61 zwar sind die Grünen of- fragt. Insgesamt ist danach die war der stolz bei den Anhän- Prozent). Während für die Refenbar auf dem Weg zur eta- Zustimmung zur Demokratie gern der Republikaner (87 Pro- publikaner die innere Sicherblierten Partei: Während eintausendneunhundertvierundachtzig um einen Prozentpunkt von zweiundsiebzig zent) und der Union (85 Pro-heit und die Verbrechensbekämpfung besonders wichtig nur achtunddreißig Prozent der Grünen-An- auf dreiundsiebzig Prozent gewachsen. Am zent). hänger mit der Demokratie der größten ist die Zustimmung mit siebenundsechzig Prozent der Befragten ins- sind, steht für die Grünen die Bundesrepublik zufrieden wa- rund neunzig Prozent bei Anhängern gesamt finden es gut, wenn bei Umwelt sowie die Schaffung ren, sind es jetzt sechzig Prozent, der Koalitionsfraktionen besonderen Anlässen die Na- neuer Arbeitsplätze im Vordergrund. neun Prozent mehr als im ver- CDU/CSU und FDP. SPD-An- tionalhymne gespielt wird. gangenen Jahr. prall zwei Drittel der Befraghänger äußerten sich zu zweiundsiebzig Pro- Als wichtigstes politisches Ziel nannten bei der Umfrage ten, fünfundsechzig Prozent, sprachen sich Bei dieser sechsten derarti- zent positiv. gen Umfrage des Mannheimer Die erstmals gestellte Frage siebzig Prozent einen wirksamen dafür aus, daß die BundesrepuInstituts für praxisorientierte nach dem Nationalstolz ergab, Umweltschutz. Danach folgt die blik politisch Verfolgten Asyl Sozialforschung (ipos) wurden daß siebzig Prozent der ausgewähl- Sicherung der Renten (67 Pro- gewährt. Fast ebenso viele, vierundsechzig zwischen dem 28. April und ten Bürger stolz sind, Deut- zent), der Kampf gegen das Prozent, meinen jedoch, daß in Große Zustimmung zur Demokratie jedem Jahr nur eine begrenzte Zahl politisch Verfolgter aufgenommen werden soll. bei den Anhängern der Republikaner sind vierundfünfzig Prozent gegen das im Grundgesetz verankerte Asylrecht. Wie im vergangenen Jahr» sprach sich auch diesmal die überwiegende Mehrheit der Befragten (81 Prozent) dafür aus, das Wahlrecht in der Bundesrepublik mit der Staatsangehörigkeit zu verbinden und den hier lebenden Ausländern auch kein kommunales Wahlrecht einzuräumen. Interessant auch dieser Aspekt: Während 61,8 Prozent aller Befragten in einem Einwohner der DDR in erster Linie einen Deutschen und nicht den Bürger eines anderen deutschen Staates sehen, sind dies bei den Anhängern der Republikaner nur 57,9 Prozent. Holz-Chef wiedergewählt „Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Insofern ist Horst Morich, der gestern auf dem 13. Gewerkschaftstag der Gewerkschaft Holz und Kunststoff (GHK) als Vorsitzender bestätigt wurde, auch mit einem schlechteren Ergebnis als Vor vier Jahren (85,3 statt 94,2 Prozent) durchaus zufrieden. Und daß der gelernte Tischler sein Handwerk noch versteht, bewies Morich unmittelbar nach seiner Wiederwahl. Umweltschutzkonferenz in Berchtesgaden Vier Alpenländer schickten nur Minister-Vertreter Tmmwß: l£:^^-H:l^ Berchtesgaden (AP) . Eine Al- ter. Anwesend sind auch Mitpenkonvention als völkerrecht- glieder der Alpen-Arbeitsgelich verbindlichen Rahmen für meinschaften, der Europäischen Vereinbarungen über Natur- Gemeinschaft, des Europarates schutz, Raumordnung, Touris- und der Europäischen Freihanmus und Verkehr hat Bundes- delszone sowie mehrerer UmWird „112 EG-Notruf? umweltminister Töpfer gestern weltschutzorganisationen. in Berchtesgaden gefordert. Bei Töpfer sagte weiter, zur ErarDie EG-Kommission will die der Eröffnung der ersten inter- beitung einer Alpenkonvention Nummer einhundertzwölf als einheitlichen nationalen Alpenschutzkonfe- müßten auch abgestimmte Betelefonischen Nötruf einführen, renz erklärte er, notwendig da- wertungsgrundlagen über die der in allen Ländern der Eurofür seien vergleichende Infor- Belastung der Landschaft beigepäischen Gemeinschaft gelten mationsgrundlagen. soll. Nach einer Gesetzesinitiabracht werden. Außerdem sei tive, die am Dienstag in Brüssel An der zweitägigen Konferenz ein gleiches Vorgehen bei der veröffentlicht wurde, soll eintausendneunhundertzweiundneunzig nehmen Vertreter der Regierun- Prüfung der Umweltverträglichmit der Einführung begonnen gen der sieben Alpenländer Ita- keit von Erschließungsprojekwerden. lien, Österreich/Frankreich, der ten notwendig. Vorstellungen Schweiz, der Bundesrepublik, über Entwicklung oder auch Jugoslawien und Liechtenstein „Renaturierung müßten ebenGrüne Finanzen „stabil teil. Die erwartete hochkarätige falls eingebracht werden. EndMinisterrunde kam allerdings gültige Antworten könne die Trotz eines deutlichen MitglieKonferenz nicht zustande: Nur die Bundes- Berchesgadener derschwunds in den beiden letzten Jahren ist die finanzielle Nach den Friedensandachten in rums gefordert, und es erklan- Auch in Halle hatte sich am republik, Österreich und Liech- nicht geben, aber es sei ihr Ziel, tenstein entsandten Teilnehmer einen klaren Zeitplan und konLage der Bundespartei und der vier Leipziger Kirchen formierte gen „Gorbi, Gorbi-Rufe. Montag abend auf dem MarktLandesverbände der Grünen sich am Montag abend in Leip- Nach 20.30 Uhr löste sich die platz eine Demonstration von im Ministerrang, die anderen krete Arbeitsaufträge zu verab„erfreulich stabil. Dies erklärte zig die größte nichtstaatliche Demonstration - unser Foto ent- mehreren tausend Bürgern Ländern schickten Stellvertre- reden. Bundesschatzmeister Axel Vo- Demonstration in der DDR au- stand am Hauptbahnhof - lang- friedlich aufgelöst. Auf Begel in Bonn. Ende eintausendneunhundertachtundachtzig verfügte ßerhalb des Volksaufstandes sam auf. Auch das Großaufgebot triebsversammlungen war zudie Partei über ein Reinvermö- vom 17. Juni 1953. Rund siebzig 000 von Polizisten und Betriebs- Vor dazu aufgerufen worden, VdK-Präsident Ungarns Parteichef gen von zweiundfünfzig Millionen DM. Menschen zogen über den Ring, kampfgruppen, die Wasserwer- sich der Protestkundgebung der um die Altstadt führt, und fer in Bereitschaft gehalten hat- nicht anzuschließen. In Ostber„Arbeit statt Sozialhilfe riefen: „Keine Gewalt, „Wir- ten, zog allmählich ab. Vielfach lin und Plauen waren ebenfalls sind das Volk, „Wir wollen Re- kam es zu Diskussionen und Ge- friedliche Kundgebungen mehDie bayerische Staatsregierung formen und „Honi, mach die sprächen zwischen Demon- rerer tausend Menschen ohne : will Sozialhilfe- Augen auf. wurde stranten und den Sicherheits- Zwischenfälle zu Ende gegan: empfänger ver- die ZulassungAußerdem des „Neuen Fo- kräften. gen . (dpa-Funkbild) stärkt zu Arbeiten im UmMünchen (dpa) . Der Präsident Budapest (AP). Der Parteitag weltschutz und des Verbandes der aus der im Sozialbe- Dialog mit Opposition in DDR / Bilanz der Zusammenstöße der Kriegs- und kommunistireich einsetzen. Wehrdienstopschen USAP wie der bayerifer, BehinderherVorgegangesche Ministerten und Sozialnen Ungaripräsident Max rentner schen SozialiStreibl gestern Deutschlands stischen Partei in einem Inter(VdK), Karl (USP) ist in der view sagte, Weishäupl, ist Nacht zum demonstrationen und ZusamTon wurden die bundesdeutkönne so einem Fortsetzung gestern im AlDienstag zu der vergangenen Tage. schen Medien für die Protest- ter von dreiundsiebzig JahMißbrauch der Sozialhilfe entEnde gegangen, Berghofer betonte aber auch, menstöße gegengewirkt werden. unter daß er für eine Reihe von Forde- Die Bürgerrechtler wurden dabei kundgebungen verantwortlich ren in Münohne die beiden dem Motto „Arbeit statt Sozial- rungen nicht kompetent sei, wie meist scharf angegriffen. Die gemacht, die es nach einem Be- chen gestorben. im Statut Vorhilfe, so Streibl, sollen arbeits- nach Zulassung der Bürgerbe- DDR-Nachrichtenagentur ADN richt des SED-Zentralorgans Weishäupl gegesehenen fähige Bürger, die Unterstüt- wegung veröffentlichte am Abend eine „Neues Deutschland am Wo„Neues Forum. Im Be- Mitteilung des DDR-Innenmini- chenende in rund einem Dutzend hörte eintausendneunhundertsechsundvierzig zu den Gründern der stellvertretenden Vorsitzenden zung erhalten, von den Kommu- zirk Dresden Organisation und stand seit gewählt zu haben. Der neue der Reformer steriums, wonach bei den Poli- DDR-Städte gegeben hat. nen für gemeinnützige Arbeiten Hans Modrow ist eintausendneunhundertvierundsiebzig an der Spitze des Verban- Vorsitzende Rezsö Nyers (Foto) SED-Parteichef. im Umweltschutz sowie in der zeieinsätzen in Ostberlin und Die Parteizeitung der Liberal- des. dank Anfang an war er ein sagte, der Parteitag sei nicht in Kranken- und Altenpflege einAngesichts der Zurückhal- mehreren Städten der DDR einhundertsechs demokratischen Partei Deutsch- streitbarer und engagierter Ver- der Lage gewesen, sich auf Kangesetzt werden. tung, die die DDR-Sicherheits- Volkspolizisten zum Teil erheb- lands „Der Morgen veröffent- fechter der sozialen Gerechtig- didaten für seine Stellvertreter kräfte während der Leipziger lich verletzt wurden. Außerdem lichte zahlreiche Leserbriefe, in keit für benachteiligte Bevölke- zu einigen. Demonstration übten, sprach der seien sechsundvierzig Demonstranten - laut denen dringend politische und rungsgruppen. Dagegen sprachen sich die DeGehörlose beklagen sich Propst der evangelischen Kirche ADN „Rowdys - zu Schaden ökonomische Veränderungen in Von den Vertretern der politi- legierten dafür aus, daß die bisvon Berlin-Brandenburg, Hans gekommen. Der Einsatz von der DDR angemahnt werden. Die Die etwa sechzig 000 Gehörlosen in Otto Furian, gestern von einem Ordnungskräften sei zur „Wie- Zeitung der Dresdner CDU „Uni- schen Parteien in Bonn wurde herige Aufsicht der Partei über der Bundesrepublik fühlen sich „bemerkenswerten Sinneswan- derherstellung von Ruhe und on gestand eigene Fehler und der Verstorbene gestern als die Betriebskampfgrupppen dem von Behörden und Mitmen- del der Staatsführung.. Er er- Ordnung unumgänglich gewe- Versäumnisse bei der Berichter- „Anwalt der sozial Schwachen Parlament und der Regierung und „energiegeladener Kontra- übertragen wird. Aus den schen /vernachlässigt. Wenige klärte gegenüber AP, daß es zu sen, hieß es in der Meldung . stattung über die Demonstratio- hent gewürdigt. Auch beim po- Kampfgruppen solle eine unbeTage Vor dem Bundestreffen der einer Entwicklung im Ein 27jähriger Leipziger wur- nen in der Elbe-Stadt ein. In der litischen Gegner genoß der So- waffnete und parteineutrale InDeutschen Gehörlosen am Lande„positiven kommen könne, wenn de Zeitungsberichten zufolge Zeitung des DDR-Jugendver- zialdemokrat, 1954 bis 1957 stitution im Dienste der Zivilver14./15. Oktober in Karlsruhe er- sich die neue Linie durchsetze. wegen der Teilnahme an einem bandes „Junge Welt wird die Staatssekretär in Bayern, Re- teidigung und des Katastrophenklärte der baden-württembergiDie staatlich gelenkte DDR- Protestzug zu zwei Jahren und Kritik einer FDJ-Gruppe an der spekt. schutzes gemacht werden. sche LandesVorsitzende der Or- Presse berichtete am Dienstag zwei Monaten Gefängnis verur- DDR-Berichterstattung über die ganisation, Huck: „Blindheit ausführlicher über die Massenteilt. In wesentlich verschärftem Fluchtbewegung wiedergegeben. und Rollstühle sieht man, TaubHESSISCHE/NIEDERSÄCHSISCHE Verlagsleitung heit sieht man nicht. Zentrale Dr Dietrich Batz, Rainer Dierichs, Wigbert Forderung der Gehörlosen ist H. Schacht. Anzeigenleiter: Horst Prehm. eine bessere finanzielle FördeVertriebsleiter: Gerd Lühring. CSSR-Parteiorgan druckte unwissentlich Foto und Glückwünsche ab rung durch den Staat. Herausgeber Demonstranten in Leipzig: „Wir brauchen Freiheit Weishäupl gestorben Nyers ohne Stellvertreter Regierung: einhundertzweiundfünfzig Verletzte ALLGEMEINE ÖTV für EG-Lösung Die ÖTV-Vorsitzende Monika Wulf-Mathies hat sich für ein einheitliches i europäisches ! Personalrecht im Öffentlichen Dienst ausgesprochen. Die Unterteilung in Arbeiter, Angestellte und Beamte sei ein I Relikt des Ob• rigkeitsstaate
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Vor dem Mauerfall: Zeitungsberichte von damals
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