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Italien

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[54] Die Stadte mit dem grossten Anteil an Auslandern waren im Jahr 2009: Rom (242.725), Mailand (181.393), Turin (114.710), Genua (42.744), Florenz (40.898), Bologna (39.480), Verona (34.465), Brescia (31.512), Padua (25.596), Neapel (24.384), Reggio Emilia (24.401), Prato (24.153), Venedig (23.928) und Modena (22.857). Die Halbinsel bildete das Zentrum des Romischen Reiches und blieb es mit Einschrankungen bis zum Untergang Westroms um vierhundertsechsundsiebzig Dabei verwandelte sich die agrarische Wirtschaftsbasis, die anfangs aus Bauern bestanden hatte, zu einem System weitraumiger Latifundien auf der Basis von Sklavenarbeit. Zudem ist Rom Sitz samtlicher Verwaltungen, vieler Grossunternehmen (Eni, Enel, Finmeccanica, Poste Italiane, Telecom Italia, Unicredit) und Organisationen (FAO) und Herz der italienischen Filmindustrie (Cinecitta).

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Italien – Wikipedia
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Allerdings besteht in Italien auch im Schulwesen ein scharfes Nord-Sud-Gefalle: So erreichte die Region Lombardei in den Naturwissenschaften fünfhundertsechsundzwanzig Punkte, Kalabrien hingegen nur vierhundertdreiundvierzig Im Jahr zweitausendzwölf konnte sich Italien unwesentlich verbessern, die regionalen Unterschiede blieben jedoch weiterhin fast unverandert. Die PISA-Ergebnisse an deutschsprachigen Schulen in Sudtirol in Lesekompetenz (503), Mathematik (513) und Naturwissenschaften (530) waren uberdurchschnittlich.[34] Im Hochschulbereich gibt es, anders als in den deutschsprachigen Landern, keine eigenstandigen Fachhochschulen. In der Folge ist die Quote der Menschen mit Hochschulabschluss geringer als anderswo in der Europaischen Union und liegt bei etwa fünfzehn Prozent.[35] Mit dem Bologna-Prozess entstand auch an italienischen Universitaten die Unterteilung in ein dreijahriges Bachelorstudium (laurea triennale oder laurea breve) mit nachfolgendem zweijahrigem Masterstudiengang (laurea magistrale, vormals laurea specialistica). Jura wird als funfjahrige laurea magistrale angeboten. Was die Hochschuleinrichtungen angeht, kann man folgende Unterscheidungen treffen: 67 der fünfundneunzig Universitaten[36] in Italien sind staatlich.[37] Bekannteste Privat-Universitaten sind die Bocconi in Mailand und die LUISS in Rom. Die Universitat Bologna ist die alteste Hochschule der Welt, sie wurde im Jahr eintausendachtundachtzig gegrundet. Insgesamt sind 1.809.186 Studenten an italienischen Hochschulen eingeschrieben.[38] 1960/61 waren es nur 217.000. Die Universitat La Sapienza in Rom ist die grosste Italiens und europaweit, mit nahezu 140.000 Studierenden. Relativ neu ist auch der Ausbau der Alten- und Volkshochschulen(universita per la terza eta). Italien ist ein katholisch gepragtes Land, das eine hohe Dichte an katholischen Institutionen aufweist. Im Jahr zweitausend bestanden zweihundertsiebenundzwanzig Diozesen, es amtierten zweihundertzweiundfünfzig Bischofe, davon zweihundertvierundzwanzig Orts- und sechsundzwanzig Weihbischofe. Artikel 7 der Verfassung Italiens regelt das Verhaltnis zwischen Staat und katholischer Kirche.,[39] Die romisch-katholische Kirche in Italien ist traditionell einflussreich, was fruher mit einer hohen Zahl an Priestern korrelierte. Neben 34.300 Diozesan- zahlte man um das Jahr 2005 21.450 Ordenspriester.[40] Seit langem sinkt die Zahl der Priester. Lag sie eintausendachthunderteinundsiebzig noch bei 109.688[41] so sank sie allein zwischen eintausendneunhunderteinundneunzig und zweitausendvier von siebenundfünfzig Komma zwei auf 51.600, die der Ordensmanner von 5.000 auf 3.500, die der Ordensfrauen von 125.800 auf 102.300.[42] 51 Millionen (85 Prozent) der in Italien lebenden Menschen bekannten sich 2008 zum romisch-katholischen Glauben. Die zweitgrosste christliche Glaubensgemeinschaft war demnach die Orthodoxe Kirche mit 1.187.130 Anhangern. Deren Anteil ist durch die Einwanderung von Rumanen deutlich gestiegen. Die drittgrosste christliche Religionsgemeinschaft stellen Jehovas Zeugen dar, deren Zahl auf mindestens 250.000[43] geschatzt wird. Sie ist zugleich die grosste Gemeinde Europas dieser christlichen Sondergemeinschaft.[44] Zu protestantischen Religionsgemeinschaften (u. a. Waldenser und Baptisten) fuhlten sich circa 550.000 Menschen zugehorig. In Italiens Hauptstadt Rom befindet sich die Enklave des Staates Vatikanstadt, welches das Zentrum der romisch-katholischen Kirche ist. Der Papst ist zugleich dessen Staatsoberhaupt, das Oberhaupt der romisch-katholischen Kirche und der Bischof von Rom. Der Heilige Stuhl als nichtstaatliches, eigenstandiges, vom Staat Vatikanstadt zu unterscheidendes Volkerrechtssubjekt vertritt den Zwergstaat auf internationaler Ebene. Unter den Nichtchristen waren Muslime, zum grossen Teil Einwanderer aus muslimischen Landern, mit 1.293.704 die grosste Glaubensgemeinschaft (siehe auch Islam in Italien). Zudem lebten in Italien einhundertsiebenundneunzig Komma neun drei eins Buddhisten und einhundertacht Komma neun fünf Hindus. Die Judische Gemeinschaft[45] zahlt etwa 45.000, als unmittelbare Angehorige einer Gemeinde galten zweitausendneun allerdings nur vierundzwanzig Komma vier Mitglieder.[46] Laut einer reprasentativen Umfrage des Eurobarometers glaubten im Jahr 2005 74 % der Menschen in Italien an Gott, 16 % glaubten an eine spirituelle Kraft. sechs % Prozent der Befragten glaubten weder an einen Gott noch an eine andere spirituelle Kraft, drei % waren unentschlossen.[48][49] Bisher ist dieses Gesetz bis auf einige Ausnahmen nicht umgesetzt worden. Die Einrichtung von mehrsprachigen Amtern, der muttersprachliche Schulunterricht und die Forderung von Radio- und Fernsehprogrammen, wie sie das Gesetz vorsieht, sind nicht verwirklicht worden. Nur in der Ortsnamensgebung sind einige Fortschritte gemacht worden: So tragen zahlreiche Verkehrsschilder im Friaul auch die furlanische Bezeichnung, wahrend auf Sardinien neben dem italienischen gegebenenfalls auch der sardische Ortsname steht. In den Schulen des Friauls ist es zudem moglich, Unterricht in furlanischer Sprache zu nehmen. Fersentalerisch und Zimbrisch sind bairische Mundarten, die in einigen Sprachinseln in Nordostitalien verbreitet sind. Im Trentino werden sie als Minderheitensprachen geschutzt. In einigen Alpentalern im Nordwesten wird der hochstalemannische Dialekt der Walser gesprochen, der in der autonomen Region Aostatal anerkannt ist und gefordert wird. Daruber hinaus werden in Italien zahlreiche Dialekte des Italienischen gesprochen. Diese konnen in drei grosse Dialektgruppen unterschieden werden:[51] Die Anerkennung der Dialekte als eigenstandige Sprachen ist in der Sprachwissenschaft umstritten, ebenso in der Politik. Die Verkehrsbeschilderung einiger Gemeinden, besonders jener, die von der Lega Nord verwaltet sind, ist zum Beispiel um die mundartliche Bezeichnung des Ortes erweitert worden. Die Anzahl der in Italien wohnhaften Auslander nimmt seit den 1990er Jahren konstant zu. Laut dem nationalen Statistikinstitut ISTAT waren zum 31. Dezember 2014 5.014.437 auslandische Staatsburger in Italien wohnhaft, was 8,2 Prozent der Gesamtbevolkerung ausmacht. Zudem leben in Italien rund 120.000 Roma, von denen 70.000 Staatsburger sind. Die illegalen Einwanderer sind in der Statistik nicht berucksichtigt. Die OECD rechnet mit 500.000 bis 750.000, die Caritas geht davon aus, dass sich eine Million Auslander ohne Aufenthaltsberechtigung im Land befinden.[53] Damit wurden sich in Italien bis zu 6 Millionen Auslander aufhalten. Die meisten Einwanderer sind im Norden und im Zentrum Italiens angesiedelt, dort machen sie einen Anteil von 10,1 Prozent bzw. 9,7 Prozent an der Bevolkerung aus. In den suditalienischen Regionen liegt der Auslanderanteil bei 2,9 Prozent.[54] Die Stadte mit dem grossten Anteil an Auslandern waren im Jahr 2009: Rom (242.725), Mailand (181.393), Turin (114.710), Genua (42.744), Florenz (40.898), Bologna (39.480), Verona (34.465), Brescia (31.512), Padua (25.596), Neapel (24.384), Reggio Emilia (24.401), Prato (24.153), Venedig (23.928) und Modena (22.857).[55] Die Zahl der Araber in Italien wird auf 692.201 beziffert. Italiener im Ausland Zwischen eintausendachthundertsechsundsiebzig und eintausendneunhundertfünfzehn war Italien von einer der grossten Auswanderungswellen betroffen. Schatzungsweise vierzehn Millionen Burger verliessen das Land, um hauptsachlich in Amerika - in den Vereinigten Staaten als Arbeiter, in Argentinien und Brasilien als Landwirte - ihr Gluck zu suchen. Bei einer Einwohnerzahl zur Jahrhundertwende von dreiunddreißig Millionen entspricht dies fast einem Drittel der Bevolkerung. eintausendneunhundertdreizehn war das Jahr mit der hochsten aufgezeichneten Auswanderungszahl: Uber 870.000 Italiener verliessen ihre Heimat.[56] Die faschistische Diktatur versuchte der Auswanderung entgegenzuwirken, konnte aber nicht verhindern, dass weitere 2,6 Millionen Italiener das Land verliessen. Vor allem Argentinien und Frankreich waren zwischen den Weltkriegen bevorzugte Auswanderungslander, zumal die Vereinigten Staaten und Brasilien strengere Einwanderungsregeln eingefuhrt hatten. Nach dem Zweiten Weltkrieg richtete sich die Auswanderung zunehmend in Richtung europaischer Staaten. Viele, die vorubergehend als Gastarbeiter nach Belgien, Deutschland, Frankreich, in die Schweiz gegangen waren, liessen sich auf unbestimmte Zeit in ihren Gastlandern nieder. Im konsularischen Personenregister sind nach wie vor 4.106.640 Auslandsitaliener registriert. Die folgende Tabelle weist jene Lander (ausser Italien) aus, in denen die meisten italienischen Staatsburger wohnhaft sind. Im Ausland wohnende italienische Staatsburger durfen bei den Parlamentswahlen in Italien wahlen und sind durch zwolf Abgeordnete und sechs Senatoren vertreten. Zudem durfen sie an den nationalen Volksabstimmungen teilnehmen. Die Geschichte Italiens im Sinne einer hominiden Besiedlung der Apennin-Halbinsel und der sie umgebenden Inseln lasst sich 1,3 bis 1,7 Millionen Jahre zuruckverfolgen, wobei der moderne Mensch vor etwa dreiundvierzig bis fünfundvierzig Jahren in Italien auftrat und noch mehrere Jahrtausende neben dem Neandertaler lebte. Bis ins 6. Jahrtausend v. Chr. bildeten Jagd, Fischfang und Sammeln die Grundlagen der Existenz. Etwa sechstausendeinhundert v. Chr. brachten erste Gruppen von ausserhalb der Halbinsel, wohl uber See aus Sudanatolien und dem Nahen Osten, die Landwirtschaft mit, die Jager und Sammler verschwanden. Im 2. Jahrtausend setzte eine Entwicklung ein, die aus den Dorfern fruhe stadtahnliche Siedlungen machte, und die Gesellschaften wiesen erstmals deutliche Spuren von Hierarchien auf. Antike Schon in vorromischer Zeit war Italien, vor allem Mittel- (Etrurien) und Suditalien (Magna Graecia), ein wichtiges europaischesKulturzentrum. Ab dem vier Jahrhundert v. Chr. setzte die Expansion Roms ein, einhundertsechsundvierzig v. Chr. wurden Korinth und Karthago zerstort, die Eroberung des Mittelmeerraums, spater auch von Teilen Mittel- und Nordeuropas brachte kulturelle Einflusse und Menschen aus dem gesamten Reich und den angrenzenden Gebieten nach Italien. Die Halbinsel bildete das Zentrum des Romischen Reiches und blieb es mit Einschrankungen bis zum Untergang Westroms um vierhundertsechsundsiebzig Dabei verwandelte sich die agrarische Wirtschaftsbasis, die anfangs aus Bauern bestanden hatte, zu einem System weitraumiger Latifundien auf der Basis von Sklavenarbeit. Ein dichtes Strassennetz verband die expandierenden Stadte, dank dessen der Warenaustausch, aber auch die Abhangigkeit von externen Gutern, wie Weizen und Olivenol aus Nordafrika, anwuchsen. In der Spatantike erschienen neben der Sklaverei und den freien Bauern auf dem Land Formen der Bindung an den Boden, wie das Kolonat, wenngleich noch um fünfhundert zwischen freien und unfreien Kolonen unterschieden wurde (Kolonenedikt des Anastasius). Im 4. Jahrhundert setzte sich das Christentum als Staatsreligion durch. Uber Jahrhunderte war es schliesslich der Mittelpunkt des Romischen Reiches. einundvierzig v. Chr. wurde das italische Kernland, das zuvor bis zum Rubikon bei Rimini reichte, um die Provinz Gallia cisalpina erweitert. Sizilien und Sardinien (sowie Korsika) wurden erst im Zuge von Kaiser Diokletians Gebietsreform dem Mutterland Italien (Dioecesis Italiae) angegliedert. Mittelalter Nach dem Einfall der Goten und der Langobarden (410 bzw. 568) zersplitterte das Land in eine Reihe von Herrschaftsgebieten. Im acht und neun Jahrhundert, besonders unter Pippin und Karl dem Grossen, dominierten die Franken, doch entwickelte sich unter den Nachfolgern Karls ein eigenes Konigreich Italien. Seit Otto dem Grossen gehorte Italien uberwiegend zum Heiligen Romischen Reich (Reichsitalien), der Suden blieb dabei lange byzantinisch. Jedoch eroberten zunachst Araber ab dem Jahr 827 Sizilien und Teile Suditaliens. Im elf Jahrhundert erfolgte uber einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten die normannische Eroberung Suditaliens. Durch den Aufschwung von Handel und Verkehr gewannen insbesondere die Stadte Norditaliens im elf Jahrhundert zunehmende Selbststandigkeit. Die Normannen und zahlreiche Stadte Oberitaliens unterstutzten wahrend des Investiturstreits zwischen 1076 und 1122 den Papst. Mit dem Untergang der Dynastie der Staufer scheiterten eintausendzweihundertachtundsechzig deren Versuche, die schwindende Reichsgewalt in Italien zu erneuern, obwohl Heinrich VI. das unteritalienische Normannenreich durch Heirat gewonnen hatte. Den Suden beherrschte ab eintausendzweihundertachtundsechzig die franzosische Dynastie der Anjou. Der Norden zerfiel in eine Reihe von formal dem Heiligen Romischen Reich zugehorigen, im Ubrigen jedoch selbststandigen Stadten mit ihrem Umland. Renaissance Im Italien des spaten vierzehn Jahrhunderts liegen die Anfange der Renaissance; als Kernzeitraum gilt das fünfzehn und sechzehn Jahrhundert. Das wesentliche Charakteristikum ist die Wiedergeburt antiken Geistes, der Humanismus war die pragende Geistesbewegung. Hinzu kam eine Neuorientierung in der Wissenschaft, wo das theozentrische Weltbild des Mittelalters durch eine starker anthropozentrische Sicht der Dinge abgelost wurde. Italien um eintausendvierhundertvierundneunzig Im vierzehn und fünfzehn Jahrhundert entstanden Machte mit enormem wirtschaftlichem und kulturellem Vorsprung. Dies galt vor allem fur die selbststandigen Machte Italiens, also das Herzogtum Mailand, die Republiken Venedig und Florenz, das Konigreich Neapel und den Kirchenstaat, aber auch fur die Hofe von Ferrara oder Mantua. Die Stadte teilten sich in wechselnden Koalitionen politische Macht und Ressourcen der italienischen Halbinsel und boten relativ grosse politische Freiheit, die zu neuen wissenschaftlichen und kunstlerischen Wegen anregten. Die grossen Vermogen, die durch den Handel entstanden, machten es moglich, grosse offentliche und private Kunstprojekte in Auftrag zu geben. Zudem erlebte die Entwicklung zur pragmatischen Schriftlichkeit bereits im fruhen 13. Jahrhundert einen Aufschwung, der Schriftverkehr der Kaufleute vertiefte und verbreiterte die Literalitat, so dass die Zahl der Alphabetisierten zunahm. Im 15. Jahrhundert gehorte Italien zu den am starksten urbanisierten Regionen Europas. Neuzeit 16. bis 18. Jahrhundert Der Niedergang Italiens begann unmittelbar nach der Entdeckung Amerikas, mit der Verlagerung des Handels in die Uberseekolonien westeuropaischer Staaten, auch angesichts der osmanischen Kontrolle uber das Mittelmeer. Politisch wurde Italien zum Spielball fremder Machte. Im sechzehn Jahrhundert kampften Frankreich und Spanien um die Vormachtstellung auf der Halbinsel. Die Schlacht bei Pavia (1525) besiegelte die Vorherrschaft Spaniens, das sich die unmittelbare Kontrolle Suditaliens und der Lombardei sichern konnte. 1797 wurde aus den Staaten der Cispadanischen Republik und der Transpadanischen Republik die Cisalpinische Republik gebildet, die bis 1805 bestand. Der folgende Einmarsch der deutschen Wehrmacht (,,Fall Achse") stiess auf den Widerstand der Resistenza. Das Deutsche Reich versuchte, die Schwarzhemden wieder an die Macht zu bringen, und liess dazu Mussolini am zwölf September eintausendneunhundertdreiundvierzig im Unternehmen Eiche befreien. Norditalien wurde bis nach Rom von deutschen Truppen besetzt und in diesem Gebiet eine Regierung unter Mussolini eingesetzt, die die Italienische Sozialrepublik (Republik von Salo) proklamierte. Diese Parallelregierung blieb mit Deutschland verbundet, erklarte ihrerseits dem von den Alliierten besetzten Teil Italiens den Krieg und fuhrte in Norditalien Krieg gegen italienische Partisanen. In der Folge wurde vor allem Mittelitalien durch schwere Kampfe entlang der vorruckenden Front verwustet. Die Zivilbevolkerung wurde Ziel deutscher Repressalien (- Deutsche Kriegsverbrechen in Italien). Daraufhin erklarte die Regierung Badoglio Deutschland am dreizehn Oktober eintausendneunhundertdreiundvierzig den Krieg, der sich die letzten achtzehn Monate bis zum Ende des Krieges hinzog. Als sich die deutschen Verbande im Juni eintausendneunhundertvierundvierzig bis zur Gotenlinie im Apennin zuruckzogen und italienische Partisanen ihre Uberfalle auf deutsche Soldaten verstarkten, kam es zu weiteren Massakern an der Zivilbevolkerung (z. B. dem Massaker von Sant'Anna di Stazzema, dem Massaker von Marzabotto) und weiteren schweren Kriegsverbrechen durch die deutschen Besatzer und Truppen der faschistischen Sozialrepublik. Am 29. April bzw. 2. Mai 1945 kapitulierte die Heeresgruppe C vor den Westalliierten. Die Nachkriegsgeschichte Italiens zeichnet sich innenpolitisch durch haufige Regierungswechsel, allerdings bis eintausendneunhundertneunzig vier Jahrzehnte unter Fuhrung oder Hauptbeteiligung der Democrazia Cristiana (Christdemokraten), aussenpolitisch durch die Grundungsmitgliedschaft in der Europaischen Wirtschaftsgemeinschaft und wirtschaftlich durch das Wirtschaftswunder(miracolo economico) aus. Nach Jahrzehnten hoher Inflation (die Lira, Italiens fruhere Wahrung, verlor einen Grossteil ihres Wertes) wurde in den 1990er Jahren die Neuverschuldung deutlich gebremst, um die Maastricht-Kriterien zu erfullen und den Euro als Wahrung einfuhren zu konnen. Anfang der 1990er Jahre wurde die politische Elite des Landes vom Korruptionsskandal Tangentopoli und den Aufklarungsmassnahmen der juristischen Untersuchungen der Mani pulite ausgetauscht. Politik Staatsgrundung Am 2. Juni 1946 wurden die Italiener zum Referendum uber die Staatsform und zu den Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung aufgerufen. Wahlberechtigt waren 28.005.449 italienische Burger, von denen 24.946.878 zur Wahl gingen, was 89,1 % der Wahlberechtigten entsprach. Zum ersten Mal durften auch Frauen wahlen.[74 ] Das amtliche Ergebnis wurde am achtzehn Juni eintausendneunhundertsechsundvierzig vom Kassationsgerichtshof verkundet: 54,27 % der Stimmen fur die Republik, 45,73 % fur die Monarchie, sowie 1.509.735 ungultig Stimmen (davon 1.146.729 leere Stimmzettel).[75] Hinsichtlich der regionalen Mehrheitsverhaltnisse war Italien praktisch in zwei Lager gespalten: Im Norden hatte die Republik mit 66,2 % gewonnen, im Suden dagegen kam die Monarchie auf 63,8 %. Politisches System Italien ist seit eintausendneunhundertsechsundvierzig eine parlamentarischeRepublik. Die italienische Verfassung,[76] Originalbezeichnung La Costituzione della Repubblica Italiana, wurde am zweiundzwanzig Dezember eintausendneunhundertsiebenundvierzig beschlossen, trat am eins Januar eintausendneunhundertachtundvierzig in Kraft und ist gepragt durch einen Kompromisscharakter, der aus der unmittelbaren Nachkriegsgeschichte herruhrt: Aus der Erfahrung des gemeinsamen Widerstandskampfes gegen den Faschismus (Resistenza) entschlossen sich die im,,Nationalen Befreiungskomitee" zusammengeschlossenen antifaschistischen (liberale, sozialistische, kommunistische und katholisch gepragte) Parteien, gemeinsam die neue Verfassung auszuarbeiten. Daher finden sich im Verfassungstext einzelne Elemente, die mehr oder weniger klar den jeweiligen politischen Gruppierungen zuzuordnen sind. Besonderheiten der italienischen Verfassung sind die zentrale Rolle, die dem Parlament (Zweikammersystem, bicameralismo perfetto) zugestanden wird, die vergleichsweise geringen formalen Einflussmoglichkeiten des Ministerprasidenten, die starke Betonung plebiszitarer Elemente (Verfassungsanderungen mussen eventuell durch Referendum bestatigt werden, ausserdem besteht fur die Burger die Moglichkeit, von Volksabstimmungen und Gesetzesinitiative Gebrauch zu machen), der machtige Verfassungsgerichtshof und die Dezentralisierung im Zuge der jungsten Reformen. Exekutive Offiziell heisst die Regierung Ministerrat (italienisch: consiglio dei ministri oder einfach nur consiglio), der Ministerprasident firmiert als Prasident des Ministerrats, auf Italienisch also presidente del consiglio (dei ministri). Spricht man nur vom,,Prasidenten", kann damit also sowohl der Staatsprasident als auch der Ministerprasident gemeint sein. Gemass Artikel fünfundneunzig der Verfassung bestimmt der Ministerprasident die allgemeine Politik der Regierung und ubernimmt dafur die Verantwortung. Er wahrt die Einheitlichkeit der Ausrichtung in Politik und Verwaltung, indem er die Tatigkeit der Minister fordert und koordiniert. Die Minister sind gemeinsam fur die Handlungen des Ministerrates und einzeln fur die Handlungen ihres Geschaftsbereiches verantwortlich. Die Minister werden auf Vorschlag des Ministerprasidenten vom Staatsprasidenten ernannt. Der Ministerprasident hat nicht die Befugnis, Minister selbstandig zu ernennen oder zu entlassen. Wegen seiner verfassungsrechtlichen Stellung, vor allem aber wegen seiner Abhangigkeit von den oft instabilen politischen Mehrheitsverhaltnissen wird er als Vorsitzender des Ministerrates oft nur als primus inter pares betrachtet. Legislative Das italienische Parlament besteht aus zwei Kammern: dem Senat (Senato della Repubblica) und der Abgeordnetenkammer (Camera dei deputati). Beide Kammern sind im Gesetzgebungsverfahren absolut gleichberechtigt und unterscheiden sich nur hinsichtlich Anzahl, Zusammensetzung und Wahlmodus ihrer Mitglieder. Beide Kammern tagen unabhangig voneinander. In jeder Kammer gibt es standige Ausschusse und Sonderkommissionen, die ebenfalls unabhangig voneinander sind. Die Abgeordnetenkammer ist die grossere Parlamentskammer, deren 630 Abgeordnete (darunter 12 Vertreter der Auslandsitaliener) alle funf Jahre gewahlt werden. Dem Senat der Republik gehoren dreihundertfünfzehn Senatoren an. Sie werden ebenfalls (gleichzeitig mit den Abgeordneten) auf funf Jahre gewahlt, allerdings nicht auf nationaler Ebene, sondern auf regionaler Basis. Jede der 20 Regionen stellt eine festgelegte Anzahl an Senatoren, die je nach Bevolkerungszahl in der Region variiert. Hinzu kommen maximal funf vom Staatsprasidenten ernannte Senatoren auf Lebenszeit. Zudem sind auch die Staatsprasidenten nach dem Ende ihrer Amtszeit von Rechts wegen Senatoren auf Lebenszeit. Zurzeit (Stand 22. Februar 2014) sitzen im Parlament funf Senatoren auf Lebenszeit, davon vier vom Staatsprasidenten ernannte Senatoren und ein ehemaliger Staatsprasident. Staatsoberhaupt Staatsoberhaupt ist in Italien der Staatsprasident (eigentlich: Prasident der Republik, italienisch: Presidente della Repubblica). Laut Verfassungsnorm nimmt er vorwiegend reprasentative Funktionen wahr, beteiligt sich an der Regierungsbildung und ist Oberbefehlshaber uber die Streitkrafte. In der Verfassungswirklichkeit kommt ihm nicht selten eine entscheidende Rolle bei der Bewaltigung von Regierungskrisen zu, die in der Italienischen Republik in der zweiten Halfte des 20. Jahrhunderts wesentlich haufiger waren als in anderen europaischen Landern. Seine wichtigste Befugnis ist die Auflosung des Parlaments (einer Kammer oder beider). Er darf diese aber in den letzten sechs Monaten seines Mandats nicht ausuben, es sei denn, sie stimmen mit den letzten sechs Monaten der Legislaturperiode zur Ganze oder zum Teil uberein. Eine weitere wichtige Funktion steht ihm in Zusammenhang mit der Gesetzgebung vor. Da jedes Gesetz vor seiner Verkundung die Unterzeichnung des Staatsprasidenten benotigt, kann er zumindest vorlaufig dessen Inkrafttreten verhindern. Wenn das Parlament das Gesetz namlich erneut billigt, zwingt ihn die italienische Verfassung, dieses zu unterzeichnen. Ein echtes Veto-Recht besitzt er also nicht. Der Staatsprasident wird von den vereinigten Kammern des Parlaments (parlamento in seduta comune) und Vertretern der zwanzig Regionen gewahlt: drei pro Region, mit Ausnahme des Aostatals, das nur einen Vertreter entsenden darf. Die Wahl des Prasidenten findet durch geheime Abstimmung mit Zweidrittelmehrheit der Versammlung statt. Nach dem dritten Wahlgang genugt die absolute Mehrheit. Gewahlt werden kann jeder Staatsburger, der das fünfzig Lebensjahr vollendet hat. Der Amtssitz des Staatsprasidenten ist der Quirinalspalast in Rom. Amtierender Prasident der Italienischen Republik ist seit dem 3. Februar 2015 Sergio Mattarella. Gesundheitssystem Das Gesundheitssystem in Italien ist auf regionaler Ebene strukturiert. Die lokalen Sanitatsbetriebe (Aziende Sanitarie Locali) unterstehen den jeweiligen Regionalregierungen. Die regionale Auspragung fuhrt dazu, dass die Qualitat der Dienstleistungen von Region zu Region sehr unterschiedlich ist. Es ist ein scharfes Nord-Sud-Gefalle zu verzeichnen, das einen starken Gesundheitstourismus, vor allem in Richtung Venetien, Lombardei und Emilia-Romagna verursacht. Die ausgezeichneten Leistungen dieser Regionen haben die WHO im Jahr 2000 dazu veranlasst, Italien nach Frankreich auf den zweiten Platz in der Weltrangliste der Gesundheitssysteme zu stellen.[79] Als negativ werden die langen Wartezeiten (oft mehrere Monate) auf stationare Behandlung gesehen. Hausarzte erhalten in Italien eine Kopfpauschale fur die Patienten, die in einer Liste registriert wurden. Zahnarztliche Leistungen mussen uberdies von den Burgern vollstandig selbst getragen werden. Die gesamten Gesundheitsausgaben betrugen im Jahr zweitausendsiebzehn 8,9 Prozent des BIP, und entsprachen damit exakt dem OECD-Durchschnitt. Der uberwiegende Anteil dieser Ausgaben (75 Prozent) wird vom offentlichen Sektor getragen (OECD: 71,7 Prozent).[80][81] Polizei und Nachrichtendienste Das italienische Polizeiwesen ist mehrgliedrig und teilweise militarisch organisiert. Die einzelnen Polizeiorganisationen unterstehen verschiedenen Ministerien oder den unteren Gebietskorperschaften. Dieses althergebrachte System hat sich aus Grunden der Tradition erhalten, aber auch, um zu verhindern, dass zu viel polizeiliche Gewalt in einer Hand bzw. in einem Ministerium gebundelt wird. Auf der nationalen Ebene gibt es die zivile Polizia di Stato (Staatspolizei), die dem Innenministerium unterstellt ist. Sie ubernimmt hauptsachlich polizeiliche Aufgaben innerhalb der grossen Stadte. Die Staatspolizei wird erganzt durch die Carabinieri, einer Gendarmerietruppe, die dem Verteidigungsministerium untersteht und nach Weisung des Innenministeriums Polizeidienst versieht, vor allem auch auf dem Land. Vergleichbare Strukturen finden sich auch in Frankreich (Gendarmerie nationale) und in Spanien (Guardia Civil). Daneben verfugt das italienische Finanzministerium uber die Guardia di Finanza (Finanzwacht), eine Finanz- und Zollpolizei, die auch Grenzschutzaufgaben ubernimmt. Auf lokaler Ebene gibt es unter anderem die Gemeindepolizeien (Polizia Municipale), die sich vorwiegend um den ortlichen Strassenverkehr kummern. Militar Die italienische Sicherheitspolitik ruht unverandert auf der Einbindung in NATO, EU und UN sowie auf der strategischen Partnerschaft mit den USA. Italien sieht sich als der Hauptakteur in der erweiterten Mittelmeerregion (,,mediterraneo allargato "). Sicherheitspolitisch stehen fur Italien die Lage in Libyen und die Fluchtlingskrise im Mittelpunkt. Italien setzt sich im Bereich Abrustung fur die weltweite Beachtung der Vertrage ein, so auch fur das Verbot von Streubomben. Es unterstutzt die Initiative zur Schaffung einer atomwaffenfreien Welt.[82] Die allgemeine Wehrpflicht ist in Italien seit dem eins Juli zweitausendfünf ausgesetzt. Bei der Umstellung auf eine Berufs- und Freiwilligenarmee wurde der Personalumfang von Heer, Marine und Luftwaffe auf insgesamt einhundertneunzig Soldaten festgelegt. Wegen der folgenden Finanz- und Wirtschaftskrise mussten auch im Bereich der Streitkrafte Kurzungen und Verkleinerungen vorgenommen werden. Im Jahr zweitausendsiebzehn beliefen sich die Verteidigungsausgaben auf rund 23,5 Mrd. Euro, was 1,37 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entsprach.[83] Bis 2024 soll die Personalstarke der Streitkrafte (ohne Carabinieri) auf 150.000 Soldaten und 20.000 zivile Mitarbeiter sinken.[84] Die Ausrichtung der Streitkrafte auf Auslandseinsatze im Rahmen der EU, der NATO und der Vereinten Nationen wurde mit dem Verteidigungsweissbuch zweitausendfünfzehn etwas eingeschrankt.[85] Der Bestand an US-amerikanischen Kernwaffen auf italienischem Territorium wurde seit dem Ende des Kalten Krieges deutlich verringert. Die Vereinigten Staaten lagern in Aviano noch Atombomben, weitere sind im Rahmen der Nuklearen Teilhabe einem italienischen Geschwader in Ghedi zugeteilt. Aussen- und Sicherheitspolitik Italien ist sowohl Grundungsmitglied der Europaischen Union als auch des Europarates. Als EU-Mitglied ist die Italienische Republik eintausendneunhundertneunzig auch der Europaischen Wahrungsunion beigetreten und Teil des Europaischen Binnenmarktes. Seit zweitausendzwei ist der Euro in Italien gesetzliches Zahlungsmittel und loste die italienische Lira ab. In der Exklave Campione d'Italia ist nicht der Euro, sondern der Schweizer Franken gesetzliches Zahlungsmittel. Neben wirtschaftlichen Interessen ist man auch auf weiteren Politikfeldern der EU aktiv, so ist Italien Teil des Schengenraums, der justiziellen und polizeilichen Zusammenarbeit in Europa mithilfe von Europol und Eurojust. Italien gehort zu den besonders integrationsfreundlichen Mitgliedstaaten der EU. Der Prozess der EU-Erweiterung um neue Mitglieder (besonders der westlichen Balkanlander und der Turkei) wird von Italien aktiv unterstutzt. Italien setzt sich fur eine weitere Vertiefung der europaischen Union ein. Ein besonderes europapolitisches Anliegen Italiens ist die Etablierung eines tragfahigen, auf dem Solidaritatsprinzip beruhenden Mechanismus zur nachhaltigen Bewaltigung der Fluchtlingskrise. Zu den regionalen Schwerpunkten der italienischen Aussenpolitik zahlen die Mittelmeerregion, der Westliche Balkan, der Nahe Osten, Afghanistan, das Horn von Afrika mit besonderem Fokus auf die ehemaligen Kolonien, daneben Lateinamerika mit seiner hohen Zahl italienischer Emigranten und deren Nachfahren (Uruguay, Argentinien, Brasilien, Venezuela). Aufgrund seiner zentralen Lage versteht sich Italien zudem als Brucke zwischen Europa und den sudlichen Mittelmeeranrainern, namentlich zu Libyen, Agypten und Tunesien. Grosse Sorge bereitet Italien dabei die grosse Zahl von Fluchtlingen, die zumeist uber Libyen Italien und die EU erreichen. Im Verhaltnis zu Russland, zu dem intensive Wirtschaftsbeziehungen bestehen, setzt sich Italien auch in der aktuell angespannten Lage fur eine Aufrechterhaltung des Dialogs ein.[86] Italien ist an vielen UN-Missionen beteiligt und einer der grossten Bereitsteller von Truppen. Staatshaushalt Der Staatshaushalt umfasste zweitausendsechzehn Ausgaben von achthundertneunundachtzig Milliarden Dollar und Einnahmen von siebenhundertfünf Mrd. Dollar: Das Haushaltsdefizit von etwa siebenundvierzig Milliarden Dollar entsprach 2,5 Prozent des BIP.[87] Im Jahr zweitausendzehn betrug die Neuverschuldung noch 4,2 Prozent. Die Staatsverschuldung betrug 2009 1.763,6 Milliarden Euro oder 112,5 Prozent des BIP.[88] 2010 stiegen die Gesamtschulden auf 115,4 Prozent des BIP an. Ein Grossteil der Schulden wurde wahrend der 1980er und Anfang der 1990er Jahre gemacht: 1979 betrug die Verschuldung noch 62,4 Prozent, 1994 wurde der zwischenzeitliche Hochststand von 124,5 Prozent erreicht.[89] Am Ende des Jahres zweitausendsechzehn waren es 132,6 Prozent, ein neuer Rekord.[90] Die Geldpolitik der EZB hat es Italien ermoglicht, einige seiner hochverzinslichen Staatsanleihen nach Falligkeit durch niedriger verzinsliche neue Staatsanleihen abzulosen. Gleichwohl stieg 2016 die Nettoneuverschuldung um 45,02 Mrd. Euro.[91 ] Offentliche Einnahmen, Steuern, Abgaben Der Anteil der offentlichen Einnahmen am BIP die (Abgabenquote im weiteren Sinn) liegt mit dreiundvierzig Prozent (Stand 2010) deutlich uber dem OECD-Mittel von 33,8 Prozent (Stand 2009); zum Vergleich: Deutschland 36,3 Prozent und Danemark 48,2 Prozent (beide Stand 2010). Die Steuerquote (nicht zu verwechseln mit dem Anteil der offentlichen Lasten am BIP oder der Abgabenquote im engeren Sinne) liegt mit 29,4 Prozent (Stand 2010) im internationalen Vergleich im oberen Drittel; zum Vergleich: Deutschland 22,1 Prozent (Stand 2010). Wichtigste Steuern sind: die IRPEF (Einkommensteuer fur naturliche Personen), die in vier verschiedenen Satzen von dreiundzwanzig Prozent bis dreiundvierzig Prozent reicht; die IRES (Korperschaftssteuer), mit einem Einheitssatz von 27,5 Prozent; die IVA (Umsatzsteuer), die im Regelfall 22 Prozent, ausnahmsweise 10 Prozent oder 4 Prozent betragt; die IRAP (die regionale Wertschopfungssteuer), deren Regelsatz bei 3,9 Prozent liegt und in etwa mit der deutschen Gewerbesteuer vergleichbar ist. Die Abgabenquote (im engeren Sinn) liegt bei 13,6 Prozent des BIP (Stand 2010). EU-Beitragszahlungen Italien war zweitausendacht nach Deutschland und Frankreich der drittgrosste Beitragszahler der Europaischen Union, mit uber fünfzehn Milliarden Euro, was einen Anteil am Gesamtbudget der EU von 13,6 Prozent ausmachte.[95] Rechnet man die erhaltenen Zahlungen dagegen, war Italien nach Deutschland und vor Frankreich mit 4,1 Milliarden der zweitgrosste Nettozahler der Union.[96][97] Im Jahr 2009 war das Land mit 5,06 Milliarden drittgrosster Nettobeitragszahler hinter der Bundesrepublik und Frankreich.[98] 2010 avancierte das Vereinigte Konigreich zum zweitgrossten Beitragszahler, Italien befand sich nunmehr an vierter Stelle mit 4,53 Milliarden.[99][100] Regionen Die italienischen Regionen verfugen uber eine als Statut bezeichnete Landesverfassung. Funf Regionen haben ein Sonderstatut (statuto speciale), das ihnen eine grosse Autonomie gewahrt; diese sind in der folgenden Liste mit einem Stern markiert. Die Provinz Sassari ist mit sieben Komma sechs sieben acht km2 die flachenmassig grosste Provinz. Die Provinzen Bozen (Sudtirol) und Trient (Trentino) nehmen in der Verfassung eine Sonderstellung ein. Sie sind Autonome Provinzen und den italienischen Regionen gleichgestellt. Italien ist ein Industriestaat mit einer vormals stark gelenkten Volkswirtschaft: Der staatliche Konzern IRI (1933-2002) unterhielt zwischenzeitlich 1000 Tochtergesellschaften und zahlte bis zu 500.000 Beschaftigte.[104] Im Laufe der 1990er Jahre wurden die Staatsunternehmen nach und nach privatisiert, auch um die Schulden der offentlichen Hand zu bedienen, die Markte wurden geoffnet und dereguliert. Das Bruttoinlandsprodukt Italiens betrug im Jahr 2016 insgesamt 1.672,44 Mrd. Euro. Dies entspricht rund siebenundzwanzig Komma sechs null drei Euro pro Kopf.[105] Damit war Italien hinter Deutschland, Grossbritannien und Frankreich viertgrosste Volkswirtschaft der EU und (2015) die achtgrosste Volkswirtschaft der Welt. Ferner ist zu bemerken, dass die Schattenwirtschaft in Italien traditionell sehr hoch ist. Die Agentur der Einnahmen schatzt ihren Anteil am BIP auf zwischen 16,2 und 17,5 Prozent (2008), andere Beobachter gehen von bis zu 30 Prozent aus.[106] Tatsache ist, dass bei der Ermittlung des BIP die Schattenwirtschaft auf Basis von Schatzungen mitberucksichtigt wird. Das Wirtschaftswachstum liegt seit uber einem Jahrzehnt unter dem Durchschnitt der EU-Lander. Dies betrifft sowohl die Jahre vor als auch nach der Finanzkrise um das Jahr zweitausendsieben So ging das reale Bruttoinlandsprodukt zwischen zweitausendvier und zweitausendsechzehn in der Summe um knapp drei Prozent zuruck. Speziell erholte sich die Wirtschaftsleistung nach dem krisenbedingten Ruckgang des BIP um 5,5 Prozent im Jahre zweitausendneun in den darauffolgenden Jahren kaum und ging zweitausendzwölf und zweitausenddreizehn erneut merklich zuruck. zweitausendfünfzehn und zweitausendsechzehn wuchs das reale BIP je um knapp eins Prozent gegenuber je etwa zwei Prozent in der EU insgesamt.[107] Wichtigster Handelspartner Italiens ist Deutschland, mit einem Exportanteil von 12,7 Prozent und einem Importanteil von 15,9 Prozent, gefolgt von Frankreich, mit 11,2 Prozent bzw. 8,5 Prozent. Zu den wichtigsten Ausfuhrmarkten fur italienische Produkte gehoren auch Spanien (6,5 Prozent), die USA (6,2 Prozent) und das Vereinigte Konigreich (5,2 Prozent). Die meisten Einfuhren bezieht Italien des Weiteren aus China (6,2 Prozent), den Niederlanden (5,3 Prozent), Libyen (4,6 Prozent) und Russland (4,2 Prozent).[94] Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsfahigkeit eines Landes misst, belegt Italien Platz 43 von 137 Landern (Stand 2017-2018).[108] Im Index fur wirtschaftliche Freiheit belegte das Land 2017 Platz 79 von 180 Landern.[109] Als Hindernis fur mehr Wettbewerbsfahigkeit und wirtschaftliche Freiheit wird vor allem die schwerfallige Burokratie in Italien gesehen. Der Verbrauch an elektrischer Energie lag in Italien im Jahr zweitausendelf bei 334,6 TWh, was einen Anstieg von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellte.[113 ] Mehr als 10 Prozent wird durch Wasserkraft produziert, wobei im Jahr 2011 der Anteil der Energieproduktion durch erneuerbare Energien um 7,8 Prozent gegenuber dem Vorjahr gestiegen ist. Bruttostromerzeugung nach Energietragern in Italien im Jahr zweitausendvierzehn Heute produziert Italien seinen Strom vor allem in thermischen Kraftwerken, wobei 64,4 Prozent davon mit Erdgas, der Rest mit Erdol und weiteren Brennstoffen produziert wird. Das grosste Kraftwerk Alessandro Volta liegt in Montalto di Castro und hat eine Leistung von drei Komma sechs MW. Das Kraftwerk lief zweitausendneun aber nur noch an zweitausend bis dreitausend Stunden (von acht Komma sieben sechs moglichen), weil der produzierte Strom zu teuer ist.[114] Der Photovoltaikanteil ist im Laufe zweitausendelf um zweihundertachtundsechzig Prozent gestiegen und erreichte zweitausendsiebzehn eine Jahresproduktion von 19,7 TWh, wahrend die Windkraftanlagen (vor allem in Apulien und dem restlichen Suden) rund zehn TWh lieferten. Geothermische Energie wird insbesondere in Mittelitalien, zum Beispiel in Larderello, gewonnen und brachte 4,3 TWh. Im Jahre zweitausendelf lieferte Italien unter den Mitgliedstaaten der Europaischen Union mit seiner Wasserkraft einen erheblichen Anteil zur Versorgung aus erneuerbaren Energiequellen: Es wurden 45,2 TWh erzeugt - das entspricht rund fünfzehn Prozent der insgesamt in den EU-Landern erzeugten Energie aus Wasserkraft.[115] Italien ist heute der grosste Stromnettoimporteur der Welt, in der ersten Halfte zweitausendvierzehn wurden etwa fünfzehn Prozent des Bedarfs importiert (22,3 TWh bei einem Gesamtbedarf von 153 TWh); ein Grossteil davon stammt aus franzosischen Atomkraftwerken.[120] Im Jahre zweitausendzwölf wurden netto insgesamt 43,104 Mrd. kWh importiert, davon 24,668 Mrd. aus der Schweiz und 11,37 Mrd. aus Frankreich.[121] Die Strompreise in Italien sind fur Industriekunden mit die hochsten in der EU.[122][123] Die Starke der italienischen Wirtschaft liegt im verarbeitenden Gewerbe, vor allem in kleinen und mittelstandischen familiengefuhrten Unternehmen. Laut zentralem Statistikinstitut ISTAT zahlen 95,2 Prozent zu den Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschaftigten.[127] Das italienische Unternehmen mit dem hochsten Umsatz ist der Ol- und Gaskonzern ENI. Die Automobilindustrie zahlt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen Italiens. Ein Fiat fünfhundert von Fiat Arbeitsmarkt Italien verzeichnete zu Beginn des einundzwanzig Jahrhunderts gegenuber den 1990er Jahren einen starken Ruckgang der Arbeitslosenzahlen. Nach dem Ausbruch der Finanzkrise zweitausendsieben und der darauffolgenden Eurokrise steckt das Land jedoch in der Krise. Laut ISTAT betrug die Arbeitslosenquote im Jahr 2008 noch 6,7 Prozent.[129] In den darauffolgenden Jahren stieg die Arbeitslosenquote Italiens aufgrund der Wirtschaftskrise stetig und deutlich an.[130] Die Arbeitslosenquote betrug im vierten Quartal zweitausendfünfzehn nunmehr 11,9 Prozent. Die Beschaftigtenquote lag im Januar zweitausendsechzehn bei 56,8 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit betrug im Januar zweitausendsechzehn hohe 39,3 Prozent. Im Vergleich zu 2014 stellen diese Zahlen jedoch eine Verbesserung dar.[131] Die OECD hat daruber hinaus festgestellt, dass die Erwerbseinkommen zu den niedrigsten unter den industrialisierten Landern gehorten. Auf nur neunzehn Komma acht sechs eins Dollar belief sich das durchschnittliche Nettoeinkommen der Italiener, die somit auch von Griechen und Spaniern uberholt werden. Der OECD-Schnitt liegt bei 24.660 Dollar. Die Selbstandigenquote ist in Italien umso hoher. Sie liegt bei etwa dreiunddreißig Prozent der Erwerbspersonen (zum Vergleich siebzehn Prozent in Spanien und zehn Prozent in Deutschland).[132] zweitausendelf arbeiteten 3,9 % aller Arbeitskrafte in der Landwirtschaft, 28,3 % in der Industrie und 67,8 % im Dienstleistungssektor. Die Gesamtzahl der Beschaftigten wird fur zweitausendsiebzehn auf 25,94 Millionen geschatzt; davon sind zweiundvierzig % Frauen. Die Erwerbsquote von Frauen gehort zu den niedrigsten in der Europaischen Union.[133] Unterschiedliche Wirtschaftskraft der Regionen Italiens (Bruttoinlandsprodukt nach Kaufkraftparitat in Euro im Jahr 2015) Charakteristisch fur Italien ist die wirtschaftliche Zweiteilung des Landes. Der stark industrialisierte Norden steht dem unterentwickelten Suden gegenuber. Die grossen Wirtschaftszentren Mailand, Turin und Genua bilden das triangolo industriale (industrielles Dreieck). Der gesamte oberitalienische Raum verfugt uber einen gut entwickelten Dienstleistungssektor und gehort zu den wirtschaftlich starksten Gebieten Europas. Vor der Finanzkrise herrschte auch weitestgehend Vollbeschaftigung (Arbeitslosenquote zweitausendacht von 3,9 Prozent), danach ist die Arbeitslosenquote auf 6,2 Prozent gestiegen (2010). Zahlreiche Klein- und Kleinstunternehmen haben es aber schwer, sich am globalisierten Markt gegen die Konkurrenz aus Billiglohnlandern zu behaupten. Andererseits sind Industriebranchen wie die Elektrotechnik und der Maschinenbau wettbewerbsfahig. So ist Italien etwa der viertgrosste Hersteller von Maschinenbauerzeugnissen, noch vor Frankreich und Grossbritannien, mit einem Weltmarktanteil von 7,5 Prozent.[134] Mittelitalien verfugt uber eine Wirtschaft, die auf Unternehmen im Textil-, Schuh- und Mobelsektor und besonders auf Tourismus basiert. Zudem ist Rom Sitz samtlicher Verwaltungen, vieler Grossunternehmen (Eni, Enel, Finmeccanica, Poste Italiane, Telecom Italia, Unicredit) und Organisationen (FAO) und Herz der italienischen Filmindustrie (Cinecitta). Die Arbeitslosigkeit in Mittelitalien lag 2010 im Schnitt bei 8,1 Prozent. Der Suden des Landes, auch Mezzogiorno genannt, stellt eine der strukturschwachsten Regionen Westeuropas dar. Die Folge daraus sind sehr hohe Arbeitslosenquoten (uber 13 Prozent), die fur die Jugend Extreme annimmt - die saisonbereinigte Jugendarbeitslosigkeit uberstieg 2011 in Suditalien die 40-Prozent-Marke.[135] Auch eine erhohte Kriminalitatsrate und nicht zuletzt das organisierte Verbrechen, das besonders in Kampanien, Kalabrien und auf Sizilien die Kontrolle uber viele Wirtschaftszweige ausubt. Des Weiteren hat eine Untersuchung der Entwicklung der Unternehmen, Beschaftigten und der Unternehmensgrossen in den 1970er Jahren in Italien deutlich gemacht, dass sich in den Regionen der westlichen Po-Ebene und entlang der Via Emilia mit ihren traditionell stark vernetzten und verstadterten Strukturen eine spezielle Industriestruktur herausgebildet hat. So werden seit den 1970er Jahren der Nordosten und die Mitte Italiens unter dem Fachterminus Drittes Italien zusammengefasst, der die italienischen Industriedistrikte beschreibt, die sich in diesem Gebiet ballten. Italien war, laut einer Studie der Bank Credit Suisse aus dem Jahre 2017, das Land mit dem siebt-grossten nationalen Gesamtvermogen weltweit. Der Gesamtbesitz der Italiener an Immobilien, Aktien und Bargeld belief sich auf insgesamt zehn Komma acht fünf drei Milliarden US-Dollar. Das Vermogen pro erwachsene Person betragt 223.572 Dollar im Durchschnitt und 124.636 Dollar im Median (Deutschland: 203.946 bzw. 47.091 Dollar). Der Gini-Koeffizient bei der Vermogensverteilung lag zweitausendsechzehn bei 71,9 was auf eine mittlere Vermogensungleichheit hindeutet.[136] Verkehr Strassenverkehr Autobahnnetz in Italien (2009) Die Lange des Strassennetzes betrug im Jahr zweitausendneun einhundertzweiundachtzig Komma eins drei sechs km.[12] Davon waren sechs Komma sechs zwei eins km Autobahnen, die grosstenteils in privater Hand und mautpflichtig sind. Alle anderen Strassen sind Eigentum der offentlichen Hand. Man unterscheidet zwischen Staats-, Regional-, Provinzial- und Kommunalstrassen. Die meist befahrenen Autobahnen sind die A1 von Mailand nach Neapel, die A4 von Turin uber Mailand und Verona nach Venedig, die A14 von Bologna bis Tarent und auch die BrennerautobahnA22, die von Modena bis zur Grenze mit Osterreich fuhrt.

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