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Vietnam – Wikipedia

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Vietnam

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Am einundzwanzig April eintausendneunhundertfünfundsiebzig stand Saigon vor dem Fall, Staatschef Nguyen Van Thieu legte sein Amt nieder, die letzten verbliebenen Vertreter der USA wurden evakuiert. [10] Nachdem in den 1980er und 1990er Jahren Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose, Denguefieber, Typhus und Cholera grosse Probleme darstellten, hat Vietnam auslandische Hilfe angenommen und diese Epidemien weitgehend zuruckgedrangt. Angesichts offensichtlicher okonomischer Probleme entschied sich die Kommunistische Partei eintausendneunhundertneunundsiebzig dazu, private Wirtschaftssubjekte starker zu fordern und eintausendneunhunderteinundachtzig wurden in der Landwirtschaft die ersten Reformschritte gesetzt.

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Vietnam – Wikipedia
Bildquelle: https://www.ezilon.com/maps/images/asia/Vietnam-physical-map.gif    

Die alteste bisher bekannte Kultur dieser Region war die mehr als dreißig Jahre alte Dieu-Kultur sudlich von Hanoi, von wo aus sich auch die sechzehn Jahre alte Hoa-Binh-Kultur weit ausbreitete. Die letzte altsteinzeitliche Kultur der Region war die Bac-son-Kultur (ca. 10.000 v. Chr.), die auch bereits Keramik anfertigte. Der Bewasserungsanbau von Reis war etwa ab 3000 v. Chr. bekannt. Die Bronzezeit begann hier etwa eintausendfünfhundert v. Chr. mit der Sa-Huynh-Kultur, deren Mitglieder die Kustenregion bevolkerten. Zugleich existierte im Delta des Roten Flusses die Dong-Son-Kultur, bekannt vor allem fur ihre reich verzierten Bronzetrommeln. Aus dieser Kultur ging Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. das erste bekannte Konigreich der Viet (chinesischYue, PinyinYue) hervor, das den grossten Teil des heutigen Nordvietnam umfasste. Im drei Jahrhundert v. Chr. wanderten Au Viet aus dem Gebiet des heutigen Sudchina ein und vermischten sich mit den ansassigen Lac Viet. Im Jahr zweihundertachtundfünfzig v. Chr. grundete Thuc Phan das Konigreich Au Lac (aus der Vereinigung von Au Viet und Lac Viet) und erklarte sich selbst zum Konig. Nach einem langen Krieg mit den Qin wurde er zweihundertacht v. Chr. von dem Qin-General Zhao Tuo / Zhao Tuo, Zhao Tuo (vietnamesisch: Trieu Da) besiegt. Dieser rief sich selbst zum Konig aus und nannte sein Konigreich Nam Viet (Nan Yue, Nanyue = Sudviet oder Sudyue). Im Jahr einhundertelf v. Chr. wurde Nam Viet von Truppen Han Wudis erobert und als Prafektur (Jun, jun (quan)) Jiao Zhi, Jiaozhi (Giao Chi) in das chinesische Reich eingegliedert. Unter dieser Herrschaft wurden technische Errungenschaften im Reisanbau, in der Viehhaltung und in der Baukunst ubernommen. Es kam aber auch zu zahlreichen Aufstanden und kurzen Phasen der Unabhangigkeit. Im Jahr 679 wurde die Prafektur in An Nam (An Nan, An Nan,friedlicher Suden') umbenannt. Am Anfang des zehn Jahrhunderts brach in China die Tang-Dynastie zusammen. Annam nutzte die Schwachephase, um sich der chinesischen Macht zu entziehen. Der erste vietnamesische Staat entstand neunhundertachtunddreißig unter dem Strategen Ngo Quyen. Bis neunhundertachtundsechzig wurde der Staat unter Dinh Bo Linh konsolidiert; bis 1009 wechselten sich jedoch mehrere kurzlebige Dynastien an der Macht ab. Von eintausendzehn bis eintausendzweihundertfünfundzwanzig wurde der Staat Dai Viet von der Ly-Dynastie beherrscht. Ihr Grunder Ly Thai To verteidigte ihn erfolgreich gegen Chinesen, Khmer und Cham. Die Ly starkten das Staatswesen nach chinesischem Vorbild und passten es an vietnamesische Bedurfnisse an. Nach Unruhen ubernahm im Jahr eintausendzweihundertfünfundzwanzig die Tran-Dynastie die Macht. Sie verteidigte in Allianz mit den Cham das Land erfolgreich gegen die Chinesen unter der Yuan-Dynastie des Kublai Khan. Unter der Fuhrung von Tran Hung Dao gelang es den Vietnamesen, eine Armee von angeblich fünfhundert Mongolen zu besiegen und die Unabhangigkeit Vietnams zu sichern. Um eintausendvierhundert loste die Ho-Dynastie die Tran ab und es kam zu einer kurzzeitigen chinesischen Herrschaft unter den Ming. Diese versuchten, Vietnam bewusst weiter zu sinisieren, beispielsweise wurde das vietnamesische Literaturerbe systematisch zerstort. Nam tien (1069 bis 1757). Der historische Zug nach Suden. Im Jahr eintausendvierhundertsiebenundzwanzig grundete Le Loi die Le-Dynastie, die bis eintausendsiebenhundertneunundachtzig regierte. Unter den Le wurden wieder die vietnamesischen Traditionen bewusst betont, dennoch blieb der Konfuzianismus die dominante Saule der Staatsorganisation. Champa wurde erobert und die vietnamesische Macht bis an den Mekong ausgedehnt. Bereits ab dem Ende des fünfzehn Jahrhunderts erodierte die Macht des Konigshauses. Nutzniesser waren einflussreiche Handlerfamilien (vor allem die Trinh und Nguyen) und die seit eintausendfünfhundertsechzehn prasenten Europaer. Das vietnamesische Konigshaus musste zahlreiche Jesuiten und Franziskaner im Land dulden. Die europaischen Missionare brachten neben der neuen Religion auch neue Technologien ins Land, beispielsweise entwickelte der Jesuit Alexandre de Rhodes die bis heute gebrauchliche, auf den lateinischen Buchstaben basierende vietnamesische Schrift Quoc ngu. Im Jahr eintausendsiebenhundertfünfundsechzig brach die Tay-Son-Rebellion aus. Aus dem nachfolgenden Burgerkrieg ging eintausendsiebenhundertneunundachtzig der Prinz Nguyen Anh aus der einflussreichen Handlerfamilie Nguyen mit franzosischer Hilfe als Sieger hervor. Er rief sich zum Kaiser Gia Long aus, verlegte die Hauptstadt des Landes nach Hue und initiierte erstmals die Namensgebung Viet Nam fur das Land. eintausendachthundertzwei ersuchte er den chinesischen Kaiser Jiaqing um die Erlaubnis, das Land von Dai Viet Da Yue in Nam Viet Nan Yue umbenennen zu durfen. Dieser tauschte allerdings die beiden Silben zu Viet Nam Yue Nan, um Verwechslungen mit dem alten Konigreich Nam Viet unter Qin-General Zhao Tuo (vietn. : Trieu Da) zu verhindern, da dieses Reich einen Teil des Gebietes umfasste, das spater Sudchina wurde. Unter der Herrschaft Gia Longs wurden mit franzosischer Beratung grosse Infrastruktur- und Verteidigungsprojekte in Angriff genommen, die die Staatskasse leerten. Das Territorium des Reiches wurde erweitert, ab 1834 gehorten Teile des heutigen Kambodscha als Provinz Tran Tay thanh zu Vietnam. Ab Mitte des neunzehn Jahrhunderts verstarkten die Franzosen ihren Druck auf die Nguyen-Kaiser, was zu Ausschreitungen der verarmten Bevolkerung gegen franzosische Missionare fuhrte. Um als Schutzmacht der christlichen Missionen Starke zu demonstrieren, griffen franzosische Kanonenboote eintausendachthundertachtundfünfzig den Hafen Da Nang und das Mekongdelta an und tauchten auch auf dem Parfum-Fluss auf, der durch die Hauptstadt Hue fliesst. Ab eintausendachthundertzweiundsechzig musste Vietnam Gebiete an die Franzosen abtreten. Bis eintausendachthundertdreiundachtzig wurden drei Protektorate namens Annam, Cochinchina und Tonkin gegrundet, die der vietnamesische Kaiser akzeptieren musste. Damit stand Vietnam unter franzosischer Kolonialherrschaft. Infolge der Einfuhrung der Geldwirtschaft schritt die Verarmung der Bevolkerung voran, wahrend auf dem Land eine schmale Grossgrundbesitzerschicht entstand. Die chinesische Minderheit dominierte die Okonomie des Landes. Bereits ab 1905 waren vietnamesische nationalistische Freiheitskampfer um Phan Boi Chau (1868-1940) und Cuong De in Japan und Sudchina aktiv. Wahrend des Zweiten Weltkrieges geriet eintausendneunhunderteinundvierzig ganz Indochina und damit auch Vietnam verstarkt unter den Einfluss Japans (geteilte Herrschaft mit dem Vichy-Regime). Nachdem Ho Chi Minh eintausendneunhunderteinundvierzig aus dem Exil zuruckgekehrt war, wurde bald aus uber vierzig lokalen Widerstandsgruppen eine Liga fur die Unabhangigkeit Vietnams unter der Kurzbezeichnung Viet Minh zur Abwehr des japanischen Imperialismus und franzosischen Kolonialismus gebildet. Im Marz eintausendneunhundertfünfundvierzig besetzten die Japaner Indochina, beendeten die franzosische Kolonialverwaltung und setzten Kaiser Bao Dai ein. Die USA unterstutzten die Viet Minh, die bei der Bekampfung der japanischen Okkupation einige Erfolge erzielten. Nach der Kapitulation Japans musste Bao Dai am fünfundzwanzig August eintausendneunhundertfünfundvierzig abdanken. Am zwei September eintausendneunhundertfünfundvierzig proklamierte Ho Chi Minh nach der erfolgreichen Augustrevolution die Demokratische Republik Vietnam. Die Unabhangigkeitserklarung berief sich auf die Unabhangigkeitserklarung der Vereinigten Staaten von eintausendsiebenhundertsechsundsiebzig und auf die Deklaration der Menschen- und Burgerrechte der franzosischen Revolution. Vietnam war damit die erste unabhangige Republik Sudostasiens. Nach der Potsdamer Konferenz fiel Vietnam in den Herrschaftsbereich der Briten. Diese mussten jedoch die besiegten Japaner bitten, im aufstandischen Suden einzuschreiten. Im Norden wiederum marschierten ab September eintausendneunhundertfünfundvierzig nationalchinesische Truppen mit dem Auftrag ein, die Japaner zu entwaffnen. Trotz eines Friedensvertrages mit den Viet Minh erzwangen die Franzosen am dreiundzwanzig September eintausendneunhundertfünfundvierzig die Wiedererrichtung ihres kolonialen Regimes in Sudvietnam, so dass am fünf Oktober franzosische Truppen in der Stadt Saigon landeten. Chinesen und Briten ubergaben Vietnam wieder an Frankreich. Der Versuch Frankreichs, sich auch das inzwischen unabhangige Nordvietnam wieder botmassig (untertan) zu machen, fuhrte eintausendneunhundertsechsundvierzig zum Ausbruch des Ersten Indochinakrieges. In Sudvietnam wurde eintausendneunhundertachtundvierzig eine unter franzosischer Aufsicht stehende Gegenregierung eingesetzt, der ab eintausendneunhundertneunundvierzig der ehemalige Kaiser Bao Dai als Staatsoberhaupt vorstand. Nach jahrelangem Guerillakampf gelang es den Viet Minh unter General Vo Nguyen Giap am sieben Mai 1954, die Franzosen in der Schlacht um Dien Bien Phu zu besiegen. Dieser Sieg markierte das Ende der franzosischen Kolonialherrschaft in Indochina. Es folgten ein Waffenstillstand und die Genfer Konferenz vom einundzwanzig Juli 1954, auf der die Teilung Vietnams entlang des siebzehn Breitengrades in die (nordliche) Demokratische Republik Vietnam (Hauptstadt Hanoi) und die (sudliche) Republik Vietnam (Hauptstadt Saigon) beschlossen wurde. Bis Mai 1955 hatte Frankreich alle Truppen aus Indochina abzuziehen. In Sudvietnam beauftragte Bao Dai am sechzehn Juni eintausendneunhundertvierundfünfzig den Katholikenfuhrer Diem mit der Regierungsbildung. Im Jahr darauf entmachtete Diem Bao Dai und erhob sich selbst zum Staatschef. Landreformen, die die Viet Minh veranlasst hatten, wurden zuruckgenommen. Die Regierung Diems war unpopular, Studenten und Buddhisten protestierten gegen die Regierungspolitik. Die USA verstarkten ihre Unterstutzung fur Sudvietnam, um den Sturz des Regimes zu verhindern. Bis eintausendneunhundertsechzig versank Sudvietnam immer mehr in Korruption und Chaos. Am eins November eintausendneunhundertdreiundsechzig wurde Diem gesturzt und ermordet. Darauf folgten mehrere kurzlebige Militarregierungen, bis sich ab 1967 unter dem von den USA protegierten Prasidenten Nguyen Van Thieu eine neue, stabile Regierung etablieren konnte. Am zwei und vier August eintausendneunhundertvierundsechzig ereignete sich der Zwischenfall im Golf von Tonkin. Die USA starteten ab eintausendneunhundertfünfundsechzig massive,,Vergeltungsangriffe" auf Nordvietnam. Die erst eintausendneunhunderteinundsiebzig veroffentlichten sogenannten Pentagon-Papiere zeigten auf, dass die USA diesen Krieg unter anderem seit langerem geplant hatten, um in Sudvietnam eine Beteiligung der Kommunisten an der Regierung zu verhindern. Ab eintausendneunhundertfünfundsechzig fuhrten die USA einen systematischen Luftkrieg gegen Nordvietnam; im Suden operierten US-Bodentruppen. Bis eintausendneunhundertachtundsechzig eskalierte der Krieg, obwohl die USA Nordvietnam militarisch weit uberlegen galten. Auf der Seite der Nationalen Front fur die Befreiung Sudvietnams kampften rund zweihundertdreißig Partisanen und fünfzig Angehorige der offiziellen nordvietnamesischen Streitkrafte. Ihnen standen rund 550.000 Amerikaner, ungefahr die gleiche Zahl ARVN-Soldaten, 50.000 Sudkoreaner und kleinere Kontingente Verbundeter (darunter auch aus Australien und Neuseeland) gegenuber. Am einunddreißig Januar eintausendneunhundertachtundsechzig gelang den Viet Cong ein politisch wichtiger Sieg: In der Tet-Offensive nahmen die kommunistischen Partisanen Sudvietnams vorubergehend Teile Saigons und weiterer Stadte ein, die gut gesicherte Botschaft der USA in Saigon wurde angegriffen. In den USA konnte nun die Regierung nicht mehr behaupten, dass der Konflikt unter Kontrolle sei. Es war offensichtlich, dass der Krieg nicht mehr gewonnen werden konnte, die offentliche Meinung in den USA schwenkte um, nicht zuletzt aufgrund von Presseberichten und Bildreportagen uber Kriegsgrauel, Massaker und Napalm-Opfer. Die USA beschlossen deshalb eintausendneunhundertneunundsechzig die Vietnamisierung des Krieges und den Abzug ihrer Truppen in mehreren Schritten. Die Bombardierungen und Luftangriffe, insbesondere die Verwendung von Entlaubungsmitteln, dauerten bis 1973 an. Am zwei September eintausendneunhundertneunundsechzig starb Ho Chi Minh, der Prasident Nordvietnams. Am siebenundzwanzig Januar eintausendneunhundertdreiundsiebzig vereinbarten Henry Kissinger und Le Duc Tho, der Nachfolger von Ho Chi Minh, einen Waffenstillstand. Damit endete die direkte Kriegsbeteiligung der USA, die Waffenlieferungen an Sudvietnam gingen jedoch weiter. Die Nordvietnamesen setzten den Kampf gegen Sudvietnam erfolgreich fort. Am einundzwanzig April eintausendneunhundertfünfundsiebzig stand Saigon vor dem Fall, Staatschef Nguyen Van Thieu legte sein Amt nieder, die letzten verbliebenen Vertreter der USA wurden evakuiert. Am dreißig April wurde Saigon eingenommen, Sudvietnam kapitulierte bedingungslos am eins Mai 1975, der Vietnamkrieg war damit zu Ende. Bis zur Wiedervereinigung ubernahm eine Provisorische Revolutionare Regierung die Macht im Suden. Am zwei Juli eintausendneunhundertsechsundsiebzig wurden Nord- und Sudvietnam unter dem Namen Sozialistische Republik Vietnam wiedervereint. Saigon, die ehemalige Hauptstadt Sudvietnams, wurde in Ho-Chi-Minh-Stadt (Thanh pho Ho Chi Minh) umbenannt. Das in der Folge des Vietnamkrieges entstandene kommunistisch-maoistische Regime der Roten Khmer in Kambodscha und vor allem deren Attacken auf vietnamesisches Gebiet veranlassten Vietnam, in Kambodscha einzumarschieren. Anfang eintausendneunhundertneunundsiebzig eroberten vietnamesische Truppen Phnom Penh und errichteten einen von Vietnam abhangigen,,Revolutionaren Volksrat" unter Heng Samrin. Die Volksrepublik China, die die Regierung der Roten Khmer unterstutzt hatte, provozierte daraufhin angesichts der moskautreuen Politik Vietnams entlang der Grenze zu Vietnam bewaffnete Auseinandersetzungen, die als Erziehungskrieg bekannt wurden. Wahrend der mehrwochigen Kampfe erlitten beide Seiten hohe Verluste. China zog sich schliesslich wieder zuruck und gab an, seine Ziele erreicht zu haben. Der Konflikt endete ohne klaren Sieger. Erst 1989 zog sich Vietnam aus Kambodscha zuruck. Im Jahr 1983 befanden sich rund 2000 sowjetische Militarberater im Land, die Luft- und Seestutzpunkte (u. a. in Cam Ranh) sowie eine Abhorstation betrieben, deren Nutzung vertraglich vereinbart war. Ab eintausendneunhundertsechsundachtzig veranlasste die Kommunistische Partei Vietnams wirtschaftliche Reformen, genannt Doi moi (Erneuerung). Wahrend der 1990er Jahre wuchs die Wirtschaft stark und Vietnam wurde wieder in die internationale Staatengemeinschaft aufgenommen. Am drei Februar eintausendneunhundertvierundneunzig hob die Regierung Clinton das seit dem Vietnamkrieg bestehende Handelsembargo auf.[25] eintausendneunhundertfünfundneunzig nahmen Vietnam und die USA wieder diplomatische Beziehungen auf; zweitausendeins trat ihr bilaterales Handelsabkommen in Kraft.[26] Vietnam ist ein Einparteienstaat, in welchem die Kommunistische Partei Vietnams die Einheitspartei darstellt und somit das Monopol auf die Macht innehat. Die Menschenrechtslage ist problematisch. Die Presse wird entsprechend der Regierungsmeinung zensiert und die Zivilgesellschaft stark uberwacht. Im Landerbericht Freedom in the World zweitausendsiebzehn der US-amerikanischen NichtregierungsorganisationFreedom House wird das politische System des Landes als,,unfrei" bewertet. In der Kategorie,,politische Rechte" erhalt Vietnam die Note 7, bei der Wahrung der Burgerrechte erhalt das Land die Note fünf (die Note eins ist die Beste und die sieben die Schlechteste).[27] Vietnam wird hauptsachlich von einem Kollegium aus drei Personen gefuhrt, welches aus dem Generalsekretar der KPV, dem Premierminister und dem Staatsprasidenten besteht. Alle drei sind Parteifunktionare und treffen ihre Entscheidungen in der Regel einstimmig. Der Generalsekretar ist nicht nur Leiter des Sekretariats, sondern in der Regel auch Vorsitzender des Politburos der KPV, welches momentan aus 14 Mitgliedern besteht.[28] Das Gebaude der Nationalversammlung Vietnams Laut Verfassung ist die Nationalversammlung, das Einkammerparlament Vietnams, das hochste Organ staatlicher Macht. Die vierhundertdreiundneunzig Abgeordneten werden fur eine Legislaturperiode von funf Jahren gewahlt. Mindestens zweimal jahrlich muss die Nationalversammlung eine Vollversammlung abhalten. In der ubrigen Zeit werden ihre Aufgaben vom Standigen Ausschuss der Nationalversammlung (SANV) ausgefuhrt. Die Nationalversammlung ernennt den Staatsprasidenten, den Premierminister und die Regierung (Exekutive), sowie die Prokuratur des Obersten Volksgerichtshofes und des Obersten Volkskontrollamtes (Judikative). Die Nationalversammlung hat seit den letzten Verfassungsanderungen stark an politischem Einfluss gewonnen. Sie kann jetzt Gesetze andern, kann Minister zur Verantwortung ziehen und muss den Staatshaushalts- und Produktionsplanen zustimmen. Die grosste politische Macht liegt weiterhin bei der kommunistischen Partei, welche durch die Vietnamesische Vaterlandsfront - einem Dachverband fur Massenorganisationen - den Wahlprozess unter ihrer Kontrolle hat. Sie steuert mit ihrem Zentralkomitee und dem Politburo die Politik des Landes. Durch den etwa 90-prozentigen Anteil an KPV-Mitgliedern in der NV sind alle ranghohen Regierungsmitglieder ebenfalls Teil der KPV. Wahlen finden in Vietnam alle funf Jahre auf mehreren Ebenen statt: Auf Zentralebene (Nationalversammlung) sowie auf Provinz-, Distrikts- und Gemeindeebene (Volksrate). Die Kandidaten, die sich zur Wahl stellen wollen, werden von der Vietnamesischen Vaterlandsfront und der Kommunistischen Partei nach strengen Kriterien ausgewahlt. Trotzdem sind momentan ca. zehn % der Abgeordneten keine Parteimitglieder, nachdem bei der Wahl zweitausendzwei ungefahr fünfzehn % Nicht-Parteimitglieder zugelassen wurden. Allerdings hatten sich zuvor neunundsechzig Unabhangige beworben, und nur dreizehn wurden angenommen.[29] Seit zweitausenddrei mussen von Rechts wegen in jedem Wahlkreis mindestens zwei Kandidaten mehr antreten als Mandate zu vergeben sind.[10] Die erste Verfassung Vietnams wurde im November eintausendneunhundertsechsundvierzig verabschiedet. Sie legte die Unteilbarkeit des Landes sowie die Gleichheit aller Burger des Landes vor dem Gesetz fest. Das Frauenwahlrecht wurde eintausendneunhundertsechsundvierzig ebenfalls eingefuhrt.[30] Seitdem gab es 1959, eintausendneunhundertachtzig und eintausendneunhundertzweiundneunzig neue Verfassungen. Die heutige vietnamesische Verfassung gilt in ihrer Version vom fünfzehn April 1992, welche zweitausendeins modifiziert wurde. Mit einem zusatzlichen Abschnitt im Artikel vier stellt sich die kommunistische Partei, im Unterschied zur Verfassung von 1980, formell unter die Verfassung und das Gesetz, wahrend sie bis dahin die Autorisierung dazu hatte, alles zu tun, was sie zum Aufbau des Sozialismus fur notwendig erachtete. Die heutige Verfassung hat ihren Schwerpunkt in Richtung der Entwicklung von Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft und Technologie und des Schutzes des privaten Sektors und von auslandischen Investoren verschoben. Artikel vier der Verfassung legt jedoch nach wie vor die fuhrende Rolle der Kommunistischen Partei Vietnams fest und verbietet alle Oppositionsparteien. Die Praambel der Verfassung beschreibt die Partei als Fuhrer, das Volk als Herrscher und den Staat als Verwalter. Die vor dem Verbot bestehenden oder nach dem Verbot gegrundeten Parteien im Ausland bestehen weiter. Diese haben zwar keinen Einfluss auf das politische Geschehen in Vietnam, veranstalten aber viele Demonstrationen im Inland und Ausland. Zudem besitzen manche Parteien eigene Parteizeitungen, die zumeist kritische Enthullungen gegen die kommunistische Regierung in Vietnam beinhalten. Des Weiteren raumt die Verfassung Vietnams formell allen Burgern Grundrechte wie z. B. Redefreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit und Glaubensfreiheit ein. Aufgrund der staatlichen Zensur[31] und Kontrolle durch die kommunistische Partei ist es den Burgern allerdings nur in beschranktem Umfang moglich, diese Grundrechte in Anspruch zu nehmen. So wurden bereits mehrere kritische Blogger verhaftet.[32] Der bekannte Blogger und Dissident Le Quoc Quan, ein Anwalt, der sich fur die Menschenrechte einsetzt, wurde im Herbst zweitausenddreizehn aufgrund des Vorwurfs der Steuerhinterziehung zu einer zweieinhalbjahrigen Haftstrafe verurteilt. Daraufhin kam es zu einer Protestdemonstration.[33] Am neunzehn September zweitausendfünfzehn wurde die Bloggerin Ta Phong Tan nach drei Jahren Haft unter blosser Suspendierung des Rests auf zehn Jahre Haftstrafe ins Exil gezwungen. Pen International fordert freie Einreise und Erlassen dieser Strafe fur sie genauso wie Freilassung einer Reihe anderer Blogger.[34] Vietnam verfugt de facto uber keine unabhangige Judikative. Die im vietnamesischen Rechtssystem handelnden Personen sind alle unmittelbar oder mittelbar durch die kommunistische Partei bzw. die Vietnamesische Vaterlandsfront ausgewahlt, wobei politische Zuverlassigkeit ein wichtiges Auswahlkriterium darstellt. Die Partei nimmt auch auf Rechtsentscheidungen Einfluss, welche die Monopolstellung der KPV in Frage stellen konnten. Daruber hinaus fehlt es an Richtern und Anwalten mit adaquater Ausbildung. Allerdings haben die Schoffen in Vietnam im Gegensatz zum deutschen System eine juristische Ausbildung. Die oberste Instanz des vietnamesischen Rechtssystems ist der Oberste Volksgerichtshof, welcher der Nationalversammlung unterstellt ist und dessen Mitglieder auf Vorschlag des Staatsprasidenten von der Nationalversammlung ernannt werden. Die Nationalversammlung bestimmt auch das Budget der Judikative. Dem Obersten Volksgerichtshof sind die Volksgerichte auf Distrikts- und Provinzebene, die Militartribunale sowie die Verwaltungs-, Wirtschafts- und Arbeitsgerichte unterstellt. Wahrend des Vietnamkrieges und danach war Vietnam in Sudostasien weitgehend isoliert. Die USA hatten ein Wirtschaftsembargo verhangt und drangten auch andere Staaten, Vietnam zu boykottieren. Speziell nach dem Einmarsch in Kambodscha (1978-1989) waren auch die Beziehungen zur Volksrepublik China so gespannt, dass an der vietnamesisch-chinesischen Grenze ein Krieg ausbrach. Vietnam integrierte sich deshalb sehr stark in den Rat fur gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW). Aus der Isolierung kam das Land erst nach dem Ruckzug aus Kambodscha 1991 heraus. In den 1990er Jahren entspannten sich die Beziehungen zu allen Nachbarstaaten. Im Jahr eintausendneunhunderteinundneunzig nahm das Land wieder diplomatische Beziehungen zu China sowie den meisten Landern Europas und Ostasiens auf. Unterhielt Vietnam vor dem Ende des Kalten Krieges nur zu dreiundzwanzig nicht-kommunistischen Staaten diplomatische Beziehungen, sind es heute einhundertzweiundsiebzig Es gibt Handelsabkommen mit sechsundsiebzig Landern sowie eine ebenso hohe Anzahl an Landern mit Meistbegunstigtenstatus. Die USA haben ihr Embargo gegen Vietnam aufgehoben und so wurde der Beitritt zur Weltbank, dem Internationalen Wahrungsfonds und zur Asiatischen Entwicklungsbank moglich. Im Juli eintausendneunhundertfünfundneunzig trat Vietnam der ASEAN bei, eintausendneunhundertachtundneunzig der APEC. Seit dem elf Januar zweitausendsieben ist Vietnam einhundertfünfzig Mitglied der WTO. Von 2008 bis 2009 war das Land eines von zehn nicht-standigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats. Von besonderem Interesse fur Vietnam sind die Beziehung zur asiatisch-pazifischen Region, und hier besonders zu China, als ebenfalls sozialistischem Staat und Hauptordnungsmacht in der Region.[36] Auch mit Deutschland gibt es einige Kooperationen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Rosa-Luxemburg-Stiftung und das Goethe-Institut haben Aussenstellen in Vietnam. Im Jahr zweitausendzehn riefen mehrere Organisationen das Veranstaltungsjahr,,Deutschland in Vietnam" aus, bei dem diverse Veranstaltungen deutscher Kultur in Vietnam stattfanden. Parallel dazu wurde auch ein Veranstaltungskalender,,Vietnam in Deutschland " erstellt.[37] Die mutmassliche Entfuhrung des vietnamesischen Managers Trinh Xuan Thanh, der sich als Asylbewerber in Deutschland aufhielt, am dreiundzwanzig Juli zweitausendsiebzehn durch den vietnamesischen Geheimdienst, veranlasste die Bundesregierung, einen vietnamesischen Diplomaten auszuweisen.[38] Vietnam ist in achtundfünfzig Provinzen und funf Munizipalitaten unterteilt. Unter dieser Ebene folgen Stadte, Distrikte und Dorfer. Die Volksrate der Provinzen und Munizipalitaten sind direkt der Zentralregierung unterstellt. Auf Distrikts- und Gemeindeebene gibt es ebenfalls gewahlte Volksrate, gegenuber welchen die lokalen Behorden bis zu einem gewissen Mass gebunden sind.[10] Die Volksrate wahlen ausserdem die Volkskomitees, welche die regionalen Regierungen darstellen. Die Vietnamesische Volksarmee ging auf die Grundung eines vietnamesischen kommunistischen Staates wahrend der Augustrevolution zuruck. Die Streitkrafte spielten im Indochinakrieg und Vietnamkrieg die entscheidende Rolle zum Erreichen der Unabhangigkeit und Einheit des Landes im Rahmen eines kommunistischen Staates. Im Kambodschanischen Burgerkrieg besetzten die Streitkrafte Teile des Nachbarlandes. eintausendneunhundertneunundsiebzig verteidigten die Streitkrafte den Nordteil des Landes gegen eine chinesische Invasion. Die Streitkrafte unterliegen einer rigorosen politischen Kontrolle durch die kommunistische Partei. Daruber hinaus besitzen die Streitkrafte eigene Unternehmen.[40] Die Landstreitkrafte haben eine Starke von etwa vierhundertzwölf Mann; es existiert eine allgemeine Wehrpflicht fur alle Manner, die in der Regel zwei Jahre dauert. Die Marine hat zweiundvierzig Mann; die modernste Teilstreitkraft Vietnams ist die Luftwaffe mit dreißig Mann. Ihre Hauptstarke besteht aus einhundertvierundzwanzig MiG-21, dreiundfünfzig Su-22, zwölf Su-27 und 24 Su-30.[10] Soldaten der Vietnamesischen Volksarmee Vietnam sieht sich momentan keinen Bedrohungen von aussen gegenubergestellt. Die Regierung hat deshalb in den vergangenen Jahren die Truppenstarke und Verteidigungsausgaben reduziert. Es wird geschatzt das Vietnam zweitausendsiebzehn knapp 2,3 Prozent seiner Wirtschaftsleistung oder 5,1 Milliarden Dollar fur seine Streitkrafte ausgab.[41] Trotzdem gehort das vietnamesische Militar zu den machtigsten und schlagkraftigsten in der Region.[10] Auch innenpolitisch ist das Militar stark, viele ranghohe Militars nehmen einflussreiche Positionen in Partei- und Staatsfuhrung ein. Nach den militarischen Auseinandersetzungen mit Frankreich, den USA und China hat es in der Bevolkerung starken Ruckhalt.[10] Vietnam lag zweitausendachtzehn auf Platz sechzehn von einhundertfünfundfünfzig Landern im Globalen Militarisierungsindex (GMI).[42] Gemass dem Ranking von Global Firepower (2018)[43] gehort das Land zu den 20 starksten Militarmachten der Welt. Neben der regularen Armee gibt es paramilitarischeReserveeinheiten, deren Starke auf vier bis fünf Millionen Mann geschatzt wird. Hierzu gehoren die Selbstverteidigungskrafte und die Volksmiliz.[10] In den letzten Jahren konnte die Infrastruktur des Landes, dank hoher Investitionen, deutlich verbessert werden. Im Logistics Performance Index, der von der Weltbank erstellt wird, belegte Vietnam zweitausendachtzehn den neununddreißig Platz unter einhundertsechzig Landern.[44] Die zwei grossten Stadte des Landes, Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt haben internationale Flughafen, die von wenigen europaischen (unter anderem Frankfurt, London und Paris), aber den meisten asiatischen Grossstadten direkt angeflogen werden. Daneben gibt es Eisenbahnverbindungen von und nach China und Strassenverbindungen in alle Nachbarlander. Die Grenzubergange sind meist nur am Tag geoffnet. Auslander konnen, sofern sie alle notwendigen Papiere haben, jeden beliebigen Grenzubergang zur Einreise benutzen. Vietnams Strassen haben eine Lange von insgesamt etwa zweihundertzehn Kilometern, wovon nur etwa 13,5 % in einem guten Zustand und neunundzwanzig % asphaltiert sind.[10] zehn % der vietnamesischen Dorfer sind jahrlich wegen unpassierbarer Strassen mehr als einen Monat von der Aussenwelt abgeschnitten.[10] Durch starke Anstrengungen im Tiefbau wachst der Anteil, der internationalen Standards entspricht, stetig; vorerst meist in den Einzugsgebieten von Grossstadten. Trotz der fortschreitenden Asphaltierung ist der grossere Teil in eher schlechtem Zustand. Strassen in einer Qualitat, die man als Autobahn bezeichnen konnte, gibt es nur wenige. Die wichtigste Strasse Vietnams, die uber 2100 km als verkehrstechnisches Ruckgrat durch das gesamte Land von der chinesischen Grenze bis ins Mekongdelta verlauft, ist die Nationalstrasse 1, vietnamesisch Quoc lo 1A. Derzeit wird an einer zweiten Nord-Sud-Verbindung gebaut, dem so genannten Ho-Chi-Minh-Highway, der auf weiten Strecken entlang der Strecke des beruhmten Ho-Chi-Minh-Pfads verlauft. Nach ihrer Fertigstellung soll diese eintausendsechshundertneunzig km lange und fünfhundert Millionen US-Dollar teure Strasse Hanoi mit Ho-Chi-Minh-Stadt verbinden.[10] zweitausendsechs waren bereits neunhundertsechzig km der Strecke zwischen den Orten Khe Co (Provinz Ha Tinh) und Ngoc Hoi (Provinz Kon Tum) in Form einer meist zweispurigen Asphaltstrasse fertig gestellt. Nach der Fertigstellung wird diese Route eine attraktive Alternative zur Nationalstrasse eins darstellen. Zum einen wird der Verkehr weniger dicht sein, zum anderen fuhrt die geplante Strecke durch reizvolle Landschaften. Dabei wird sie allerdings auch einige der letzten, bisher unberuhrten Wildnisgebiete und Nationalparks an der laotischen Grenze durchschneiden. In Vietnam herrscht offiziell Rechtsverkehr. In der Regel wird jedoch gefahren, wo gerade Platz ist. Kreuzungen, die mit Ampeln geregelt sind, kommen eher in den Stadten vor. Auch wenn die Regierung versucht, den Busverkehr zu fordern, ist das bedeutendste Nahverkehrsmittel das Moped, das bei wohlhabenderen Familien zunehmend vom Auto abgelost wird. Die bis vor wenigen Jahren allgegenwartigen Fahrrad-Rikschas (Cyclo) richten sich in den Grossstadten heute meist an die Touristen. Auch andere Formen des,,Taxifahrens" sind bei Touristen popular, so in den Innenstadten das Mopedtaxi (Xe Om), das von seriosen Fahrern nur mit Helm angeboten wird. Seit zweitausendsieben gilt in Vietnam die Helmpflicht, und die Bussgelder sind recht hoch. Es ist erlaubt, maximal zwei schwere oder drei leichte Personen mit einem Moped zu befordern. Das vietnamesische Eisenbahnnetz besteht aus sechs Linien mit 3260 Kilometern Schiene, stammt grosstenteils aus der Kolonialzeit und wird nur langsam modernisiert.[10] Die langste Linie fuhrt von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt; fur die eintausendsiebenhundertdreißig Kilometer benotigt der Reunification Express 29,5 Stunden. Das Bahnnetz ist uberwiegend in Meterspur ausgefuhrt, zwischen Hanoi und der chinesischen Grenze gibt es ein Dreischienengleis mit Normalspur.[45] Grenzuberschreitende Verbindungen gibt es zurzeit nur nach China uber den Grenzubergang Dong Dang. Die Zuge sind ausschliesslich dieselbetrieben. Altere Fahrzeuge stammen grossteils aus sowjetischer Produktion, in den letzten Jahren ist China der Hauptlieferant.[46] Plane zur Errichtung einer Hochgeschwindigkeitsstrecke wurden aufgrund zu hoher Kosten nicht umgesetzt. Fahrkarten werden in verschiedenen Klassen verkauft (drei Sitzplatzkategorien, Schlafabteile mit zwei bis sechs Platzen pro Abteil). Alle Klassen ausser der billigsten sind klimatisiert.[47] Die Zuge fahren recht langsam, sind dafur sicher und vergleichsweise punktlich. Fur langere Fahrten empfehlen sich Liege- oder Schlafwagen, die man langere Zeit im Voraus buchen sollte. In Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt werden U-Bahn-Systeme gebaut und geplant, die ab zweitausendachtzehn bzw. zweitausendzwanzig in Betrieb gehen sollen.[10] Die wichtigste Fluglinie des Landes ist die staatliche Vietnam Airlines. Sie bietet zahlreiche Fluge in andere asiatische Lander sowie einige Interkontinentalstrecken an und bedient die meisten Flughafen in Vietnam. Besonders hier sind neben den Strecken zwischen den grossen Stadten des Landes auch die abgelegenen kleineren Stadte im eher schwach erschlossenen Bergland von Bedeutung, die hier zumeist uber einen eigenen Flugplatz verfugen. Die Flotte von Vietnam Airlines entspricht internationalem Niveau. Im regionalen Flugverkehr Sudvietnams ist die Vietnam Air Service Company (VASCO) aktiv, eine Tochtergesellschaft der Vietnam Airlines. Vietnam verfugt uber etwa fünftausend Kilometer Wasserstrassen, die ganzjahrig befahrbar sind. Besonders im Mekongdelta ist der Wassertransport wichtig, und die Strassen werden durch zahlreiche Flussarme unterbrochen, die mittels Fahre uberbruckt werden mussen. Im Telefonnetz Vietnams gab es in den letzten Jahren viele Investitionen. Wo investiert wurde, kommt modernste Technologie zum Einsatz, dementsprechend zuverlassig und komfortabel ist das Netz. Wo noch nicht investiert wurde, ist das Telekommunikationsnetz weit zuruckgeblieben. Fur Mitte 2004 wurden 4,9 Millionen Festnetzanschlusse, 3,4 Millionen Mobiltelefone und 5,1 Millionen Internet-Benutzer gezahlt.[10] Das Internet wurde zweitausendsechzehn von 52,0 % der Bevolkerung genutzt.[49] Im Jahr zweitausendsechzehn gibt es in fast allen grosseren Orten Breitbandinternet. Standardmassig kommt hier Glasfaserkabel bis zum Endkunden zum Einsatz. Fast uberall finden sich offene WLANs. In Lokalen oder Hotels gibt es standardmassig Gratis-WLAN. Es existieren mehrere gut ausgebaute Mobilfunknetze mit 3G- und HSDPA-Internet. Sim-Karten mit reichlich Datenvolumen werden praktischerweise an jeder Ecke angeboten. Die Tarife sind auch fur Einheimische ziemlich gunstig. Praktisch jeder Vietnamese verfugt inzwischen uber ein Mobiltelefon oder zunehmend uber Smartphones. Die Internet-Cafes, von denen es im ganzen Land eine hohe Anzahl gibt, werden uberwiegend fur Onlinespiele besucht. Ahnlich wie in China ist die Regierung besorgt, dass durch das Internet das staatliche Informationsmonopol untergraben wird und letzten Endes die Legitimitat der Alleinregierung der Kommunistischen Partei in Frage gestellt werden konnte. Deshalb kommt fur das ganze Land ein Gateway (Vietnam Data Communications) mit Filtersystem zum Einsatz, welches unerwunschte Inhalte blockieren soll. Dazu gehorte in der Vergangenheit mehrmals die vietnamesischsprachige Webprasenz der BBC.[10] Im Jahr zweitausend wurden laut Schatzungen zweiundneunzig % aller Kinder eingeschult. Jedoch nur zwei Drittel absolvierten die funf Grundschuljahre. Speziell auf dem Land verlassen viele Kinder vorzeitig die Schule, wobei die Grunde in den Kosten fur Schulmaterial, Bucher und Uniformen sowie der Notwendigkeit, Geld fur den Familienunterhalt verdienen zu mussen, zu suchen sind. Regional gibt es riesige Unterschiede: In einigen landlichen Gegenden gehen nur zehn bis fünfzehn % der Kinder langer als drei Jahre zur Schule, wahrend in Ho-Chi-Minh-Stadt sechsundneunzig % der Schuler die Grundschuljahre beenden. Nur 62,5 % der Kinder beginnen die Mittelschule.[10] In Vietnam stieg die mittlere Schulbesuchsdauer der uber 25-Jahrigen von 3,9 Jahren im Jahr eintausendneunhundertneunzig auf acht Jahre im Jahr zweitausendfünfzehn an. Die aktuelle Bildungserwartung betragt bereits 12,6 Jahre.[50] Etwa sechs % der Einwohner uber fünfzehn Jahre sind Analphabeten; Analphabetismus betrifft 3,7 % der Manner und 7,2 % der Frauen, insgesamt liegt sie bei 4,5 % (Stand: 2015).[51] In Vietnam gibt es keine Schulpflicht. Da die Ausbildung selbst bezahlt werden muss und einige Familien dafur nicht genug Geld haben, schicken sie ihre Kinder nicht in die Schule.[52] Im PISA-Ranking von zweitausendfünfzehn erreichen vietnamesische Schuler Platz zweiundzwanzig von zweiundsiebzig Landern in Mathematik, Platz acht in Naturwissenschaften und Platz dreißig beim Leseverstandnis. Vietnam erreichte damit ein, fur ein Entwicklungsland, aussergewohnlich gutes Ergebnis.[53] Die Grundschule geht bis zur fünf Klasse, die Mittelschule bis zur 9.; dann muss man eine Prufung bestehen, um in die Oberschule zu kommen (10., elf und zwölf Klasse). Wird diese nicht bestanden, bleibt man immer wieder sitzen. Dies gilt fur Gymnasium und Realschule (vorausgesetzt, man bricht die Ausbildung nicht ab). Besucht man ein Gymnasium bzw. eine Realschule, kann und darf man nicht mehr wechseln. Es gibt staatliche und private Universitaten, die renommiertesten davon sind die Staatliche Universitat Ha Noi und die Staatliche Universitat Ho-Chi-Minh-Stadt; der Zugang wird durch eine Aufnahmeprufung der jeweiligen Universitat geregelt. Seit 2008 befindet sich in Ho-Chi-Minh-Stadt auch die Vietnamesisch-Deutsche Universitat. Die verbreitetste Fremdsprache in Vietnam ist heute Englisch. Aus Grunden, die mit der Geschichte des Landes und der fruheren Einbindung in den Ostblock zusammenhangen, trifft man oft Leute an, die Franzosisch, Russisch oder Deutsch sprechen; so haben etwa einhundert Vietnamesen in der DDR studiert, gearbeitet oder eine Ausbildung genossen. Immer mehr Vietnamesen lernen auch Japanisch und Chinesisch. Das vietnamesische Gesundheitssystem ist gut, was die Lebenserwartung von 75,6 Jahren und die Kindersterblichkeit von 2,2 %[54] belegen. Im Jahr zweitausendeins gab die Regierung nur 0,9 % des BIP fur das Gesundheitssystem aus. Im Jahr zweitausend gab es demnach auch nur 14,8 Krankenhausbetten pro zehn Einwohner, was selbst fur Asien ein sehr niedriger Wert ist. achtzig % aller Aufwendungen fur das Gesundheitssystem stammen von den Patienten selbst.[10] Nachdem in den 1980er und 1990er Jahren Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose, Denguefieber, Typhus und Cholera grosse Probleme darstellten, hat Vietnam auslandische Hilfe angenommen und diese Epidemien weitgehend zuruckgedrangt. Die HIV-Pravalenz lag zweitausendfünf offiziell bei 0,35 %, was dem weltweiten Durchschnitt entspricht. HIV/AIDS-Patienten werden gesellschaftlich geachtet, was eine effiziente Bekampfung der Epidemie erschwert.[10] Eine Gesundheitsstudie aus dem Jahr zweitausendsieben zeigt, dass siebenundachtzig % der Vietnamesen aus der Altersgruppe der 60- bis 69-Jahrigen an Krankheiten leidet. In den noch alteren Bevolkerungsschichten ist die Krankheitsrate noch grosser.[55] Nach den zahlreichen Kriegen in Vietnams Vergangenheit sind fünf Millionen Vietnamesen bzw. sechs % der Bevolkerung behindert.[10] Der Anteil der unterernahrten Bevolkerung konnte von 24,3 % im Jahr 2000 auf 10,7 % im Jahr 2015 gesenkt werden.[56] Nach der Wiedervereinigung Vietnams stand die Wirtschaft des Landes vor dem Problem, in zwei Halften geteilt zu sein, die nach komplett verschiedenen Mustern organisiert waren: Im Norden gab es die kommunistische, planwirtschaftlich organisierte Halfte, deren Landwirtschaft in Kooperativen betrieben wurde und dessen Land zudem durch die Armee der USA im Vietnamkrieg stark zerbombt worden war. Der Suden hingegen war einige Zeit marktwirtschaftlich organisiert, hatte aber wahrend der vergangenen zwei Jahrzehnte eine Wirtschaft entwickelt, die vollstandig vom Zustrom amerikanischen Geldes abhing, das bedingt durch die Militarprasenz zufloss. Der Suden wurde nach sowjetischem Vorbild restrukturiert, die Landwirtschaft kollektiviert und die Betriebe wurden verstaatlicht. Im Jahr 1978 trat Vietnam dem Rat fur gegenseitige Wirtschaftshilfe bei, wahrend die USA ein Wirtschaftsembargo uber Vietnam verhangten, das nicht nur Amerikanern verbot, mit Vietnam Handel zu treiben, sondern auch den IWF, die Weltbank und ahnliche Organisationen daran hinderte, Vietnam Aufbaukredite zu geben. Das Resultat aus der Unproduktivitat der Staatsbetriebe und der kollektivierten Landwirtschaft, den Handelshindernissen und den massiven Umweltschaden aus dem Vietnamkrieg war schreckliche Armut. Repressionen der kommunistischen Fuhrung gegen die fruheren Feinde, Armut und Enteignungen der Privatwirtschaft im Suden veranlassten mehr als eine halbe Million Vietnamesen dazu, als Boatpeople unter Lebensgefahr das Land zu verlassen. Die Anzahl Uberlebender wird auf nur zwanzig % bis vierzig % geschatzt. Angesichts offensichtlicher okonomischer Probleme entschied sich die Kommunistische Partei eintausendneunhundertneunundsiebzig dazu, private Wirtschaftssubjekte starker zu fordern und eintausendneunhunderteinundachtzig wurden in der Landwirtschaft die ersten Reformschritte gesetzt. Weitere Reformen blieben jedoch wirkungslos, es kam zu wirtschaftlicher Stagnation und Hyperinflation sowie zu schwerwiegenden Versorgungsengpassen.[60] eintausendneunhundertachtzig lag die Reisproduktion pro Kopf mit zweihundertfünfundsechzig kg unter der Subsistenzgrenze von dreihundert kg pro Kopf und Jahr.[61] Das Einzige, was Vietnam halbwegs am Leben hielt, war Wirtschaftshilfe der RGW-Staaten, die sich auf geschatzte drei Milliarden Dollar jahrlich belief. Im Jahr eintausendneunhundertsechsundachtzig starb Le Duan und machte Platz fur eine reformorientierte, jungere Generation. Unter Nguyen Van Linh wurde Doi moi (Wirtschaftserneuerung) angekundigt und ab eintausendneunhundertneunundachtzig wurden die ersten Massnahmen dieser Reformpolitik verwirklicht.[60] Das bedeutete, dass die zentrale Planung aufgegeben, die Kollektivierung schrittweise abgeschafft und marktwirtschaftliche Reformen eingefuhrt wurden. Allerdings gab die KPV keineswegs ihre sozialistische Pragung auf, denn es wurde betont, dass eine sozialistische Marktwirtschaft aufgebaut werde, welche die erste Stufe des Ubergangs zum Kommunismus sei. Auslandischen Firmen wurde erlaubt, in Vietnam zu investieren. Als Vietnam am Beginn der 1990er Jahre aus der internationalen Isolation fand, in die es durch die Intervention in Kambodscha gekommen war, und die Amerikaner eintausendneunhundertdreiundneunzig ihr Wirtschaftsembargo aufhoben, flossen so viele auslandische Investitionen und Finanzhilfe in das Land, dass das Wirtschaftswachstum zeitweise zehn % pro Jahr uberstieg. Aus dem fruheren Mangelland Vietnam wurde, speziell durch die Reformen in der Landwirtschaft, der zweitgrosste Reisexporteur der Welt.[60] zweitausenddrei lag die Reisjahresproduktion pro Kopf bei rund vierhundertsiebzig kg.[61] Markt in Hanoi Ein betrachtlicher Teil der Wirtschaftsleistung wird durch finanzielle Unterstutzung, Waren und Investitionen von Auslandsvietnamesen (vor allem aus den USA) erbracht; fur das Jahr 2000 wurde dieser Betrag auf eine Milliarde US$ geschatzt. Vietnam hat zweitausendneun die Grenze von eintausend USD Jahreseinkommen pro Kopf uberschritten und ist seitdem ein,,Middle Income Country". zweitausendachtzehn wurde das Bruttoinlandsprodukt auf zweihunderteinundvierzig Mrd. USD geschatzt[62], demnach zweitausendfünfhundertsechsundvierzig USD pro Kopf. Allerdings ist das Volkseinkommen zwischen Stadt und Land sehr ungleich verteilt. Nach wie vor leben sechzig Prozent der Bevolkerung auf dem Land, erwirtschaften dort aber nur zwanzig Prozent des Volkseinkommens. Die Inflationsrate lag in Vietnam zweitausendsiebzehn bei 3,52 % .[63 ]

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