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    Dein neuer Artikel - durch eine Künstliche Intelligenz/KI geschrieben Überschrift:    

    Jüdische Geschichte in Köln – Wikipedia

    Lesezeit:    

    25 Minuten, 21 Sekunden

    Sprache:    

    de

    Hauptstichwort (Thema des Artikels):    

    Juden in Wien

    Nebenstichwort (Nuance des Text Inhaltes):    

    Judengasse reichprogom hetze SA SS Aspern Flughafen Transporte Kinder Tod Essling Mord

    Hauptthemen des neuen Artikels:    

    Oktober ✓ Bevölkerung ✓ Pogrom ✓ Köln ✓ Zentrum ✓ Jüdischer ✓ Glockengasse ✓ Juden ✓ Deutzer ✓ Jüdisches ✓ Gedenktafel ✓ Synagoge ✓ Stadt ✓ März ✓ Gemeinde

    Zusammenfassung:    

    • Im Mittelalter gab es in Köln die folgenden jüdischen Gemeinden, Synagogen, Mikwen, Schulen, Hospize und Begräbnisstätten: Für das Jahr eintausendzweihundertzwölf erwähnt eine Urkunde des Heiligen Engelbert, zu der Zeit Propst des Stiftes St.
    • Severin, „dass vor achtunddreißig Jahren Ritter Ortliv fünf Joch Landes auf dem Judenkirchhof, die er vom Stift St.
    • Severin zu Lehen trug, diesem resigniert (zurückübertragen) habe; dass sie dann den Juden gegen jährlichen Zins von vier Denaren überlassen seien und Ortliv jetzt darauf keine Ansprüche machen könne.“[44] eintausendzweihundertsechsundsechzig sicherte Erzbischof Engelbert II.
    • Zu dieser Zeit lebten auch die Juden der Deutzer Gemeinde wie alle anderen des Kurfürstentums Köln unter den rechtlichen und gesellschaftlichen Bedingungen, die vom Staat seit dem Ende des sechzehn Jahrhunderts durch eine sogenannte „Judenordnung“ vorgegeben worden waren.
    • Er begann in Köln bereits am einunddreißig März mit tätlichen Angriffen von SA und SS auf jüdische Rechtsanwälte im Justizgebäude am Reichensperger Platz, Richter und Anwälte wurden verhaftet, teilweise misshandelt, dann auf Müllwagen verladen und durch die Stadt gefahren.

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    Die Pogrome scheinen sich nach dem Schneeballsystem ausgebreitet zu haben. Es ist eher unwahrscheinlich, dass sie spontan waren und vom niederen Volk ausgingen. Viel eher lassen spätere Aufzeichnungen eine gewisse Planung erkennen, die in ihrer Prägung eher die Verwicklung der führenden, oder wenigstens Teile der führenden Schichten erkennen lassen.[29] So weisen etwa die schon erwähnten Ereignisse in Straßburg, die der Kölner Rat genau verfolgte, auf eine deutliche Planung hin. Man schloss dort mit allen, denen an der Ermordung oder Vertreibung der Juden gelegen war, im Vorfeld ein Bündnis, um sich auch gegenüber ihren Schutzherren durchsetzen zu können. Besonders König Karl IV. und die habsburgischen Vogte hatten Juden in ihren Herrschaftsgebieten angesiedelt. Der Straßburger Rat berief sich auf den Landfrieden und forderte alle Bündner auf, die Juden in ihren Gebieten zu töten.[30] So war dieser Pogrom letztlich gegen die Habsburger gerichtet und nutzte die Hysterie im Volk lediglich aus, um eigene machtpolitische Ziele erreichen zu können. Der Kölner Erzbischof Walram, der die Stadt gegen Ende Juni eintausenddreihundertneunundvierzig verlassen hatte, um sich nach Frankreich zu begeben, war kurz darauf in Paris verstorben. König Karl IV., hatte sich bis zum neunzehn Juli in Köln aufgehalten und war danach mit seinem Gefolge abgereist. Ihm war es gelungen, Köln durch Vergünstigungen im Thronstreit auf seine Seite zu ziehen.[31] Möglicherweise verliefen die Verhandlungen aber nicht für alle Interessensgruppen erfolgreich. Die Auslöschung der jüdischen Gemeinde könnte auf die Schwächung Karls IV. und der Kurie abgezielt haben. Schon früher hatte eine Sedisvakanz des Erzbischofs zu Verfolgungen geführt. So etwa nach der Schlacht von Worringen am acht Juni 1288, als der unterlegene Kölner Erzbischof gefangen genommen wurde. Vier Tage danach kam es zu Judenverfolgungen in der näheren Umgebung von Köln.[32] Im August eintausenddreihundertneunundvierzig war nicht nur der Sitz des Kölner Erzbischofs unbesetzt, sondern auch Karl IV. war nicht in der Nähe um eingreifen zu können. So kam es zu Ausschreitungen, die am 24. August in der später sogenannten „Kölner Bartholomäusnacht“ gipfelten. Am 23./24. August wurde auch das bis dahin für Juden einigermaßen sichere Köln zu einer Todesfalle. Nach gewalttätigen Übergriffen in der näheren Umgebung der Domstadt wurden auch in Köln selbst Juden ermordet.[19] Über den eigentlichen Ablauf des Pogroms ist wenig bekannt. Im Verlauf der Bartholomäusnacht eintausenddreihundertneunundvierzig wurde das beim Rathaus liegende Judenviertel gestürmt, wobei es zu Morden, der Plünderung von jüdischem Besitz und zu Brandstiftung kam. Flüchtende wurden verfolgt und getötet. Der Rat ließ nicht eingreifen. Über die Feuer, die das Judenviertel damals verheerten, berichten mehrere Quellen, allerdings sind sie teils widersprüchlich. Einige berichten, dass sich die Juden selbst in ihren Häusern verbrannten, um nicht in die Hände der Plünderer zu fallen.[33] Einer anderen Version zufolge hatten sich die Juden in ihrer Synagoge selbst verbrannt, was aber eher unwahrscheinlich ist. Archäologische Grabungen im Gebiet des mittelalterlichen Judenviertels deuten darauf hin, dass die Synagoge selbst die Bartholomäusnacht unbeschadet überstanden hatte, später dann aber gezielt ausgeplündert wurde.[34] Auf der Flucht vergrub eine Familie hier ihr Hab und Gut. Der Münzschatz wurde bei Ausgrabungen 1954 entdeckt und ist im Stadtmuseum ausgestellt.[35] Der Bericht des Chronisten Gilles Li Muisis, in dem er von einer regelrechten Schlacht gegen mehr als fünfundzwanzig Juden berichtet und den Sieg der Kölner einer Kriegslist der Fleischer zuschreibt, gilt als unglaubwürdig.[36] Gilles Li Muisis Bericht prägte den Begriff „Judenschlacht“ für die Ereignisse jener Nacht. Ebenfalls undurchsichtig ist die Beteiligung von Flagellanten, die laut den Quellen eintausenddreihundertneunundvierzig in Köln gewesen sein sollen.[37] Der Rat der Stadt Köln und der neue Erzbischof Wilhelm von Gennep verurteilten den Pogrom mit aller Schärfe. Die Namen der eigentlichen Drahtzieher und gewalttätigen Eindringlinge in das jüdische Viertel blieben unbekannt. Es kann nur festgestellt werden, dass man damals versuchte, die Schuldigen unbenannt zu lassen. In einem Schreiben des Kölner Stadtrates heißt es, dass es ein auswärtiger Mob gewesen sei, denen vereinzelte Habenichtse aus Köln gefolgt seien.[38] Einige vertriebene Überlebende aus der Stadt suchten jenseits des Rheins Zuflucht. Etwa zehn Jahre nach der Pogromwelle des Jahres eintausenddreihundertneunundvierzig sind jüdische Ansiedlungen in Andernach und Siegburg dokumentiert. Nach Köln kamen sie nachweislich erst eintausenddreihundertneunundsechzig zurück, obwohl schon der Erzbischof Boemund II. von Saarbrücken während seiner Ägide von eintausenddreihundertvierundfünfzig bis eintausenddreihunderteinundsechzig den Zuzug von Juden zu forcieren suchte.[39] Aber erst unter Engelbert III. von der Mark und besonders unter seinem Koadjutor Kuno von Falkenstein sollte sich das gespannte Verhältnis zwischen Erzbischof und Stadtgemeinde soweit verbessern, dass der Schutz der Juden wieder halbwegs gesichert schien. Im Jahr 1372[40] ist wieder eine kleinere jüdische Gemeinde in Köln nachgewiesen.[41] Auf Bitten des Erzbischofs Friedrich wurden sie in der Stadt aufgenommen und erhielten ein erstes befristetes Schutzprivileg für eine Dauer von zehn Jahren. An dieses knüpfte der Rat jedoch Bedingungen. So war für den Zuzug ein Aufnahmegeld zwischen fünfzig und fünfhundert Gulden sowie eine jährlich neu festzulegende Summe als allgemeine Abgabe zu zahlen. Nach weiteren Verlängerungen des Bleiberechtes proklamierte der Rat eintausendvierhundertvier eine verschärfte Judenordnung. Es wurde den Juden auferlegt, sich zum Beispiel durch den spitzen Judenhut kenntlich zu machen, auch jede Art von Luxus wurde ihnen untersagt. eintausendvierhundertdreiundzwanzig beschloss der Kölner Rat, ein bis Oktober eintausendvierhundertvierundzwanzig befristetes Aufenthaltsrecht für die Juden nicht mehr zu verlängern.[42] Bemerkenswert ist allerdings, dass man scheinbar sofort wieder eine ganze Gemeinde einrichten konnte und nicht erst, wie dieses aus vielen anderen, auch großen, Städten sonst überliefert ist, nur einige wenige Juden.[43] Infolge der mittelalterlichen Pogrome und der endgültigen Ausweisung eintausendvierhundertvierundzwanzig entschlossen sich wohl auch viele der Kölner Juden zur Auswanderung in osteuropäische Länder wie Polen-Litauen, wo sich in der Folge das Jiddisch als Umgangssprache aus dem Mittelhochdeutschen, Hebräischen und Slawischen entwickelte. Die Nachkommen dieser Emigranten kehrten Anfang des 19. Jahrhunderts zurück und wohnten dann hauptsächlich im Bereich der Thieboldsgasse südöstlich des Neumarktes. Nur wenige der Juden blieben in der Nähe Kölns und wurden vorwiegend im Rechtsrheinischen (Deutz, Mülheim, Zündorf) sesshaft. Später entstanden so neue kleine Gemeinden, die mit den Jahren heranwuchsen. Die erste Gemeinde in Deutz entstand im Bereich der heutigen „Mindener Straße“. Dort fühlten Juden sich unter dem Schutz des Erzbischofs Dietrich von Moers (1414–1463) in Sicherheit. In Köln existiert eine der umfangreichsten jüdischen Bibliotheken des Mittelalters. Im Mittelalter gab es in Köln die folgenden jüdischen Gemeinden, Synagogen, Mikwen, Schulen, Hospize und Begräbnisstätten: Für das Jahr eintausendzweihundertzwölf erwähnt eine Urkunde des Heiligen Engelbert, zu der Zeit Propst des Stiftes St. Severin, „dass vor achtunddreißig Jahren Ritter Ortliv fünf Joch Landes auf dem Judenkirchhof, die er vom Stift St. Severin zu Lehen trug, diesem resigniert (zurückübertragen) habe; dass sie dann den Juden gegen jährlichen Zins von vier Denaren überlassen seien und Ortliv jetzt darauf keine Ansprüche machen könne.“[44] eintausendzweihundertsechsundsechzig sicherte Erzbischof Engelbert II. im Kölner Judenprivileg den Juden gerechte Behandlung und die ungestörte Benutzung ihres Friedhofes an der Bonner Straße zu. Es handelte sich um den vor den Mauern des Köln nach Süden abgrenzenden Severinstores gelegenen, sogenannten Judenbüchel oder Toten Juden. Diese Bezeichnung blieb dem Gelände auch nach der Aufhebung des Friedhofes bis zum Bau des Großmarktes an dieser Stelle. Bei Grabungen im Kölner Rathausbezirk wurden eintausendneunhundertdreiundfünfzig zwei vollständig erhaltene Grabsteine an der Nordwestecke des Rathauses in einem großen Bombentrichter gefunden. Wahrscheinlich stammen sie von diesem jüdischen Friedhof vor dem Severinstor, die als Baumaterial missbraucht worden waren. Auch in den Jahren nach der Ausweisung aus Köln wurden verstorbene Gemeindemitglieder der Deutzer Gemeinde auf mühevolle Weise zum linksrheinisch gelegenen Friedhof gebracht. Die wenigen verbliebenen Juden bildeten im rechtsrheinischen Deutz den Anfang einer Gemeinde, deren Rabbiner sich später als „Landrabbiner von Köln“ bezeichneten. Die Anfänge der Deutzer Gemeinde waren recht bescheiden. So wird aus der Mitte des fünfzehn Jahrhunderts „Rabbi Vives“ erwähnt, der neben anderen auch die Gemeinde Deutz betreute. Um eintausendsechshundertvierunddreißig waren es siebzehn Juden, eintausendsechshundertneunundfünfzig waren vierundzwanzig Häuser von Juden bewohnt, und eintausendsiebenhundertvierundsechzig bestand die Gemeinde aus 19 Personen. Gegen Ende des achtzehn Jahrhunderts erreichte die Gemeinde einen Stand von einhundertdreiundsechzig Mitgliedern.[45] Die Gemeinde wurde zu einem kleinen jüdischen „Viertel“ im Bereich Mindener- und Hallenstraße. Dort stand auch eine erste, eintausendvierhundertsechsundzwanzig erwähnte Synagoge, welche durch den immensen Eisgang des Rheins im Jahr eintausendsiebenhundertvierundachtzig zerstört wurde. Die diesem Gotteshaus zugehörige Mikwe, das wie ein Brunnen tief angelegte Ritualbad, ist möglicherweise noch heute unter der Aufschüttung der Brückenrampe (Deutzer Brücke) vorhanden.[46] Dieses erste im rechtsrheinischen Kölner Raum gelegene jüdische Gotteshaus ersetzte die Gemeinde durch einen kleinen Neubau am westlichen Ende der „Freiheit“, der heutigen Straße „Deutzer Freiheit“ (1786–1914). Zu dieser Zeit lebten auch die Juden der Deutzer Gemeinde wie alle anderen des Kurfürstentums Köln unter den rechtlichen und gesellschaftlichen Bedingungen, die vom Staat seit dem Ende des sechzehn Jahrhunderts durch eine sogenannte „Judenordnung“ vorgegeben worden waren. Der letzte Erlass dieser Judengesetze war die von Kurfürst Joseph Clemens verkündete Ordnung aus dem Jahr eintausendsiebenhundert Sie hatte Bestand bis zur neuen Gesetzgebung, als es auch im rechtsrheinischen Deutz zur Einführung des französischen Zivilrechts kam.[47] Bedingt durch den Bau der Hängebrücke im Jahr 1913/14, die nach dem Reichspräsidenten Hindenburg benannt wurde, musste das Gebetshaus aufgegeben werden, es wurde niedergelegt.[48] Im Dezember des Jahres eintausendneunhundertdreizehn wurde bei Arbeiten zur Beseitigung der „Schiffsbrückenstraßenbahnlinie“ in Deutz an der „Freiheitsstraße“ eine Mikwe unter der alten Synagoge der jüdischen Gemeinde freigelegt. Das Bad hatte eine Verbindung zum Rheingewässer.[49] Als Ersatz für die niedergelegte Synagoge wurde am Reichplatz ein neues Gebäude errichtet, das beim Novemberpogrom eintausendneunhundertachtunddreißig und im darauf folgenden Krieg stark beschädigt wurde.[50 ] Der letzte Rabbiner, Julius Simons, wurde eintausendneunhundertachtunddreißig ins KZ deportiert, konnte aber nach Amsterdam ausreisen. Von dort wurde er 1943 während der Besatzung nach Auschwitz deportiert, wo er dann 1944 mit seiner Familie umgebracht wurde.[51] Nach ihm ist zwischen Deutz und Poll eine Straße benannt.[52] Nur ein Sohn, Ernst Simons, überlebte den Holocaust. Im Gegensatz zu den Bauzeugnissen der Innenstadt lässt sich die Geschichte der jüdischen Gemeinden außerhalb des Stadtkerns vor allem durch die verbliebenen jüdischen Friedhöfe aufzeigen. Es sind im rechtsrheinischen Köln die israelitischen Friedhöfe in Mülheim, „Am Springborn“, in Zündorf zwischen „Hasenkaul“ und dem „Gartenweg“ und in Deutz der Friedhof am „Judenkirchhofsweg“.[53] Diesen erhielten die Deutzer Juden eintausendsechshundertfünfundneunzig durch den Erzbischof als Grundstück zur Pacht. Auf ihm fanden ab eintausendsechshundertachtundneunzig erste Bestattungen statt. Auch einige jüdische Kölner, deren Namen noch heute geläufig sind, fanden hier auf der noch heute erhaltenen Begräbnisstätte am Judenkirchhofsweg in Deutz (Köln) ihre letzte Ruhe. 1918 wurde der Friedhof geschlossen blieb aber im Besitz der Gemeinde. Bis zur Besetzung durch das französische Revolutionsheer eintausendsiebenhundertvierundneunzig durften sich in Köln keine Juden mehr niederlassen. Der von den Franzosen eingeführte Code civil beinhaltete die Gleichheit vor dem Gesetz, individuelle Freiheitsrechte sowie die Trennung von Staat und Kirche. So war es eintausendsiebenhundertachtundneunzig „Josef Isaak“ aus Mülheim, der sich als erster Jude wieder in Köln niederlassen durfte. Ebenfalls im Jahr eintausendsiebenhundertachtundneunzig verlegte der erst 17-jährige Salomon Oppenheim junior seinen Geschäftsstandort von Bonn nach Köln. Er gehörte zu den Familien, die ab eintausendsiebenhundertneunundneunzig die erste Kölner Gemeinde der Neuzeit bildeten. Oppenheim betrieb auch Handel mit Baumwolle, Leinen, Öl, Wein und Tabak. Sein Hauptgeschäft war jedoch das Kreditwesen. Schon eintausendachthundertzehn führte er das nach „Abraham Schaffhausen“ zweitgrößte Bankhaus Kölns. Innerhalb der neuen Kölner Judengemeinde nahm Oppenheim sowohl im sozialen wie auch im politischen Leben eine herausragende Stellung ein. Ihm unterstand die Aufsicht der Gemeindeschulen, er fungierte aber auch als Delegierter seiner Kölner Gemeinde, die ihn zu einem Kongress jüdischer Notabeln nach Paris entsandte. Als Gebetshaus wurde bald ein durch die französischen Besatzer aufgehobenes Klarissen-Kloster in der Glockengasse eingerichtet. Auch wenn zu dieser Zeit eine Reihe jüdischer Geschäftsleute schon einen wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg erlebten – Oppenheim jr. wurde einstimmig zum Mitglied der Handelskammer gewählt und hatte somit als erster Jude wieder ein öffentliches Amt inne – war ihr rechtlicher Status noch unsicher. Das ergangene preußische „Edikt“ galt nicht überall. Es sollte noch bis zum Preußischen Judengesetz von 1847 dauern und letztlich bis 1848, als mit der Verabschiedung der Verfassungsurkunde für den Preußischen Staat der Sonderstatus der Juden endgültig aufgehoben und eine völlige Gleichstellung mit allen anderen Bürgern erreicht wurde.[54] Im Verlauf der Märzrevolution 1848/49 kam neben den süd- und ostdeutschen Regionen sowie in Städten wie Berlin, Prag und Wien auch in Köln zu schweren antijüdischen Exzessen. Die Familie Oppenheim stiftete nach dem Anwachsen der Gemeinde und dem Verfall des vorerst als Bethaus benutzten ehemaligen Klarissengebäudes den Bau einer neuen Synagoge in der Glockengasse sieben Die Anzahl der Gemeindemitglieder war nun auf etwa eintausend Personen angewachsen. Waren es in mittelalterlicher Zeit die „Viertel“, die sich nach Zugehörigkeiten der Bevölkerung in der engen Stadt gebildet hatten, änderte sich gegen Ende des neunzehn Jahrhunderts auch die räumliche Verteilung der jüdischen Bevölkerung. Statt ein um die Synagoge gewachsenes Viertel wie an der Kölner „Judengasse“ zu bilden, lebten Juden nun dezentral unter der übrigen Bevölkerung. Viele zogen nach der Stadterweiterung in die entstehenden neuen Vorstadtviertel.[55] Dem Neubau in der Glockengasse folgte aufgrund des Anwachsens der jüdischen Bevölkerung ein weiterer Bau. Es war die orthodoxe Synagoge in der St. Apern-Straße, sie wurde am sechzehn Januar eintausendachthundertvierundachtzig eingeweiht. Die liberale Synagoge in der Roonstraße wurde am 22. März 1899 eingeweiht. Vor dem Hintergrund der historischen Erfahrungen in Europa gründeten Juden jedoch auch Initiativen zum Aufbau eines eigenen Staates, die in Deutschland wesentlich von Köln ausgingen: In der Richmodstraße am Neumarkt war zum Ende des neunzehn Jahrhunderts der Sitz der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, vom Anwalt Max Bodenheimer gemeinsam mit dem Kaufmann David Wolffsohn gegründet. Bodenheimer war bis eintausendneunhundertzehn ihr Präsident und setzte sich in Zusammenarbeit mit Theodor Herzl für den Zionismus ein. Die unter Bodenheimer entwickelten „Kölner Thesen“ zum Zionismus wurden, mit kleinen Anpassungen, als „Basler Programm“ auf dem ersten Zionistenkongress übernommen.[56] Ziel der Vereinigung war, die Gründung eines eigenen Staates Israel in Palästina für alle Juden der Welt zu erreichen. Nach dem stetigen Anwachsen der Gemeinde war das bestehende Gebetshaus in der Glockengasse überlastet. Eine Spende des Kölner Bankiers Abraham Oppenheim in Höhe von sechshundert Talern ermöglichte der Gemeinde den Bau eines neuen Gotteshauses. Der für die Bauplanung gewonnene Architekt und Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner entwarf einen Bau in Maurischem Stil, der nach vierjähriger Bauzeit im August des Jahres eintausendachthunderteinundsechzig eingeweiht werden konnte. Die neue Synagoge hatte eine mit glänzenden Kupferplatten gedeckte Kuppel und eine helle Sandsteinfassade mit roten Querstreifen. Die Ornamentik des Inneren war der AlhambraGranadas nachempfunden. Das neue Haus, das auch von den Kölnern positiv bewertet wurde, bot im Gebetsraum Sitzplätze für 226 Männer und 140 Frauen. Durch den Kölner Geistlichen Gustav Meinertz wurde eintausendneunhundertachtunddreißig die Tora-Rolle aus der brennenden Synagoge Glockengasse gerettet. In der Synagoge an der Roonstraße fand sie einen Ehrenplatz in einer Vitrine. Die St.-Apern-Straße war schon in der Mitte des neunzehn Jahrhunderts ein „gediegenes“, von wohlhabenden Bürgern geschätztes Wohn- und Geschäftsviertel. Hier dominierten exquisite Antiquitätengeschäfte, in denen von meist jüdischen Inhabern erlesener Schmuck oder kostbares Mobiliar feilgeboten wurde. Diese Anwohner errichteten eintausendachthundertvierundachtzig ein Gotteshaus – es entstand die Synagoge der orthodoxen Gemeinde „Adass Jeschurun“. Letzter amtierenden Rabbiner war Isidor Caro, der im KZ Theresienstadt den Tod fand. In der der Synagoge angegliederten Schule Jawne wurde in der Zeit von eintausendneunhundertneunzehn bis eintausendneunhunderteinundvierzig unterrichtet. Sie war das erste und einzige jüdische Gymnasium im Rheinland. Seit dem Bau der Synagoge in der Glockengasse war die Jüdische Gemeinde Ende eintausendachthundertneunundneunzig auf neuntausendsiebenhundertfünfundvierzig Mitglieder angewachsen. Schon im Jahr eintausendachthundertdreiundneunzig hatte die Gemeinde an der Roonstraße gegenüber dem damaligen Königsplatz ein Grundstück erworben. eintausendachthundertvierundneunzig bewilligten die Stadtverordneten einen Baukostenzuschuss in Höhe von vierzig Mark, sodass das Neubauprojekt in Angriff genommen werden konnte. Die Synagoge Roonstraße bot nach ihrer Fertigstellung eintausendachthundertneunundneunzig rund achthundert Männern sowie auf einer Galerie sechshundert Frauen Platz. Ein historisches Foto wurde für wert befunden, im Photo-Archiv der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem aufgenommen zu werden.[57] Das Bauwerk wurde während des letzten Krieges stark beschädigt, hatte aber als einziges der jüdischen Gotteshäuser die nötige noch vorhandene Substanz für einen Wiederaufbau. Am zwanzig September eintausendneunhundertneunundfünfzig wurde die wiederhergestellte Synagoge eingeweiht.[58] Die Tora (vermutlich achtzehn Jahrhundert) der Deutzer Synagoge, eintausendneunhundertsechsundzwanzig Ankauf der Stadt (Zeughaus) Als drittes und letztes Gotteshaus der Gemeinde entstand ein von der Stadt als Ersatz errichtetes Gebetshaus am Reischplatz sechs Das eintausendneunhundertfünfzehn eingeweihte Gebäude wurde nach erlittenen Kriegsschäden in veränderter Form wieder aufgebaut und diente dann, da es die jüdische Gemeinde Deutz nicht mehr gab, anderen Zwecken. An die Deutzer Gemeinde mit ihrem letzten Gotteshaus erinnert dort heute eine Gedenktafel.[59] Ein erstes Gotteshaus der Mülheimer Gemeinde wurde bei dem Eisgang von eintausendsiebenhundertvierundachtzig wie auch das in Deutz zerstört. Eine neue Synagoge wurde wenige Jahre später an gleicher Stelle eingeweiht. Das dann etwa zeitgleich mit der Deutzer Synagoge an der Mülheimer Freiheit um 1788/1789 erbaute Gotteshaus entwarf der Mülheimer Baumeister Wilhelm Hellwig. Die Anordnung der Anlage begann an der Straßenfront mit einem Schulgebäude, an welches sich der mit einem vierseitig abgewalmten Dach versehene Synagogenbau anschloss. Das Bauwerk überlebte die Novemberpogrome von 1938, wurde aber durch Kriegseinwirkung zerstört und 1956 abgetragen. Vermutlich waren bereits vor eintausendsiebenhundert Juden in Zündorf ansässig.[60] Bereits eintausendsiebenhundertdreizehn diente im Ortsteil Niederzündorf anfänglich ein Gebetssaal als Synagoge. Als dieser dem starken Anwachsen der Gemeinde in der Mitte des neunzehn Jahrhunderts nicht mehr genügend Raum bot, wurde eine neue Synagoge geplant. Für das Jahr eintausendachthundertzweiundachtzig findet sich zu einem Neubau folgender Eintrag in der „Zündorfer Pfarrchronik“: „Die jüdische Synagoge ist nach vielen Anstrengungen fertig, die Feier verlief unter der Teilnahme vieler auswärtiger Juden programmgemäß ab. Die Juden erbauen sich eine Synagoge, d. h. ein Zimmer, ein Gelass, welches als Synagoge dienen soll. Die zu Gunsten derselben bewilligte Hauskollekte bei den Israeliten der Rheinprovinz hat angeblich einen kärglichen Betrag aufgewiesen“.[61] Das Grundstück hatten die dortigen jüdischen Handelsleute Lazarus Meyer und Simon Salomon der Gemeinde teilweise verkauft, aber auch teilweise geschenkt. Die Synagoge wurde eintausendneunhundertachtunddreißig von der Synagogengemeinde verkauft und in ein Wohnhaus, das heute noch steht, umgewandelt. Zwischen 1938 und 1942 löste sich die Zündorfer Gemeinde infolge Umzug und Deportationen auf.[62 ] eintausendneunhundertdreiundzwanzig wurde im nordöstlichen Teil der Gemarkung Niederzündorf, zwischen Gartenweg und Hasenkaul, ein jüdischer Friedhof angelegt. Er weist heute noch acht Grablegen mit sechs Grabsteinen auf.[63 ] Gemeinde- und Bethäuser gab es vor allem in der Innenstadt, so südlich des Neumarkts in der Bayardsgasse, in der Thieboldsgasse und der Agrippastraße bis hin zur Quirinstraße hinter St. Pantaleon. Diese Bethäuser waren gleichermaßen auch Treffpunkte der dort lebenden aus osteuropäischen Ländern zugewanderten Juden. In welchem Jahr die Anlage eines jüdischen Friedhofes als Teilbereich des seit eintausendachthundertzehn bestehenden Friedhofes Melaten erfolgte, ist unklar. Bis zum Jahre eintausendachthundertneunundzwanzig durften hier jedoch nur Katholiken bestattet werden, während die Protestanten auf dem alten Geusenfriedhof im Weyertal begraben wurden. Die jüdische Gemeinde bestattete ihre Verstorbenen bis eintausendneunhundertachtzehn in Deutz und danach in Bocklemünd. Jedoch wurde im Jahre 1899 auch ein Abschnitt des Friedhofs Melaten für Juden freigegeben.[64] Um eintausendachthundertneunundneunzig fand dort auch eine erste Bestattung statt. Das unmittelbar dem Melatenfriedhof angrenzende, von einer hohen Mauer umgebene Grundstück ist weder von der Melatener Seite noch von der Straße Melatengürtel aus einzusehen. 1928 wurde der Friedhof erstmals geschändet, 1938 die ihm zugehörige Trauerhalle zerstört.[65] In Köln-Lindenthal, hinter dem Areal des alten kommunalen Decksteiner Friedhofs gelegen, befindet sich der um eintausendneunhundertzehn von der Gemeinde „Adass Jeschurun“ angelegte Friedhof. Die Adass Jeschurun lehnt jegliche Anpassung an christliche Gebräuche oder Rituale des Totenkultes entschieden ab. So gibt es keine Sarg- oder Urnenbestattungen. Auch Blumenschmuck oder mit Gedenkschleifen versehene Kränze sind bei den Beerdigungen nicht gebräuchlich. Die Grabsteine des Friedhofes sind sehr schlicht und überwiegend mit hebräischen Schriftzeichen versehen. Der Zugang ist jedoch nicht öffentlich. (Erlaubnis durch die Synagogengemeinde Köln)[66] Die jüdische Geschäftswelt sah optimistisch in die Zukunft. eintausendachthunderteinundneunzig eröffnete der Kaufmann Leonhard Tietz ein Warenhaus auch in Köln. Die ältesten Kölner Bankiers waren Juden, deren monopolartige Stellung um eintausendzweihundertsechsundsechzig verbrieft wurde. Denn im Jahre eintausendzweihundertsechsundsechzig setzte Erzbischof Engelbert II. von Falkenburg durch, dass „Kawertschen“[67] und andere Christen, die verzinsliche Kredite verliehen und damit die Juden störten, sich nicht in der Stadt aufhalten durften.[68] Bis in die Gründerzeit gab es im Kölner Bankwesen eine Vielzahl jüdisch geführter Bankhäuser, so etwa die Oppenheim-Dynastie (seit 1798) oder Leopold Seligmann (seit 1868). Das Kaufhaus der Textilgroßhandelsfirma „Gebrüder Bing und Söhne“ eröffnete am Neumarkt ein Warenhaus. Exquisite Geschäfte jüdischer Kaufleute befanden sich in Domlage auf der Hohe Straße und der Schildergasse. Köln entwickelte sich bis zur Mitte des neunzehn Jahrhunderts zu einem wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt, an dieser Entwicklung hatte auch die jüdische Bevölkerung starken Anteil. Nachdem jüdische Mitbürger in der Finanz- und der Geschäftswelt Fuß gefasst hatten und allgemein respektiert und anerkannt wurden, versuchten sie auch an der politischen Meinungsbildung mitzuwirken. Beispiele hierfür sind Moses Hess und Karl Marx, die in der eintausendachthundertzweiundvierzig neu gegründeten Kölner Rheinischen Zeitung schrieben. In dieser Zeitung „für Politik, Handel und Gewerbe“ gehörten sie zu den bedeutendsten Mitarbeitern. eintausendachthundertzweiundsechzig versuchte Hess in seiner Schrift „Rom und Jerusalem“, Möglichkeiten für eine Wiederansiedlung der Juden in Palästina aufzuzeigen. Sein Werk fand jedoch wenig Anklang; die Juden in Deutschland, insbesondere in Großstädten wie Köln betrachteten Deutschland als ihre Heimat und als ihr Vaterland.[69] Gleich zu Beginn des Ersten Weltkrieges riefen jüdische Vereinigungen auch in Köln ihre Mitglieder dazu auf, sich nach allen Kräften für ihr Vaterland einzusetzen. Dennoch waren die vorhandenen, verstärkt im Offizierskorps festgestellten, Ressentiments gegen jüdische Kriegsteilnehmer so erheblich, dass das Kriegsministerium zur Beschwichtigung eine sogenannte Judenzählung durchführen ließ.[70] Zum Ende des Krieges eintausendneunhundertachtzehn übernahm Adolf Kober in Köln, in einer der damals größten jüdischen Gemeinden Deutschlands, die Stelle eines Gemeinderabbiners. Kober war Mitinitiator der Darstellung der jüdischen Geschichte innerhalb der „Jahrtausend-Ausstellung der Rheinlande“, die eintausendneunhundertfünfundzwanzig auf dem Kölner Messegelände stattfand. Ebenfalls im Jahre 1918 wurde der Jüdische Friedhof in Bocklemünd eröffnet. Mit der Übernahme der politischen Macht durch die Nationalsozialisten begannen erneut Repressionen gegen die jüdischen Bürger Kölns. Im Frühjahr eintausendneunhundertdreiunddreißig hatte Köln laut einer stattgefundenen Volkszählung fünfzehn Einwohner, die sich zum Judentum bekannten. Bis dahin existierten sechs Synagogen sowie weitere Gemeinde- und Bethäuser in Köln. Sie alle wurden am 9. November 1938, in der Pogromnacht geschändet und waren nach dem Krieg, bis auf das wiederaufbaufähige Gotteshaus in der Roonstraße, völlig zerstört. Auch in Köln gab es nationalsozialistische und antisemitische Einstellungen in Bevölkerung und Gesellschaft. Zwar wurde den Kölnern nach Kriegsende von Politikern wie Konrad Adenauer oder Autoren wie Heinrich Böll Widerstandsgeist[71] und eine Souveränität „dass kein Tyrann, kein Diktator sich in Köln wohlfühlen kann“[72] attestiert. Letztlich leisteten nur wenige Kölner offenen Widerstand gegen das Naziregime oder versteckten Juden (ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Ehrenfelder Gruppe). Die Hetze gegen das Judentum und gegen jüdische Kölner fand dagegen auf breiter Ebene, so etwa auch in antisemitischen Stücken des Hänneschen-Theaters[73] oder auch im Kölner Karneval, in dem nur einzelne Karnevalisten ein klares Profil gegen den Nationalsozialismus zeigten, statt.[74] Karnevalswagen im Rosenmontagszug zeigten antisemitische Motive und ein Karnevalslied spottete „Metz dä Jüdde es jetz Schluß, Se wandere langsam uss. () Mir laachen uns für Freud noch halv kapott. Der Itzig und die Sahra trecke fott“.[75] Die sogenannte „Arisierung“ verlief in zwei Phasen. In der ersten ab dem Januar eintausendneunhundertdreiunddreißig bis zum November eintausendneunhundertachtunddreißig waren es die „freiwilligen Arisierungen“. Nach offizieller Lesart stellten sie einen freiwilligen Eigentumswechsel zwischen einem jüdischen und einem nicht jüdischen Vertragspartner dar. Erreicht wurde diese Bereitschaft, ein Geschäft, eine Praxis, ein Lokal, eine Apotheke oder einen Betrieb „freiwillig“ zu veräußern, durch die im Folgenden beschriebenen Vorgänge. Zunehmend versahen Geschäftsleute ihre Ladenlokale oder auch ihre Werbeinserate mit opportunen Slogans. Man sah Handschriftliches oder Gedrucktes mit unterschiedlichsten Parolen, so zum Beispiel: „deutsches Geschäft“, „deutsche Erzeugnisse“ oder auch „christliches Geschäft“. Es folgten auf Hauswände und Schaufenster der Juden gemalte Davidsterne oder Hetzparolen. Veröffentlichungen der örtlichen NSDAP, in denen in Listen aufgeführte Firmen zusätzlich mit dem Namen des jüdischen Inhabers versehen wurden, kamen hinzu. Am eins April 1933, dem Tag des „Judenboykotts“, postierten sich auch in Köln uniformierte Angehörige von NS-Organen vor jüdischen Geschäften und hinderten die Kunden am Zutritt. Zu einiger Bekanntheit gelangte der jüdische Kaufmann Richard Stern: Der ehemalige Frontkämpfer aus dem Ersten Weltkrieg verteilte ein Flugblatt gegen den Boykott und stellte sich demonstrativ mit seinem Eisernen Kreuz neben den SA-Posten vor seinem Geschäft. Die Repressionen gegen jüdische Unternehmer zeigten insofern Wirkung, dass von der Bevölkerung diese Geschäfte beim Einkauf gemieden wurden und deren Inhaber somit ihre Existenzgrundlage verloren. Je länger jüdische Geschäftsleute dem so ausgeübten Druck standhielten, umso geringer fiel die Entschädigung aus, die man ihnen für ihr Eigentum anbieten musste. In der Presse häuften sich in der Folge Anzeigen über Konkurse und Übernahmen jüdischer Firmen. Die zweite Phase der „Arisierung“ setzte nach dem November eintausendneunhundertachtunddreißig ein, nun agierte die Partei offener. Jüdischer Besitz an Firmen oder Immobilien wurde nun aufgrund staatlicher Verordnungen „zwangsarisiert“. Sie wurden gezwungen, ihr Eigentum weit unter Wert zu verkaufen. Es traf zum Beispiel die Firma „Deka-Schuh, Leopold Dreyfuß“ in Ehrenfeld, den Krawattengroßhändler „Herbert Fröhlich“ in der Streitzeuggasse, die Metzgerei und Imbisskette „Katz-Rosenthal“[76], das Modehaus „Michel“ (später Jacobi) und das Bekleidungshaus „Bamberger“ (später Hansen). Besonders hart betroffen waren die zahlreichen jüdischen Geschäfte auf der Hohe Straße und der Schildergasse, dort wurde fast jedes dritte Geschäft „arisiert“. Mit den Geschäften und ihren den Kölnern vertrauten Namen verschwanden die dazugehörenden Menschen.[77] Am Ende dieser Maßnahmen ging man zur Verfolgung und Deportation der Kölner Juden über. Der Boykott war auch gegen Rechtsanwälte und Arzte gerichtet. Er begann in Köln bereits am einunddreißig März mit tätlichen Angriffen von SA und SS auf jüdische Rechtsanwälte im Justizgebäude am Reichensperger Platz, Richter und Anwälte wurden verhaftet, teilweise misshandelt, dann auf Müllwagen verladen und durch die Stadt gefahren.[78 ] Obwohl schon seit eintausendneunhundertfünfundzwanzig Köln „Hauptstadt“ des NSDAP-Gaus Köln-Aachen war, rechneten viele nicht mit der dann einsetzenden Radikalität dieser Partei. So wurde noch eintausendneunhundertsiebenundzwanzig die Synagoge Körnerstraße als letztes Bauwerk jüdischer Gemeinden Kölns nach einem Entwurf des Architekten Robert Stern erbaut. Sie war geweiht „der Ehre Gottes, der Wahrheit des Glaubens und dem Frieden der Menschheit“.[79 ] Das Gotteshaus in der Körnerstraße hatte einen kleinen Vorhof, den mit Arkaden versehene Gebäude umstanden. Der Gebetsraum bot, unter Beachtung räumlicher Trennung nach Geschlecht, für die Männer zweihundert und für die Frauen rund einhundert Sitzplätze. Letztere befanden sich, wie vielerorts üblich, auf einer Frauengalerie. Der jüdische Bevölkerungsanteil in Ehrenfeld umfasste etwa zweitausend Personen. Die Synagoge besaß auch eine Mikwe, die bei Ausschachtungsarbeiten in der Körnerstraße entdeckt wurde.[80] Die heute in der Körnerstraße angebrachte Tafel erinnert an die zerstörte Synagoge mit der ihr angeschlossenen Religionsschule: „An dieser Stelle stand die Ehrenfelder Synagoge, verbunden mit einer Religionsschule für Mädchen und Jungen, erbaut eintausendneunhundertsiebenundzwanzig nach dem Entwurf des Architekten Robert Stern, zerstört am Tag nach der Reichspogromnacht am neun November 1938“ Zur rechten des ehemaligen Synagogengrundstücks befindet sich ein 1942 erbauter Luftschutzbunker, der seit 1995 unter Denkmalschutz steht. Zwischenwerk V a, ein Gedenkstein am Sportplatz in der Nähe erinnert an die NS-Opfer. Nach den organisierten und gelenkten im ganzen Land stattfindenden Zerstörungen von Leben, Eigentum und Einrichtungen verschärfte sich die antisemitische Politik auch in Köln noch weiter. Jüdische Kinder durften nun keine deutschen Schulen mehr besuchen. Bis zum eins Januar eintausendneunhundertneununddreißig wurden alle Juden aus dem Wirtschaftsleben ausgeschlossen und zur Zwangsarbeit genötigt. Sie wurden enteignet, Mietern wurde eintausendneunhundertneununddreißig der Mieterschutz entzogen. Im Mai eintausendneunhunderteinundvierzig verfügte die Kölner Gestapo, die jüdischen Kölner in sogenannten Judenhäusern zusammenzulegen. Daraufhin wurden viele von ihnen in das Barackenlager am Fort V in Müngersdorf eingewiesen. Die Ghettoisierung erfolgte als Vorbereitung auf die Deportation in die Vernichtungslager. Im September 1941 verpflichtete die Polizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden alle jüdischen Personen im Deutschen Reich, vom vollendeten sechsten Lebensjahr an einen gelben Judenstern sichtbar auf der linken Brustseite des Kleidungsstückes fest aufgenäht zu tragen. Im Oktober eintausendneunhunderteinundvierzig ging der erste Transport von Köln ab, der letzte bekannte wurde am eins Oktober eintausendneunhundertvierundvierzig nach Theresienstadt geschickt. Unmittelbar vor den Transporten dienten die Messehallen in Köln-Deutz als Sammellager. Von der Tiefebene des Deutzer Bahnhofes fuhren die Transporte ab. Für die meisten Deportierten waren Lodz, Theresienstadt und andere Ghettos und Lager im Osten nur eine Durchgangsstation: Von hier aus erfolgte die Deportation in die Vernichtungslager, in den fast sicheren Tod.
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    Jüdische Geschichte in Köln – Wikipedia
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    The pogroms seem to have spread to the snowball system. It is rather unlikely that they were spontaneous and originated from the lower people. Rather, later records reveal a certain planning, which in their coinage rather reveals the involvement of the leading, or at least parts of the leading layers. [29] For example, the events already mentioned in Strasbourg, which the Cologne Council closely followed, point to clear planning. They concluded an alliance with all those who were interested in the murder or expulsion of the Jews in advance, in order to be able to assert themselves against their patrons. Especially King Charles IV and the Habsburg Vogte had settled Jews in their dominion. The Strasbourg Council invoked peace and the Land Peace and called on all Grisons to kill the Jews in their territories. [30] Thus, this pogrom was ultimately directed against the Habsburgs and only took advantage of the hysteria in the people to achieve their own power-political goals. The Archbishop of Cologne Walram, who had left the city at the end of June 1349 to go to France, died shortly afterwards in Paris. King Charles IV had been in Cologne until 19 July and had left with his entourage afterwards. He had succeeded in drawing Cologne to his side through perks in the dispute over the throne. [31] However, the negotiations may not have been successful for all stakeholders. The annihilation of the Jewish community may have been aimed at weakening Charles IV and the Curia. Earlier, a sedis vacancy by the archbishop had led to persecution. For example, after the Battle of Worringen on 8 June 1288, when the defeated Archbishop of Cologne was captured. Four days later, there were persecutions of Jews in the vicinity of Cologne. [32] In August 1349, not only was the seat of the Archbishop of Cologne vacant, but also Charles IV was not nearby to intervene. This led to riots, which culminated on 24 August in what would later become the so-called "Cologne Bartholomew's Night". On 23/24 August, Cologne, which had hitherto been reasonably safe for Jews, also became a death trap. After violent attacks in the vicinity of the cathedral city, Jews were also murdered in Cologne. [19] Little is known about the actual course of the pogrom. In the course of Bartholomew's Night in 1349, the Jewish quarter near the town hall was stormed, resulting in murders, looting of Jewish property and arson. Refugees were persecuted and killed. The Council did not intervene. Several sources report on the fires that enchanted the Jewish quarter at that time, but they are partly contradictory. Some report that the Jews burned themselves in their homes so as not to fall into the hands of the looters. [33] According to another version, the Jews had burned themselves in their synagogue, which is rather unlikely. Archaeological excavations in the area of the medieval Jewish quarter indicate that the synagogue itself had survived bartholomew's night unscathed, but was later deliberately looted. [34] On the run, a family buried their belongings here. The coin treasure was discovered during excavations in 1954 and is exhibited in the city museum. [35] The account of the chronicler Gilles Li Muisis, in which he reports on a veritable battle against more than 25,000 Jews and attributes the victory of the Colognes to a war list of the butchers, is considered implausible. [36] Gilles Li Muisi's account coined the term "Jewish battle" for the events of that night. Also opaque is the involvement of flagellants, who according to the sources were in Cologne in 1349. [37] The Council of the City of Cologne and the new Archbishop Wilhelm von Gennep strongly condemned the pogrom. The names of the actual masterminds and violent invaders in the Jewish quarter remained unknown. It can only be said that at that time an attempt was made to leave the culprits unnamed. A letter from the Cologne City Council states that it was a foreign mob that was followed by isolated have-nots from Cologne. [38] Some displaced survivors from the city sought refuge across the Rhine. About ten years after the pogrom wave of 1349, Jewish settlements in Andernach and Siegburg are documented. They did not return to Cologne until 1369, although Archbishop Boemund II of Saarbrücken tried to force the influx of Jews during his aegis from 1354 to 1361. [39] But only under Engelbert III of the Mark, and especially under his Koadju, Tor Kuno von Falkenstein was to improve the tense relationship between the archbishop and the municipal community to such an extent that the protection of the Jews again seemed half-secured. In 1372[40] a smaller Jewish community was again documented in Cologne. [41] At the request of Archbishop Frederick, they were admitted to the city and were granted a first temporary protection privilege for a period of 10 years. However, the Council attached conditions to this. For example, a borrowing fee of between 50 and 500 guilders and an annual fixed amount had to be paid as a general levy for the influx. After further extensions of the right to remain, the Council proclaimed in 1404 a stricter Jewish order. It was imposed on the Jews, for example, to make themselves known by the pointed Jewish hat, and they were also forbidden to use any kind of luxury. In 1423, the Cologne Council decided not to extend a right of residence for the Jews, which was limited to October 1424. [42] It is remarkable, however, that it seemed that an entire congregation could be set up again immediately and not only a few Jews, as is otherwise handed down from many other cities, including large cities. [43] As a result of the medieval pogroms and the final expulsion in 1424, many of the Cologne Jews probably also decided to emigrate to Eastern European countries such as Poland-Lithuania, where yiddish as a colloquial language from Middle High German, Hebrew and Slavic. The descendants of these emigrants returned at the beginning of the 19th century and then lived mainly in the area of Thieboldsgasse southeast of the Neumarkt. Only a few of the Jews remained near Cologne and were mainly settled in the right bank of the Rhine (Deutz, Mülheim, Zündorf). Later, new small communities emerged, which grew up over the years. The first municipality in Deutz was built in the area of today's "Mindener Straße". There Jews felt safe under the protection of Archbishop Dietrich von Moers (1414-1463). Cologne is one of the most extensive Jewish libraries of the Middle Ages. In the Middle Ages there were the following Jewish communities, synagogues, Mikwen, schools, hospices and burial sites in Cologne: For the year 1212, a document of St. Engelbert, at the time provost of the abbey of St. Severin, mentions that 38 years ago Knight Ortliv had resigned (re-transferred) five yoke of land on the Judenkirchhof, which he carried from the abbey of St. Severin to fiefdom; that they were then left to the Jews for the annual interest of four denars and That Ortliv could not now make any claims on them." [44] In 1266, Archbishop Engelbert II granted the Jews fair treatment and the undisturbed use of their cemetery on Bonner Straße. It was the Severinstore, located in front of the walls of Cologne to the south, so-called Judenbüchel or Toten Juden. This designation remained with the site even after the abolition of the cemetery until the construction of the wholesale market at this place. During excavations in Cologne's town hall district in 1953, two completely preserved tombstones were found on the northwest corner of the town hall in a large bomb funnel. They probably come from this Jewish cemetery in front of the Severinstor, which had been misused as building material. Even in the years after the expulsion from Cologne, deceased parishioners of the Deutz community were painstakingly taken to the cemetery on the left bank of the Rhine. The few remaining Jews formed the beginning of a congregation in Deutz on the right bank of the Rhine, whose rabbis later described themselves as the "Landrabbiner of Cologne". The beginnings of the Deutz community were quite modest. Thus, "Rabbi Vives" is mentioned from the middle of the 15th century, who, among others, also looked after the community of Deutz. By 1634 there were 17 Jews, in 1659 24 houses were inhabited by Jews, and in 1764 the congregation consisted of 19 people. Towards the end of the 18th century, the municipality reached a level of 163 members. [45] The community became a small Jewish "quarter" in the mindand street and Hall straße. There was also a first synagogue mentioned in 1426, which was destroyed by the immense ice passage of the Rhine in 1784. The Mikwe, the ritual bath that is deeply laid out like a fountain, may still exist today under the bulge of the bridge ramp (Deutzer Bridge). [46] This first Jewish church in Cologne on the right bank of the Rhine replaced the congregation with a small new building at the western end of the "Freiheit", today's street "Deutzer Freiheit" (1786-1914). At that time, the Jews of the Deutz community also lived like all others of the Electorate of Cologne under the legal and social conditions imposed by the state since the end of the 16th century by a so-called "Jewish order". The last enactment of these Jewish laws was the order proclaimed by Elector Joseph Clemens in 1700. It lasted until the new legislation, when the introduction of French civil law also took place in Deutz on the right bank of the Rhine. [47] Due to the construction of the suspension bridge in 1913/14, which was named after the Reich President Hindenburg, the house of prayer had to be abandoned and it was laid down. [48] In December 1913, a Mikwe was uncovered under the old synagogue of the Jewish community during work to remove the "Schiffsbrückentramlinie" in Deutz on the "Freiheitsstraße". The bath had a connection to the Rhine waters. [49] As a replacement for the laid-down synagogue, a new building was built on Reichplatz, which was badly damaged during the November pogrom of 1938 and in the ensuing war. [50 ] The last rabbi, Julius Simons, was deported to the concentration camp in 1938, but was able to leave for Amsterdam. From there he was deported to Auschwitz in 1943 during the occupation, where he was killed with his family in 1944. [51] A street between Deutz and Poll is named after him. [52] Only one son, Ernst Simons, survived the Holocaust. In contrast to the building certificates of the city centre, the history of the Jewish communities outside the city centre can be shown above all by the remaining Jewish cemeteries. In Cologne on the right bank of the Rhine there are the Israelite cemeteries in Mülheim, "Am Springborn", in Zündorf between "Hasenkaul" and the "Gartenweg" and in Deutz the cemetery at the "Judenkirchhofsweg". [53] In 1695, the Deutz Jews were granted lease by the archbishop as land. The first burials took place on it from 1698. Also some Jewish Cologneers, whose names are still familiar today, found their last rest here at the still preserved burial place at the Judenkirchhofsweg in Deutz (Cologne). In 1918 the cemetery was closed but remained in the possession of the municipality. Until the occupation by the French Revolutionary Order in 1794, no Jews were allowed to settle in Cologne. The civil code introduced by the French included equality before the law, individual freedoms and the separation of state and church. So it was in 1798 "Josef Isaak" from Mülheim, who was the first Jew to settle in Cologne again. Also in 1798, Salomon Oppenheim Jr., who was only 17 years old, moved his business location from Bonn to Cologne. He was one of the families that formed the first Cologne municipality of modern times from 1799. Oppenheim also traded in cotton, linen, oil, wine and tobacco. His main business, however, was credit. As early as 1810, he ran Cologne's second largest bank after "Abraham Schaffhausen". Within the new Cologne Jewish community, Oppenheim took a prominent position in both social and political life. He was under the supervision of the municipal schools, but he also served as a delegate to his Cologne community, which sent him to a congress of Jewish notaries in Paris. A Klarissen monastery was soon established in The Glockengasse as a house of prayer, which was lifted by the French occupiers. Although at that time a number of Jewish businessmen were already experiencing an economic and social rise – Oppenheim Jr. was unanimously elected a member of the Chamber of Commerce and thus became the first Jew to hold a public office again – her legal status was still uncertain. The Prussian "edict" that had been issued did not apply everywhere. It was to last until the Prussian Jewish Act of 1847 and finally until 1848, when with the adoption of the constitutional document for the Prussian state the special status of the Jews was finally abolished and a complete equality with all other citizens was achieved. [54] In the course of the March Revolution of 1848/49, in addition to the south and east German regions as well as in cities such as Berlin, Prague and Vienna, severe anti-Jewish excesses also took place in Cologne. The Oppenheim family donated the construction of a new synagogue at Glockengasse 7 after the growing community and the decay of the former Klarissen building, which was initially used as a prayer house. The number of parishioners had now grown to about 1000 people. In medieval times, the "quarters" that had formed in the narrow city according to the affiliations of the population, the spatial distribution of the Jewish population also changed towards the end of the 19th century. Instead of a synagogue that has grown To form neighborhoods like on Cologne's "Judengasse", Jews now lived decentrally among the rest of the population. Many moved to the emerging new suburbs after the expansion of the city. [55] The new building in The Glockengasse was followed by a further construction due to the growth of the Jewish population. It was the Orthodox synagogue in St. Apern Street, it was inaugurated on January 16, 1884. The liberal synagogue in Roonstraße was inaugurated on 22 March 1899. Against the background of historical experiences in Europe, however, Jews also founded initiatives to build their own state, which in Germany were essentially based on Cologne: At the end of the 19th century, the headquarters of the Zionist Association for Germany was founded in Richmodstraße am Neumarkt, founded by the lawyer Max Bodenheimer together with the merchant David Wolffsohn. Bodenheimer was its president until 1910 and, in collaboration with Theodor Herzl, campaigned for Zionism. The "Cologne Theses" developed under Bodenheimer on Zionism were adopted, with small adjustments, as a "Basler Program" at the first Zionist Congress. [56] The aim of the association was to establish its own state of Israel in Palestine for all the Jews of the world. After the constant growth of the congregation, the existing prayer house in the Glockengasse was overloaded. A donation of 600,000 thalers from the Cologne banker Abraham Oppenheim enabled the congregation to build a new church. The architect and master builder Ernst Friedrich Zwirner, who was won over for the construction, designed a construction in Moorish style, which was inaugurated after four years of construction in August 1861. The new synagogue had a dome covered with shiny copper plates and a bright sandstone facade with red cross stripes. The ornamentation of the interior was modelled on the AlhambraGranadas. The new house, which was also rated positively by the people of Cologne, offered seats for 226 men and 140 women in the prayer room. In 1938, the Torah scroll was rescued from the burning synagogue Glockengasse by the Cologne clergyman Gustav Meinertz. In the synagogue on Roonstraße she found a place of honour in a display case. St. Apern Street was already in the middle of the 19th century a "dignified" residential and business district, appreciated by wealthy citizens. Here, exquisite antique shops dominated, in which exquisite jewellery or precious furniture was offered by mostly Jewish owners. These residents built a church in 1884 , the synagogue of the Orthodox community "Adass Yeshurun" was built. The last current rabbi was Isidor Caro, who died in the Theresienstadt concentration camp. The Jawne School, which is affiliated to the synagogue, taught from 1919 to 1941. It was the first and only Jewish high school in the Rhineland. Since the construction of the synagogue in Glockengasse, the Jewish community had grown to 9745 members at the end of 1899. Already in 1893 the municipality on Roonstraße opposite the then Königsplatz had acquired a plot of land. In 1894, the city councillors approved a construction grant of 40,000 marks, so that the new construction project could be started. After its completion in 1899, the Roonstraße Synagogue offered space for around 800 men and 600 women in a gallery. A historical photograph was found to be worth taking in the photo archive of the Israeli Holocaust memorial Yad Vashem. [57] The building was badly damaged during the last war, but was the only one of the Jewish places of worship to have the necessary substance for reconstruction. On September 20, 1959, the restored synagogue was inaugurated. [58] The Torah (probably 18th century) of the Deutz Synagogue, 1926 Purchase of the city (Zeughaus) The third and last church of the congregation was a prayer house built by the city as a replacement at Reischplatz 6. The building, which was inaugurated in 1915, was rebuilt in a modified form after suffering war damage and then served other purposes because the Jewish community of Deutz no longer existed. Today, a plaque commemorates the Community of Deutz with its last church. [59] A first church of the Mülheim community was destroyed during the ice skating of 1784 as well as the one in Deutz. A new synagogue was inaugurated a few years later at the same place. The church, which was built around the same time as the Deutz Synagogue on the Mülheimer Freiheit around 1788/1789, was designed by the Mülheim architect Wilhelm Hellwig. The arrangement of the complex began on the street front with a school building, to which the synagogue building with a four-sided roof was attached. . The building survived the November pogroms of 1938, but was destroyed by war and demolished in 1956. Presumably, there were already 1700 Jews in Zündorf before 1700. [60] As early as 1713, a prayer hall initially served as a synagogue in the district of Niederzündorf. When it did not provide enough space for the strong growth of the community in the middle of the 19th century, a new synagogue was planned. For the year 1882, the following entry in the "Zündorfer Pfarrchronik" can be found for a new building: "The Jewish synagogue is finished after many efforts, the celebration took place with the participation of many foreign Jews according to the program. The Jews build a synagogue, that is, a room, a lass, which is to serve as a synagogue. The house collection granted in favour of the same with the Israelites of the Rhine Province allegedly had a meager amount". [61] The local Jewish merchants Lazarus Meyer and Simon Salomon had partly sold the land to the community, but also partly donated it. The synagogue was sold by the synagogue in 1938 and converted into a residential building that still stands today. Between 1938 and 1942, the Zündorfer municipality disbanded as a result of relocation and deportations. [62 ] In 1923, a Jewish cemetery was built in the northeastern part of the municipality of Niederzündorf, between Gartenweg and Hasenkaul. Today it still has eight tombstones with six tombstones. [63 ] There were community and prayer houses mainly in the city centre, so south of the Neumarkt in Bayardsgasse, in Thieboldsgasse and Agrippastraße up to Quirinstraße behind St. Pantaleon. These prayer houses were also meeting places for jews living there from Eastern European countries. It is unclear in what year a Jewish cemetery was built as part of the Melaten cemetery, which had been in existence since 1810. Until 1829, however, only Catholics were allowed to be buried here, while the Protestants were buried in the old Geusen cemetery in the Weyertal. The Jewish community buried their deceased in Deutz until 1918 and then in Bocklemünd. However, in 1899 a section of the Cemetery Melaten was also opened to Jews. [64] A first burial took place there around 1899. The plot, which is adjacent to the Melatenfriedhof and is surrounded by a high wall, is not to be seen either from the Melaten side or from the street Melatengürtel. In 1928 the cemetery was desecrated for the first time, in 1938 the funeral hall was destroyed. [65] In Cologne-Lindenthal, behind the area of the old municipal Deckstein cemetery, is the cemetery built around 1910 by the municipality "Adass Jeschurun". The Adass Yeshurun strongly rejects any adaptation to Christian customs or rituals of the cult of the dead. So there are no coffin or urn burials. Flower decorations or wreaths with memorial bows are also not used at funerals. The gravestones of the cemetery are very simple and predominantly decorated with Hebrew characters. However, access is not public. (Permission by the synagogue community of Cologne) [66] The Jewish business community was optimistic about the future. In 1891, the merchant Leonhard Tietz opened a department store in Cologne. The oldest Cologne bankers were Jews, whose monopoly position was securitised around 1266. For in 1266 Archbishop Engelbert II of Falkenburg enforced that "Kawertschen"[67] and other Christians, who granted interest-bearing loans and thus disturbed the Jews, were not allowed to stay in the city. [68] Until the founding period, there were a large number of Jewish-run banking houses in Cologne, such as the Oppenheim dynasty (since 1798) or Leopold Seligmann (since 1868). The department store of the textile wholesale company "Gebrüder Bing und Söhne" opened a department store on the Neumarkt. Exquisite shops of Jewish merchants were located in Domlage on Hohe Straße and Schildergasse. Until the middle of the 19th century, Cologne developed into a scientific, economic and cultural centre, and the Jewish population also played a major role in this development. After Jewish citizens had gained a foothold in the financial and business worlds and were generally respected and recognized, they also tried to participate in the formation of political opinion. Examples of this are Moses Hess and Karl Marx, who wrote in the Cologne Rheinische Zeitung, which was founded in 1842. In this newspaper "for politics, commerce and commerce" they were among the most important employees. In 1862, In his book "Rome and Jerusalem", Hess tried ways to resettle the Juss in Palestine. His work, however, was not well received; the Jews in Germany, especially in big cities like Cologne, regarded Germany as their homeland and as their homeland. [69] Right at the beginning of the First World War, Jewish associations in Cologne also called on their members to do their utmost to support their fatherland. Nevertheless, the existing resentments against Jewish war participants, which were increasingly noted in the officer corps, were so significant that the Ministry of War had a so-called Jewish census carried out to appease them. [70] At the end of the war in 1918, Adolf Kober took over the position of municipal rabbi in Cologne, in one of the largest Jewish communities in Germany at the time. Kober was a co-initiator of the depiction of Jewish history within the "Millennium Exhibition of the Rhineland", which took place in 1925 at the Cologne Exhibition Centre. Also in 1918 the Jewish Cemetery in Bocklemünd was opened. With the takeover of political power by the National Socialists, repression against the Jewish citizens of Cologne began again. In the spring of 1933, according to a census, Cologne had 15,000 inhabitants who professed Judaism. Until then, there were 6 synagogues as well as other community and prayer houses in Cologne. They were all desecrated on 9 November 1938, in the pogrom night, and were completely destroyed after the war, except for the reconstructable church in Roonstraße. In Cologne, too, there were Nazi and anti-Semitic attitudes in the population and society. It is true that after the end of the war, politicians such as Konrad Adenauer or authors such as Heinrich Böll attested to the spirit of resistance[71] and a sovereignty "that no tyrant, no dictator can feel comfortable in Cologne"[72]. In the end, only a few Colognes openly resisted the Nazi regime or hidden Jews (a well-known example of this is the Ehrenfelder Group). On the other hand, the incitement against Judaism and against Jewish Cologneers took place on a broad scale, for example in anti-Semitic plays of the Hänneschen-Theater[73] or in the Cologne Carnival, in which only individual carnivalists showed a clear profile against National Socialism, Instead of. [74] Carnival carnival carnival scars in the Rose Monday procession showed anti-Semitic motives and a carnival song mocked "Metz dä Jüdde's jetz End, Se wanders slowly uss. () Mir laachen us for Freud still halv kapott. The Itzig and the Sahra trecke fott". [75] The so-called "Aerization" took place in two phases. In the first from January 1933 until November 1938 it was the "voluntary Aryanizations". According to official reading, they represented a voluntary exchange of ownership between a Jewish and a non-Jewish contractor. This willingness to sell a business, practice, restaurant, pharmacy or business "voluntarily" was achieved through the processes described below. Increasingly, businessmen were using opportune slogans to store their stores or their advertising advertisements. One saw handwritten or printed with different slogans, for example: "German business", "German products" or "Christian business". This was followed by David stars painted on house walls and shop windows of the Jews. Publications of the local NSDAP, in which companies listed in lists were additionally marked with the name of the Jewish owner, were added. On April 1, 1933, the day of the "Jewish boycott", uniformed members of Nazi organs also posed in Cologne in front of Jewish shops and prevented customers from entering. The Jewish merchant Richard Stern gained some notoriety: the former front-line fighter from the First World War distributed a leaflet against the boycott and demonstratively stood with his Iron Cross next to the SA posts in front of his shop. The repressions against Jewish entrepreneurs had an effect in that the population shunned these shops while shopping and their owners thus lost their livelihoods. The longer Jewish businessmen withstood the pressure, the less compensation they had to offer for their property. In the press, advertisements about bankruptcies and takeovers of Jewish companies subsequently piled up. The second phase of "Aerization" began after November 1938, and now the party acted more openly. Jewish ownership of companies or real estate has now been "forced" by state regulations. They were forced to sell their property well below value. For example, it met the company "Deka-Schuh, Leopold Dreyfuß" in Ehrenfeld, the tie wholesaler "Herbert Fröhlich" in the Streitzeuggasse, the butcher's shop and snack chain "Katz-Rosenthal"[76], the fashion house "Michel" (later Jacobi) and the clothing store "Bamberger" (later Hansen). The numerous Jewish shops on Hohe Straße and Schildergasse were particularly hard hit, where almost one in three shops were "arized". With the shops and their familiar names familiar to the people of Cologne, the people who belonged to them disappeared. [77] At the end of these measures, the Cologne Jews were persecuted and deported. The boycott was also directed against lawyers and doctors. He began in Cologne on 31 March with physical attacks by SA and SS on Jewish lawyers in the judicial building at Reichensperger Platz, judges and lawyers were arrested, partly mistreated, then loaded onto garbage trucks and driven through the city. [78 ] Although Cologne had been the "capital" of the Nazi Party-Gaus Köln-Aachen since 1925, many did not expect the radicality of this party to begin. In 1927, the Körnerstraße Synagogue was built as the last building of Cologne's Jewish communities, designed by architect Robert Stern. It was consecrated "to the glory of God, to the truth of faith and the peace of mankind". [79] The church in Körnerstraße had a small front yard, surrounded by arcaded buildings. The prayer room offered 200 seats for the men and about 100 seats for the women, taking into account spatial separation by gender. The latter were, as is customary in many places, on a women's gallery. The Jewish population in Ehrenfeld comprised about 2000 people. The synagogue also had a Mikwe, which was discovered during excavation work in the Körnerstraße. [80] The plaque in The Körnerstraße today is reminiscent of the destroyed synagogue with its attached religious school: "This is where the Ehrenfeld Synagogue stood, connected with a religious school for girls and boys, built in 1927 according to the design of the architect Robert Stern, destroyed the day after the Reichspogromnacht on 9 November 1938" To the right of the former synagogue property is an air raid shelter built in 1942, which has been a listed building since 1995. Intermediate plant V a, a memorial stone at the sports field nearby commemorates the Nazi victims. After the organized and directed destruction of life, property and facilities taking place throughout the country, anti-Semitic politics intensified even further in Cologne. Jewish children were no longer allowed to attend German schools. Until January 1, 1939, all Jews were expelled from economic life and forced into forced labor. They were expropriated and tenants were deprived of tenant protection in 1939. In May 1941, the Cologne Gestapo ordered the jewish Colognes to be merged into so-called Jewish houses. As a result, many of them were sent to the barracks camp at Fort V in Müngersdorf. The ghettoization took place in preparation for the deportation to the extermination camps. In September 1941, the Police Ordinance on the Identification of Jews required all Jewish persons in the German Reich to wear a yellow Jewish star, visibly sewn on the left side of the chest of the garment, from the age of six. In October 1941, the first transport departed from Cologne, the last known one was sent to Theresienstadt on 1 October 1944. Immediately before the transports, the exhibition halls in Cologne-Deutz served as a collection warehouse. Transports departed from the lowlands of the Deutzer bahnhof. For most of the deportees, Lodz, Theresienstadt and other ghettos and camps in the east were only a transit station: from here, the deportation to the extermination camps took place, into almost certain death.



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    https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdische_Geschichte_in_K%C3%B6ln

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