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Seidenstraße – Wikipedia

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Projekt ✓ München ✓ Gebiet ✓ History ✓ Richtung ✓ Oktober ✓ Hafen ✓ Oxford ✓ Weitere ✓ Chinas ✓ Buddhismus ✓ Allgemeine

Zusammenfassung:    

Fernreisende halfen den Erregern, sich uber ihr Ursprungsgebiet hinaus zu verbreiten und so Populationen anzugreifen, die weder ererbte noch erworbene Immunitat gegen die Krankheiten, die sie auslosten, besassen. Spater trockneten die Oasen am Sudrand wieder aus, und ab dem fünf Jahrhundert wurde der Weg entlang des Nordrandes ublich: von Kaschgar (Kaxgar) ging es uber Tumshuq (Tumxuk), Aksu, Kuqa (Kucha), Karashar, Korla, Loulan und schliesslich erreichte man ebenfalls Dunhuang. Diese Verbindungen bestanden aber keineswegs kontinuierlich, liefen meist uber Mittelsmanner ab und waren immer wieder langere Zeitraume unterbrochen, in denen Handel, Verkehr und Austausch von Informationen behindert wurden.

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Seidenstraße – Wikipedia
Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/8f/Trans-Eurasia-Express.png/1200px-Trans-Eurasia-Express.png    

Im Siebenstromland wurden im 9.-14. Jahrhundert viele nestorianische Grabsteine errichtet. Bereits fruher erreichten Glaubige die damalige Hauptstadt von China, Xi'an, wie eine siebenhunderteinundachtzig errichtete Stele dokumentiert. Ein chinesisches Edikt von achthundertfünfundvierzig wandte sich gegen alle fremden Religionen und brachte den Nestorianismus hier bis zum zehn Jahrhundert zum Verschwinden. Mit der Mongolenherrschaft erlebte er eine zweite Blutezeit und verschwand dann in China im vierzehn Jahrhundert endgultig. Unter den Turkvolkern hielt sich der Glaube ebenfalls bis ins vierzehn Jahrhundert, als er von dem dem Islam anhangenden Timur Lenk ausgemerzt wurde.[5] Der Manichaismus entstand ab zweihundertvierzig n. Chr. im Zweistromland und verbreitete sich schnell in Persien, wo er sich aber nicht gegen den Zoroastrismus durchsetzen konnte, und im ostlich anschliessenden Tiefland von Turan. Er konnte Glaubige in Turfan, Merw und Parthien gewinnen. In den bedeutenden Handelskolonien der Sogdier fanden sich neben Nestorianern und Buddhisten zahlreiche Manichaer, wie auch im China des sieben Jahrhunderts. siebenhundertzweiundsechzig bekannten sich die Herrscher des uigurischen Steppenreiches zum Manichaismus und auch im Reich von Kocho hatte diese Religion neben dem Buddhismus eine starke Stellung. In Dunhuang verschwanden die Manichaer im elf Jahrhundert, in Turfan erst zur Mongolenzeit im dreizehn Jahrhundert.[6] Der Buddhismus entwickelte zur Zeitenwende im indisch-iranischen Grenzgebiet, in Gandhara und im Kuschana, unter hellenistischem Einfluss die Formensprache mit der menschlichen Buddha-Figur. Kanischka I., Konig des Kuschanareichs, war aus politischen Grunden Forderer des Buddhismus im Bereich der mittleren Seidenstrasse; die Religion gewann im drei und vier Jahrhundert in Sogdien viele Anhanger. Nach China gelangte der Buddhismus zum ersten Mal zur Zeitenwende, verstarkt wahrend der Nordliche-Wei-Dynastie im vier und fünf Jahrhundert, eine breite Wirkung entfaltete er aber erst im sieben Jahrhundert. Nachdem die Mongolen unter Kublai Khan im dreizehn Jahrhundert in verstarkten kulturellen Kontakt mit China kamen, konnte auch der Buddhismus Anhanger gewinnen. In Ost- und Westturkestan schwand der Buddhismus mit dem Vordringen des Islams, im Tarimbecken erst im fünfzehn Jahrhundert. In Dunhuang und China war er ungefahrdet.[7] Diese drei Religionen bestanden an vielen Orten der Seidenstrasse fur eine lange Zeit mehr oder weniger friedlich nebeneinander. Nach dem Tod Mohammeds sechshundertzweiunddreißig n. Chr. breitete sich der Islam aus (Islamische Expansion) und bald war auch der westliche Teil der Seidenstrasse und damit der transasiatische Handel unter islamischer Kontrolle. Nach der Eroberung des neupersischen Sassanidenreichs sechshundertzweiundvierzig n. Chr. setzte sich die Expansion in ostlicher Richtung fort. Der Islam verbreitete sich zunachst in den stadtischen Zentren entlang der Seidenstrasse, spater in den landlichen Gegenden. Auch in Zentralasien und China entstanden islamische Gemeinden. Unter Timur Lenk wurde der Islam im 14. Jahrhundert nochmals mit Gewalt verbreitet. Genauso wie religiose Vorstellungen oder kulturelle Guter verbreiteten sich wiederholt Krankheiten und Infektionen entlang der Seidenstrasse. Fernreisende halfen den Erregern, sich uber ihr Ursprungsgebiet hinaus zu verbreiten und so Populationen anzugreifen, die weder ererbte noch erworbene Immunitat gegen die Krankheiten, die sie auslosten, besassen. So entstanden Epidemien, die zu dramatischen Konsequenzen fuhren konnten. Das in Europa wohl bekannteste und folgenreichste Beispiel fur die Verbreitung von Krankheiten entlang der Seidenstrasse ist die Ausbreitung der Pest im vierzehn Jahrhundert. Nach einer Hypothese des Autors William Bernstein erlaubte die auf den Mongolensturm im dreizehn Jahrhundert folgende Pax Mongolica erneut intensivierte und direkte Handelskontakte zwischen Europa und Asien. Durch diesen regen Austausch wurden auch Pestbakterien, die vor allem in wild lebenden Nagetierpopulationen Asiens vorkommen, nach Europa gebracht.[8] Uber Handelsschiffe aus Kaffa auf der Halbinsel Krim gelangte die Pest um eintausenddreihundertachtundvierzig auch nach Mitteleuropa. Vor allem der Transport von Pelzen begunstigte ihre schnelle Verbreitung. Ungeklart in diesem Zusammenhang ist, warum der Schwarze Tod in China und Indien keine vergleichbare Zahl an Toten forderte. Im ahnlich dicht bevolkerten Indien des vierzehn Jahrhunderts kam es sogar zu einem Bevolkerungsanstieg; im viel dichter besiedelten China starben mehr Menschen an Hungersnoten und den Kriegen gegen die Mongolen als am Schwarzen Tod. Es gibt auch keine historischen Aufzeichnungen uber eine Pandemie, die mit dem Schwarzen Tod in Europa vergleichbar ware.[9 ] Die Seidenstrasse war alles andere als eine durch die Natur vorgegebene Route. Vom Mittelmeer bis nach China durch Trockengebiete und Wusten verlaufend, ist sie eine der unwirtlichsten Strecken der Erde, die durch versengtes, wasserloses Land lauft und eine Oase mit der nachsten verbindet. Das Zweistromland, das Iranische Hochland und das Tiefland von Turan liegen auf dem Weg. Hat man das Tarimbecken mit der Taklamakan-Wuste erreicht, ist man umgeben von den hochsten Gebirgsketten der Erde: Im Norden ragt der Tian Shan auf, im Westen der Pamir, im Sudwesten der Karakorum und im Suden der Kunlun. Nur ein paar eisige Passe, die mit ihren tiefen Schluchten und fünftausend zu uberwindenden Hohenmetern zu den schwersten der Welt gehoren, fuhren durch das Gebirge. Auch das Klima ist rau: Sandsturme sind haufig, im Sommer steigt die Temperatur auf uber vierzig degC an und im Winter sinkt sie oft unter minus zwanzig degC. Gerade durch die geographische Beschaffenheit bedingt, bildeten sich nur wenige feste Verkehrs- und Handelswege aus. An vielen Stellen gab es Alternativen und Ausweichwege. Meistens bezieht sich der Name,,Seidenstrasse" auf die hier beschriebene Route, die einige Verzweigungen aufweist, und die wegen ihrer Lange nochmals unterteilt wird in einen westlichen, mittleren und ostlichen Teil. Das Kernstuck der Seidenstrasse im Mittelalter Das Kernstuck der Seidenstrasse, manchmal auch mittlere Seidenstrasse genannt, erstreckt sich von der ostiranischen Hochebene und der Stadt Merw im Westen bis zur Wuste Gobi und der Stadt Dunhuang im Osten sowie dem Abzweig Richtung Suden nach Kaschmir und Peschawar. Es verbindet drei der wichtigsten asiatischen Kulturraume: Iran, Indien und China. Das Land ist gekennzeichnet durch Wusten mit alten Oasenstadten, der Kasachensteppe im Westen und der mongolischen Steppe im Osten sowie hohen Gebirgen.[10] Die Hauptroute teilt sich streckenweise in verschiedene Zweige auf. Von Merw konnte man den Oxus (heute Amudarja) uberqueren und erreichte die in Transoxanien gelegenen Stadte Buchara und Samarkand. Von dort aus fuhrte ein Nordostzweig uber Taschkent nordlich des Tian-Shan-Gebirges uber Beshbaliq (bei Urumqi) und uber Turpan (Turfan), Hami (Kumul), vereinigte sich bei Anxi (heute Guazhou) wieder mit dem Hauptzweig. Die im Tarimbecken gelegene Wuste Taklamakan konnte im Norden oder im Suden umgangen werden. Entlang dem Sudrand ging es uber Yarkant, Khotan (Hotan), Yutian, Qarqan, Keriya, Niya, Miran und Qakilik, bis man schliesslich Dunhuang erreichte. Ab dem 2. Jahrhundert, als ein Klimawechsel mehr Wasser in die Region brachte, war dies der ubliche Weg. Spater trockneten die Oasen am Sudrand wieder aus, und ab dem fünf Jahrhundert wurde der Weg entlang des Nordrandes ublich: von Kaschgar (Kaxgar) ging es uber Tumshuq (Tumxuk), Aksu, Kuqa (Kucha), Karashar, Korla, Loulan und schliesslich erreichte man ebenfalls Dunhuang. Von Kuqa (Kucha) gab es einen weiteren Abzweig nordostlich nach Turpan (Turfan) und dann weiter wie der oben beschriebene Nordostzweig. Auch das Siebenstromland war durch Pfade angebunden. Um nach Indien zu gelangen, mussten sehr hohe Gebirge uberquert werden. Von Merw gelangte man entlang des Oberlaufes des Oxus (Amu Darja) uber Baktra (heute Balkh) zum Khyber-Pass, uberquerte den Hindukush und gelangte in die nordwestindische Provinz Gandhara nach Begram, Kapisa und Peschawar. Die ostliche Seidenstrasse schliesst sich ostlich an die mittlere Seidenstrasse an und fuhrt zu den wichtigen Stadten Chinas. Sie fuhrte von Dunhuang ostlich uber Anxi (heute Guazhou) durch den Gansu- oder Hexi-Korridor uber Jiayuguan (bis hierher wurde die Grosse Mauer zum Schutz des Handelsweges gebaut), Zhangye und Wuwei bis nach Lanzhou, danach uber Tianshui und Baoji bis Chang'an. Von dort ging es nordostlich nach Peking oder ostlich nach Nanjing. Verlangerung von den chinesischen Stadten bis nach Korea und Japan.[14] Von den chinesischen Hafenstadten mit dem Schiff entlang der Kuste durch die Strasse von Malakka bis zu den Hafen an der indischen Ostkuste, um die indische Halbinsel herum zu den Hafen an der indischen Westkuste. Von dort zum Persischen Golf und ins Zweistromland oder zum Roten Meer und Agypten oder Palastina. Alteste Berichte uber den Verlauf der Seidenstrasse stammen aus der griechisch-romischen Antike. Herodot hat um vierhundertdreißig v. Chr. die Stationen der Route mit den Namen der dort ansassigen Volker bezeichnet. Nach seiner Beschreibung verlief die Strasse von der Mundung des Don zunachst nach Norden, ehe sie nach Osten abbog zu dem Gebiet der Parther und weiter uber einen Karawanenpfad nordlich des Tian Shan bis zur westlichen chinesischen Provinz Gansu. Verbindungen zwischen innerasiatischen Gebieten wie auch zwischen China und Europa hat es seit altester Zeit, mindestens seit Beginn der Bronzezeit gegeben. Sie basierten unter anderem auf dem Austausch von Kenntnissen der Metallgewinnung und -verarbeitung wie auch dem Austausch von Handelsgutern, ermoglichten diplomatische Kontakte und beforderten auch das Wissen uber die jeweils andere Kultur. Diese Verbindungen bestanden aber keineswegs kontinuierlich, liefen meist uber Mittelsmanner ab und waren immer wieder langere Zeitraume unterbrochen, in denen Handel, Verkehr und Austausch von Informationen behindert wurden. Eine entscheidende politische Voraussetzung fur die vollstandige Offnung des ostlichen Endes der Seidenstrasse war die chinesische Expansion nach Westen. Unter dem Kaiser Wudi (141-87 v. Chr.) verdoppelte sich nahezu die Grosse des Han-Reiches. Er reagierte auf Grenzbedrohungen mit der Eroberung der feindlichen Gebiete. Seine Armeen drangen weit nach Norden, Suden und Westen vor und unterwarfen zahlreiche angrenzende Staaten. 121 und 119 v. Chr. schlug die chinesische Kavallerie die Xiongnu und verdrangten sie Richtung Norden. In der Folge kontrollierte China den Gansu-Korridor und Zentralasien. Wudis Truppen nahmen Pamir und Ferghana in Besitz und so konnten die Handelswege zwischen China und dem Westen geoffnet werden. Die Parther standen ab einhunderteinundvierzig v. Chr. auf dem Hohepunkt ihrer Macht. Unter dem erfolgreichen Partherkonig Mithridates II. (124/123-88/87 v. Chr.) wurde 115 v. Chr. die Seidenstrasse,,eroffnet": Eine Delegation des chinesischen Kaisers Han Wudi machte ihre Aufwartung. Wahrend der Ostteil relativ sicher war, begannen ab fünfundfünfzig v. Chr. Auseinandersetzungen der Romer mit den Parthern, die erst durch den ersten romischen Kaiser Augustus zwanzig v. Chr. beendet wurden. Daraufhin belebte sich der Handel mit Fernost (Romisch-chinesische Beziehungen). In der Spatantike wurde der offene Handel zwischen Ostrom/Byzanz und dem neupersischen Sassanidenreich durch die romisch-persischen Kriege im drei bis sieben Jahrhundert teilweise stark behindert, aber nie ganz unterbrochen. Ein Teil des Ost-West-Handels wurde in dieser Zeit moglicherweise alternativ uber die Arabische Halbinsel gelenkt. Des Weiteren spielte in der romischen Kaiserzeit bis zur ausgehenden Spatantike der maritime Indienhandel (Romisch-indische Beziehungen uber das Rote Meer hin in den Indischen Ozean) eine wichtige Rolle. An der Entwicklung der Seidenstrasse waren auch die folgenden mittelasiatischen Volker beteiligt: Die Saken, die im 1. Jahrhundert v. Chr. in Nordindien auftauchten und bis ins 10. Jahrhundert ein Reich im Tarimbecken bildeten. Die nomadischen, altaischsprachigen Xiongnu errichteten in Gansu und der Mongolei im 3. Jahrhundert v. Chr. ein Reich, das sich 48 v. Chr. aufspaltete. Einige Stamme besiedelten spater das Ordos-Plateau, ihre Herrschaft in der Mongolei endete 155 n. Chr. Die Yuezhi, die manchmal auch als Tocharer bezeichnet werden, schufen ein Reich, das bis Ende des 7. Jahrhunderts n. Chr. bestand. Im fünf Jahrhundert erschienen die sogenannten iranischen Hunnen, die sehr wahrscheinlich in keiner direkten Beziehung zu den Hunnen in Europa standen, errichteten im 5./6. Jahrhundert eigene Herrschaften in Baktrien. Dazu gehoren die Kidariten, die Alchon-Gruppe, die Nezak-Gruppe und schliesslich die Hephthaliten.[16] Bereits zuvor erschienen im 4. Jahrhundert die Chioniten, die wohl mit den Kidariten in Verbindung stehen. Die nomadischen Rouran errichteten 400 n. Chr. ein Reich, das vom Tarimbecken bis weit in den Osten reichte und bis 552 n. Chr. bestand. Die Sogdier bildeten keinen Staat, gestalteten aber lange das kulturelle Leben in den Oasenstadten und spielten eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen Leben der Seidenstrasse. Die sogdischen Stadtstaaten gingen anschliessend, wie andere Herrschaftsbildungen entlang der alten Handelswege, im Zusammenhang mit der islamischen Expansion im 8. Jahrhundert unter (siehe Dewastic und Ghurak). China zur Zeit der Tang-Dynastie (um 700) Das fünfhundertzweiundfünfzig gegrundete Reich der Gok-Turken umfasste weite Teile Zentralasiens und der Mongolei, wobei Sogdier in Handel und Verwaltung eine wichtige Rolle spielten (siehe Maniakh). Im Westen bedrohte es Persien, im Osten China. Die beiden turkischen Khanate wurden aber selbst ebenso von ausseren (Chinesen und spater Araber) und inneren Konflikten (Aufstande, wie die der Turgesch, die um 700 das Erbe des westlichen Khanats antraten) bedroht und ging Mitte des 8. Jahrhunderts endgultig unter. Die ursprunglich nomadischen Tabgatsch wurden sesshaft, begrundeten die Nordliche Wei-Dynastie und beherrschten im 5. und 6. Jahrhundert das Gebiet zwischen Nordchina, Tarimbecken bis in die mongolische Steppe. Die buddhistischen Tibeter, die im 7. Jahrhundert ein eigenes Kaiserreich gegrundet hatten, besetzten im 8. Jahrhundert Gansu. Eine weitere Blutezeit erlebte die Seidenstrasse im spaten sieben Jahrhundert wahrend der chinesischen Tang-Dynastie, die die Perser als dominierende Macht uber die Seidenstrasse abloste. Der zweite Tang-Kaiser Taizong brachte grosse Teile Zentralasiens sowie das Tarimbecken unter seine Kontrolle. Die Araber eroberten jedoch unter hohen Verlusten im 8. Jahrhundert Zentralasien und stoppten auch die chinesische Expansion (Schlacht am Talas 751). Nach den Gebietsverlusten durch die arabische Eroberungen im sieben und acht Jahrhundert konnte sich das Byzantinische Reich im 10./11. Jahrhundert wieder zeitweise den Zugang zur Seidenstrasse sichern und blieb ein Hauptumschlagplatz fur ostliche Waren. Der Handel uber dem Seeweg war daneben aber ebenso bedeutsam. Nach der Tang-Zeit wurden wahrend der Funf Dynastien ab neunhundertsieben n. Chr. die Handelswege zunehmend unsicherer und der Handelsverkehr entlang der Seidenstrasse nahm ab. Die buddhistischen und mit den Tibetern verwandten Tanguten (oder Xixia), Nachfahren der Tabgatsch, erweiterten im zehn Jahrhundert ihr Reich bis Gansu. 1227 wurde dieses Reich von den Mongolen zerstort. Die Ausdehnung des Mongolischen Reiches im dreizehn Jahrhundert leitete eine Ara haufiger und ausgedehnter Kontakte ein. Sobald sie in ihren neuen Besitztumern Ordnung und Stabilitat geschaffen hatten, liessen die Mongolen sich auf Austausch mit Fremden ein. In ihrem universalen Machtanspruch waren sie gastfreundlich zu auslandischen Reisenden, auch wenn deren Herrscher sich nicht unterworfen hatten. In dieser auch Pax Mongolica genannten Zeit kam es zu einer starken Zunahme des Austausches von Waren und Menschen, ohne jedoch den Umfang zur Zeit der Tang-Dynastie zu erreichen. Bereits eintausendzweihundertzweiundsechzig begann der Verfall des riesigen Mongolischen Reiches. Nur die ersten drei Generationen nach Dschingis Khan vermochten das Reich zusammenzuhalten und weiter auszudehnen. Nach Mongke Khan trat an die Stelle eines einheitlichen Staates eine Gemeinschaft von Tschagatai-Khanat (bis 1565), Ilchanat (bis 1507), Goldener Horde (bis 1502) und Yuan-Dynastie (bis 1387). Dieses spatere Mongolische Reich hatte zwar auch einen Grosskhan, allerdings wurde dieser nicht immer von allen mongolischen Khanaten vollstandig anerkannt. Der letzte Grosskhan, der alle mongolischen Teilreiche tatsachlich beherrschte, war Timur Khan (bis 1307).[17] Danach kam es zwar wiederholt zu Tributzahlungen der anderen Khane an den jeweiligen Grosskhan, insbesondere an Toqa Timur,[18] sowie zu ahnlichen Gesten der Unterwerfung und Verbundenheit, allerdings wurden die politischen Geschicke des Mongolischen Reiches weitgehend dezentralisiert gelenkt. Insofern war das Mongolische Reich ab eintausenddreihundertsieben eher ein Staatenbund unter mehr formeller denn tatsachlicher Einheitsleitung. Trotz mangelhafter politischer Einheit war der Zusammenhalt auch nach eintausenddreihundertsieben noch deutlich erkennbar. Er manifestierte sich unter anderem in dem in der Jassa kodifizierten Recht, dem Post- und Kommunikationssystem (Ortoo und Paiza) und dem gemeinsamen Kunst- und Kulturgut wie insbesondere Schrift und Sprache. Der Niedergang der Seidenstrasse setzte mit der Song-Dynastie ein und wurde durch den verstarkten chinesischen Seehandel, die Entstehung neuer Markte in Sudostasien und die hohen Zollforderungen der Araber begunstigt. Ein weiterer wichtiger Grund war das Versiegen der von Gletschern gespeisten Flusse rund um die Wusten Taklamakan und Lop im mittleren Teil der Seidenstrasse.[19] Auf dem Seeweg entfielen die Gefahren der langen Reise und die Abgaben an die Zwischenhandler. Die Seidenstrasse verlor im Zuge der weltweiten Expansion der europaischen Seemachte in der Fruhen Neuzeit endgultig an Bedeutung. Der Handel uber die Seidenstrasse wurde durch Schiffe ersetzt, wobei chinesische Handler mit ihren Dschunken bis nach Indien und Arabien fuhren. Die Europaer waren seit der Song-Zeit in ihrem China-Handel stark eingeschrankt. Wahrend der Seeexpeditionen war daher eines ihrer Hauptziele, das sagenumwobene Cathay (China) auf dem Seeweg wiederzufinden. Erst eintausendfünfhundertvierzehn erreichten die Portugiesen China und etablierten schnell einen lebhaften Handel, spater besetzt durch Spanien. Seit der Mitte des sechzehn Jahrhunderts war das Reich der Mitte der Hauptprofiteur der europaischen Kolonien in der Neuen Welt. Ein grosser Teil des dort gewonnenen Edelmetalls wurde nach China verbracht, um dort Waren fur Europa einzukaufen. Mit der Zeit ersetzten Schiffe der Handelskompanien die Seidenstrasse als Verbindung nach Ostasien, um von dort Luxusartikel und Kunstgegenstande fur den europaischen Adel zu besorgen. Die Stadte entlang der Seidenstrasse verfielen, ehemals bluhende Kulturen verschwanden in einem langen Prozess und wurden auf Jahrhunderte vergessen.[19] Die ersten Erkundungen der Europaer in Chinesisch-Zentralasien unternahmen sogenannte,,Moonshees", von den Englandern angeworbene Einheimische, die das unbekannte Land vermessen sollten. Am zwölf Juni eintausendachthundertdreiundsechzig brach der Inder Mohammed-i-Hammeed auf und reiste von Kashmir nach Yarkand.[20] Ab eintausendachthundertachtundsiebzig begannen Forschungsreisen in das Kerngebiet der Seidenstrasse, unter anderem von Sven Hedin (1895), Aurel Stein, Albert Grunwedel, Albert von Le Coq, Paul Pelliot, Pjotr Kusmitsch Koslow und Langdon Warner. Weitere Fahrten wurden von dem Japaner Otani Kozui finanziert. In den folgenden Jahren wurden viele Ruinen wiederentdeckt und kartografiert, Manuskripte und Fresken in deutsche, russische, franzosische, japanische und englische Museen gebracht. Sven Hedin unternahm nochmals 1927-1933 eine wissenschaftliche Expedition entlang der Seidenstrasse; 1933-1935 schloss sich eine weitere Expedition im Auftrag der chinesischen Regierung an.[21] Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fuhrte China die Erforschung des auf seinem Gebiet liegenden Teils der Seidenstrasse selbst durch,[22] ein wichtiger Archaologe war Huang Wenbi. Heute beklagt China den Raub vieler Kulturguter durch die damaligen westlichen Expeditionen. Die uber lange Zeit vernachlassigten Verkehrswege erhalten seit den 50er Jahren und insbesondere seit dem Ende der Sowjetunion wieder mehr Aufmerksamkeit. Anknupfend an den alten Namen "Seidenstrasse" werden viele neuen Projekte als "Neue Seidenstrasse" bezeichnet. Bereits seit den 50er Jahren unterstutzen die Vereinten Nationen den Ausbau des asiatischen Verkehrsnetzes (Asiatisches Fernstrassen-Projekt). Seit den 90er Jahren wird im Rahmen des von der EU initiierten,,Verkehrskorridors Europa-Kaukasus-Asien" (TRACECA) der Ausbau der Infrastruktur zwischen Europa und Mittelasien gefordert. Im Jahr 2000 startete die russische Regierung als Reaktion auf TRACECA den,,International North-South Transport Corridor" (INSTC).[23] Am meisten offentliche Aufmerksamkeit erhalt das seit zweitausenddreizehn von China verfolgte Infrastrukturprojekt,,Belt and Road Initiative" (BRI), das die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen China einerseits und dem asiatischen, afrikanischen und europaischen Raum andererseits intensivieren soll. Dazu werden verschiedenste Einrichtungen (z. B. Tiefsee- oder Containerterminals) und Verbindungen (wie Bahnlinien oder Gaspipelines) entwickelt bzw. ausgebaut. Der wirtschaftliche Verkehr mit Afrika soll weitgehend uber die,,Maritime Seidenstrasse" (,,Maritim Silk Road" oder auch,,21st Century Maritim Silk Road") im Suden Asiens laufen. Sie verbindet die chinesische Kuste und ganz Sudostasien mit dem Mittleren Osten und Ostafrika bis hin nach Europa.[25] Teilnehmende zu Beginn des Gipfeltreffens BRI zweitausendsiebzehn Seit zweitausendfünf wurden bereits viele Mrd. US-Dollar in die Renovierung und den Ausbau des Streckennetzes investiert; zweitausenddreizehn startete die Belt and Road Initiative (BRI) - sie umfasst ungefahr siebzig Lander und einen Investitionsrahmen von bis zu eins Milliarden Dollar. Es werden Hafen, Strassen, Bahnstrecken, Logistikzentren und Handelsplatze entlang der,,neuen Seidenstrasse" gebaut bzw. erweitert, um neue Handelskorridore zwischen Asien, Afrika und Europa zu schaffen.[26] Die Initiative ist kein sentimentales Planspiel mit alten Handelsrouten zwischen der Lagunenstadt Venedig und dem fernen Orient, sondern dient strategischen Uberlegungen zu einem geopolitischen wirtschaftlichen Wettbewerb.[27] Die geplanten Wirtschaftskorridore und Transportlinien reichen zur See vom Schanghaier Tiefwasserhafen Yangshan, uber Hongkong, Singapur, Port Klang (Malaysia), Laem Chabang (Thailand) und Colombo nach Dschibuti beziehungsweise Daressalam in Tansania und uber den Suezkanal, den griechischen Hafen Piraus (der durch chinesische Investoren zu einem Drehkreuz im ostlichen Mittelmeer ausgebaut wird) bis zum Tiefwasser- und Freihafen Triest mit seinen Verknupfungen an Zentraleuropa. Sie reichen als Landweg von der chinesischen Kustenstadt Yiwu uber Kirgistan, den Iran bis in die Turkei oder uber Peking und Moskau bis nach Westeuropa. Gerade der Landweg gilt infolge der beteiligten Lander wie Iran, Kasachstan, Russland oder auch Usbekistan als nicht unbedingt nachhaltig sicher, befahrbar und durchlassig.[28] Es gibt auch erhebliche Anstrengungen im arabischen Raum (dort vor allem in Saudi-Arabien und in Agypten) und im Iran, durch einen Ausbau der Infrastruktur Teil des maritimen Transfers zwischen China und Europa zu werden.[29] Fur viele dieser Projekte ist Vorbild die Jebel Ali Free Zone in Dubai, wo bereits sieben Unternehmen angesiedelt sind. Laut Schatzungen konnte der Handel entlang der Seidenstrasse bald knapp vierzig % des gesamten Welthandels umfassen, wobei ein Grossteil auf den Seeweg entfallt.[30] Heute schon wichtige Fernhandelsrouten laufen uber Triest in die Turkei bzw. nach Griechenland und von dort uber den Iran oder uber den Suez-Kanal Richtung China. Gerade hinsichtlich der Landverbindungen nach Ostasien kommen dabei Trailer im RoRo-Verkehr zum Einsatz.[31] Seit eintausendneunhundertneunzig besteht eine 10.870 Kilometer lange Eisenbahnverbindung, die Rotterdam in Europa mit der ostchinesischen Hafenstadt Lianyungang in der Provinz Jiangsu verbindet. Der Bau von Strassen, der durch die Entdeckung grosser Olreserven begunstigt wurde, hat den Zugang zu den unwirtlichen Gegenden erleichtert und die Regionen wurden industrialisiert. Auch die Handelswege an sich wurden wieder eroffnet und sind nicht zuletzt fur den Tourismus bedeutend.

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