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Anthroposophie – AnthroWiki

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Anthroposophie

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Steiner, Rudolf

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: GA 11, S. 23) Auch hat Rudolf Steiner wiederholt darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse der Geistesforschung zwar nur durch die Geistesschau gefunden, sehr wohl aber mit gesundem Menschenverstand und sachgemasser Tatsachenlogik verstanden und auch auf ihren Wahrheitsgehalt uberpruft werden konnen. Im Herbst eintausendneunhundertdreizehn begannen in Dornach bei Basel (Schweiz) die Arbeiten am ersten Goetheanum, das als Veranstaltungsstatte und Zentrum der Gesellschaft dienen sollte, nachdem fur ein ursprunglich in Munchen geplantes Gebaude mehrfach die Baugenehmigung versagt worden war. Es brauchen die meisten Menschen ein jahrelanges Arbeiten in solchen Konzentrationen, wenn auch das Tagesleben von solchen Konzentrationen nicht abgelenkt wird; denn man kann sie nur durch wenige Minuten, hochstens durch Teile einer Stunde festhalten, aber man muss sie immer und immer wiederum wiederholen, bis es wirklich gelingt, die Krafte, die sonst nur schlummern in der menschlichen Natur -- die im Alltagsleben ja auch da sind, die aber schlummern --, so zu verstarken, dass sie wirksam werden in unserer Seele und herausreissen das Geistig-Seelische aus dem ich, wie gesagt, nicht herumreden mochte in abstrakter Art, sondern Ihnen Tatsachen mitteilen mochte, so sei es gleich gesagt, dass, wenn es dem Geistesforscher gelingt, durch Energie und Ausdauer, durch Hingabe an seine Ubungen wirklich zur Frucht seiner Ubungen zu kommen, er dann zu einem Erlebnis gelangt, das zunachst genannt werden konnte ein Erlebnis des rein inneren Bewusstseins.

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Anthroposophie – AnthroWiki
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" Es muss ein Ideal der Mensehen sein, die objektive Wahrheit zu durchdringen und anzuerkennen, sich zu erheben durch objektive Wahrheit in die geistigen Welten. Dem wurde ein Hindernis entgegengeschoben werden, wenn man irgendeine Wahrheit, die, wie es nicht sein kann in der Zukunft, einseitig auf personliche Autoritat begrunden wollte! " (Lit. : GA 133, S. 164) " Es treten Menschen auf, die das Anthroposophische mit Recht, mit vollem Recht, mit Enthusiasmus verkunden. Sie betonen dabei aber, dass sie bei dieser Verkundung eine Lehre geben, die ihrer Erfahrung zunachst nicht zuganglich sei, die sie vertreten als eine Lehre, die nur dem Geistesforscher als solchem zuganglich sei. Dadurch wird ein Konflikt herbeigefuhrt mit der Geisteshaltung der heutigen Zivilisation. Die heutige Zivilisation macht dem Menschen einen Vorwurf, wenn er gewissermassen doch auf eine Art Autoritat hin irgendeine Weltanschauung vertritt. Dieser Vorwurf wurde ja wegfallen, wenn man grundlich einmal huben und druben einsehen wurde, dass die Ergebnisse der Geistesforschung, wie sie in der Anthroposophie gemeint sind, zwar gefunden werden mussen mit Methoden, die der einzelne sich auf verschiedenen Wegen aneignen muss, dass diese Ergebnisse aber von dem wirklich unbefangenen Menschenverstande, wenn sie einmal da sind, tatsachlich auch eingesehen werden konnen. " (Lit. : GA 257, S. 50f) Anthroposophie sollte eben nicht auf Treu und Glauben angenommen werden, sondern durch eigenes individuelles Verstandnis errungen werde. Rudolf Steiner gab sich aber keiner Illusion daruber hin, dass dies noch sehr selten geschieht und Anthroposophie oft nur mit einer Art von religiosem Gefuhl aufgefasst wird. ,,Anthroposophie wird gelehrt, vorgetragen, in Buchern geschrieben; und ich habe die, wie ich glaube, begrundete Uberzeugung, dass in der Art, wie es durch die Fragesteller hier, durch einzelne Fragesteller wenigstens, verlangt wird, dass Anthroposophie fur den einzelnen Menschen ein Wissen sei -, dass ein solches Wissen, ein solches Verstandnis fur die meisten, fur sehr viele wenigstens, ja fur die Majoritat derjenigen, die sich heute fur Anthroposophie ganz intensiv interessieren, noch nicht vorhanden ist. Es gibt heute sehr viele Menschen, die eben auf das hin, was sie gehort haben, auf Treu und Glauben hin die Anthroposophie annehmen. Aber warum tun sie denn das? Warum sind gerade solche Menschen in grosser Anzahl da, die auf Treu und Glauben die Anthroposophie aufnehmen? Sehen Sie, unter denen sind die meisten in einer ganz bestimmten Richtung angelegte religiose Naturen, und ohne dass sie eigentlich Anspruch darauf machen, die Dinge gleich bis in den Grund hinein zu verstehen, folgen sie der Anthroposophie, weil sie einen gewissen religiosen Duktus in der ganzen Fuhrung, mochte ich sagen, der anthroposophischen Angelegenheiten verspuren. Es ist gerade eine Art religioses Gefuhl, ein religioses Empfinden, was heute zahlreiche von den Menschen zur Anthroposophie bringt, die nicht in der Lage sind, die Anthroposophie so zu durchschauen, wie der Botaniker die Botanik durchschaut; und das wird ja eigentlich hier gefordert. " (Lit.:GA 343a, S. 92f) Rudolf Steiner wollte die Anthroposophie auch nicht als abgeschlossenes Lehrsystem verstanden wissen; um auf ihr bestandig lebendig sich wandelndes, fern jeder Dogmatik stehendes Wesen hinzuweisen, hatte er ihr am liebsten jede Woche einen neuen Namen gegeben: " Und so handelt es sich darum, dass Anthroposophie in dem Augenblicke, wo sie ins Leben eingreifen will, nur allgemein menschlich sein will, absehen will von jeder Dogmatik, wiederum das Leben selber ergreifen will, darstellen will [] Und diesen Unterschied der anthroposophischen Bewegung gegenuber anderen Bewegungen, den musste man sich bestreben, der Welt klar zu machen: ihr Umfassendes, ihr Unvoreingenommenes, ihr Vorurteilsloses, ihr Dogmenfreies: dass sie bloss eine Versuchsmethode des allgemein Menschlichen und der allgemeinen Welterscheinungen sein will [ ] Und so mochte man eigentlich, dass Anthroposophie jede Woche einen andern Namen haben konnte, damit sich die Leute gar nicht gewohnen konnen an all das, was aus einer Namengebung folgt. " (Lit. : GA 259, S. 173f) Die Wahrheit, als freies Erzeugnis des Menschengeistes (Lit.: GA 3, S. 11f), muss im unermudlichen individuellen Streben nach Wahrhaftigkeit immer wieder neu begrundet werden: " Es mag manches hier zusammengetragen sein uber okkulte Dinge. In funfzig Jahren wird man vielleicht diese oder jene Punkte genauer erforscht haben, wird dieses oder jenes anders sagen konnen. Und wenn kein Stein zuruckbleiben wurde von dem, was als Inhalt hier ausgefuhrt worden ist, dass aber das eine zuruckbleibt, mochte ich: dass hier inauguriert und scharf eingehalten worden ist eine theosophisch-okkultistische Bewegung, die einzig und allein begrundet sein will auf Wahrhaftigkeit und Wahrheit! Und wenn man selbst schon in funfzig Jahren sagen wird: Alles muss korrigiert werden, was die da gesagt haben; aber wahr wollten sie sein und nichts passieren lassen als das, was wahr sein kann, - dann ware auch mein Ideal erreicht. Wahrhaftigkeit und Wahrheit, dass sie bestehen konnen auch mit einer okkultistischen Bewegung, das sollte einmal, und wenn sich noch so viele Sturme dagegen erheben werden, mit unserer Bewegung in der Welt - ich will nicht stolz sein und sagen <> -, sondern angestrebt werden! " (Lit. : GA 133, S. 168) So gelten auch bezuglich der Anthroposophie die gegen jegliche Dogmatik gerichteten Worte, die der Geisteslehrer Benedictus im sechs Bild des zweiten Mysteriendramas,,Die Prufung der Seele" spricht: Sie konnen sich dabei auf jene Worte stutzen, Die ich im Erdensein gesprochen. Sie ahnen nicht, dass diese Worte Sich lebend nur erzeugen konnen, Wenn sie im rechten Sinne fortgebildet werden Von jenen, welche meiner Arbeit Folger sind. Wie bei jeder anderen Wissenschaft sind auch in der anthroposophischen Geisteswissenschaft Irrtumer moglich, die einer spateren Korrektur bedurfen; allerdings ist die Gefahr hier nicht so gross wie bei einer Forschung, die sich nur auf aussere Tatsachen stutzt. " Um einem moglichen Irrtum vorzubeugen, sei hier gleich gesagt, dass auch der geistigen Anschauung keine Unfehlbarkeit innewohnt. Auch diese Anschauung kann sich tauschen, kann ungenau, schief, verkehrt sehen. Von Irrtum frei ist auch auf diesem Felde kein Mensch; und stunde er noch so hoch. Deshalb soll man sich nicht daran stossen, wenn Mitteilungen, die aus solchen geistigen Quellen stammen, nicht immer vollig ubereinstimmen. Allein die Zuverlassigkeit der Beobachtung ist hier eine doch weit grossere als in der ausserlichen Sinnenwelt. " (Lit. : GA 11, S. 23) Auch hat Rudolf Steiner wiederholt darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse der Geistesforschung zwar nur durch die Geistesschau gefunden, sehr wohl aber mit gesundem Menschenverstand und sachgemasser Tatsachenlogik verstanden und auch auf ihren Wahrheitsgehalt uberpruft werden konnen. " Es ist nicht notig, dass man dem Geistesforscher blind glaubt. Gewiss, zum Entdecken solcher Dinge, wie ich sie dargestellt habe in <>, gehort Geistesforschung. Wird das aber dargestellt, dann muss der Geistesforscher ganz offen zugestehen demjenigen, der dann die Tatsachen pruft, die der Geistesforscher aus dem, was er die hoheren Wesenheiten nennt, erklaren will, der die ausseren Tatsachen sieht, der alles sammeln kann, was ihm nur irgend zuganglich ist, er muss ihm zugestehen: Du kannst und darfst mir ordentlich auf die Finger klopfen, wenn du irgend etwas findest, was den ausseren Tatsachenfolgen widerspricht, die eintreten mussen, wenn meine Anschauung richtig ware. " (Lit. : GA 324, S. 132) " Erforscht konnen die ubersinnlichen Tatsachen nur durch die ubersinnliche Wahrnehmung werden; sind sie aber erforscht und werden sie von der Wissenschaft des Ubersinnlichen mitgeteilt, so konnen sie eingesehen werden durch das gewohnliche Denken, wenn dieses nur wirklich unbefangen sein will [] Wenn nun jemand das betrachtet, was er gegenwartig in blosser sinnlicher Wahrnehmung vor sich hat, und dann dasjenige in sich aufnimmt, was die ubersinnliche Erkenntnis daruber sagt, wie seit urferner Vergangenheit dieses Gegenwartige sich entwickelt habe, so vermag er bei wahrhaft unbefangenem Denken sich zu sagen: Erstens ist es durchaus logisch, was diese Erkenntnis berichtet; zweitens kann ich einsehen, dass die Dinge so geworden sind, wie sie mir eben entgegentreten, wenn ich annehme, dass dies richtig sei, was durch die ubersinnliche Forschung mitgeteilt wird. Mit dem <> ist naturlich in diesem Zusammenhange nicht gemeint, dass innerhalb irgendeiner Darstellung ubersinnlicher Forschung nicht Irrtumer in logischer Beziehung enthalten sein konnten. Auch hier soll von dem <> nur so gesprochen werden, wie man im gewohnlichen Leben der physischen Welt davon spricht. Wie da die logische Darstellung als Forderung gilt, trotzdem der einzelne Darsteller eines Tatsachengebietes logischen Irrtumern verfallen kann, so ist es auch in der ubersinnlichen Forschung. Es kann sogar vorkommen, dass ein Forscher, der auf ubersinnlichen Gebieten wahrzunehmen vermag, sich Irrtumern in der logischen Darstellung hingibt und dass einen solchen dann jemand verbessern kann, der gar nicht ubersinnlich wahrnimmt, wohl aber die Fahigkeit eines gesunden Denkens hat. " (Lit. : GA 13, S. 142f) " Unrichtig ist es, wenn von dieser oder jener Seite immer wieder und wiederum gesagt wird: Ja, wie soll ich denn einsehen, dass das richtig ist, was der oder jener als Initiationswissenschaft vorbringt, wenn ich nicht selber in die geistige Welt hineinsehen kann. -- Unrichtig ist es. Der gesunde Menschenverstand, der nicht irregeleitet ist durch irrtumliche naturliche oder soziale Ideen von heute, der kann von sich aus entscheiden, ob Wahrheitsduktus waltet in dem, was irgend jemand spricht. Irgend jemand spricht von geistigen Welten: man muss nur alles zusammen nehmen, die Art, wie gesprochen wird, der Ernst, in dem die Dinge aufgefasst werden, die Logik, die entfaltet wird und so weiter, dann wird man sich ein Urteil daruber aneignen konnen, ob dasjenige, was als Kunde von der geistigen Welt gebracht wird, Scharlatanismus ist, oder ob es einen Fond hat. Dies kann jeder entscheiden, und bei niemandem ist ein Hindernis vorhanden, das fruchtbar zu machen im naturlichen und im sozialen Denken, was aus dem Quell des geistigen Lebens herausgeholt wird von jenen, die berechtigt sind, von dem Prinzip der Initiation zu sprechen. " (Lit. : GA 194, S. 198f) ,,Sie erinnern sich, wie ich in diesen Tagen ausgefuhrt habe, dass zum Allerwichtigsten, zum Allerwesentlichsten in der Erkenntnis der gegenwartigen Zeit gehort, dass die Menschheit gewissermassen vor einer neuen Offenbarung steht. Es ist diejenige Offenbarung, die geschehen soll, und in gewisser Beziehung auch schon geschieht, durch die Geister der Personlichkeit, welche, wenn man sich so ausdrucken will, zu der Wurde von Schopfern aufsteigen, wahrend wir als Schopfer im Weltengange der Menschheit bisher nur haben ansprechen konnen diejenigen Geister, welche in der Bibel die Elohim genannt werden, die wir die Geister der Form nennen. Etwas Schopferisches also wird auftauchen innerhalb desjenigen, was der Mensch beim Verfolgen der Aussenwelt bemerken kann. " (Lit.:GA 187, S. 164f) ,,Wenn wir alles das, was wir da geisteswissenschaftlich betrachten konnen, ins Auge fassen, so konnen wir die Geister der Form eben schopferische Geister nennen. Ihnen verdankt der Mensch vor allen Dingen sein Dasein, so wie er als Erdenmensch ist. Bis zu unserem Zeitalter aber waren die Geister der Personlichkeit nicht schopferische Geister. Sie waren Geister, welche verschiedene Angelegenheiten vom geistigen Reiche aus ordneten. Sie konnen ja nachlesen in meiner <> uber die Tatigkeit dieser Geister der Personlichkeit. Aber es beginnt die Zeit, wo sie zunachst wirklich einzugreifen haben in das Schopferische der Menschheitsentwickelung. Spater werden sie auch in das Schopferische der anderen Reiche einzugreifen haben. Es findet ja Entwickelung statt im Hierarchischen. Die Geister der Personlichkeit steigen zu einer schopferischen Tatigkeit auf. Das weist uberhaupt hin auf ein bedeutsames Geheimnis in der Menschheitsentwickelung. Wer nicht in oberflachlicher Naturbetrachtung, wie sie heute gang und gabe ist, die Menschheitsentwickelung zu umfassen sucht, sondern wer sie mit geisteswissenschaftlichen Impulsen innerlich anschaut, der weiss, dass seit dem Beginne der jetzt oft von verschiedenen Gesichtspunkten besprochenen funften nachatlantischen Zeit in dem Menschen etwas zu ersterben beginnt. Mit diesem Ersterben, ich mochte sagen, mit diesem Abgelahmtwerden von etwas in unserer Natur, mit dem hangt im Grunde unser ganzer Fortschritt auch im Seelischen und Geistigen zusammen. Wir sind nicht mehr in demselben Sinne lebendige Menschenwesen, wenn ich es krass ausdrucken will, wie es die Menschen vor Jahrhunderten oder gar vor Jahrtausenden waren. Die hatten starkere Vitalitat in sich, starkere Kraft in sich, Kraft, die vom blossen Leiblichen ausging. Der Mensch kennt ja das Sterben nur, wenn es in der radikalen Form des Auf horens des Erdenlebens auftritt. Allein, Sie wissen aus den geisteswissenschaftlichen Betrachtungen, dass in uns fortwahrend etwas stirbt. Und wenn nicht fortwahrend etwas sturbe, so hatten wir kein Bewusstsein. Bewusstsein hangt zusammen gerade mit dem Ersterben von etwas in uns. Aber dieses Ersterben, dieser Prozess des Ersterbens, der ist jetzt starker, als er zum Beispiel im ersten christlichen Jahrhundert oder gar in den vorchristlichen Jahrhunderten war. Dasjenige, was im Menschen von den schopferischen Geistern als Geistern der Form herruhrte, das beginnt, wenn ich so sagen darf, stark zu sterben, und neues Schopferisches muss der Menschennatur eingefugt werden, Schopferisches, das zunachst vom Geistigen auszugehen hat. Es ist in der Tat so, dass dem Menschen, der sich nicht dagegen straubt, von unserem Zeitalter ab schopferische Krafte aus dem Geiste heraus zufliessen. Diese schopferischen Krafte sucht Geisteswissenschaft zu verstehen. Sie sucht das, was hereindringt aus Welten, die bisher nicht ihre Impulse in die Menschheitsentwickelung einfliessen liessen, was als neues Geistiges in die Zeitentwickelung eintritt, denkend, schauend zu erfassen. Und das ist eigentlich, was im wirklich modernen Sinne orientierte Geisteswissenschaft ist. Also die tritt nicht auf wie irgendein anderes, sei es wissenschaftliches oder sonstiges Programm, sondern die tritt gewissermassen auf, weil die Himmel neue Offenbarungen den Menschen zusenden, und weil diese neuen Offenbarungen verstanden werden sollen. Wer nicht in diesem Sinne die Aufgabe der anthroposophisch orientierten Geisteswissenschaft versteht, der versteht sie uberhaupt nicht. Denn diese anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft wurde schweigen, wenn sie nicht Neues, eben erst Hereinbrechendes, wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf, von den Himmeln der Menschheit sich Offenbarendes zu verkunden hatte. Und was sich offenbart durch den Schleier der Erscheinungen, das ist der Ausdruck eines neuen schopferischen Prinzips, das besorgt wird durch die Geister der Personlichkeit. Damit hangt es zusammen, dass gerade dieses unser Zeitalter, von dem wir ja sagten, dass es begonnen habe mit dem funfzehnten nachchristlichen Jahrhundert, als seine charakteristische Eigenschaft die Auspragung der Impulse der Personlichkeit hat. Die Personlichkeit will sich, wenn ich den trivialen Ausdruck gebrauchen darf, auf die eigenen Fusse stellen, und wird das immer mehr und mehr wollen in das dritte Jahrtausend hinein. Dann werden andere Impulse nach Vollendung der Personlichkeit auftreten. " (Lit.:GA 186, S. 272f) ,,Jeder Mensch umspannt mit seinem Denken nur einen Teil der gesamten Ideenwelt, und insofern unterscheiden sich die Individuen auch durch den tatsachlichen Inhalt ihres Denkens. Aber diese Inhalte sind in einem in sich geschlossenen Ganzen, das die Denkinhalte aller Menschen umfasst. Das gemeinsame Urwesen, das alle Menschen durchdringt, ergreift somit der Mensch in seinem Denken. Das mit dem Gedankeninhalt erfullte Leben in der Wirklichkeit ist zugleich das Leben in Gott. " (Lit.:GA 4, S. 250) Dass,,das gemeinsame Urwesen, das alle Menschen durchdringt" tatsachlich auf die Archai hinweist, erhellt sich aus Rudolf Steiners Antwort auf eine diesbezugliche Frage von Walter Johannes Stein: ,,Da durfte ich an Rudolf Steiner einmal die Frage richten nach diesem Wesen, und er gab mir die Antwort: <> " (Lit.: Thomas Meyer (Hg.): Walter Johannes Stein - Rudolf Steiner. Dokumentation eines wegweisenden Zusammenwirkens, S. 284) Anthroposophie und Lebenspraxis Die anthroposophische Geisteswissenschaft wurde von Rudolf Steiner nicht als theoretisches Lehrgebaude konzipiert, sondern zielt darauf ab, in der unmittelbaren Lebenspraxis fruchtbar zu werden. Steiner hat dazu folgende Devise formuliert: ,,Eine Devise muss aus geisteswissenschaftlicher Gesinnung die Menschen ergreifen, sonst wird kein Fortschritt in unserer heillosen Zeit moglich sein. Und diese Devise muss sein: Suchet das wirklich praktische materielle Leben, Aber suchet es so, dass es euch nicht betaubt uber den Geist, der in ihm wirksam ist. Suchet den Geist, Aber suchet ihn nicht in ubersinnlicher Wollust, aus ubersinnlichem Egoismus, Sondern suchet ihn, Weil ihr ihn selbstlos im praktischen Leben, in der materiellen Welt anwenden wollt. Wendet an den alten Grundsatz: <> in der Art, dass ihr sagt: Wir wollen alles Materielle im Lichte des Geistes tun, Und wir wollen das Licht des Geistes so suchen, Dass es uns Warme entwickele fur unser praktisches Tun. Der Geist, der von uns in die Materie gefuhrt wird, Die Materie, die von uns bearbeitet wird bis zu ihrer Offenbarung, Durch die sie den Geist aus sich selber heraustreibt; Die Materie, die von uns den Geist offenbart erhalt, Der Geist, der von uns an die Materie herangetrieben wird, Die bilden dasjenige lebendige Sein, Welches die Menschheit zum wirklichen Fortschritt bringen kann, Zu demjenigen Fortschritt, der von den Besten in den tiefsten Untergrunden der Gegenwartsseelen nur ersehnt werden kann. Anfang des neunzehn Jahrhunderts ubernahm der Schweizer Arzt und Philosoph I.P.V. Troxler (1780-1866) den Begriff,,Anthroposophie" und ordnete ihn der Biosophie zu (Elemente der Biosophie, 1806). Im Sinne der Vorlaufer der Lebensphilosophie, vor allem des NaturphilosophenSchelling, bei dem Troxler studiert hatte, sollte Biosophie,,Naturerkenntnis durch Selbsterkenntnis" bedeuten. Die Erkenntnis der menschlichen Natur nannte Troxler Anthroposophie. Die Philosophie - und alle Philosophie sei Naturerkenntnis - muss ihm zufolge zur Anthroposophie werden. Diese wird als eine,,objektivierte Anthropologie" vorgestellt, die vom,,ursprunglichen Menschen" ausgehen soll. In der menschlichen Natur vereinen sich demzufolge in einem mystischen Vorgang Gott und Welt. Auch Immanuel Hermann Fichte verwendete den Begriff eintausendachthundertsechsundfünfzig in,,Anthropologie - Die Lehre der menschlichen Seele" und bezeichnete damit eine,,grundliche Selbsterkenntniss des Menschen", die,,nur in der erschopfenden Anerkenntnis des Geistes" liege. Wahrhaft grundlich oder ergrundend konne sich der,,Menschengeist" aber nicht erkennen, ohne damit der,,Gegenwart oder Bewahrung des gottlichen Geistes an ihm inne zu werden". Der ReligionsphilosophGideon Spicker (1872-1920), der eine,,Religion in philosophischer Form auf naturwissenschaftlicher Grundlage" anstrebte und den Konflikt zwischen Glauben und Wissen, zwischen Religion und Naturwissenschaft als das Grundproblem seines Lebens und Denkens ansah, formulierte das Programm der Anthroposophie, ebenfalls im Sinne,,hochster Selbsterkenntnis":,,Handelt es sich aber in der Wissenschaft um die Erkenntnis der Dinge, in der Philosophie dagegen in letzter Instanz um die Erkenntnis dieser Erkenntnis, so ist das eigentliche Studium des Menschen der Mensch selbst, und der Philosophie hochstes Ziel ist Selbsterkenntnis oder Anthroposophie. " (Die Philosophie des Grafen von Shaftesbury, 1872). Spickers Ideal umfasste in der Religion die Einheit von Gott und Welt als selbstverantwortete Erkenntnis unter Anwendung von Vernunft und Erfahrung. Der osterreichische Philosoph und HerbartianerRobert Zimmermann (1824-98), Schopfer der,,Philosophischen Propadeutik", wahlte die Bezeichnung,,Anthroposophie" eintausendachthundertzweiundachtzig als Titel einer Programmschrift, die ein System idealer Weltsicht auf realistischer Grundlage zu beschreiben suchte (,,Anthroposophie im Umriss. Entwurf eines Systems idealer Weltsicht auf realistischer Grundlage", 1882). Zimmermann, bei dem Steiner Philosophie-Vorlesungen horte, wollte in seinem System uber die,,Schranken und Widerspruche, die der gemeine Erfahrungsstandpunkt in sich tragt", hinausgehen und eine,,Philosophie des Menschenwissens" errichten, die als Wissenschaft von der Erfahrung ausgeht, aber, wo es das logische Denken erfordert, uber sie hinausreicht. Steiner wahlte bereits 1902 den Begriff Anthroposophie fur den Titel von Vortragen in Berlin.[4] In einem auf den sechzehn September eintausendneunhundertzwei datierten Brief an Wilhelm von Hubbe-Schleiden schreibt er: " Ausserdem werde ich noch irgendwo einen fortlaufenden Kursus halten: <> Im Bruno-Bund hoffe ich ebenfalls einen Vortrag zu halten uber <>[5]. Das ist nur so vorlaufig Projektiertes. " (Lit. : GA 169, S. 80f) eintausendneunhundertsechzehn beschrieb Steiner die Anregung durch Zimmermann: ,, Als es sich vor einer Anzahl von Jahren darum handelte, unserer Sache einen Namen zu geben, da verfiel ich auf einen solchen, der mir lieb geworden war, deshalb, weil ein Philosophie-Professor, dessen Vortrage ich in meiner Jugendzeit gehort habe, Robert Zimmermann, sein Hauptwerk 'Anthroposophie' genannt hat. Das war in den achtziger Jahren des neunzehn Jahrhunderts. Ubrigens fuhrt der Name Anthroposophie weiter zuruck in der Literatur. Man brauchte ihn auch schon im achtzehn Jahrhundert; ja auch fruher. Der Name ist also alt; wir wenden ihn fur Neues an. Uns soll der Name nicht bedeuten <>. Das ist die ausdruckliehe Absicht derjenigen, die den Namen gegeben haben. Unsere Wissenschaft selbst fuhrt uns zu der Uberzeugung, dass innerhalb des Sinnesmenschen ein Geistesmensch lebt, ein innerer Mensch, gewissermassen ein zweiter Mensch. Wahrend nun dasjenige, was der Mensch durch seine Sinne und durch den an die Sinnesbeobachtung sich haltenden Verstand uber die Welt wissen kann, <> genannt werden kann, soll dasjenige, was der innere Mensch, der Geistesmensch wissen kann, <> genannt werden. Anthroposophie ist also das Wissen des Geistesmenschen; und es erstreckt sich dieses Wissen nicht bloss uber den Menschen, sondern es ist ein Wissen von allem, was in der geistigen Welt der Geistesmensch so wahrnehmen kann, wie der Sinnesmensch in der Welt das Sinnliche wahrnimmt. Weil dieser andere Mensch, dieser innere Mensch, der Geistesmensch ist, so kann man dasjenige, was er als Wissen erlangt, auch <> nennen. Und der Name Geisteswissenschaft ist noch weniger neu als der Name Anthroposophie. " (Lit. : GA 35, S. 176f) " Im Grunde genommen soll ja Anthroposophie nichts anderes sein als jene Sophia, das heisst jener Bewusstseinsinhalt, jenes innerlich Erlebte in der menschlichen Seelenverfassung, die den Menschen zum vollen Menschen macht. Nicht <> ist die richtige Interpretation des Wortes Anthroposophie, sondern <>; das heisst, hinzielen sollen Willensumwendung, Erkenntniserfahrung, Miterleben des Zeitenschicksals dahin, der Seele eine Bewusstseinsrichtung, eine Sophia zu geben. " (Lit. : GA 257, S. 76) ,,Eng hangt gewissermassen zusammen die Rettung, das Verstandnis des Ereignisses von Golgatha mit der anthroposophischen Vertiefung der Menschheit, mit einer neuerlichen wirklichen Erkenntnis des Wesens des Menschen. Deshalb der Name Anthroposophie, das heisst: Weisheit, die entspringt, wenn der Mensch sich in seinem hoheren Selbst findet. Man kann eigentlich keinen pragnanteren Namen finden als <>, wenn man dasjenige Wissen bezeichnen will, welches nicht vom Menschen handelt wie die gewohnliche Geschichte, wie die Anthropologie oder ahnliches. " (Lit.:GA 198, S. 244) Wahrend die Anthropologie den sinnenfalligen Menschen durch vorwiegend naturwissenschaftliche Methoden zu erkennen strebt, richtet die Theosophie ihren Blick auf den nur ubersinnlich erfahrbaren, rein geistigen Menschen. Anthroposophie versucht die Kluft zu uberbrucken, die sich zwischen diesen beiden gegensatzlichen Betrachtungsweisen auftut. " Der erste Gesichtspunkt, der in solcher Beziehung in Betracht kommt, ist derjenige der Anthropologie. Diese Wissenschaft sammelt, was sich der sinnenfalligen Beobachtung uber den Menschen ergibt und sucht aus den Ergebnissen ihrer Beobachtung Aufschlusse uber dessen Wesen zu erhalten [] Die Anthropologie halt sich gegenwartig in der Regel innerhalb der Grenzen, die man heute als diejenigen der naturwissenschaftlichen Methoden ansieht. Ein gewaltiges Tatsachenmaterial ist durch sie zusammengetragen worden. Trotz der verschiedenen Vorstellungsarten, in welchen dieses Material zusammengefasst wird, liegt in demselben etwas vor, das in der segensreichsten Art auf die Erkenntnis der menschlichen Wesenheit wirken kann. Und fortwahrend mehrt sich dieses Material. Es entspricht den Anschauungen der Gegenwart, grosse Hoffnungen auf dasjenige zu setzen, was von dieser Seite an Aufhellung der Menschenratsel gewonnen werden kann. Und es ist ganz selbstverstandlich, dass viele den Gesichtspunkt der Anthropologie fur ebenso sicher halten, wie sie den nachsten, der hier zu charakterisieren ist, fur einen zweifelhaften ansehen mussen. Dieser andere Gesichtspunkt ist derjenige der Theosophie [] Theosophie geht davon aus, dass der Mensch vor allem ein geistiges Wesen ist. Und sie sucht ihn als solches zu erkennen. Sie hat im Auge, dass die menschliche Seele nicht nur wie in einem Spiegel die sinnenfalligen Dinge und Vorgange zeigt und diese verarbeitet, sondern dass sie ein eigenes Leben zu fuhren vermag, welches seine Anregungen und seinen Inhalt von einer Seite her erhalt, die man geistig nennen kann. Sie beruft sich darauf, dass der Mensch in ein geistiges Gebiet eindringen kann, wie er in ein sinnenfalliges dringt. In dem letzteren erweitert sich die Erkenntnis des Menschen dadurch, dass er seine Sinne auf immer mehr Dinge und Vorgange richtet, und auf Grund dieser sich seine Vorstellungen bildet [] Das unmittelbare Erleben der geistigen Erkenntnisse erfordert komplizierte Seelenwege und Seelenverrichtungen; der Besitz solcher Erkenntnisse ist fur jede Seele notwendig, welche ein volles Bewusstsein ihrer Menschlichkeit haben will. Und ohne ein solches Bewusstsein ist ein menschliches Leben von einem bestimmten Punkte des Daseins an nicht mehr moglich. Wenn nun auch die Theosophie Erkenntnisse zu liefern vermag, welche den wichtigsten Bedurfnissen der Menschenseele Befriedigung gewahren, und welche durch den naturlichen Wahrheitssinn und durch die gesunde Logik anerkannt werden konnen: so wird doch immer eine gewisse Kluft bleiben zwischen ihr und der Anthropologie. Es wird zwar immer folgendes moglich sein. Man wird die Ergebnisse der Theosophie uber die geistige Wesenheit des Menschen aufzeigen konnen und dann in der Lage sein, darauf hinzuweisen, wie die Anthropologie alles bestatigt, was die Theosophie sagt. Doch wird von dem einen zu dem anderen Erkenntnisgebiete ein weiter Weg sein. Es ist aber moglich, die Kluft auszufullen. In einer gewissen Beziehung soll dies hier durch die Skizzierung einer Anthroposophie geschehen. Wenn Anthropologie sich vergleichen lasst mit den Beobachtungen eines Wanderers, welcher in der Ebene von Ort zu Ort, von Haus zu Haus geht, um eine Vorstellung von dem Wesen eines Landstriches zu gewinnen; wenn Theosophie dem Uberblick gleicht, den man von dem Gipfel einer Anhohe uber denselben Landstrich gewinnt: so soll Anthroposophie verglichen werden dem Anblick, den man haben kann von dem Abhange der Anhohe, wo das Einzelne noch vor Augen steht, doch sich aber das Mannigfaltige schon zu einem Ganzen zusammenzuschliessen beginnt. Anthroposophie wird den Menschen betrachten, wie er sich vor die physische Beobachtung hinstellt. Doch wird sie die Beobachtung so pflegen, dass aus der physischen Tatsache der Hinweis auf einen geistigen Hintergrund gesucht wird. So kann Anthroposophie aus der Anthropologie in die Theosophie hinuberleiten [] An sie muss sich dann reihen eine Psychosophie, welche das Seelische betrachtet, und eine Pneumatosophie, die sich mit dem Geist beschaftigt. Damit mundet dann Anthroposophie in die Theosophie selbst ein. " (Lit. : GA 45, S. 14ff) Die Geschichte der Anthroposophie Zu Lebzeiten Rudolf Steiners Steiner selbst beschrieb in seiner Autobiographie einen "tiefgehenden Umschwung" in seinem seelischen Erleben in den Jahren vor der Jahrhundertwende und bezeichnete diese als eine "Prufungszeit" mit "harten Seelenkampfen", die insbesondere sein Verhaltnis zum Christentum betrafen.[6] Im Herbst eintausendneunhundert wurde der Philosoph und Nietzsche-Forscher Rudolf Steiner gebeten, in der Theosophischen Bibliothek des Grafen von Brockdorff in Berlin einen Vortrag uber Friedrich Nietzsche zu halten. Dieser Vortrag fand so grossen Anklang, dass man Steiner kurz darauf fur ein halbes Jahr engagierte, in wochentlichen Vortragen uber christliche Mystik zu sprechen. Es folgte ein weiterer Vortragszyklus, und im Dezember eintausendneunhunderteins forderten Brockdorff und seine Gattin Steiner auf, die Leitung der theosophischen Arbeit in Deutschland zu ubernehmen, die bisher sie innehatten. Offiziell geschah das dann im Oktober 1902 bei der Grundung der deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft (Adyar-TG). " Infolge dieser Votrage wurde ich aufgefordert, in die "theosophische Gesellschaft" einzutreten. Ich kam dieser Aufforderung nach in der Absicht, niemals etwas anderes zu vertreten als den Inhalt dessen, was sich mir als anthroposophische Weltanschauung ergeben hatte. Meine Ansicht war stets, dass ich vor allen Menschen vortragen solle, die mich horen wollen, gleichgultig wie der Parteiname lautet, unter dem sie sich zu irgendeiner Gruppe zusammengeschlossen haben, oder ob sie ohne alle solche Voraussetzung zu meinen Vortragen kamen."[7] Steiners Tatigkeit innerhalb der Theosophischen Gesellschaft, bestand vor allem im Halten von Vortragen, in der Herausgabe einer eigenen theosophischen Zeitschrift (Luzifer, spater Lucifer-Gnosis) und im Verfassen von Buchern. Die organisatorische Arbeit ubernahm Marie von Sivers, die spatere zweite Ehefrau Steiners. Neben den Vortragen fur Mitglieder der TG, hielt Steiner auch zahlreiche offentliche Vortrage. Darin nahm er unter anderem Bezug auf das mitteleuropaische (deutschsprachige) Geistesleben. Unter Steiners Leitung wuchs die Zahl der Mitglieder der TG in Deutschland rapide: Zahlte man bei der ersten Generalversammlung eintausendneunhundertdrei nur einhundertdreißig Mitglieder, waren es eintausendneunhundertzwölf bereits 2489.[8] Zu diesem Zeitpunkt war die TG in 54 deutschen Stadten durch einen,,Zweig" vertreten. Aufgrund zunehmender Differenzen mit der Prasidentin der internationalen Theosophischen Gesellschaft, Annie Besant, die vor allem die Stilisierung des jungen Jiddu Krishnamurti zu einer Art Messias durch Besant und Charles W. Leadbeater betrafen, kam es im Fruhjahr eintausendneunhundertdreizehn zum Bruch mit der Theosophischen Gesellschaft. Bereits Ende 1912 war in Koln die Anthroposophische Gesellschaft gegrundet worden, der sich nun die meisten in Deutschland lebenden Theosophen anschlossen und die bald auch in anderen Landern prasent war. Im Herbst eintausendneunhundertdreizehn begannen in Dornach bei Basel (Schweiz) die Arbeiten am ersten Goetheanum, das als Veranstaltungsstatte und Zentrum der Gesellschaft dienen sollte, nachdem fur ein ursprunglich in Munchen geplantes Gebaude mehrfach die Baugenehmigung versagt worden war. Parallel dazu kam es zu vielfaltigen Aktivitaten im sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Bereich. So grundete Emil Molt, Generaldirektor der Zigarettenfabrik Waldorf-Astoria, eintausendneunhundertneunzehn in Stuttgart fur die Kinder seiner Arbeiter und Angestellten die erste Waldorfschule, deren Leitung Steiner selbst ubernahm. eintausendneunhunderteinundzwanzig wurde die Pharmafirma Weleda AG gegrundet, die anthroposophische und homoopathische Arzneimittel herstellt und vertreibt. 1922 grundete eine Gruppe uberwiegender Theologiestudenten, durch Rudolf Steiners private Hilfe (ausserhalb der anthroposophischen Bewegung) die Christengemeinschaft, eine Bewegung fur religiose Erneuerung, welche die Anthroposophie anerkennt. Gleichzeitig formierten sich Gegner. In der Silvesternacht 1922/23 brannte das aus Holz errichtete erste Goetheanum bis auf seine Grundmauern nieder, vermutlich von Unbekannten in Brand gesetzt. Daraufhin entwarf Steiner ein zweites, grosseres Goetheanum aus Beton, das erst eintausendneunhundertachtundzwanzig fertiggestellt wurde. Parallel bemuhte er sich um eine Reorganisation der Anthroposophischen Gesellschaft, an deren Leitung er bis dahin nicht beteiligt war. Als diese Bemuhungen nicht den gewunschten Erfolg brachten, grundete er zu Weihnachten eintausendneunhundertdreiundzwanzig in Dornach ohne Bezug zur bisher bestehenden Anthroposophischen Gesellschaft die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft, deren Vorsitz er nun selber ubernahm. Zugleich grundete er die schon lange geplante Freie Hochschule fur Geisteswissenschaft und ubernahm als vorlaufig einziger Dozent auch deren Leitung. Bereits wahrend der Grundungsfeierlichkeiten erlitt Steiner jedoch eine, vermutlich durch einen Giftanschlag[9] hervorgerufene, Erkrankung, von der er sich nicht mehr erholen sollte. So kam von den drei geplanten,,Klassen" der Hochschule nur die erste, elementare zustande. Im Verlauf des Jahres eintausendneunhundertvierundzwanzig musste Steiner seine Vortragstatigkeit zunehmend einschranken. Seinen letzten Vortrag am achtundzwanzig September eintausendneunhundertvierundzwanzig musste er nach kurzer Zeit abbrechen. Bis zwei Tage vor seinem Tod am 30. Marz 1925 arbeitete er im Krankenbett noch an diversen Publikationen, zuletzt an einem gemeinsam mit seiner behandelnden Arztin Ita Wegman verfassten Buch zur Begrundung der Anthroposophischen Medizin. Die Krise nach Steiners Tod Fur den Fall seines Ablebens, hatte Rudolf Steiner in Bezug auf die Anthroposophische Gesellschaft und die Hochschule keinen Nachfolger ernannt[10]. Der funfkopfige Vorstand der Gesellschaft, den Steiner erst gut ein Jahr zuvor berufen hatte, war daraufhin ratlos und zerstritt sich bald[11]. Insbesondere konnte keine Einigkeit daruber erzielt werden, ob man Steiners Initiativen fortsetzen oder realistischerweise nur noch das Vorhandene verwalten konne. Ende eintausendneunhundertfünfundzwanzig wurde Albert Steffen als Vorsitzender einer Anthroposophischen Gesellschaft gewahlt, die eintausendneunhundertfünfundzwanzig aus dem Bauverein des Goetheanum hervorgegangen war. Zu diesem Zeitpunkt, bestand dadurch bereits die von Rudolf Steiner begrundete Anthroposophische Gesellschaft nicht mehr. Auf Initiative namentlich von Ita Wegman beschloss man bald darauf gegen die Vorkehrungen Rudolf Steiners, die Hochschule formal weiter bestehen zu lassen. Der Dornacher Vorstand verlor jedoch zunehmend an Bedeutung, und in mehreren Landern spalteten sich neue Gruppierungen von der Anthroposophischen Gesellschaft ab, teils unter Beteiligung einzelner Vorstandsmitglieder. 1935 beschloss deshalb die Generalversammlung auf Betreiben Albert Steffens, die daran beteiligten Personen, darunter die Vorstandsmitglieder Ita Wegman und Elisabeth Vreede und andere fuhrende Anthroposophen in Deutschland, Holland und England, aus der Gesellschaft auszuschliessen. Parallel zu diesem Zerfall der Anthroposophischen Gesellschaft entwickelten sich jedoch einige der von Steiner angeregten Kulturimpulse weiter, so die Waldorfbewegung durch Grundung neuer Schulen und die kunstlerischen Initiativen Steiners, die unter der Leitung Marie Steiners fortgefuhrt wurden. Wahrend des Nationalsozialismus Es war die Behauptung aufgestellt worden, die Anthroposophen hatten ihre "Anhanger tief in die national-sozialistischen Kreise geschoben".[12 ] Die Nationalsozialisten blieben bei ihrer Ablehnung der Anthroposophie, auch wenn sie einige Ubereinstimmungen konstatierten. Das geht jedenfalls aus einem Gutachten hervor, dass der Nazi-Padagoge Alfred Baeumler im Auftrag des Amtes Rosenberg angefertigt hatte. In dem Gutachten hiess es: " In der Menschenkunde, die der Methode der Waldorfschulen zugrunde liegt, sind tiefe und richtige Einsichten enthalten, die Rudolf Steiner zum grossten Teil seinem ausserst fruchtbaren Studium der naturwissenschaftlichen Schriften Goethes verdankt. Die nationalsozialistische Menschenkunde kann nur von der Rasse her entworfen werden."[13] Nach eintausendneunhundertfünfundvierzig Nach dem Krieg wurden die im Dritten Reich verbotenen anthroposophischen Aktivitaten auch in Deutschland und Osterreich bald wieder aufgenommen. Der Konflikt um die Rechte an Rudolf Steiners Werk spitzte sich jedoch weiter zu. Nach dem Tod Marie Steiners eintausendneunhundertachtundvierzig betrachtete sich der von ihr gegrundete Nachlassverein (heute: Rudolf Steiner Verlag) als Alleininhaber dieser Rechte. Daruber kam es zu einem Rechtsstreit mit der Anthroposophischen Gesellschaft, der eintausendneunhundertzweiundfünfzig mit einem Sieg des Nachlassvereins endete. Die unterlegene Partei verbannte daraufhin alle Werke Rudolf Steiners aus der Buchhandlung im Goetheanum, woran bis eintausendneunhundertachtundsechzig festgehalten wurde. Die Rolle Dornachs als internationales Zentrum der Anthroposophischen Gesellschaft wurde wieder vollstandig hergestellt, indem die 1935 abgespaltenen Landesgesellschaften in Holland und England sich 1960 bzw. 1963 wieder anschlossen. In Zusammenarbeit mit der Arztin Ita Wegman entwickelte Steiner medizinische und pharmazeutische Grundlagen fur die Anthroposophische Medizin, die in Deutschland als,,besondere Therapierichtung" neben Homoopathie und Phytotherapie gesetzlich anerkannt und von den Krankenkassen teilweise erstattet wird. Die Bewegung befurwortet eine rationale, auf den individuellen Menschen hin orientierte Medizin unter Einbezug potenzierter Heilmittel. Das medizinische Konzept anthroposophisch ausgerichteter Mediziner basiert u.a. auf entsprechend zubereiteten mineralischen, pflanzlichen und tierischen Heilmitteln. Diese konnen aufgrund einer,,evolutionaren Verwandtschaft" mit dem Menschen therapeutisch verwendet werden. Lehre (Auszug) Die Wesensglieder des Menschen Laut der anthroposophischen Lehre existiert der Mensch in vier ineinandergreifenden Ebenen, die auch als Wesensglieder bezeichnet werden: Diese Verbindung mache den Menschen nach Steiners Lehre zu einem im Geiste wurzelnden Wesen. Die Menschheit als Ganzes bilde ein viertes Naturreich der Erde. Zum Tierreich gehore nur die Summe der ersten drei genannten Leiber, denn Tiere verfugten uber eine nicht selbstbewusste Korperseele. Das Pflanzenreich lebe im Physischen mit dem Lebensleib (Ather). Die Bestimmung der Wesensglieder sei damit jedoch nicht erschopft. Prinzipiell gliedere sich das Wesen des Menschen in Leib, Seele, Geist. Zum leiblichen Wesen gehorten demnach die einfachen Leiber von Physis, Lebensleib und Astralleib. Das seelische Wesen gliedere sich in Empfindungsseele, Verstandesseele und Bewusstseinsseele. Der Mensch schreite in seiner Entwicklung sowohl individuell wie auch als Gattungswesen in einem Vergeistigungsprozess von Leib und Seele fort. Dieser Prozess fuhre zu einer Differenzierung des Geistes. Im Schlaf erhalte der Atherleib den physischen Leib und regeneriere so die Korperorgane. Nach dem Tod lose sich der Atherleib innerhalb weniger Tage auf. Er bilde wahrenddessen die Basis fur die Lebensruckschau der Seele, mit deren Essenz sie die nachtodliche Seelenwelt betritt und anschliessend das Geisterland bis zu einer Wiederverkorperung des Geistes in der physischen Welt bewohnt. Diese zyklische Reinkarnation sei durch das individuelle Schicksal notwendig und vom Leben des Menschen bestimmt (siehe auch Karma und Reinkarnation). Die Lehre der Wiedergeburt des menschlichen Geistes. Die zyklische Wiedergeburt des Geistes um vergangenes Karma (in vergangenen Leben gelegte Ursachen) abzuarbeiten und um sich evolutionsmassig weiter zu entwickeln. Die Lehre von "Ursache und Wirkung" und die Zwillingslehre der "Reinkarnation". Jede Handlung ruft eine ihr entsprechende Wirkung hervor. Diese kommt auf ihren Ausgangspunkt, der verursachenden Person zuruck. In der Regel wird dies als "negativ" oder "positiv" erfahren, ist aber letztlich nur die in der ursprunglichen Handlung liegende Charakteristik, die vom Menschen entsprechend empfunden wird. Da alles in der Natur miteinander verbunden ist und gegenseitig ineinandergreift, werden auch andere Personen und Wesen von den Taten eines Einzelnen beeinflusst. Dies ruft dementsprechende Ruckwirkungen hervor. Wenn Disteln gesat werden, konnen nicht Rosen geerntet werden. Somit liegt im Gesetz von Karma eine tiefgehende Ethik. Karma ist kein Fatalismus, da der Mensch immer einen freien Willen besitzt. Philosophische Basis Steiners Erkenntnisse entstammen nach eigenen Angaben einer ihm seit seiner Kindheit bewussten und methodisch vertieften geistig-ubersinnlichen Schau. Zu den von Rudolf Steiner besonders geschatzten Personlichkeiten gehoren Goethe, Johann Gottlieb Fichte, Max Stirner und Ernst Haeckel. Steiner: Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschen zum Geistigen im Weltall fuhren mochte. Die philosophische Basis der Anthroposophie findet sich in Steiners Hauptwerken Wahrheit und Wissenschaft und Die Philosophie der Freiheit. Dieses Werk befasst sich mit der Kritik der reinen Vernunft von Immanuel Kant und dem Neokantianismus sowie in Weiterentwicklung des wissenschaftsmethodischen Ansatzes von Goethes Phanomenologie auch mit einem auf seelischer Beobachtungserfahrung grundenden ontologischen Monismus. Im intuitiven Denken, so betont Steiner, habe der Mensch bereits ein rein geistiges Erlebenis: " Die geistige Wahrnehmungswelt kann dem Menschen, sobald er sie erlebt, nichts Fremdes sein, weil er im intuitiven Denken schon ein Erlebnis hat, das rein geistigen Charakter tragt. " (Lit. : GA 4, S. 181) Hierzu gehort auch eine Freiheitsethik genannte Form der Lebenswertung, in deren Zentrum der Gedanke einer aus Erkenntnis und Liebe handelnden und gesellschaftsbildenden Individualitat steht. Kernpunkt sei hierbei, dass Erfahrung ihren Anspruch von Objektivitat aus dem Denken bezieht, dass seiner selbst gewahr wird. Dieser Vorgang wird als Ergebnis einer Synthese von Wahrnehmung und Begriff verstanden. Rudolf Steiner hierzu:"Nun darf aber nicht ubersehen werden, dass wir uns nur mit Hilfe des Denkens als Subjekt bestimmen und uns den Objekten entgegensetzen konnen. () Das Denken ist jenseits von Subjekt und Objekt. Es bildet diese beiden Begriffe ebenso wie alle anderen. 1) () Das Subjekt denkt nicht deshalb, weil es Subjekt ist; sondern es erscheint sich als ein Subjekt, weil es zu denken vermag. 2) () Das Denken ist somit ein Element, das mich uber mein Selbst hinausfuhrt und mit den Objekten verbindet. Aber es trennt mich zugleich von ihnen, indem es mich ihnen als Subjekt gegenuberstellt. " :SS9 (Lit. : GA 4, S. 60) Einfacher ausgedruckt: Das Denken des Menschen ist selbst beobachtbar und bildet erst den sog. "Ich"-Begriff. Dieser steht den Dingen und Objekten gegenuber, welche der Mensch, ebenso wie sich selbst, benennt. Das Denken des Menschen (seine hoheren geistigen Funktionen) kann den "Ich"-Begriff genauso zum Gegenstand seiner Betrachtungen machen wie die Begriffe von den Objekten (Ich kann uber mich nachdenken, wie uber den Baum.) Rudolf Steiner bezeichnet den Wahrnehmungsbegriff als einen Inhalt, der sich darin erschopft, dass er bewusst wird. Das Objekt als Gegenstand ist demnach das Produkt der Synthese aus Wahrnehmung und Begriff. Hieraus folgert Steiner, dass Wirklichkeit ein Produkt von und nicht eine Bedingung fur Erkenntnisprozesse ist. Diese Ansicht bildet die Grundlage fur Steiners weitere, geisteswissenschaftliche Forschungsergebnisse. Rudolf Steiner uber Wesen und Methode der Anthroposophie "Geisteswissenschaft, wie sie hier gemeint ist, strebt nicht an die Begrundung irgend einer neuen Religion oder irgend einer neuen religiosen Sekte oder dergleichen. Geisteswissenschaft will sein oder glaubt sein zu durfen dasjenige, was unserer gegenwartigen Kultur auferlegt ist in geistiger Beziehung Was fur die Erkenntnis der ausseren Natur, was fur das Leben durch die Erkenntnis der ausseren Naturgesetze diese Naturwissenschaft der Menschheit geworden ist, das mochte Geisteswissenschaft werden durch die Erkenntnis der Gesetze unseres Seelen- und Geisteslebens und durch die Anwendung dieser Gesetze des Seelen- und Geisteslebens im ethischen, im sozialen, im allerweitesten Kulturleben; das mochte sie werden fur unsere Gegenwart und fur die nachste Zukunft Wahrhaftig ganz im Geiste der naturwissenschaftlichen Vorstellungsart ist die Vorstellungsart der Geisteswissenschaft gehalten. Aber da sich diese Geisteswissenschaft auf ein ganz anderes Gebiet erstreckt als die Naturwissenschaft, namlich nicht auf das Gebiet dessen, was sinnenfallig wahrgenommen werden kann, auf das Gebiet der ausseren Natur, sondern auf das Gebiet des Geistes, so muss es ja einleuchtend sein, dass gerade eine naturwissenschaftliche Denkweise da, wo es sich darum handelt, das Gebiet des Geistigen zu erforschen, sich wesentlich modifizieren muss, zu etwas anderem werden muss als auf dem Gebiete der Naturwissenschaft. Und obgleich die Methode, die Forschungsweise der Geisteswissenschaft ganz so gehalten ist in dem Geiste der Naturwissenschaft, dass jeder naturwissenschaftlich Gebildete, der heute Naturwissenschaft ohne Vorurteile nimmt, sich auf den Boden dieser Geisteswissenschaft stellen kann, so muss doch gesagt werden, dass allerdings, solange man die naturwissenschaftlichen Methoden in ihrer Einseitigkeit nimmt, wie es vielfach heute geschieht, Vorurteil uber Vorurteil gegen die Anwendung naturwissenschaftlicher Vorstellungsart auf das geistige Leben erwachsen kann. Muss doch naturwissenschaftliches Denken, man mochte sagen, naturwissenschaftliche Logik angewendet werden auf das, was dem Menschen wohl am nachsten liegt, was aber auch am schwersten zu erforschen ist, muss doch diese Denkungsweise angewendet werden auf das Wesen des Menschen selbst. Muss doch der Mensch in der Geisteswissenschaft sich selber untersuchen, und muss er doch auch zu dem einzigen Werkzeug greifen, welches ihm zu seiner Untersuchung zur Verfugung steht, namlich zu sich selbst. Davon geht die Geisteswissenschaft aus, dass der Mensch in sich selbst, indem er zum Instrument wird, um die Geisteswelt zu untersuchen, eine Verwandlung erfahren muss, dass er etwas mit sich vornehmen muss, das ihn in die Lage versetzt, in die geistige Welt hineinzusehen, was er ja nicht tut im alltaglichen Leben. Von einem Vergleich lassen Sie mich ausgehen, von einem naturwissenschaftlichen Vergleich, der nichts beweisen soll, der nur verdeutlichen soll, wie die geisteswissenschaftliche Vorstellungart ganz auf dem Boden naturwissenschaftlicher Denkungsweise steht. In der Natur tritt uns zum Beispiel das Wasser entgegen. Wenn wir das Wasser ansehen, wie es uns draussen entgegentritt, so stellt es sich zunachst in seinen Eigenschaften dar. Aber der Chemiker kommt mit seinen Methoden und wendet diese auf das Wasser an; er zerlegt uns das Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Ja, was macht da der Naturwissenschafter aus dem Wasser? Das Wasser brennt bekanntlich nicht. Der Chemiker zieht den Wasserstoff aus dem Wasser heraus, und das ist ein Gas, das brennt. Niemand, der ausserlich das Wasser ansieht, kann diesem Wasser ansehen, dass da Wasserstoff drinnen ist und Sauerstoff drinnen ist, die ganz andere Eigenschaften haben als das Wasser. Ebensowenig, das zeigt eben die Geisteswissenschaft, kann der Mensch, wenn er dem Menschen gegenubersteht im Leben, erkennen, was dieser Mensch ist in seinem Inneren. Und so wie der Chemiker, der Naturwissenschafter, kommt und uns das Wasser zerlegt in Wasserstoff und Sauerstoff, so muss, allerdings jetzt in einem innerlichen Seelenprozess, der sich in den tiefsten Tiefen der Seele vorbereiten muss, der Geisteswissenschafter kommen und muss dasjenige, was sich im ausseren Leben darbietet, zerlegen. Und zerlegen kann der Geistesforscher durch die geistesforscherischen Methoden den Menschen in das Ausserlich-Leibliche und in das Geistig-Seelische. Zunachst interessiert es, vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft aus das Geistig-Seelische abgesondert vom Leiblichen zu untersuchen. Niemand kann die wahre Wirklichkeit des Geistig-Seelischen aus dem Ausserlich-Leiblichen erkennen, ebensowenig wie die Natur des Wasserstoffs erkannt werden kann, wenn er nicht aus dem Wasser herausgezogen wird. Es ist heute sehr oft der Fall, dass in dem Augenblick, wo man beginnt, in dieser Art zu sprechen, einem gesagt wird: Das verstosst doch wider den Monismus, an dem man unbedingt festhalten muss. Nun, der Monismus darf ja auch den Chemiker nicht hindern, dass er das Wasser zerlegt in eine Zweiheit. Der Monimus wird gar nicht dadurch angefochten, dass dasjenige, was in Wirklichkeit geschehen kann, geschieht: dass durch die Geistesforschung, durch die geistesforscherischen Methoden abgetrennt wird von dem Leiblich-Korperhaften das Geistig-Seelische. Nun aber sind diese Methoden allerdings nicht solche, die man im Laboratorium, im physikalischen Kabinett, in der Klinik vollziehen kann, sondern es sind Vorgange, die in der Seele selber vollzogen werden mussen. Es sind aber keine Vorgange der Seele, die Wunder darstellen, sondern es sind nur Steigerungen desjenigen, was der Mensch im gewohnlichen Leben beobachten kann. Es sind nicht wunderbare Eigenschaften, sondern solche Eigenschaften, die der Mensch im alltaglichen Leben in einem gewissen Masse hat, die er nur ins Unbegrenzte steigern muss, wenn er zum Geistesforscher werden soll. Und da ich nicht in allgemeinen Redensarten herumreden will, so will ich gleich in die Betrachtung der Sache selbst eintreten. Jeder kennt dasjenige, was man im menschlichen Seelenleben nennt das Erinnerungsvermogen, das Gedachtnis. Jeder weiss ja, wieviel von dem Gedachtnis im Grunde genommen abhangt. Man stelle sich einmal vor, wir wurden eines Morgens aufwachen und keine Ahnung haben, was fruher um uns und in uns war. Wir wurden dadurch die ganze menschliche Wesenheit verlieren. Unser Gedachtnis, das in sich zusammenhangt von einem gewissen fruhen Zeitpunkt in der Kindheit an, das gehort notwendig zu unserem menschlichen Leben. Nun werden schon die Philosophen der Gegenwart gegenuber der Untersuchung der Gedachtniskraft stutzig. Sie haben jetzt schon Personlichkeiten in ihrer Mitte, die gerade, indem sie das Gedachtnis betrachten, von einer materialistisch-monistischen Weltanschauung abkommen, indem sie durch genaue Untersuchung finden, dass, wenn man auch die Sinnesempfindungen, soviel man das nur sagen kann von Seelentatigkeit, in ausserlicher Weise gebunden findet an den Leib, man das Gedachtnis nie als an den Leib gebunden wird anerkennen konnen. Darauf brauche ich ja nur aufmerksam zu machen. Denn ein Mann, der wahrhaftig keine Neigung hat, in die Geisteswissenschaft einzudringen, der franzosische Philosoph Bergson, hat auf diese geistige Art des Gedachtnisses hingedeutet. Wie aber tritt uns im Leben das Gedachtnis, die Erinnerungskraft entgegen? Langst vergangene Ereignisse kommen in Bildern in unsere Seele herein. Die Ereignisse sind langst vergangen, aber die Seele hat es mit sich selbst zu tun. Sie hat es damit zu tun, dass sie heraufzaubert das vergangene Erlebnis aus den Tiefen des inneren Lebens. Und man kann das, was da heraufkommt aus den Seelentiefen, mit dem ursprunglichen Erlebnis vergleichen. Blass sind die Erinnerungen gegenuber den Bildern, die uns die Wahrnehmung der Sinne bietet. Aber mit der Integritat des Seelenlebens hangen sie zusammen. Und wir konnten uns in der Welt nicht zurechtfinden, wenn wir nicht das Gedachtnis hatten. Diesem Gedachtnis aber liegt die Kraft des Gedachtnisses zugrunde. Die Seele kann dasjenige, was in ihren Erinnerungen verborgen ist, durch die Kraft des Gedachtnisses heraufholen. Aber da gerade setzt nun Geisteswissenschaft ein. Nicht das Gedachtnis als solches -- ich bitte ins Auge zu fassen, was ich sagen will --, nicht das Gedachtnis als solches, wohl aber die Kraft, welche dem Heraufholen eines geistigen Inhaltes aus den Tiefen der Seele zugrunde liegt, diese Kraft kann verstarkt werden, ins Unbegrenzte verstarkt werden, so dass sie im Leben der Seele nicht bloss verwendet wird, um durchgemachte Erlebnisse aus der Seele heraufzuholen, sondern dass sie zu etwas ganz anderem verwendet werden kann. Nicht aussere Methoden, die im Laboratorium verfolgt werden konnen, nicht das, was man durch die ausseren Sinne wahrnehmen kann, liegt zugrunde den geistes-forscherischen Methoden, sondern intensive Seelenvorgange, die jeder durchmachen kann. Das, was den Wert dieser intensiven Seelenvorgange ausmacht, ist die unbegrenzte Steigerung der Aufmerksamkeit im Menschenleben, oder wie man es nennt: die Konzentration des Gedankenlebens. Was ist diese Konzentration des Gedankenlebens? Ich kann heute nur in einer kurzen Betrachtung die Prinzipien dessen anfuhren, um was es sich handelt. Das Nahere konnen Sie nachlesen in meinen Buchern << Wie erlangt man Erkenntnisse der hoheren Welten?>> und in meiner <> im zweiten Teil; Ferner in dem Buche << Die Schwelle der geistigen Welt>>. Aber den Prinzipien nach will ich die ersten Vornahmen der Seele auseinandersetzen, die eine unbegrenzte Steigerung dessen sind, was fur das menschliche Leben notwendig ist, eine Steigerung der Aufmerksamkeit. Die Aufmerksamkeit muss in unbegrenzter Weise gesteigert werden, damit Geistesforschung in die Seele eintreten konne. Was macht denn der Mensch in der Regel, wenn er der Aussenwelt gegenubertritt? Er nimmt die Dinge wahr; er verarbeitet die Dinge durch den Verstand, der an das Gehirn gebunden ist. Dann macht er sich Vorstellungen uber das Wahrgenommene. Und in der Regel ist er zufrieden, wenn er die ausseren Vorstellungen in der Seele bewahrt. Da, wo das Alltagsleben aufhort, da beginnen die Methoden der Geisteswissenschaft, da beginnt dasjenige, was man Konzentration des Denkens nennen kann. Derjenige, der ein Geistesforscher werden will, der muss den Faden des Seelenlebens da aufnehmen, wo er gewohnlich im ausseren Leben verlassen wird. Vorstellungen, die wir uns selbst bilden, die wir genau uberschauen konnen, am besten sinnbildliche Vorstellungen, bei denen wir nicht notig haben, die Ubereinstimmung mit der Aussenwelt zu prufen, sie stellen wir in den Horizont unseres Bewusstseins; Vorstellungen, die wir entweder finden, aus der Praxis der Geisteswissenschaft hervorgegangen, oder zu denen uns der Geistesforscher raten kann, sie stellen wir in den Mittelpunkt des ganzen Bewusstseins, so dass wir durch langere Zeit die Aufmerksamkeit der Seele von allem Ausseren ablenken und uns nur konzentrieren auf eine Vorstellung. Wahrend man sonst nicht bei einer Vorstellung stehenbleibt, zieht man jetzt alle Krafte seiner Seele zusammen, konzentriert sie auf eine Vorstellung und bleibt ganz in seinem Inneren hingegeben an diese Vorstellung. Wenn man den Menschen betrachtet bei einer solchen Vornahme, so vollzieht er im Grunde genommen etwas, was dem Schlafe gewissermassen ahnlich ist, und was doch auch wiederum radikal verschieden ist. Denn, soll solche Konzentration fruchtbar werden, so muss der Mensch in der Tat wie ein Schlafender werden. Wenn wir einschlafen, da fuhlen wir zuerst, wie die Willenskrafte in unseren Gliedern ruhig werden, wie eine gewisse Dammerung um uns auftritt, wie die Sinne in ihrer Tatigkeit abebben. Dann gehen wir uber in Bewusstlosigkeit. Alles Aussere muss so werden in der Konzentration wie beim Schlafe. Die Sinne mussen vollstandig frei werden von allen Eindrucken der Aussenwelt. Das Auge darf so wenig sehen wie im Schlafe; das Ohr so wenig horen wie im Schlafe und so weiter. Dann wird das ganze Seelenleben zusammengenommen und auf eine Vorstellung konzentriert; das ist der radikale Unterschied vom Schlafe. Man konnte den Zustand nennen ein bewusstes Schlafen, ein voll bewusstes Schlafen. Wahrend im Schlafe die Finsternis der Unbewusstheit sich ausdehnt im Seelenleben, lebt in einem erhohten Seelenleben derjenige, der ein Geistesforscher werden will. Er strengt alle Krafte des Seelenlebens an und wendet sie auf eine Vorstellung. Nicht darauf kommt es an, dass wir diese Vorstellung betrachten; sie gibt uns nur eine Gelegenheit, unsere Seelenkrafte zusammenzuraffen, zusammenzudrangen. Auf dieses Zusammendrangen der Seelenkrafte kommt es an. Denn dadurch gelangen wir allmahlich dazu -- ich muss da wiederum auf das Nahere in meinen Buchern verweisen --, wirklich das Geistig-Seelische, das in uns ist, wie der Wasserstoff im Wasser ist, herauszureissen aus dem Physisch-Leiblichen, es frei zu machen vom Physisch-Leiblichen. Nicht sozusagen in einem Ansturm ist das zu erreichen, was ich jetzt charakterisiert habe. Es brauchen die meisten Menschen ein jahrelanges Arbeiten in solchen Konzentrationen, wenn auch das Tagesleben von solchen Konzentrationen nicht abgelenkt wird; denn man kann sie nur durch wenige Minuten, hochstens durch Teile einer Stunde festhalten, aber man muss sie immer und immer wiederum wiederholen, bis es wirklich gelingt, die Krafte, die sonst nur schlummern in der menschlichen Natur -- die im Alltagsleben ja auch da sind, die aber schlummern --, so zu verstarken, dass sie wirksam werden in unserer Seele und herausreissen das Geistig-Seelische aus dem ich, wie gesagt, nicht herumreden mochte in abstrakter Art, sondern Ihnen Tatsachen mitteilen mochte, so sei es gleich gesagt, dass, wenn es dem Geistesforscher gelingt, durch Energie und Ausdauer, durch Hingabe an seine Ubungen wirklich zur Frucht seiner Ubungen zu kommen, er dann zu einem Erlebnis gelangt, das zunachst genannt werden konnte ein Erlebnis des rein inneren Bewusstseins. Man weiss mit einem Worte von einem bestimmten Zeitpunkte an einen Sinn zu verbinden mit dem Worte, das vorher sinnlos war: Ich weiss mich ausserhalb meines Leibes; ich bin, mein Inneres erfassend, mein Inneres erlebend, ausserhalb meines Leibes. Ich will Ihnen von diesem Erlebnis im einzelnen erzahlen. Zunachst verspurt man, dass wirklich die Denkkraft, die sonst nur in den Verrichtungen des Alltags sich regt, sich loslost vom Leibe. Dumpf ist zunachst das Erlebnis, aber es tritt doch so auf, dass man seine Natur erkennt, wenn man es gehabt hat. Man weiss zuerst dann, wenn man wiederum zuruckkehrt in seinen Leib -- das mochte ich zunachst charakterisieren --, wie es ist, wenn man nun in das Gehirnleben, das die physische Materie darbietet, untertaucht, wie es Widerstand bietet, dieses Gehirn. Man weiss: Mit dem Alltagsdenken denkt man so, dass das Gehirn das Instrument ist; jetzt war man aber draussen. Dann kommt man allmahlich dazu, einen Sinn zu verbinden mit dem Worte: Du erlebst dich im Seelisch-Geistigen. Man erlebt, wie das eigene Haupt umkleidet ist gewissermassen mit seinen Gedanken. Man weiss, was es heisst, das Seelisch-Geistige abgetrennt zu haben vom ausseren, physisch-leiblichen Leben. Zuerst lernt man den Widerstand kennen, den das leibliche Leben bietet. Dann lernt man erkennen das selbstandige Leben ausserhalb des Leibes. Es ist wahrhaftig so, wie wenn der Wasserstoff einmal sich selbst ausserhalb des Wassers wahrnehmen sollte. So ist es mit dem Menschen, wenn er solche Ubungen durchmacht. Und dann, wenn er solche Ubungen getreulich fortsetzt, dann tritt der grosse, der bedeutungsvolle Augenblick ein, an dem man sozusagen den Ausgangspunkt der eigentlichen Geistesforschung hat. Ein Augenblick, der tief erschutternd ist, der ungeheuer bedeutungsvoll ins ganze Leben eingreift. Dieser Augenblick kann in der verschiedensten Art sich einstellen. Er kann tausendfach verschieden sein. Ich will ihn aber typisch charakterisieren, wie er doch seiner Charakteristik nach meistens sein wird. Hat man so eine gewisse Zeit hindurch geubt, hat man gewissermassen aus der naturwissenschaftlichen Denkweise heraus die eigene Seele so behandelt, dann kommt der Moment, der eintreten kann entweder im alltaglichen Leben, oder auch mitten im Schlafe, so dass man aus dem Schlafe aufwacht und weiss: man traumt nicht, man erlebt eine neue Wirklichkeit. Man kann das zum Beispiel so erleben, dass man sich sagt: Was ist doch um mich? Es ist, wie wenn ich mich in einer Umgebung befande, die sich von mir loslost, wie wenn die Elemente blitzartig einschlugen und wie wenn mein Leib zerstort wurde durch die Elemente und ich mich aufrecht erhalte gegenuber diesem Leibe. Man lernt erkennen, was alle Geistesforscher durch alle Zeiten hindurch mit einem bildlichen Ausdruck genannt haben: an die Pforte des Todes gelangen. Denn das erlebt man, dass man jetzt weiss durch das Bild -- also nicht durch die Wirklichkeit, diese erlebt man nur im Tode --, man erlebt durch das Bild, dass man jetzt weiss, wie der Mensch geistig-seelisch ist, wenn er nicht durch das Instrument seines Leibes sich und die Welt wahrnimmt, sondern wenn er nur im Geistig-Seelischen lebt. Das ist zunachst das Erschutternde; man weiss: Du hast dich mit deiner Denkkraft losgelost von deinem Leibe. Und ebenso konnen andere Krafte losgelost werden von dem Leibe, so dass der Mensch immer reicher, immer innerlicher mit Bezug auf sein Seelenleben wird. Aber es genugt die eine Ubung nicht, welche ich mit dem Ausdruck Konzentration oder unbegrenzte Steigerung der Aufmerksamkeit bezeichnet habe. Durch diese Ubung erlangt man das Folgende: Wenn man an dem Punkte angelangt ist, wo die Seele sich selbst erlebt, dann steigen auch auf die Bilder, die man reale Imaginationen nennen kann. Bilder steigen auf, aber Bilder, die sich gewaltig unterscheiden von den Bildern des gewohnlichen Gedachtnisses. " Wahrend das gewohnliche Gedachtnis nur dasjenige in Bildern hat, was ausserlich erlebt worden ist, steigen jetzt Bilder auf aus den grauen Seelentiefen, die nichts gemein haben mit dem, was man in der ausseren Sinneswelt erleben kann. Alle Einwande, dass man sich leicht tauschen konne, dass das, was da aus den grauen Seelentiefen heraufsteigt, nur Reminiszenzen des Gedachtnisses sein konnten, alle diese Einwande sind hinfallig. Denn der Geistesforscher lernt eben wirklich unterscheiden zwischen dem, was das Gedachtnis heraufrufen kann, und dem, was radikal verschieden ist von allem, was im Gedachtnis stehen kann. Allerdings, eines muss bedacht werden, wenn von diesem Punkte des Eintretens in die geistige Welt gesprochen wird. Es ist dasjenige, dass zur Geistesforschung wenig sich solche Personen eignen, welche an Halluzinationen, an Visionen oder ahnlichen krankhaften Seelengebilden und Seelenzustanden leiden. Je weniger der Mensch dazu neigt, was ja doch nur eine Reminiszenz des Tageslebens ist, desto sicherer kommt er vorwarts auf dem Gebiete der Geistesforschung. Und darin besteht ein grosser Teil der Vorbereitung zur Geistesforschung, dass man alles dasjenige, was nur irgendwie unbewusst aus der Menschenseele sich aufdrangen konnte in solch krankhafter Art, genau unterscheiden lernt von dem, was als ein neues Element, als eine geistige Wirklichkeit durch die geisteswissenschaftliche Ausbildung der Seele eintreten kann. Ich mochte gerade einen radikalen Unterschied angeben zwischen dem Visionaren, dem Halluzinatorischen und dem, was der Geistesforscher erschaut. Warum ist es denn so, dass so viele Menschen glauben, schon in der geistigen Welt drinnen zu stehen, wenn sie nur Halluzinationen und Visionen haben? Ja, die Menschen lernen so ungern etwas wirklich Neues kennen!

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