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Dein Artikel "Parallelgesellschaft und ethnische Schichtung APuZ" Überschrift:    

Parallelgesellschaft und ethnische Schichtung APuZ

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Dein Artikel ist in deutscher Sprache geschrieben

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Segregation

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Aufklärung

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Prozent

Zusammenfassung:    

Im Ergebnis stellt er eine ausgepragte, im Jungerwachsenenalter noch zunehmende ethnische Schliessung fest, innerhalb derer sich allerdings sehr unterschiedliche Einstellungen, Lebensstile und Identitaten etabliert haben. [12 ] Die Stiftung Zentrum fur Turkeistudien befragt seit eintausendneunhundertneunundneunzig in jahrlichem Abstand reprasentativ eins null erwachsene turkeistammige Migrantinnen und Migranten zu ihren Wohnverhaltnissen, interkulturellen Kontakten, Diskriminierungserfahrungen und der Nutzung eigenethnischer Infrastrukturen. Zugleich zeigt die von uns untersuchte Gruppe aber auch, dass mit Blick auf die Turkinnen und Turken nicht davon auszugehen ist, dass die Segregation bzw. das Leben in Parallelgesellschaften - verstanden als auf bewussten Entscheidungen beruhender Ruckzug aus der Aufnahmegesellschaft - nur sehr bedingt mit mangelhafter Teilhabe im Zusammenhang steht.

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Parallelgesellschaft und ethnische Schichtung APuZ
Bildquelle: https://jech.bmj.com/content/jech/70/9/845/F1.large.jpg    

Speziell fur integrationspolitische Schlussfolgerungen, die aus den beiden Modellen abgeleitet werden konnen, sind diese Unterschiede sehr bedeutend - und fur die Einschatzung der Folgen der Etablierung parallelgesellschaftlicher Strukturen fur die Teilhabechancen derjenigen, die ihr angehoren. Es stellt sich, anders formuliert, die Frage nach der Zwangslaufigkeit der Entstehung ethnischer Schichtung[7] in multikulturellen Gesellschaften. Empirische Befunde zu Deutschland sprechen bisher fur eine solche Zwangslaufigkeit. Zum Beispiel hat Robert Kecskes die sozialen Netzwerke turkeistammiger Jugendlicher in Koln untersucht. Im Ergebnis stellt er eine ausgepragte, im Jungerwachsenenalter noch zunehmende ethnische Schliessung fest, innerhalb derer sich allerdings sehr unterschiedliche Einstellungen, Lebensstile und Identitaten etabliert haben.[8] Letztendlich bestehe aber fur die Mehrheit der jungen Erwachsenen das Problem der Beschrankung auf das Positionierungssystem der eigenen Community, das im Vergleich zur Aufnahmegesellschaft nur marginale Platzierungen ermoglicht. Die turkischen Jugendlichen sind in der Mehrheit nicht assimiliert, in keinem Wortsinn. Kecskes misst, wie auch Esser, den "ethnischen Mobilitatsfallen"[9] grosse Bedeutung zu, da "das ethnische Positionssystem weniger differenziert ist als das Positionssystem der Aufnahmegesellschaft und dieses unterschichtet ( und) schneller das obere Ende erreicht (ist), das jedoch () noch immer einer marginalen Stellung entspricht."[10] Auch Wolfgang Glatzer zeigt in seiner Studie zum Integrationsstand von Jugendlichen mit italienischem und turkischem Migrationshintergrund, dass die sozialstrukturelle (Erwerbsbeteiligung, Haushaltseinkommen, Abiturientenquote, Wohneigentumsquote) und die sozialkulturelle Partizipation (deutsche Sprachkenntnisse, deutscher Medienkonsum, Fremdheitsempfinden) eng verknupft zu sein scheinen und gleichgerichtet verlaufen.[11] Turkische Parallelgesellschaft in NRW? Die Frage nach der Entwicklung einer turkischen Parallelgesellschaft in Deutschland haben die Autoren des vorliegenden Beitrags durch eine Langsschnittuntersuchung zum interkulturellen Zusammenleben der turkeistammigen Bevolkerung Nordrhein-Westfalens zu beantworten gesucht, wobei die oben genannten Indikatoren von Thomas Meyer fur die Existenz von Parallelgesellschaften durch unterschiedliche Merkmale operationalisiert wurden.[12 ] Die Stiftung Zentrum fur Turkeistudien befragt seit eintausendneunhundertneunundneunzig in jahrlichem Abstand reprasentativ eins null erwachsene turkeistammige Migrantinnen und Migranten zu ihren Wohnverhaltnissen, interkulturellen Kontakten, Diskriminierungserfahrungen und der Nutzung eigenethnischer Infrastrukturen. Die Daten sind geeignet, die von Meyer entwickelten Indikatoren fur Parallelgesellschaften durch die Merkmale Religiositat (kulturelle Homogenitat), Kontakte zu Deutschen (lebensweltliche Segregation), Organisationsgrade (Verdopplung von Institutionen), Diskriminierung (Freiwilligkeit von Segregation) und ethnische Quartiersbildung (Wohnraumsegregation) zu operationalisieren. Obwohl sich die Befragung auf das Bundesland Nordrhein-Westfalen beschrankt, durften die Ergebnisse in ihren Grundtendenzen auch auf die Bundesrepublik insgesamt zu ubertragen sein, da immerhin jede(r) dritte Turkeistammige in NRW lebt. Die These der Entwicklung zu parallelen Gesellschaftsstrukturen von Deutschen und Turken erhalt durch die Ergebnisse der Langsschnittuntersuchung keine Nahrung. Vielmehr ist in denjenigen Bereichen, in denen sich eindeutige Trends im Untersuchungszeitraum abzeichnen, eine leicht zunehmende gesellschaftliche Durchmischung zu konstatieren. Allerdings hat sich die Identifikation mit dem Islam vergrossert, womit zugleich die religios-kulturelle Homogenitat der Gruppe sowie die Empfindung von Diskriminierung im Untersuchungszeitraum gewachsen sind. Im Folgenden werden die Ergebnisse im Einzelnen skizziert. Religiose Homogenitat Erwartungsgemass gehort die uberwiegende Mehrheit der turkischen Migrantinnen und Migraten mit fünfundneunzig Prozent dem muslimischen Glauben an. Von diesen stellen die Sunniten mit neunzig Prozent wiederum die deutliche Mehrheit, neun Prozent sind Aleviten und nur wenige gehoren der schiitischen Richtung des Islam an. Diese Verteilung unterstutzt die Annahme einer religios-kulturellen Homogenitat der Turkinnen und Turken als eine Voraussetzung fur die Entstehung von Parallelgesellschaften. Die Mehrheit der Befragten definiert sich nicht nur als "formal" dem Islam zugehorig, sondern auch emotional. Die Halfte - fünfzig Prozent - betrachtet sich selbst als eher religios und knapp jeder Funfte - zweiundzwanzig Prozent - als sehr religios. 24 Prozent fuhlen sich selbst als eher nicht und 4 Prozent als gar nicht religios. Der Vergleich der Anteile in den jeweiligen Kategorien zeigt, dass die Religiositat unter den Migranten offensichtlich im Zeitverlauf zunimmt. Der Anteil der sehr und eher Religiosen ist zweitausendvier zusammen auf zweiundsiebzig Prozent gestiegen, im Jahr zweitausend betrug er siebenundfünfzig Prozent. Daruber, ob dies eine Folge des elf September und der Kriege in Afghanistan und Irak sowie ein mehr oder weniger erzwungenes Bekenntnis zum Islam ist, kann nur spekuliert werden. Bei mehrheitlicher Zugehorigkeit zum sunnitischen Islam ist die turkische Gesellschaft in Deutschland damit zwar nicht homogen, aber doch stark religios gepragt - und diese Pragung hat im Untersuchungszeitraum linear und deutlich zugenommen. Lebensweltliche Segregation Die lebensweltliche und zivilgesellschaftliche Segregation als ein weiteres Merkmal von Parallelgesellschaften wird hier anhand der Haufigkeit interethnischer Freizeitkontakte indiziert. vierundvierzig Prozent der Befragten unterhalten enge, freundschaftliche Beziehungen zu Deutschen, im Rahmen derer man sich fast taglich (ca. dreiundzwanzig Prozent) oder haufig (ca. zwanzig Prozent) - mindestens einmal in der Woche - trifft. Ein weiteres knappes Viertel hat manchmal Freizeitkontakt zu Deutschen mit mindestens einem Treffen im Monat. fünfunddreißig Prozent haben jedoch nur wenig Kontakte, sechzehn Prozent treffen sich selten (mehrmals im Jahr) und neunzehn Prozent so gut wie nie mit Deutschen auf privater Ebene. Im Zeitvergleich zeigt sich eine leichte, jedoch stetige Zunahme der interkulturellen Freundschaftsbeziehungen. Zivilgesellschaftliche Segregation Die Einbindung in gesellschaftliche Organisationen ist in der turkischen Community weniger ausgepragt als bei Deutschen, hat aber in den letzten Jahren zugenommen.[13] Zum Teil gliedern sich die Migranten in das intermediare System der Mehrheitsgesellschaft ein, zum Teil hat sich eine eigene ethnische Infrastruktur etabliert. Inzwischen existieren in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen turkische Organisationen und Institutionen. Stellen diese aber tatsachlich eine Dopplung der Angebote der Aufnahmegesellschaft dar, wie sie eine Parallelgesellschaft kennzeichnen wurden? Insgesamt sind zweiundvierzig Prozent der Befragten in keinem Verein organisiert. neunzehn Prozent sind nur Mitglied eines deutschen und achtzehn Prozent sowohl eines deutschen als auch eines turkischen Vereins. Somit gehort mehr als ein Drittel (37 Prozent) aller Befragten auch einem deutschen Verein an. Neben den neunzehn Prozent, die sowohl Mitglieder eines deutschen als auch eines turkischen Vereins sind, gehoren zweiundzwanzig Prozent ausschliesslich einem turkischen Verein an. Der Vergleich mit den Ergebnissen der vergangenen Jahre zeigt, dass der Anteil der Nichtorganisierten sinkt. Zugleich hat in den Jahren zweitausenddrei und zweitausendvier die ausschliessliche Mitgliedschaft in turkischen Vereinen wieder abgenommen, nachdem sie im Jahr zweitausendzwei leicht angestiegen war. Kontinuierlich steigt der Anteil derer, die sowohl in deutschen als auch in turkischen Vereinen oder Verbanden organisiert sind. Auch der Anteil der in deutschen Verbanden Organisierten steigt leicht an. Diejenigen deutschen Organisationen, in denen die Migrantinnen und Migranten mit siebzehn Prozent am haufigsten anzutreffen sind, sind die Gewerkschaften. An zweiter Stelle folgen mit sechzehn Prozent die Sportvereine. Die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft ist in allen "Gastarbeiternationen" traditionell stark ausgepragt. Bei den turkischen Vereinen liegt das Schwergewicht eindeutig im kulturellen und religiosen Bereich. zwölf Prozent gehoren einem Kulturverein und zweiundzwanzig Prozent religiosen Gemeinschaften an. Generell betrachtet, grundet sich ein zentraler Teil der Mitgliedschaft in turkischen Organisationen auf ein Bedurfnis religioser und kultureller Anbindung, das deutsche Organisationen nicht einlosen konnen. Damit erfullen die turkischen Organisationen aber eine Komplementar- und keine Dopplungsfunktion zu deutschen Angeboten. Diskriminierungserfahrungen - Freiwilligkeit der Segregation Integration setzt voraus, dass die aufnehmende Gesellschaft die Zuwanderer auch an Ressourcen und Prozessen teilhaben lasst. Ein geeigneter Indikator fur die Freiwilligkeit von Abgrenzung ist das Empfinden von Diskriminierung. Insgesamt gaben siebenundsiebzig Prozent der Befragten an, im Alltag die Erfahrung ungleicher Behandlung von Deutschen und Auslandern gemacht zu haben - elf Prozent in einem bestimmten Lebensbereich und sechsundsechzig Prozent in unterschiedlichen Lebensbereichen. eintausendneunhundertneunundneunzig belief sich die Quote der wahrgenommenen Diskriminierung auf fünfundsechzig Prozent, wobei zweiundfünfzig Prozent sich mehrfach und vierzehn Prozent sich einmal diskriminiert fuhlten. Im Jahr 2001 war der Anteil auf 71 Prozent gestiegen, 2002 lag er ebenso wie 2003 bei 80 Prozent. Ob dabei auch eine gestiegene Sensibilitat oder Empfindlichkeit der Migranten eine Rolle spielt oder ob die Ungleichbehandlung tatsachlich zugenommen hat, kann hier nicht geklart werden. Dennoch ist eine erschreckend hohe Diskriminierungswahrnehmung zu konstatieren, die im Zeitvergleich zunachst deutlich gestiegen ist und seit dem vergangenen Jahr wieder sinkt. Wie bei der Zunahme der Religiositat liegt es auch hier nahe, einen Zusammenhang zur Debatte um den Islam im Zuge des elf September zweitausendeins herzustellen, der sich allerdings nicht beweisen lasst. Die Bereiche, in denen am haufigsten Diskriminierung empfunden wird, sind diejenigen, in denen generell ein hohes Mass an okonomischer oder sozialer Konkurrenz und Konflikte um knappe Ressourcen herrschen: Rund die Halfte der befragten Migranten gaben an, am Arbeitsplatz (57 Prozent), bei der Wohnungssuche (49 Prozent) und bei der Arbeitssuche (48 Prozent) diskriminiert worden zu sein. Siedlungsraumliche Segregation Mehr als die Halfte der Befragten (58 Prozent) wohnt in uberwiegend deutsch gepragten Gegenden. fünfzehn Prozent leben in gleichmassig gemischten Vierteln und ein Funftel in uberwiegend von Turken bewohnten Stadtteilen. Der Anteil von 21 Prozent, die in uberwiegend turkisch gepragten Gegenden leben, deutet aber doch darauf hin, dass sich zumindest in einigen Stadtteilen ethnisch verdichtete Wohnquartiere herausgebildet haben. Vergleicht man den Befund von zweitausendvier mit den Zahlen der Vorjahre, ist kein eindeutiger Trend erkennbar. Unter dem Vorbehalt, dass das Untersuchungsdesign keinen Schluss auf Kausalitaten zulasst, wird bei der Untersuchung des Zusammenhangs von ethnischer Zusammensetzung der Wohngegend und der Zufriedenheit mit den Wohnverhaltnissen und dem sozialen Umfeld sichtbar, dass Befragte, die in deutschen Wohngegenden leben, zufriedener sind als Befragte, die in turkisch gepragten Quartieren leben. Das lasst darauf schliessen, dass es sich nicht immer um eine freiwillige Segregation handelt. Die Unzufriedenheit durfte indessen nicht nur mit der ethnischen Zusammensetzung, sondern auch mit der generellen Situation der jeweiligen Quartiere zusammenhangen, da ethnische Kolonien haufig in Stadtteilen mit niedriger Wohnqualitat angesiedelt sind.[14] Die Integrationsperspektive der Angehorigen von Parallelgesellschaften Wie verteilen sich die beschriebenen Merkmale aber auf die Individuen in der turkischen Community in NRW? Inwiefern haben einzelne Gruppen tatsachlich so etwas wie parallele Subgesellschaften gebildet? Um die Angehorigen einer turkischen Parallelgesellschaft zu identifizieren und so ihre Integrationsperspektive zu untersuchen, mussten fur die hier verwendeten Indikatoren Grenzwerte festgelegt werden, jenseits derer die Befragten als segregiert oder nicht segregiert definiert werden.[15 ] Die Datenanalyse zeigt, dass nur eine kleine Gruppe von einem Prozent mit Blick auf alle funf Indikatoren der Parallelgesellschaft die definierten Segregationsgrenzwerte uberschreitet. Knapp vier Prozent liegen bei vier und knapp achtzehn Prozent bei drei Bereichen uber diesen Werten. Ein Drittel uberschreitet in zwei Bereichen und ebenso viele in einem Bereich die Grenze zur Segregation. Gut jeder zehnte turkeistammige Migrant ist hinsichtlich keines der Merkmale segregiert (vgl. Tabelle 1 der PDF-Version). Diejenigen Befragten, die in drei oder mehr Bereichen die Grenzwerte uberschreiten, wurden anschliessend in einer Gruppe, die als potenziell segregiert gelten kann, zusammengefasst, diejenigen, die in zwei oder weniger Bereichen die Grenzwerte uberschreiten, zur Gruppe der nicht Segregierten. Daraus ergibt sich ein Anteil von 77,5 Prozent, der als nicht segregiert gelten kann, und ein Anteil von 22,5 Prozent, der als tendenziell segregiert einzustufen ist - bzw. vermehrt parallelgesellschaftliche Strukturen ausbildet. In der Gruppe der tendenziell in parallelgesellschaftlichen Strukturen Lebenden sind Migranten ab sechzig Jahre und solche mit schlechten Deutschkenntnissen deutlich uberreprasentiert. Betrachtet man die Zusammenhangsmasse, so besteht der starkste Zusammenhang zwischen Segregation und Deutschkenntnissen sowie Segregation und der beruflichen Stellung. Aber auch das Alter und die Aufenthaltsdauer, das Land des Schulbesuchs und die formale Schulbildung in Deutschland, die berufliche Stellung und das Haushaltseinkommen sind hier zu nennen. Das Geschlecht spielt hingegen kaum ein Rolle. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil derjenigen, die in mindestens drei der funf Bereiche parallelgesellschaftliche Tendenzen aufweisen. Besonders gross und mit deutlichem Abstand zur nachstjungeren Gruppe ist der Anteil der ab 60-Jahrigen. Entsprechend sind Angehorige der ersten Generation uberproportional haufig unter den Segregierten zu finden, aber auch die als Erwachsene nachgereisten Ehepartner der zweiten Generation sind hier uberreprasentiert, wodurch sich der Alterszusammenhang verwischt. Angehorige der zweiten Generation, die in Deutschland geboren oder aufgewachsen sind, sind seltener unter den Angehorigen der Parallelgesellschaft zu finden (vgl. Tabelle 2 der PDF-Version). Am sichtbarsten ist der Zusammenhang von Segregation und Deutschkenntnissen. Bei sehr oder eher schlechten Kenntnissen der deutschen Sprache ist die Wahrscheinlichkeit, in parallelgesellschaftlichen Strukturen zu leben, deutlich grosser als bei guten oder sehr guten Sprachkenntnissen. Einfluss auf die Tendenz zum Leben in Parallelgesellschaften haben aber auch das formale Bildungsniveau, das in Deutschland erworben wurde, sowie die berufliche Stellung. Migranten, die nur eine geringe formale Bildung aufweisen oder als Arbeiter tatig sind, sind haufiger unter den Segregierten anzutreffen als Migranten mit hohem Bildungsniveau und Angestellte. Entsprechend sind Migranten mit einem niedrigen Einkommen eher dazu pradestiniert, sich in parallelgesellschaftlichen Strukturen zu bewegen, als Migranten mit einem hoheren Einkommen. Fazit und Diskussion Unter unseren Befunden ist die zunehmende Religiositat das einzige Merkmal einer Parallelgesellschaft, das im Untersuchungszeitraum tatsachlich linear in Richtung der Entwicklung parallelgesellschaftlicher Strukturen weist. Damit ist die grosse Bedeutung, die dem Dialog mit dem Islam und der Integration der Muslime in den vergangenen Jahren zugewiesen wurde, durchaus berechtigt. Alle anderen Merkmale deuten jedoch nicht aufdas Anwachsen parallelgesellschaftlicher Strukturen hin. Allerdings sind die segregiert in Parallelgesellschaften lebenden Individuen - gemessen am beruflichen Status und dem Einkommen - schlechter sozial platziert als diejenigen ausserhalb parallelgesellschaftlicher Strukturen, und sie haben aufgrund mangelhafter Deutschkenntnisse und geringerer formaler Qualifikationen schlechtere Teilhabechancen. Allerdings ist die Varianz bezogen auf die nicht Segregierten nur gering, was im generell geringen Niveau der Teilhabe begrundet sein durfte. Somit liegt die beste Vorsorge gegen die Entstehung ethnischer Schichtung in der Qualifizierung sowohl der jungen Migranten als auch der Neuzuwanderer, da Kulturation sich mit Blick auf unsere Daten als deutlich im Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Platzierung, also der Teilhabedimension von Integration, erweist. Zugleich zeigt die von uns untersuchte Gruppe aber auch, dass mit Blick auf die Turkinnen und Turken nicht davon auszugehen ist, dass die Segregation bzw. das Leben in Parallelgesellschaften - verstanden als auf bewussten Entscheidungen beruhender Ruckzug aus der Aufnahmegesellschaft - nur sehr bedingt mit mangelhafter Teilhabe im Zusammenhang steht. Es gibt vielmehr in grosser Zahl Turkeistammige, die sich mit Deutschland identifizieren und intensiv mit der Aufnahmegesellschaft interagieren, ohne es jedoch zu adaquaten gesellschaftlichen Platzierungen zu bringen. Ganz stark vereinfacht ausgedruckt:

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