SEO Text Generator: Kostenlos einzigartige Texte schreiben mit dem Text Generator

Konfiguriere, welchen SEO Text das Tool automatisiert für dich erstellen soll

Schritt 1: Hauptstichwort eingeben
(Thema des Artikels)!

Schritt 2: Nebenstichwort eingeben
(Nuance des Text Inhaltes)!

Schritt 3: Klick auf "Text erstellen"!


Dein neuer Artikel Überschrift:    

Indien – Wikipedia

Lesezeit:    

57 Minuten, 26 Sekunden

Sprache:    

Dein Artikel ist in deutscher Sprache geschrieben

Hauptstichwort (Thema des Artikels):    

indien

Nebenstichwort (Nuance des Text Inhaltes):    

Chemieindustrie

Hauptthemen des neuen Artikels:    

Jahren ✓ Sprachen ✓ München ✓ Informationen ✓ Global ✓ China ✓ Prozent ✓ Bevölkerung ✓ März ✓ Zahl ✓ Land ✓ Indian ✓ Staaten ✓ India ✓ Arabische

Zusammenfassung:    

Darüber hinaus existieren kleinere Glaubensrichtungen innerhalb des Islam: Eher fundamentalistisch ist die Dar ul-Ulum in Deoband im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh, auf die sich unter anderem die afghanischen Taliban berufen, wenn auch in radikal verkürzter Interpretation. Trotz des in den letzten Jahren deutlich beschleunigten Wachstums lag die offizielle Arbeitslosenquote zu dieser Zeit aber noch bei neun Prozent – wobei mit einer erheblichen Zahl von Arbeitslosen zu rechnen ist, die von der Statistik nicht erfasst werden. Hauptprobleme sind die ungleichmäßige und großmaschige Erschließung des Landes, die zumeist veraltete Technik, und für den heutigen Standard ein geringer Elektrifizierungsgrad: nur neunzehn der insgesamt vierundsechzig Kilometer Streckenlänge (Stand: 2011) sind elektrifiziert.

Weiterführende Links:    


Artikel vorlesen lassen:



Please take part in our Speech Transformation Survey!

Verdienen Sie Crypto-Token beim Surfen mit dem Brave Browser mit integriertem Ad-Blocker: brave.com/art196.

Usenet Downloads in voller DSL–Geschwindigkeit 2 Wochen kostenlos testen und bis zu 300GB abstauben!.

Artikel downloaden:    

Artikel Text:    

Heute sind die fundamentalen Probleme Indiens trotz des deutlichen wirtschaftlichen Aufschwungs noch immer die ausgedehnte Armut als auch die starke Überbevölkerung, die zunehmende Umweltverschmutzung sowie ethnische und religiöse Konflikte zwischen Hindus und Muslimen. Dazu tritt der fortdauernde Streit mit Pakistan um die Region Kaschmir. Besondere Brisanz erhält der indisch-pakistanische Gegensatz durch die Tatsache, dass beide Staaten Atommächte sind. Indien hatte eintausendneunhundertvierundsiebzig erstmals einen Atomwaffentest durchgeführt. Auf weitere Kernwaffenversuche im Jahre 1998 reagierte Pakistan mit eigenen Atomwaffentests. In den letzten Jahren war eine Annäherung zwischen Indien und Pakistan zu bemerken. So fanden Gefangenenaustausche statt und wurden Verbindungen in der Kaschmirregion geöffnet. Seit eintausendneunhundertsechsundachtzig kämpfen verschiedene Gruppierungen im mehrheitlich muslimischen Kaschmir mit gewaltsamen Mitteln für die Unabhängigkeit ihrer Region oder den Anschluss an Pakistan (Kaschmir-Konflikt). Immer wieder werden in der Region Anschläge auf Einrichtungen des indischen Staates, so im Oktober 2001 auf das Regionalparlament von Jammu und Kashmir in Srinagar, auf die in Kaschmir stationierten Streitkräfte oder gegen hinduistische Dorfbewohner und Pilger verübt. Doch nicht nur in Kaschmir, sondern auch in anderen Teilen Indiens kam es wiederholt zu terroristischen Anschlägen, die kaschmirischen Separatisten oder islamistischen Terrororganisationen wie Laschkar-e Taiba zugeschrieben wurden. Die bisher schlimmste Anschlagsserie fand am zwölf März eintausendneunhundertdreiundneunzig statt, als zehn Bombenexplosionen auf die Börse und Hotels in Mumbai sowie Züge und Tankstellen zweihundertsiebenundfünfzig Menschen töteten und siebenhundertdreizehn Personen verletzten. Im Dezember zweitausendeins stürmten Islamisten das Parlament in Neu-Delhi, wobei vierzehn Menschen ums Leben kamen. zweiundfünfzig Tote gab es im August 2003, als zwei mit Sprengstoff beladene Taxis in Mumbai explodierten. Nach drei Bombenexplosionen auf Märkten in Neu-Delhi waren im Oktober zweitausendfünf zweiundsechzig Opfer zu beklagen. Im März zweitausendsechs starben bei einem Doppelanschlag auf den Bahnhof und einen Tempel in der Stadt Varanasi zwanzig Menschen. Bei Bombenanschlägen auf Züge in Mumbai wurden im Juli zweitausendsechs rund zweihundert Menschen getötet und mehr als siebenhundert Personen verletzt. Am achtzehn Februar zweitausendsieben explodierten im „Freundschafts-Express“, der einzigen Zugverbindung zwischen Indien und Pakistan, einhundert Kilometer nördlich von Delhi zwei Brandbomben. Dabei kamen mindestens 65 Menschen ums Leben. Am fünfundzwanzig August zweitausendsieben kam es in Hyderabad zu zwei Bombenexplosionen, bei denen mindestens zweiundvierzig Personen starben und viele weitere verletzt wurden. Eine dritte Bombe wurde gefunden und konnte entschärft werden. Welches Ziel der oder die Attentäter mit den Bombenanschlägen in gut besuchten Freizeitorten verfolgten, wurde zunächst nicht bekannt. (Hyderabad hat mit fast vierzig Prozent den höchsten muslimischen Bevölkerungsanteil der indischen Metropolen.) Eine Serie von Bombenanschlägen erschüttert Indien zweitausendacht Am fünfundzwanzig Juli explodierten zwei Bomben vor Polizeistationen und sechs weitere Bomben in Bangalore. Innerhalb von fünfzehn Minuten wurden bei den acht Bombenanschlägen zwei Menschen getötet und sechs Menschen verletzt.[39] Eine Explosionsserie von sechzehn Bomben innerhalb von neunzig Minuten in der Millionenmetropole Ahmedabad im westindischen BundesstaatGujarat forderte am sechsundzwanzig Juli 2008 mindestens 130 Tote und über 280 Verletzte. Eine mutmaßlich muslimische TerrorgruppeIndische Mudschaheddin, vermutlich eine Splittergruppe der radikal-islamischen Laschkar-e Taiba, bekannte sich zu den Terroranschlägen in Ahmedabad.[40][41] Bei den Anschlägen in Mumbai am sechsundzwanzig November zweitausendacht kam es in der indischen Metropole Mumbai innerhalb kurzer Zeit zu siebzehn Explosionen, Angriffen mit Schnellfeuerwaffen und zu Geiselnahmen an zehn verschiedenen Stellen der Stadt durch eine Gruppe von etwa zehn Angreifern, die sich in mehrere Gruppen aufgeteilt hatten. Nach Angaben der indischen Behörden hat es dabei mindestens 239 Verletzte und 174 Tote gegeben. Durchschnittliche Fertilitätsraten in Indien. Die nordindischen Staaten des sogenannten „Hindi-Gürtels“ haben seit Jahrzehnten ein deutlich höheres Bevölkerungswachstum, als die Staaten Südindiens (blau: weniger als zwei Kinder/Frau, rot: mehr als zwei Kinder/Frau) Bevölkerungspyramide Indien 2016: Indiens Median-Alter lag bei 27,6 Jahren Nach der Volkszählung zweitausendelf beträgt die Einwohnerzahl Indiens 1.210.569.573.[1] Damit ist Indien nach der VR China der bevölkerungsreichste Staat der Erde. Die Bevölkerungsdichte beträgt dreihundertachtundachtzig Einwohner je Quadratkilometer (Deutschland: zweihunderteinunddreißig je Quadratkilometer). Gleichwohl ist die Bevölkerung höchst ungleichmäßig verteilt. Sie ballt sich vor allem in fruchtbaren Landstrichen wie der Gangesebene, Westbengalen und Kerala, während der Himalaya, die Berggegenden des Nordostens sowie trockenere Regionen in Rajasthan und auf dem Dekkan nur eine geringe Besiedlungsdichte aufweisen. So leben in Bihar durchschnittlich 1106 Menschen auf einem Quadratkilometer, während es in Arunachal Pradesh nur 17 sind. Am 11. Mai 2000 überschritt Indiens Bevölkerungszahl offiziell die Milliardengrenze.[42][43] Während es von eintausendneunhundertzwanzig – damals hatte Indien zweihundertfünfzig Millionen Einwohner – siebenundvierzig Jahre bis zu einer Verdoppelung der Bevölkerung dauerte, waren es von eintausendneunhundertsiebenundsechzig bis zweitausend nur noch 33 Jahre. Das Wachstum der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahrzehnten nur wenig abgeschwächt und liegt im Moment bei 1,4 % pro Jahr, was einem jährlichen Bevölkerungszuwachs von fünfzehn Millionen Menschen entspricht. Damit verzeichnet Indien im Moment den größten absoluten Zuwachs aller Staaten der Erde. Der relative Zuwachs liegt jedoch nur wenig über dem Weltdurchschnitt. Schätzungen zufolge wird sich das Bevölkerungswachstum in Indien in den nächsten Jahrzehnten kaum abschwächen, und Indien wird die Volksrepublik China bis zum Jahre 2025 als bevölkerungsreichstes Land der Erde abgelöst haben.[44] Durch fortschreitende Modernisierung, Bildung, Wohlstand und Verstädterung sinkt die Geburtenrate zwar bereits, das Bevölkerungswachstum erklärt sich jedoch nicht aus einer gestiegenen Geburtenrate, sondern aus der in den letzten Jahrzehnten gestiegenen Lebensdauer. Dies ist unter anderem auf eine Verbesserung der Gesundheitsfürsorge zurückzuführen. In der Mortalität hatte Indien bereits eintausendneunhunderteinundneunzig mit Deutschland gleichgezogen (10 pro 1000), für zweitausendsechs wird sie auf 8,18 pro 1000 geschätzt. Die Geburtenziffer blieb allerdings hoch (1991: dreißig pro 1000) und sinkt allmählich (2016: 19,3 pro 1000).[45] Die Fruchtbarkeitsrate ging von 5,2 Kindern je Frau (1971) auf 3,6 (1991) zurück,[46] im Jahr 2013 lag sie bei 2,3.[47] Das durchschnittliche Alter der indischen Bevölkerung lag zweitausendfünfzehn bei 26,7 Jahren, während die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer 66,2 Jahre (1971 waren es nur vierundvierzig Jahre) und für Frauen 69,1 Jahre (1971 waren es nur 46 Jahre) betrug. In Deutschland sind es zum Vergleich bei Männern achtundsiebzig Jahre und bei Frauen dreiundachtzig Jahre. Ein Drittel der Bevölkerung ist jünger als fünfzehn Jahre. Indien gehört auch zu den Ländern, in denen es deutlich mehr Männer gibt: Laut der Volkszählung zweitausendelf kommen auf eintausend Männer 943 Frauen.[1] Dieser Überschuss an Männern trägt in manchen Regionen des Landes zur Destabilisierung bei, wie Henrik Urdal von der Harvard Kennedy School zeigt.[48] In den letzten dreißig Jahren wurde die Verstädterung Indiens zu sechzig Prozent von natürlichem Bevölkerungswachstum (in den Städten) getragen. Zuwanderung (aus ländlichen Gebieten) trug zu einem Fünftel des Wachstums städtischer Bevölkerung bei. Ein weiteres Fünftel des Wachstums verteilt sich gleichmäßig auf die Bildung neuer Städte durch statistische Umklassifizierung und durch die Ausdehnung von Grenzen oder Sprawl.[49] Damit hat Indien heute sechsundvierzig Städte mit mehr als einer Million Einwohnern (Stand: Volkszählung 2011). Allein der Ballungsraum Mumbai hat mittlerweile über achtundzwanzig Millionen Einwohner und damit eine größere Bevölkerung als ganz Australien. Dennoch stellt die städtische Bevölkerung mit einem Anteil an der Gesamteinwohnerzahl von lediglich 31,2 Prozent (Volkszählung 2011) eine Minderheit dar.[1 ] Mit der wirtschaftlichen Entwicklung schreitet die Urbanisierung Indiens schnell voran und jährlich wächst die städtische Bevölkerung Indiens um knapp 10 Millionen an.[50] In den Städten Indiens wird nahezu die gesamte Wirtschaftsleistung erbracht. Die Entstehung von Slums ist ein großes Problem in Indiens Städten. In Mumbais Slum Dharavi leben geschätzt eins Million Menschen auf engstem Raum unter katastrophalen Bedingungen, womit es das größte Elendsviertel weltweit ist.[51 ] Die Urbanisierung verläuft in Indien deutlich weniger geplant als z. B. in China ab, und geschätzt 30 % der städtischen Bevölkerung leben in ungeplanten Behausungen und Slums, insgesamt über 90 Millionen Menschen. Nachfolgend sind die Einwohnerzahlen Indiens zwischen eintausendsiebenhundert und zweitausendfünfzig aufgeführt (2025 und zweitausendfünfzig sind Prognosen)[54] – zu beachten sind Veränderungen des Gebiets im Verlauf der Zeit: Zahlenangaben bis eintausendachthundertfünfundsiebzig sind berechnet nach dem Gebietsstand von Britisch-Indien (einschließlich Bangladesch, Myanmar und Pakistan), ab eintausendneunhundert in den heutigen Grenzen der Republik Indien:[55] Indien ist ein Vielvölkerstaat, dessen ethnische Vielfalt ohne weiteres mit der des gesamten europäischen Kontinents vergleichbar ist. Etwa zweiundsiebzig Prozent der Bevölkerung sind Indoarier. fünfundzwanzig Prozent sind Draviden, die hauptsächlich im Süden Indiens leben. 3 Prozent entfallen auf sonstige Völkergruppen, vor allem tibeto-birmanische, Munda- und Mon-Khmer-Völker im Himalayaraum sowie Nordost- und Ostindien. 8,6 Prozent der Einwohner gehören der indigenen Stammesbevölkerung an, die sich selbst als Adivasi bezeichnet, obwohl sie ethnisch höchst uneinheitlich ist. Die indische Verfassung erkennt mehr als sechshundert Stämme als sogenannte Scheduled Tribes an. Sie stehen meist außerhalb des hinduistischenKastensystems und sind trotz bestehender Schutzgesetze sozial stark benachteiligt.[57] Hohe Bevölkerungsanteile haben die Adivasi in der Nordostregion (besonders in Mizoram, Nagaland, Meghalaya, Arunachal Pradesh, Manipur, Tripura, Sikkim) sowie in den ost- und zentralindischen Bundesstaaten Jharkhand, Chhattisgarh, Odisha und Madhya Pradesh. Auf Grund der sozialen Diskriminierung genießen linksradikale Gruppierungen wie die maoistischenNaxaliten bei Teilen der Adivasi starken Rückhalt. Dazu kommen separatistische Bewegungen verschiedener Völker – etwa der mongoliden Naga, Mizo und Bodo, aber auch der indoarischen Assamesen – in Nordostindien, wo Spannungen zwischen der einheimischen Bevölkerung und zugewanderten Bengalen, größtenteils illegale Einwanderer aus Bangladesch, für zusätzliches Konfliktpotenzial sorgen. Im Jahre 2017 waren, laut offiziellen Zahlen, 0,4 % der Bevölkerung im Ausland geboren.[58][59] Die Zahl der illegal eingewanderten Bangladescher in Indien wird auf bis zu zwanzig Millionen geschätzt. Die rund einhundert in Indien lebenden Exiltibeter, die seit der chinesischen Besetzung Tibets in den 1950er Jahren aus ihrer Heimat geflohen sind, werden dagegen offiziell als Flüchtlinge anerkannt und besitzen eine Aufenthaltsgenehmigung. Des Weiteren leben etwa 60.000 tamilische Flüchtlinge aus Sri Lanka auf indischem Gebiet. In letzter Zeit gab es Versuche, den Gebrauch des Sanskrit wiederzubeleben. Sanskrit ist eine klassische, heute nicht mehr als Erst- oder Muttersprache verwendete Sprache, die in Indien einen ähnlichen Stellenwert besitzt wie das Lateinische in Europa. Sie gehört ebenfalls zu den offiziell anerkannten Verfassungssprachen, wird aber nirgends als Amtssprache verwendet. Das Central Board of Secondary Education (CBSE) hat in den Schulen, die es reguliert, Sanskrit zur dritten der unterrichteten Sprachen gemacht. In diesen Schulen ist der Sanskritunterricht für die fünften bis achten Schulklassen obligatorisch. Über die Beibehaltung des Status des Englischen als Amtssprache wird alle fünfzehn Jahre neu entschieden. Englisch gilt weiterhin als Prestige-Sprache und wird nur von einer privilegierten Minderheit der Bevölkerung fließend gesprochen. Wenn sich Menschen unterschiedlicher Sprachgemeinschaften begegnen, sprechen sie im Norden entweder Hindi oder Englisch miteinander, im Süden eine der dravidischen Sprachen oder Englisch. Neben den Verfassungssprachen sind auch noch Hindustani, der im Norden Indiens weit verbreitete „Vorgänger“ von Hindi und Urdu, Rajasthani als Oberbegriff der Dialekte Rajasthans und Mizo erwähnenswert. Bihari ist der Oberbegriff für die Dialekte in Bihar, wozu auch Maithili, Bhojpuri und Magadhi gehören. Die meisten Sprachen weisen unterschiedliche Schriftsysteme auf. Während für Hindi, Marathi, Nepali, Konkani und Sanskrit eine gemeinsame Schrift verwendet wird (Devanagari), werden Telugu, Tamilisch, Kannada, Malayalam, Gujarati, Oriya, Panjabi und Santali durch eine jeweils eigene Schrift charakterisiert. Für Bengalisch, Asamiya und Meitei wird eine weitere Schrift (Bengalische Schrift) verwendet. Urdu wird in arabischer Schrift geschrieben, Kashmiri und Sindhi werden in arabischer Schrift oder auch in Devanagari geschrieben. Auf dem indischen Subkontinent entstanden vier der großen Religionen: Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus. Der Islam kam infolge von Handel und Eroberungen durch das Mogulreich, das Christentum durch frühe Missionierungen im ersten Jahrhundert und dann durch den Kolonialismus, der Zoroastrismus (Parsismus) aufgrund von Einwanderungen ins Land. Indien bietet also eine außerordentlich reichhaltige Religionslandschaft. Obwohl der Buddhismus über Jahrhunderte die bevorzugte Religion war, starb der Hinduismus nie aus und konnte seine Stellung als dominierende Religion langfristig behaupten. Im Mittelalter brachten indische Händler und Seefahrer den Hinduismus bis nach Indonesien und Malaysia. Obwohl Indien bis heute ein hinduistisch geprägtes Land ist, hat Indien nach Indonesien und Pakistan die weltweit drittgrößte muslimische Bevölkerung (etwa 140 Millionen), und nach dem Iran die zweitgrößte Anzahl von Schiiten. Die Religionen verteilen sich nach der Volkszählung zweitausendelf wie folgt: 79,8 % Hindus, 14,2 % Muslime, 2,3 % Christen, 1,7 % Sikhs, 0,7 % Buddhisten, 0,4 % Jainas und 0,7 % andere (zum Beispiel traditionelle Adivasi-Religionen, Bahai oder Parsen). Insgesamt 0,2 % der Inder gaben bei der Volkszählung keine Religionszugehörigkeit an bzw. gaben an, ohne Religion zu sein.[60] Die Wurzeln des Hinduismus liegen im Veda (wörtlich: Wissen), religiösen Texten, deren älteste Schicht auf etwa eintausendzweihundert v. Chr. datiert wird. Die Bezeichnung „Hinduismus“ wurde jedoch erst im neunzehn Jahrhundert allgemein üblich. Er verbindet viele Strömungen mit ähnlicher Glaubensgrundlage und Geschichte, die besonders bei den Lehren von Karma, dem Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara) und dem Streben nach Erlösung übereinstimmen. Er kennt keinen einzelnen Religionsstifter, kein einheitliches Glaubensbekenntnis und keine religiöse Zentralbehörde. Die wichtigsten populären Richtungen sind der Shivaismus, der Vishnuismus und der Shaktismus. Daneben ist die Indische Volksreligion regional und lokal weit verbreitet. Religiöse Lehrer (Gurus) und Priester haben einen großen Stellenwert für den persönlichen Glauben. Die Adivasi (Ureinwohner) widersetzten sich oft den Missionsversuchen der großen Religionen und behielten teilweise ihre eigene Religion. Die indigenen Völker Indiens haben einiges mit dem Hinduismus gemeinsam, so etwa den Glauben an die Reinkarnation, eine äußere Vielfalt von Göttern und eine Art von Kastenwesen. Nicht selten werden lokale Gottheiten oder Stammesgottheiten einfach in das hinduistische Pantheon integriert – eine Herangehensweise, die historisch zur Ausbreitung des Hinduismus beigetragen hat. Besonders heute besteht eine starke Tendenz der „Hinduisierung“ (in der Indologie „Sanskritisierung“), gesellschaftliche Sitten der Hindus und deren Formen der Religionsausübung werden übernommen. Die Parsen, die heute hauptsächlich in Mumbai leben, bilden eine kleine, überwiegend wohlhabende und einflussreiche Gemeinschaft (etwa siebzig Menschen). Nicht zuletzt auch durch ihr ausgeprägtes soziales Engagement spielen sie trotz geringer Bevölkerungsanzahl in der indischen Gesellschaft eine wichtige Rolle. In Europa sind sie durch ihre Bestattungsgepflogenheiten („Türme des Schweigens“) bekannt. Auch die Jainas sind oft wohlhabend, da sie aufgrund ihres Glaubens, der das Töten von Lebewesen verbietet, überwiegend Kaufleute und Händler sind. Parsen und Jainas gehören meist der Mittel- und Oberschicht an. Die Mehrheit der indischen Muslime gehört der sunnitischen Richtung an, außerdem leben mehr als zwanzig Millionen Schiiten in Indien. Darüber hinaus existieren kleinere Glaubensrichtungen innerhalb des Islam: Eher fundamentalistisch ist die Dar ul-Ulum in Deoband im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh, auf die sich unter anderem die afghanischenTaliban berufen, wenn auch in radikal verkürzter Interpretation. Die Situation der Muslime in Indien ist schwierig. Sie sind ärmer und weniger gebildet als der Durchschnitt. In Politik und Staatsdienst sind sie unterrepräsentiert. Zu bemerken ist jedoch, dass der ehemalige Staatspräsident Indiens, A. P. J. Abdul Kalam, ein Muslim war. Die Anzahl der Muslime in Indien steigt schneller als die der restlichen Bevölkerung und bis 2050 könnte Indien über 300 Millionen muslimische Einwohner haben.[62 ] Die Sikhs sind hauptsächlich im Nordwesten Indiens (Punjab) beheimatet. Ihre Stellung in der Gesellschaft ist geprägt durch den Erfolg vor allem im militärischen Bereich, aber auch im politischen Leben. Der ehemalige indische Premierminister Manmohan Singh ist ein Sikh. dreiundfünfzig n. Chr. soll ein Apostel Jesu, Thomas, nach Indien gekommen sein und dort entlang der südlichen Malabarküste mehrere christliche Gemeinden gegründet haben. Die „Thomaschristen“ in Kerala führen ihren Ursprung auf den Apostel Thomas zurück. Portugiesische Missionare führten im späten fünfzehn Jahrhundert den römischen Katholizismus ein und verbreiteten ihn entlang der Westküste, etwa in Goa, sodass römische Katholiken heute den größten Anteil an der christlichen Bevölkerung Indiens stellen. Die Briten zeigten zwar wenig Interesse an der Missionierung, dennoch konvertierten viele Stammesvölker im Nordosten (Nagaland, Mizoram, Meghalaya, Manipur, Arunachal Pradesh) zur Anglikanischen Kirche oder anderen evangelischen Konfessionen. In jüngerer Zeit traten auch Angehörige unberührbarer Kasten sowie Adivasi zum Christentum über, um der Ungerechtigkeit des Kastensystems zu entkommen. Als Indien seine Unabhängigkeit erlangte, lebten auch noch rund fünfundzwanzig Juden in Indien. Nach eintausendneunhundertachtundvierzig verließen jedoch die meisten von ihnen ihre Heimat gen Israel. Heute wird die Zahl der in Indien verbliebenen Juden auf 5000 bis 6000 geschätzt, wovon die Mehrheit in Mumbai lebt. Der Laizismus, die Trennung von Staat und Religion, zählt zu den wesentlichsten Grundsätzen des indischen Staates und ist in seiner Verfassung verankert. Seit Jahrhunderten bestehen verschiedene Glaubensrichtungen zumeist friedlich nebeneinander. Dennoch kommt es manchmal zu regional begrenzten, religiös motivierten Auseinandersetzungen. Bei der Teilung Indiens eintausendneunhundertsiebenundvierzig und beim Bangladesch-Krieg eintausendneunhunderteinundsiebzig kam es zwischen Hindus und Muslimen zu massiven Ausschreitungen. Unruhen zwischen Anhängern der beiden Glaubensrichtungen brechen in Indien in gewissen Zeitabständen immer wieder aus. Ein Konfliktpunkt ist nach wie vor Kaschmir, dessen überwiegend muslimische Bevölkerung teilweise gewalttätig für die Unabhängigkeit oder den Anschluss an Pakistan eintritt. Geschürt werden sie seit den späten 1980er Jahren durch den aufkeimenden Hindu-Nationalismus (Hindutva) und islamischen Fundamentalismus. Einer der Höhepunkte der Auseinandersetzungen war die Erstürmung und Zerstörung der Babri-Moschee in Ayodhya (Uttar Pradesh) durch extremistische Hindus im Dezember 1992, da das islamische Gotteshaus einst an der Stelle eines bedeutenden Hindu-Tempels errichtet worden war, der den Geburtsort Ramas markieren sollte. Die letzten Unruhen traten zweitausendzwei in Gujarat auf, als neunundfünfzig Hindu-Aktivisten (kar sevaks) in einem Zug verbrannt wurden. Infolge der eskalierenden Gewalt kamen etwa zweitausend Menschen um, hauptsächlich Moslems. Die politische Situation in Kaschmir kostete seit 1989 aufgrund der Aktivitäten islamistischer Terroristen über 29.000 Zivilpersonen das Leben. Auch bei anderen Religionen traten Konflikte auf. Die Forderungen sikhistischer Separatisten nach einem unabhängigen Sikhstaat namens „Khalistan“ gipfelten eintausendneunhundertvierundachtzig in der Erstürmung des Goldenen Tempels in Amritsar durch indische Truppen (Operation Blue Star) und der Ermordung der damaligen Premierministerin Indira Gandhi durch ihre eigenen Sikh-Leibwächter. Insgesamt kamen bei den Unruhen im Jahre 1984 mehr als 3000 Sikhs ums Leben. In einigen Bundesstaaten ist es zu Pogromen gegen Christen gekommen. So wurden in der zweiten Jahreshälfte 2008 bei religiös motivierten Unruhen in Orissa mindestens 59 Christen getötet.[63] In ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage vom vier Dezember zweitausendacht nennt die deutsche Bundesregierung folgendes Ausmaß der Gewalt gegen Christen in Orissa (Odisha): einundachtzig Christen sind ums Leben gekommen, zwanzig Menschen befinden sich in Flüchtlingslagern, vierzig weitere haben sich in Wäldern versteckt. 4677 Häuser, 236 Kirchen und 36 weitere kirchliche Einrichtungen wurden zerstört.[64] Nach Angaben der Weltbank haben heute vierundvierzig % der Einwohner Indiens weniger als einen US-Dollar pro Tag zur Verfügung. Auch wenn die Ernährungssituation seit den 1970er Jahren entscheidend verbessert werden konnte, ist noch immer mehr als ein Viertel der Bevölkerung zu arm, um sich eine ausreichende Ernährung leisten zu können. Unter- und Fehlernährung wie Vitaminmangel ist vornehmlich in ländlichen Gebieten ein weit verbreitetes Problem, wo der Anteil der Armen besonders hoch ist. Die regionale Aufteilung des Problems lässt sich am Hunger-Index für Indien klar erkennen, der Bundesstaat Madhya Pradesh fällt hier besonders ins Auge. zweitausendsieben waren sechsundvierzig % der Kinder in Indien mangelernährt, nach Angaben von UNICEF sterben in Indien jährlich 2,1 Millionen Kinder vor dem fünften Lebensjahr. Kinderarbeit wird hauptsächlich auf dem Land geleistet, da das Einkommen vieler Bauernfamilien nicht zum Überleben ausreicht. Hoch verschuldete Bauern müssen oft nicht nur ihr Ackerland verkaufen, sondern auch ihre Dienstleistungen an die Grundherren verpfänden. Dieses als Schuldknechtschaft bezeichnete Phänomen stellt bis heute eines der größten Hindernisse in der Armutsbekämpfung dar. zweitausendsechs haben schätzungsweise siebzehn Bauern wegen hoher Verschuldung Selbstmord begangen. Die schlechten Lebensbedingungen im ländlichen Raum veranlassen viele Menschen zur Abwanderung in die Städte (Urbanisierung). Dabei sind die wuchernden Metropolen des Landes kaum in der Lage, ausreichend Arbeitsplätze für die Zuwanderer zur Verfügung zu stellen. Das Ergebnis sind hohe Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung. Fast ein Drittel der Einwohner der Millionenstädte lebt in Elendsvierteln. Dharavi in Mumbai ist mit mehr als einer Million Menschen der größte Slum Asiens.[65] Nach der Volkszählung zweitausendelf werden 16,6 % der indischen Bevölkerung zu den so genannten Unberührbaren(Scheduled Castes) gerechnet, 8,6 % zählen zur indischen Stammesbevölkerung (Adivasi, offiziell Scheduled Tribes).[1 ] Da beide Gruppen starker sozialer Benachteiligung ausgesetzt sind, sieht die indische Verfassung ihre Förderung in Form von Quoten vor. Über diese „positive Diskriminierung“ werden in Universitäten, berufsbildenden Institutionen und Parlamenten bis zu fünfzig % der Plätze für die Scheduled Castes (Angehörige der unteren Kasten) reserviert. Die Kastenfrage nimmt in der indischen Innenpolitik eine höchst brisante Stellung ein. Eine Ausweitung der Quoten auf niedere Kasten auf Vorschlag der umstrittenen Mandal-Kommission rief 1990 heftige Proteste von Angehörigen höherer Kasten hervor und führte zum Sturz von Premierminister Vishwanath Pratap Singh. Unzureichende schulische Bildung sowie Beratung in Fragen der reproduktiven Gesundheit hatte zur Folge, dass die Zahl der HIV-Infizierten ab den 1980er und 1990er Jahren rasch angestiegen ist, seit eintausendneunhundertsechsundachtzig die ersten Infektionsfälle bekannt wurden. zweitausendacht trugen rund 2,27 Millionen Inder im Alter zwischen fünfzehn und neunundvierzig Jahren das Virus. Die Zahl der Infizierten liegt damit weltweit an dritter Stelle hinter Südafrika und Nigeria. In den Jahren nach zweitausendzwei ist ein prozentualer Rückgang an Infizierten zu verzeichnen. zweitausendzwei waren 0,45 % der erwachsenen indischen Bevölkerung infiziert, zweitausendsieben waren es 0,34 % und zweitausendacht 0,29 %. Die Übertragungswege des HI-Virus werden für 2009/10 mit 87,1 Prozent zwischen Heterosexuellen angegeben. Hierfür ist hauptsächlich der weitverbreitete ungeschützte Geschlechtsverkehr mit Prostituierten verantwortlich. Die Übertragung von Mutter zu Kind beträgt 5,4 % und zwischen Homosexuellen 1,5 %. Drogenabhängige sind mit 1,5 % an der Gesamtzahl der Übertragungsfälle beteiligt.[66] Frauen sind in der patriarchalisch geprägten indischen Gesellschaft trotz der rechtlichen Gleichstellung von Mann und Frau nach wie vor benachteiligt. Traditionell wurde Frauen zur Hochzeit eine Mitgift zum Aufbau eines eigenen Haushalts mitgegeben. Heute wird eine solche Aussteuer – obwohl sie seit eintausendneunhunderteinundsechzig gesetzlich untersagt ist[67] – aus rein wirtschaftlichen Erwägungen von den Eltern der Braut verlangt. In manchen Fällen übersteigt sie das Jahreseinkommen der Familie der Braut. Gelegentlich kommt es zu so genannten Mitgiftmorden, wenn die Angehörigen der Braut nicht in der Lage sind, die hohen Forderungen zu erfüllen. Die Mitgiftproblematik trägt in nicht unerheblichem Maße dazu bei, dass Mädchen meist geringer angesehen sind als Jungen oder gar als unerwünscht gelten. Tatsächlich werden weit mehr weibliche Föten abgetrieben als männliche. So kommen nach der Volkszählung zweitausendelf unter den Null- bis Sechsjährigen auf eintausend Jungen nur neunhundertneunzehn Mädchen. 2001 hatte die Quote noch 927 betragen.[68] Die Praxis der Mitgiftforderung fördert zudem ausbeuterische Arbeitsverhältnisse wie das Sumangali-Prinzip, da arme Eltern ihre Töchter in der Hoffnung auf eine selbst erwirtschaftete Mitgift bereitwillig den Rekrutierern mitgeben.[69] Gemäß der Verfassung von eintausendneunhundertfünfzig ist Indien eine parlamentarische Demokratie. Indien ist, nach der Zahl der Bürger, die größte Demokratie der Erde. Das indische Parlament ist die gesetzgebende Gewalt und besteht aus zwei Kammern: dem Unterhaus (Lok Sabha) und dem Oberhaus (Rajya Sabha). Das Unterhaus wird auf fünf Jahre nach dem Prinzip des Mehrheitswahlrechtes gewählt. Wahlberechtigt ist jeder Staatsbürger, der das achtzehn Lebensjahr vollendet hat. Das Oberhaus ist die Vertretung der Bundesstaaten auf nationaler Ebene. Seine Mitglieder werden von den Parlamenten der Staaten gewählt. Die Parteienlandschaft des Landes ist äußerst vielfältig (vgl. Liste der politischen Parteien in Indien). Viele Parteien sind zwar auf bestimmte Bundesstaaten beschränkt, dennoch ergibt sich immer wieder die Notwendigkeit, Koalitionen zu bilden. Die National Democratic Alliance (NDA) war eine Koalition, die zu Beginn ihrer Regierungszeit 1998 aus 13 Parteien bestand (unter Führung der BJP). Der Präsident als Staatsoberhaupt wird von einem Gremium der Abgeordneten des Bundes und der Länder auf fünf Jahre gewählt. Seit zweitausendsiebzehn hat Ram Nath Kovind das Amt inne. Die Verfassung sieht vor, dass Bundesstaaten unter President’s rule gestellt werden können, wenn das Land als „unregierbar“ gilt. Dies war in der Vergangenheit in mehreren Bundesstaaten der Fall. Das Präsidentenamt ist jedoch überwiegend von zeremoniellen oder repräsentativen Aufgaben geprägt, die politische Macht liegt beim Premierminister. Üblicherweise erteilt der Premierminister dem Präsidenten einen entsprechenden „Rat“, der in der Regel befolgt wird. Zuletzt ließ Premierminister P. V. Narasimha Rao nach den Unruhen in Ayodhya eintausendneunhundertdreiundneunzig alle vier BJP-Landesregierungen ihres Amtes entheben und die Länder unter President’s rule stellen. Der Präsident ist auch oberster Befehlshaber der Streitkräfte. Der Regierungschef in den 29 Bundesstaaten sowie in zwei von sieben Unionsterritorien ist der Chief Minister, der vom Parlament des jeweiligen Gebiets gewählt wird. Indien ist in achtundzwanzig Bundesstaaten (engl. States) und neun Unionsterritorien (engl. Union Territories) gegliedert, die sich in insgesamt über sechshundert Distrikte (engl. Districts) unterteilen. In einigen Bundesstaaten werden mehrere Distrikte zu Divisionen (engl. Divisions) zusammengefasst. Den Distrikten untergeordnet sind parallel und teils überlappend die Tehsils (oder auch Taluks), Blöcke und Subdivisions. Die unterste Verwaltungsebene stellen die Dörfer selbst dar, die mitunter in sogenannten Hoblis zusammengefasst sein können. Während die Unionsterritorien von der Zentralregierung in Neu-Delhi verwaltet werden, verfügt jeder Bundesstaat über ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung. Der Regierung eines Bundesstaats steht der Chief Minister vor, der allerdings formal einem vom indischen Präsidenten ernannten Gouverneur mit weitgehend repräsentativen Aufgaben untergeordnet ist. Letzterem werden bei Anwendung der President’s rule die Regierungsgeschäfte übertragen. Die Kommunalverwaltung obliegt in größeren Städten mit mehreren hunderttausend Einwohnern den Municipal Corporations, in kleineren Städten den Municipalities. Im ländlichen Raum wird der dreistufige Panchayati Raj angewandt. Dieses System umfasst gewählte Räte (Panchayats) auf Dorf- und Block-, aber auch auf Distriktebene. Die Zuständigkeiten der Kommunalverwaltungen sind je nach Bundesstaat unterschiedlich gestaltet. Vor der Unabhängigkeit umfasste Indien sowohl selbstständige Fürstenstaaten unter britischer Aufsicht als auch britische Provinzen (englisch Presidencies), die von britischen Kolonialverwaltern regiert wurden. Nach der Unabhängigkeit wurden die ehemaligen Fürstenstaaten von einem ernannten Gouverneur, die ehemaligen Provinzen jedoch von einem gewählten Parlament und einem gewählten Gouverneur regiert. Im Jahre eintausendneunhundertsechsundfünfzig beseitigte der States Reorganisation Act die Unterschiede zwischen ehemaligen Provinzen und Fürstentümern und schuf einheitliche Bundesstaaten mit einer gewählten Regionalregierung. Bei der Neuordnung der Bundesstaaten wurde die jeweilige Muttersprache der Bewohner als Grundlage der Grenzziehung verwendet. Am eins Mai eintausendneunhundertsechzig wurde der bisherige Staat Bombay in die neuen ethnischen Staaten Gujarat und Maharashtra aufgeteilt. zweitausend entstanden drei neue Bundesstaaten: Jharkhand aus den südlichen Teilen von Bihar, Chhattisgarh aus den östlichen Teilen von Madhya Pradesh und Uttarakhand (bis zweitausendsechs Uttaranchal) aus dem nordwestlichen Teil von Uttar Pradesh. Zum zwei Juni zweitausendvierzehn entstand aus Teilen des Bundesstaates Andhra Pradesh als neuer, neunundzwanzig Bundesstaat Telangana; seine Hauptstadt ist Hyderabad.[73] Zum einunddreißig Oktober zweitausendneunzehn wurde der Bundesstaat Jammu und Kashmir aufgelöst und auf die Unionsterritorien Jammu und Kashmir und Ladakh aufgeteilt.[74] Hauptstadt Indiens ist Neu-Delhi innerhalb der Grenzen von Delhi, das mit rund elf Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes darstellt und mit mehr als 16 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Agglomeration. Delhi ist kultureller Mittelpunkt der hindisprachigen Gemeinschaft des Nordens. Indiens größte Stadt und wirtschaftliches Zentrum ist jedoch Mumbai (Bombay). Die Metropole an der Westküste zählt mehr als 12,5 Millionen Einwohner, in der Agglomeration rund achtzehn Millionen. An dritter Stelle folgt Bangalore. In der 8,5-Millionen-Stadt im südlichen Dekkan-Hochland sind zahlreiche Hochtechnologiefirmen angesiedelt, was ihr den Beinamen „Silicon Valley Indiens“ eingebracht hat. Viertgrößte Stadt ist das ebenfalls in Südindien gelegene Hyderabad mit 6,8 Millionen Einwohnern, gefolgt vom westindischen Ahmedabad mit 5,6 Millionen Einwohnern. Chennai (Madras), die mit 4,7 Millionen Einwohnern siebtgrößte Stadt Indiens, ist als kultureller Mittelpunkt Südindiens und insbesondere der Tamilen bekannt. Kalkutta, die wichtigste Metropole des Ostens, liegt mit 4,5 Millionen Menschen an achter Stelle. Sie gilt als intellektuelles Zentrum. Da in Indien Gewaltenteilung herrscht, ist die Judikative streng von Legislative und Exekutive getrennt. Oberster Gerichtshof des Landes ist der Supreme Court in Neu-Delhi mit sechsundzwanzig Richtern, die vom Präsidenten ernannt werden. Den Vorsitz hat der Chief Justice of India. Streitigkeiten zwischen den Staaten und der Zentralregierung fallen in seine Zuständigkeit. Außerdem stellt er die höchste Berufungsinstanz des Landes dar. Dem Supreme Court untergeordnet sind 21 High Courts der Bundesstaaten. Ab der dritten Rechtsebene (Distriktebene) wird zwischen Zivil- und Strafgerichten unterschieden. Zivile Rechtsstreitigkeiten fallen in den Metropolitan Districts (Stadtdistrikten) in den Zuständigkeitsbereich der City Civil Courts, welche den District Courts der Landdistrikte entsprechen. Für das Strafrecht sind in Stadt- und Landdistrikten die Sessions Courts verantwortlich. Außerdem existieren Sondergerichte für spezielle Bereiche wie Familien- und Handelsrecht. Die Rechtsprechung einfach gelagerter Streitfälle der untersten Ebene findet in den Panchayati Rajs der Dörfer (Gram Panchayat) statt. Infolge der britischen Rechtspraxis der Kolonialzeit findet in Indien heute noch vielfach das Common Law Anwendung, das sich nicht allein auf Gesetze, sondern in hohem Maße auf maßgebliche Urteile hoher Gerichte in Präzedenzfällen stützt. Die Gerichtssprache ist Englisch, auf den unteren Ebenen kann aber auch in der jeweiligen regionalen Amtssprache verhandelt werden. Eine Besonderheit im sonst säkularen Indien ist seine Gesetzgebung im Familien- und Erbrecht, die jeweils eigene Regelungen für Hindus (diese gilt auch für Sikhs, Jains und Buddhisten), für Muslime, für Christen und für Parsen aufrechterhält (siehe hierzu Ehe im Hinduismus#Gesetzgebung und Islamische Ehe#Indien). Während des Unabhängigkeitskampfes bildete sich der Nationalkongress, der die Kolonialherrschaft der Engländer beenden wollte. Nach der Unabhängigkeit eintausendneunhundertsiebenundvierzig wurde die Kongresspartei stärkste Partei und bildete unter Jawaharlal Nehru die erste Regierung. Bis Mitte der 1990er Jahre dominierte die Kongresspartei meist unter Führung der Nehru-Gandhi-Familie, mit nur zwei kurzen Unterbrechungen, die Politik des Landes. Erst im Zusammenhang mit der geplanten „Wieder“errichtung des Ram-Janmabhumi-Tempels anstelle der Babri-Moschee in Ayodhya gelang es der Bharatiya Janata Party (BJP, Indische Volkspartei, Symbol: Lotosblüte) mit nationalistischen Parolen Unterstützung auf breiter Ebene zu finden. Dies gipfelte in dem Marsch auf Ayodhya und dem Abriss der Moschee, der im ganzen Land zu gewalttätigen Ausschreitungen und Übergriffen, vor allem gegen Muslime, mit vielen Toten führte. Die polarisierende und pro-hinduistisch ausgerichtete Politik der BJP steht ganz im Zeichen der hindunationalistischen Hindutva-Bewegung, die – auch unter Beteiligung von paramilitärischen Gruppen, wie dem Nationalen Freiwilligencorps (Rashtriya Swayamsevak Sangh, kurz RSS) – die Hinduisierung Indiens und in ihren extremen Auswüchsen die Vertreibung der muslimischen und christlichen Bevölkerung zum Ziel hat. Von 1998 bis 2004 stellte die BJP die Regierung unter dem als eher gemäßigt geltenden Atal Bihari Vajpayee als Premierminister. Nach einem Anschlag auf einen Zug mit Pilgern im Jahre zweitausendzwei begannen Massaker in Gujarat, die von der dort regierenden BJP nur halbherzig bekämpft wurden. Diese Unruhen haben dann doch wohl viele moderate Hindus zu einem gewissen Umdenken gebracht, zumal die von der Indischen Volkspartei hochgehaltene Vision eines Shining India („Strahlendes Indien“) weite Teile der Bevölkerung, die nicht vom Boom der letzten Jahre profitierten, ob der hochgesteckten Ziele eher skeptisch werden ließ. Vier Jahrzehnte lang war die indische Außenpolitik durch das Engagement in der Bewegung der Blockfreien Staaten und das „besondere Freundschaftsverhältnis“ mit der Sowjetunion geprägt, die besonders Jawaharlal Nehru vorantrieb. Die drei Leitlinien indischer Blockfreiheit bestanden darin, Militärbündnissen mit amerikanischer oder sowjetischer Beteiligung fernzubleiben, außenpolitischen Herausforderungen sachgerecht und vollständig aus indischer Perspektive zu begegnen und freundschaftliche Beziehungen zu allen Ländern zu betreiben. Dabei betrachtete sich Indien nicht als äquidistant, sondern suchte bis zum Krieg gegen China eintausendneunhundertzweiundsechzig die Führungsrolle innerhalb der blockfreien Bewegung. Dies drückte sich beispielsweise in der Entsendung von Friedenstruppen in den Gazastreifen eintausendneunhundertsechsundfünfzig und in den Kongo eintausendneunhunderteinundsechzig aus, sowie in der Verurteilung der franko-britischen Intervention in der Sueskrise. Ebenso verurteilte es das sowjetische Vorgehen zu Beginn des Koreakrieges 1950 und 1956 als inakzeptable Einmischung.[77] Nach dem Ende des Kalten Krieges orientierte Indien sich neu. Die historisch eher schwierigen Beziehungen zu den USA verbesserten sich; im März zweitausend besuchte US-Präsident Bill Clinton Indien. Die USA bemühten sich nun stärker um Indien als strategischen Partner. Hinsichtlich des Kaschmir-Konflikts stützten die USA nun stärker die Haltung Indiens. Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 stellte sich Indien ohne Einschränkung auf die Seite der USA. Heute werden die außenpolitischen Ziele Indiens vor allem durch das Bemühen, einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu erlangen, charakterisiert. Hierbei zieht Indien China als Vergleichsmaßstab heran und strebt eine Statusaufwertung an. Indien beansprucht aufgrund seiner Größe und zivilisatorischen Bedeutung denselben Rang wie China, das als anerkannte Atommacht mit ständigem Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vertreten ist. Indien führte zwei Kernwaffentests durch, den ersten eintausendneunhundertvierundsiebzig unter Indira Gandhi, den zweiten im Mai eintausendneunhundertachtundneunzig unter Atal Bihari Vajpayee. Zwei Wochen später, am achtundzwanzig Mai, zündete Pakistan zum ersten Mal einen Atomtest. Den Atomwaffensperrvertrag haben weder Indien noch Pakistan unterschrieben. Die Beziehungen zwischen beiden Staaten sind seit dem Ende der Kolonialzeit durch den Kaschmir-Konflikt belastet. Einen letzten Höhepunkt der „Eiszeit“ zwischen Indien und Pakistan bildeten die Gefechte in Kargil 1999. Ein Friedensprozess begann 2004; er geriet aber zweitausendacht nach Anschlägen im indischen Mumbai mit einhundertsechsundsechzig Toten ins Stocken. Indien macht pakistanische Islamisten für die Tat verantwortlich. 2010 und 2011 kamen die beiden Außenminister zu Treffen zusammen.[78] Die Atomtests im Mai eintausendneunhundertachtundneunzig wurden zwar stets mit dem Verweis auf die chinesische Bedrohung gerechtfertigt (Angriff Chinas von 1962), in erster Linie verfolgt Indien mit den Tests jedoch wohl eine internationale Statusaufwertung und versucht, eine Gleichrangigkeit mit China zu untermauern. Indien betreibt eine erhebliche konventionelle Aufrüstung, genauso wie China und andere asiatische Länder wie Pakistan.[79] Tatsächlich stehen sich Indien und China mittlerweile eher freundschaftlich gegenüber. Zunehmende Handelsverflechtungen und die gegenseitige Anerkennung des Status quo in Tibet durch Indien zweitausenddrei und Sikkim durch China zweitausendvier haben zu einer spürbaren Entlastung des politischen Verhältnisses beigetragen. Dennoch bestehen noch immer Grenzstreitigkeiten um den chinesisch besetzten Teil Kaschmirs (Aksai Chin) sowie den größten Teil des indischen Bundesstaats Arunachal Pradesh. Mit Bangladesch besteht seit Jahrzehnten Uneinigkeit über Fragen der Wasserverteilung. Auch Grenzverlauf und -verkehr sind teils umstritten. Es bestehen fast zweihundert Enklaven, darunter ein „Stückchen indischen Landes innerhalb bangalischen Territoriums, das selber vollständig von einer indischen Besitzung umgeben ist, die wiederum innerhalb Bangladeshs liegt“ (Stand Mai 2015).[80 ] Als belastend gilt zudem die illegale Einwanderung vieler Bangladescher nach Indien. Am sechs Juni zweitausendfünfzehn wurde ein Abkommen unterzeichnet, demzufolge Bangladesch einhundertelf indische Enklaven erhält und Indien im Gegenzug zweiundfünfzig bangladeschische auf seinem Gebiet. Damit wird eine „geregelte Grenze“ hergestellt. 53.000 Bewohner der betroffenen Gebiete können entscheiden, welchem der zwei Staaten sie angehören wollen.[81] Die Beziehungen Indiens zur EU basieren auf einer umfassenden politischen Erklärung und einem Aktionsplan für eine strategische Partnerschaft, die auf dem EU-Indien-Gipfel im Herbst zweitausendfünf verabschiedet wurden und seitdem schrittweise umgesetzt werden. Damit sollen die Beziehungen zu Indien formal auf eine Ebene mit denen zu den Vereinigten Staaten, Kanada, Japan, Russland und China gestellt werden. Zukünftig will man das Potenzial für gemeinsame Kooperationen und Austausch noch stärker ausschöpfen. Dies gilt insbesondere auch für die Bereiche Konfliktprävention, Terrorismusbekämpfung und die Stärkung der Menschenrechte. Regionale Verteilung der Lese- und Schreibkenntnisse nach der Volkszählung 2011 In Indien besteht allgemeine Schulpflicht von sechs bis vierzehn Jahren, und das indische Parlament beschloss zweitausendzwei einstimmig, das Recht auf Bildung in die Verfassung aufzunehmen.[84] Während dieses Zeitraumes ist der Besuch öffentlicher Schulen kostenlos. Insgesamt gab es in Indien dreihundertfünfzehn Millionen Schüler, mehr als in jedem anderen Land (Stand: Zensus 2011).[85 ] Das Schulsystem umfasst vier Hauptstufen: auf die fünfjährige Grundschule folgt die Mittelschule von der sechsten bis achten Klasse, darüber die höheren Schulen und schließlich die Hochschulen sowie Universitäten. Allgemein hat der Staat in der Vergangenheit besonderes Augenmerk auf die Förderung von höheren Bildungseinrichtungen gelegt, was den aus der Kolonialzeit herrührenden elitären Charakter des Bildungswesens eher noch verstärkt hat. Dennoch ziehen viele Angehörige der Mittel- und Oberschicht gerade bei der höheren Bildung private Einrichtungen den staatlichen vor. In Indien stieg die mittlere Schulbesuchsdauer aller Personen über fünfundzwanzig von drei Jahren eintausendneunhundertneunzig auf 6,3 Jahre zweitausendfünfzehn an. Die aktuelle Bildungserwartung beträgt bereits 11,7 Jahre.[86] Heute werden zwar fast alle Kinder – zumindest Jungen – tatsächlich eingeschult, in den höheren Klassenstufen wird die Zahl der Abbrecher aber immer höher. Vor allem im ländlichen Raum erhalten daher viele Kinder nur eine äußerst rudimentäre Grundbildung. Weiterführende Schulen und höhere Bildungseinrichtungen stehen dagegen meist nur in Städten zur Verfügung. Immerhin konnten seit der Unabhängigkeit große Fortschritte bei der Alphabetisierung erzielt werden. 2011 lag die Alphabetisierungsrate im Landesdurchschnitt bei 74,0 % (Männer: 82,1 %, Frauen: 65,5 %).[87] 2001 hatte sie noch 64,8 % betragen, 1951 sogar nur 18,3 %. Da das Bildungswesen größtenteils den Bundesstaaten obliegt, weist es dementsprechend große regionale Unterschiede auf. Dies äußert sich am deutlichsten in der sehr ungleichen Analphabetenrate. Während sie in Kerala, dem Staat mit der höchsten Alphabetisierungsrate, zweitausendelf nur 6,1 % betrug, war sie im finanziell ärmsten Staat Bihar mit 36,2 % fast sechsmal so hoch. Ein weiteres Problem ist die Benachteiligung von Mädchen, deren Einschulungsrate geringer ist als die von Jungen (Durchschnitt zweitausend bis 2004: Jungen: neunzig %, Mädchen: fünfundachtzig %) .[88] An höheren Bildungseinrichtungen liegt der Frauenanteil in der Regel deutlich unter dem der Männer. Ein großer Schwachpunkt ist auch das bisher wenig entwickelte Berufsschulwesen, welches allerdings stark im Wachsen begriffen ist. Indien verfügte zweitausendsechzehn über siebenhundertfünfzig Universitäten und einundvierzig Komma vier drei fünf Colleges mit insgesamt 28,5 Millionen Studierenden. Nach der Volksrepublik China ist Indien damit das Land mit den meisten Hochschülern.[89] Laut dem Ranking Times Higher Education von zweitausendneunzehn schaffen es das Indian Institute of Science Bangalore und Indian Institute of Technology Ropar unter die besten vierhundert Institutionen weltweit.[90] Die folgende Liste zeigt die indienweite Entwicklung der Alphabetisierung von eintausendneunhunderteinundfünfzig bis zweitausendelf Im Jahre 1901 konnten 5,1 % der Bevölkerung Lesen und Schreiben, ein Anteil der bis 1941 auf 16,1 % stieg.[91] Das Gesundheitswesen ist überwiegend staatlich, obwohl es auch viele private Krankenhäuser gibt. Obwohl die Gesundheitsbetreuung auf dem Land bereits erheblich verbessert wurde, insbesondere durch Erste-Hilfe-Stationen in Dörfern, besteht noch ein großes Stadt-Land-Gefälle. In vielen Dörfern gibt es keine medizinischen Einrichtungen. Verschlimmert wird die Lage durch schlechte hygienische Bedingungen, wie fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen, sowie Unterernährung. Ähnliche Bedingungen herrschen in städtischen Elendsvierteln. Seuchen wie Malaria, Filariose, Tuberkulose und Cholera sind in manchen Regionen noch immer ein großes Problem. Trotz aller Schwierigkeiten und Hemmnisse stieg die Lebenserwartung bei Geburt von 53,3 Jahren eintausendneunhundertachtzig auf 67,6 Jahre (Männer: 66,2 Jahre, Frauen: 69,1 Jahre) 2015. Früher war Indien eines der wenigen Länder der Erde, in denen Männer eine höhere Lebenserwartung aufwiesen als Frauen. In den letzten Jahren hat sich dies umgekehrt. Die Kindersterblichkeit (unter 5-jährige) in Indien lag zweitausendachtzehn bei 3,7 % (1960 betrug sie noch 24,2 %) .[94 ] Wegen der geringen Kosten und der guten Qualität der ärztlichen Behandlung in spezialisierten Krankenhäusern gewinnt der Medizintourismus aus nordamerikanischen und europäischen Industrieländern immer mehr an Bedeutung. Die folgende Liste zeigt die indienweite Entwicklung der Lebenserwartung von eintausendneunhundertfünfzig bis zweitausendfünfzehn (Quelle: UN-DESA):[54] Indiens Militär besteht aus Freiwilligen, eine Wehrpflicht gibt es nicht. Die offiziellen Streitkräfte sind die drittgrößten der Welt. Sie umfassen 1,3 Millionen Soldaten, wovon 1,1 Millionen im Heer, einhundertfünfzig bei der Luftwaffe und dreiundfünfzig bei der Marine dienen. Dazu kommen achthundert Reservisten und 1,1 Millionen Mann in vor allem bei internen Konflikten eingesetzten paramilitärischen Verbänden. Zählt man Letztere hinzu, hat nur Chinas Militär eine größere Truppenstärke. Die indischen Streitkräfte verfügen über drei Komma zwei sechs vier Kampfpanzer, siebenhundertdreiunddreißig Kampfflugzeuge, einhundertneunundneunzig Hubschrauber, einundzwanzig Kriegsschiffe und siebzehn U-Boote (Stand: 2005). Im Jahr zweitausendvier war Indien der zweitgrößte Waffenkäufer der Erde mit einem Anteil von zehn Prozent an allen Waffenkäufen; so ging ein Viertel der gesamten russischen Waffenexporte nach Indien.[95] Die Verteidigungsausgaben im Jahr zweitausendsechzehn betrugen 55,9 Milliarden US-Dollar, das entsprach 2,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Indien hatte damit das weltweit fünft-höchste Militärbudget. Seit eintausendneunhundertvierundsiebzig ist Indien offizielle Atommacht. Es verfügt über selbst entwickelte Kurzstreckenraketen sowie Mittelstreckenraketen mit Reichweiten von siebenhundert bis achttausend km. zweitausendzwölf standen vierundachtzig Nuklearsprengköpfe zur Verfügung. Bis heute hat Indien den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet, verzichtet jedoch laut seiner Nukleardoktrin auf den nuklearen Erstschlag. Indiens einzige Militärbasis im Ausland ist seit zweitausendvier der Luftstützpunkt Farkhor in Tadschikistan. Zudem besteht mit Mosambik ein Militärabkommen, das Ankerrechte und Versorgung von indischen Kriegsschiffen vorsieht. Mit Mauritius bestehen zudem enge militärische Bindungen. Die indischen Luftstreitkräfte kontrollieren den mauritischen Luftraum und es besteht eine Zusammenarbeit mit der indischen Marine.[96] Seit der Unabhängigkeit hat das indische Militär kaum Interesse an einer politischen Einflussnahme gezeigt. Es ist der Zivilverwaltung unterstellt, den militärischen Oberbefehl hat der Präsident. Indien ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die seit eintausendneunhunderteinundneunzig zunehmend dereguliert und privatisiert wird. Seither hat sich das Wirtschaftswachstum deutlich beschleunigt. Die Leistungsfähigkeit der indischen Wirtschaft hat nach Einschätzung vieler Beobachter in einigen Branchen (Informationstechnologie, Pharmazie) inzwischen internationales Spitzenniveau erreicht. Behindert wird das Wachstum der Produktion der indischen Wirtschaft insbesondere durch Mängel der vielfach veralteten Infrastruktur, vor allem durch Engpässe bei der Energieversorgung, die zu häufigen Stromausfällen führen. Trotz der eintausendneunhunderteinundneunzig begonnenen Liberalisierung der Wirtschaft leiden vor allem die Industrie und der Bankensektor nach wie vor unter häufigen staatlichen Eingriffen und den langsamen politischen Entscheidungsprozessen. Der Schutz ineffizienter Staatsunternehmen vor Wettbewerb bleibt ein Hemmschuh. Ein Belastungsfaktor ist auch die weitverbreitete Korruption.[97] Zudem beeinträchtigen nach wie vor Arbeitsmarktregulierungen, die zum Beispiel Entlassungen von Arbeitskräften stark erschweren, das Investitionsklima. Ausländische Investoren werden so abgeschreckt. Indien verliert zudem eine große Zahl von qualifizierten Arbeitskräften ins Ausland (Braindrain). Andererseits ist es der größte Profiteur von Auslandsrücküberweisungen von Emigranten auf der Welt. zweitausendsechzehn betrugen sie 62,7 Milliarden US$ und trugen damit knapp drei % der Wirtschaftsleistung bei.[98 ] Die Integration Indiens in die Weltwirtschaft hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Das Land profitiert zunehmend von den Vorteilen der internationalen Arbeitsteilung und der Globalisierung. Die indische Wirtschaft ist aber noch sehr stark binnenwirtschaftlich orientiert. Ihr Anteil an der Weltwirtschaft liegt noch bei knapp drei Prozent, obwohl Ein- und Ausfuhren in den letzten Jahren kräftig gewachsen sind. Die niedrigen Anteile der Aus- und Einfuhren am Bruttoinlandsprodukt signalisieren noch beträchtliches Wachstumspotenzial. 2016 entsprachen die Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen nur gut 19,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, die Einfuhren 20,6 Prozent. Die mittel- und langfristigen Wachstumsperspektiven Indiens werden vielfach sehr günstig beurteilt. Einige Studien rechnen damit, dass Indien künftig sogar stärker als China wachsen wird. Abgesehen vom großen Nachholbedarf, insbesondere im Bereich der Infrastruktur, spricht vor allem die Altersstruktur der Bevölkerung für ein anhaltend starkes Wirtschaftswachstum. Der hohe Anteil junger Menschen an der Bevölkerung wird in den nächsten Jahrzehnten für einen hohen Anteil von Menschen im erwerbsfähigen Alter sorgen. Die in Europa und auch in China zu erwartende „Vergreisung“ der Bevölkerung wird in Indien deutlich später einsetzen. Wachstumsstützen werden auch das schon heute große Angebot an qualifizierten Arbeitskräften und die enger werdende Integration in die Weltwirtschaft sein. Die hohen Währungsreserven und relativ niedrige Auslandsschulden dürften das Vertrauen ausländischer Investoren in die Entwicklung der indischen Wirtschaft stärken. Bisher waren die ausländischen Direktinvestitionen in Indien im internationalen Vergleich, insbesondere mit China, gering. Die als wirtschaftsliberal betrachtete Regierung Narendra Modis versucht mit Reformen und Initiativen wie der Make-in-India-Kampagne ausländische Investitionen anzulocken.[99] Im Ease of Doing Business Index der Weltbank belegte Indien zweitausendsiebzehn Platz einhundert von einhundertneunzig Ländern. Indien konnte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 30 Plätze verbessern und gehörte erstmals zu den ersten 100 Ländern.[100] Konfliktpotentiale bergen die teilweise große Armut, die ungleiche Einkommensverteilung und die hohe Arbeitslosigkeit. In Indien gab es 2017 104 Milliardäre, womit es hinter den USA, China und Deutschland die vierthöchste Anzahl an Milliardären weltweit hatte, während über 20 % der Bevölkerung in extremer Armut lebten und 96,2 % der Inder ein privates Vermögen von weniger als 10.000 US-Dollar besaßen.[101 ] Bisher verzeichnet Indien jedoch eine bemerkenswert große soziale Stabilität. Von zweitausendfünf bis zweitausendfünfzehn wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Indiens inflationsbereinigt um rund sechs bis sieben Prozent jährlich. zweitausendfünfzehn ist es nach vorläufigen Angaben um 7,4 Prozent gestiegen. Trotz des in den letzten Jahren deutlich beschleunigten Wachstums lag die offizielle Arbeitslosenquote zu dieser Zeit aber noch bei neun Prozent – wobei mit einer erheblichen Zahl von Arbeitslosen zu rechnen ist, die von der Statistik nicht erfasst werden. Die Gesamtzahl der Beschäftigten wird für zweitausendsiebzehn auf 521,9 Millionen geschätzt. Davon arbeitet ein großer Teil im informellen Sektor. 24,5 % der Arbeitskräfte sind weiblich, womit Frauen noch eine relativ geringe Arbeitsmarktbeteiligung aufweisen.[107] Unbefriedigend bleibt auch die Entwicklung der Staatsfinanzen. Das gesamtstaatliche Haushaltsdefizit bewegt sich bei leicht rückläufiger Tendenz zwischen neun und zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Davon entfällt rund die Hälfte auf das Defizit der Zentralregierung. Von den führenden Agenturen zur Bewertung von Kreditrisiken wird die Bonität Indiens vor dem Hintergrund der günstigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aber zunehmend besser eingeschätzt. Nach der Rating-Agentur Moody’s hob Anfang August 2006 auch die Agentur Fitch ihre Bewertung der Kreditaufnahme des indischen Staates auf den niedrigsten sogenannten investment grade an. Im Zuge der zunehmenden internationalen wirtschaftlichen Verflechtung Indiens war das Land ab zweitausendacht ebenfalls von der weltweiten Wirtschaftskrise betroffen. Das stetige jährliche Wirtschaftswachstum brach ein. Als Gründe werden der junge, global agierende indische Kapitalmarkt, hohe private Kreditverschuldung, steigende Arbeitslosenzahlen sowie sinkende Binnennachfrage und Exportzahlen genannt. Zur Bekämpfung der Krise wurden staatliche Konjunkturpakete aufgelegt, unter anderem Infrastrukturprogramme, Steuersenkungen sowie Subventionen für die Exportindustrie.[108] Indiens Wirtschaft hat in den letzten Jahren an Dynamik zurückgewonnen. Das Wirtschaftswachstum lag im Haushaltsjahr zweitausendfünfzehn bei 7,9 %. Das Bruttoinlandsprodukt betrug zweitausendsechzehn im gleichen Zeitraum circa zwei Komma zwei fünf eins Mrd. US-Dollar, das nominale BIP pro Kopf etwa eins Komma sieben zwei drei US-Dollar. Die Inflation sank von zeitweise ca. zehn % auf ca. fünf % im Jahr zweitausendachtzehn Bei weiter wachsender Einwohnerzahl wird Indien laut Experten bis zur Mitte des Jahrhunderts voraussichtlich nicht nur das bevölkerungsreichste Land der Erde sein, sondern auch zur drittgrößten Volkswirtschaft der Welt (nach den USA und China) aufsteigen. Indien hat dennoch weiterhin mit einer hohen Armut in der Bevölkerung zu kämpfen. Etwa dreißig % der Bevölkerung leben aktuell noch unterhalb der Armutsgrenze von eins US-Dollar pro Kopf und Tag.[109 ] Der weltweit zu beobachtende Wandel der Wirtschaftsstruktur von der Landwirtschaft zur Industrie und zum Dienstleistungssektor vollzieht sich auch in Indien, das aber im internationalen Vergleich, zum Beispiel mit China, immer noch sehr stark agrarisch geprägt ist. 59,4 Prozent der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft erwerbstätig. Die ländliche Bevölkerung bildet den ärmsten Teil der Bevölkerung. Vom Aufschwung der Wirtschaft profitiert bisher vorwiegend die Bevölkerung der Städte, wo sich eine kaufkräftige Mittelschicht oft hochqualifizierter Fachkräfte bildete. Dies birgt sozialen Konfliktstoff. Die Abwahl der letzten Regierung im Jahr 2004 wird wesentlich mit der Unzufriedenheit der ländlichen Bevölkerung mit der wirtschaftlichen Entwicklung erklärt. Der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt ist indes stark rückläufig. Trug sie eintausendneunhundertsechsundfünfzig noch sechsundfünfzig Prozent bei, so waren es zweitausendsechzehn nach Angaben der Weltbank noch rund 17,4 Prozent. Entsprechend hoch ist die Abhängigkeit des jährlichen Wirtschaftswachstums von den Witterungsbedingungen. Ungünstige Erntebedingungen können es spürbar beeinträchtigen. Seit der Unabhängigkeit wurden große technische Fortschritte gemacht, vor allem im Zuge der sogenannten „Grünen Revolution“ seit Mitte der 1960er Jahre. Die großflächige Einführung von Hochertragssorten, der Einsatz von Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmitteln, die teilweise Mechanisierung der Landwirtschaft und die Ausweitung der Bewässerungsflächen haben dazu beigetragen, dass sich das Land heute mit Nahrungsmitteln weitestgehend selbst versorgen kann. Dennoch ist Indiens Landwirtschaft noch vergleichsweise ineffizient. Im ländlichen Raum sind viele Menschen unterbeschäftigt, und eine umfassende Industrialisierung der Landwirtschaft steht weiten Teilen des Landes erst noch bevor. Lediglich im Punjab, der „Kornkammer Indiens“, ist sie bereits weiter fortgeschritten. Am wichtigsten ist der Anbau von Getreide, vor allem Reis. Dessen Hauptanbaugebiete liegen in den fruchtbaren Stromebenen des Nordens sowie entlang der Küsten und im östlichen Dekkan. Indien ist nach China der zweitgrößte Reisproduzent der Erde. Ungefähr ein Fünftel der weltweiten Erträge entfallen auf Indien. Auch beim Weizen, dem zweitwichtigsten Anbauprodukt, liegt Indien weltweit an zweiter Stelle. Weizen wird hauptsächlich in den nördlichen Bundesstaaten Punjab, Haryana und Uttar Pradesh angebaut, aber auch im Norden und Nordwesten des Dekkans sowie Gujarat und Bihar. In trockeneren Landstrichen, wie Rajasthan, Gujarat und großen Teilen des Dekkans, dominiert die Hirse. Mais und Gerste spielen eine geringere Rolle. Zur Nahrungsmittelproduktion trägt zudem der Anbau von Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Zwiebeln, Ölsaaten (besonders Erdnüsse, Sojabohnen, Sesam, Raps, Kokosnüsse), Mangos und Bananen bei. Wenig effizient ist die indische Viehzucht, trotz des mit zweihundertzweiundzwanzig Millionen Tieren (Stand: 2002) größten Rinderbestandes der Erde. Insgesamt 20 % der Inder sind Vegetarier, die Fleischproduktion steht daher je nach Region nicht immer im Vordergrund.[110] Dafür werden Milch und Molkereierzeugnisse in großen Mengen hergestellt. Nach der erfolgreichen Ertragssteigerung der Landwirtschaft setzte ab den 1980er Jahren die Förderung der Fischerei ein. Parallel zur „Grünen Revolution“ wurde dafür der Begriff der „Blauen Revolution“ geprägt. Nachdem zunächst Kleinfischer mit Außenbordmotoren versorgt worden waren, begann der Aufbau einer modernen Schleppnetzflotte. Dies führte zwar zu einer wesentlichen Erhöhung der Erträge, aber auch zur Überfischung vieler Küstenabschnitte. Indiens wichtigste Fischgründe liegen an der Westküste, wo rund siebzig Prozent der Fangerträge erzielt werden. zweitausendeins lag Indien mit einer Fangmenge von 3,8 Millionen Tonnen weltweit an siebter Stelle. Fisch und Garnelen werden heute in großen Mengen exportiert. Die Garnelenzucht wird besonders gefördert. So stammt mittlerweile etwa die Hälfte der Garnelen aus Aquakulturen, die seit den 1990er Jahren vor allem an der Ostküste angelegt worden sind. Die traditionelle Binnenfischerei in Flüssen, Teichen und Seen spielt besonders im Osten und Nordosten Indiens eine Rolle. Im Umland von Delhi etabliert sich nun auch die kommerzielle Zucht von Fischen, vor allem Karpfen. Indien hat reichliche Vorkommen an hochwertigen Eisen- und Manganerzen, Steinkohle, Bauxit und Chrom. Die größten Rohstofflagerstätten befinden sich in Ostindien, vor allem Jharkhand, Chhattisgarh und Odisha. Eisenerz, bei dessen Förderung das Land zweitausenddrei mit einhundert Millionen Tonnen an weltweit vierter Stelle lag, kommt außerdem in Goa, Karnataka und Tamil Nadu vor. Indien ist mit über zehn Millionen Tonnen der fünftgrößte Förderer von Bauxit, dem wichtigsten Rohstoff für Aluminium, der hauptsächlich in küstennahen Gebieten Gujarats und Maharashtras sowie in Madhya Pradesh und Jharkhand abgebaut wird. Bei Kupfer ist Indien trotz gesteigerter Ausbeute weiterhin auf Importe angewiesen. Obwohl Indien der weltweit drittgrößte Produzent von Steinkohle ist, deckt es einen Teil seines Bedarfs mit qualitativ hochwertigerer und billigerer Importkohle. Steinkohle ist der wichtigste Energieträger des Landes. Die Vorkommen an Erdöl und Erdgas reichen bei Weitem nicht aus, um die stetig steigende Nachfrage zu decken. Nennenswerte Ölvorkommen gibt es nur in Assam, Gujarat, im Golf von Khambhat und vor der Küste von Maharashtra. Die eigene Produktion deckt nur ein Drittel des Verbrauchs. Erdgaslagerstätten finden sich im Golf von Khambhat und werden erst seit den 1980er Jahren ausgebeutet. Während der Kolonialherrschaft wurde die Entwicklung der Industrie – mit Ausnahme der schon frühzeitig bedeutsamen Textilindustrie – eher gehemmt denn gefördert. Nach der Unabhängigkeit forcierte man daher besonders den Ausbau von kapitalintensiven Schlüsselindustrien. Dazu gehörten Stahl-, Maschinen- und chemische Industrie. Die Konsumgüterherstellung wurde vernachlässigt und sollte durch Kleinindustrien gedeckt werden. Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, setzte man nach dem Vorbild der Sowjetunion auf den Ausbau der Schlüsselindustrien durch den Staat mittels Fünfjahresplänen. zweitausendeins waren 21,9 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung im Industriebereich tätig. Die Wertschöpfung der Industrie betrug 2016 nach Weltbankangaben 28,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, womit die Industrieproduktion Indiens inzwischen zu den größten der Welt gehört.[114] Ein Wachstumsmotor im Industriebereich sind die Deregulierungen auf den Energie-, Chemie- und Rohstoffmärkten. Wachstumsimpulse kommen auch von der rasch steigenden Inlandsnachfrage nach langlebigen Konsumgütern. Die Textilindustrie zählt dank der riesigen Inlandsnachfrage und der Produktion für den Export auch heute noch zu den größten und wichtigsten Wirtschaftszweigen Indiens. Leder wird sowohl industriell als auch handwerklich in großen Mengen hergestellt und verarbeitet. Da Hindus die Berührung und Verwertung von Tierkadavern als unreine Arbeit ansehen, sind die meisten Angestellten der Lederbranche Muslime oder „Unberührbare“. Neben diesen eher traditionellen Industrien dominieren die Eisen- und Stahlerzeugung, Maschinen-, Kraftfahrzeug- und chemische Industrie. Unter ihnen ist der staatliche Anteil besonders hoch. Allerdings nimmt der Anteil privater Betriebe seit der Liberalisierung der Wirtschaft in den 1980er und vor allem frühen 1990er Jahren zu. Die indische Pharmaindustrie gehört zu den größten und fortgeschrittensten unter den Entwicklungsländern. Wegen der indischen Patentschutzgesetzgebung, der Arzneimittel nur bedingt unterlagen, kam es immer wieder zu Streitigkeiten mit den Industriestaaten, allen voran den Vereinigten Staaten von Amerika. Mittlerweile hat Indien seine Patentgesetze angepasst. Ein wichtiger Träger des wirtschaftlichen Aufschwunges der letzten Jahre ist die Informationstechnologiebranche, die teils dem industriellen, teils dem Dienstleistungssektor zuzurechnen ist. Vor allem der Softwarebereich hat sich zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig entwickelt. Viele indische Städte verfügen inzwischen über „Softwareparks“. Auch die Herstellung von Hardware erlebt einen rasanten Aufschwung. Mit zweistelligen jährlichen Wachstumsraten gewinnt auch die Biotechnologie an Bedeutung. Ungewöhnlich hoch für ein Entwicklungsland ist der Beitrag der Dienstleistungen zur gesamtwirtschaftlichen Produktion Indiens. Rund 53,8 % des Bruttoinlandsprodukts wurden zweitausendsechzehn bereits durch Dienstleistungen erbracht. Insbesondere bei Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie, sonstigen Ingenieurleistungen, Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie Verwaltungsaufgaben hat Indien bedeutende Marktpositionen erreicht. zweitausendfünf wurde Indien zum weltweit führenden Exporteur von Software und IT-Services, zweitausendsieben kam bereits über ein Drittel aller Computer-Dienstleistungen von hier.[115] Diese Dienstleistungen erfolgen auch zunehmend im Auftrag ausländischer Kunden und werden häufig unter dem Begriff Business Process Outsourcing (BPO) bzw. auch als Knowledge Process Outsourcing (KPO) bezeichnet. Beispiele sind Callcenter und Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Im Verhältnis zu seiner Wirtschaftskraft sind Indiens Außenhandelsverflechtungen eher gering. Dies ist in erheblichem Maße auf die starke Binnenmarktorientierung in den Jahrzehnten nach der Unabhängigkeit zurückzuführen. Seit der wirtschaftlichen Öffnung Anfang der 1990er Jahre, die unter anderem auch die Aufhebung vieler Importbeschränkungen zur Folge hatte, verzeichnet der Außenhandel jedoch einen deutlichen Aufschwung. Zwischen 1991 und 2004 hat sich der Warenaustausch mit dem Ausland mehr als vervierfacht. Nach ersten Angaben des Statistischen Bundesamtes wuchs der Handel zwischen Indien und Deutschland in den ersten sieben Monaten des Jahres zweitausendsechs noch einmal deutlich. Deutschland importierte Waren im Wert von 2,4 Milliarden Euro, 30,5 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum, und exportierte Waren für 3,3 Milliarden Euro, 39,7 Prozent mehr als in den ersten sieben Monaten zweitausendfünf Bis 2016 stieg das gesamte Handelsvolumen auf 17,4 Milliarden Euro an, womit Indien auf Platz 24 der wichtigsten Handelspartner Deutschlands steht.[118] Der Tourismus hat sich zu einem der wichtigsten Devisenbringer Indiens entwickelt. Im Jahr zweitausendvierzehn verzeichnete Indien mit 7,6 Millionen ausländischen Besuchern einen größeren Touristenzustrom als je zuvor.[120] Darunter sind allerdings auch viele Ausländer indischer Herkunft, die vor allem in Nordamerika und Großbritannien leben und ihren Verwandten in Indien regelmäßig längere Besuche abstatten. Nichtsdestoweniger erzielte der Fremdenverkehrssektor 2014 Einnahmen von 10,7 Milliarden US-Dollar aus der Ankunft ausländischer Gäste.[121] In Indien gibt es im Juli zweitausendneunzehn insgesamt achtunddreißig UNESCO-Welterbestätten, darunter dreißig Weltkulturerben, sieben Weltnaturerben und eins gemischtes Kultur- und Naturerbe.[122] Die mit Abstand meistbesuchte Touristenattraktion ist das weiße Grabmal Taj Mahal in der nordindischen Großstadt Agra. Weitere beliebte Ziele sind im Norden der Bundesstaat Rajasthan mit seinen Wüsten und Kamelen, die Hauptstadt Neu-Delhi, die ehemalige portugiesische Kolonie Goa an der Westküste und ganz im Süden der Bundesstaat Kerala mit seinen Backwaters unter Kokospalmen. Neben dem Kultur-, Strand- und Naturtourismus gewinnen auch Abenteuerurlaub wie Trekking oder Rafting und Gesundheitstourismus (Yoga, Ayurveda) zunehmend an Bedeutung. Der Staatshaushalt umfasste zweitausendsechzehn Ausgaben von umgerechnet 283,1 Milliarden US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 200,1 Milliarden US-Dollar gegenüber. Daraus ergab sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 3,6 Prozent des BIP, die Staatsverschuldung betrug eins Komma eins sieben sieben Milliarden US-Dollar oder 52,3 Prozent des BIP.[123] zweitausendvierzehn betrug der Anteil der Staatsausgaben (in Prozent des Bruttoinlandprodukts) folgender Bereiche: Am zwei August zweitausendsechzehn wurde im Oberhaus beschlossen, statt bisher regional geprägter Steuersätze in den neunundzwanzig Bundesstaaten eine einheitliche Güter- und Dienstleistungssteuer (Goods and Services Tax, GST) einzuführen, um nahtlosen Warenverkehr zu fördern. Der Beschluss muss noch durch die Bundesstaaten ratifiziert werden und sollte Frühjahr zweitausendsiebzehn in Kraft treten.[126] Ende März zweitausendsiebzehn unterzeichnete der indische Präsident Pranab Mukherjee die Gesetze, die ab 1. Juli 2017 eine indien-weit einheitliche Mehrwertsteuer wirksam werden lassen sollen.[127] Indien hat weltweit den drittgrößten Energieverbrauch hinter China und den USA. Indien hatte ebenfalls die drittgrößten CO2-Emissionen weltweit, die dazu auch noch stark anwachsen.[128] zweitausendvierzehn verfügten 79,2 Prozent der indischen Haushalte über einen Stromanschluss (im ländlichen Bereich 70,0 Prozent, in den Städten 98,3 Prozent).[124] Häufige Stromausfälle beeinträchtigen jedoch immer wieder die Verfügbarkeit von Elektrizität. Der gegenwärtige Energiebedarf von fünfhundertsechzig Kilowattstunden pro Einwohner und Jahr ist einer der niedrigsten der Welt. Die Hälfte der Energie liefern Kohle, ein Viertel Erdöl, -gas und Wasserkraft, ein Fünftel wird durch Verbrennung von Viehdung, Feuerholz und anderen Materialien gedeckt. Indien steht hinsichtlich der Entwicklung im Bereich Windenergie weltweit an vierter Stelle: Im Jahre zweitausendsiebzehn stieg die Leistung der installierten Windkraftanlagen um 4,1 GW auf 32,8 GW.[129] Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Paris zweitausendfünfzehn erklärte die Regierung, die Windenergie bis zweitausendzweiundzwanzig auf sechzig GW auszubauen.[130] Auch die Solarenergie wird seit Anfang der 2010er Jahre nennenswert ausgebaut. Noch im Herbst zweitausendelf waren gerade einmal fünfundvierzig Megawatt Photovoltaik-Leistung installiert[131], durch den starken Zubau wurde bereits im März zweitausendachtzehn die 20-Gigawatt-Marke erreicht.[132 ] Landesweites Ziel sind einhundert GW installierter Leistung bis zum Jahr 2022.[133] Insgesamt hat sich Indien das Ziel gesetzt, die erneuerbaren Energien bis 2022 auf 225 GW auszubauen.[132] Die Kernenergie hatte zweitausendelf einen Anteil von etwa 3,7 % an der elektrischen Stromversorgung.[134] Im August zweitausendzwölf befanden sich in Indien sechs Kernkraftwerke mit einundzwanzig Reaktorblöcken und einer installierten Bruttogesamtleistung von 5780 MW am Netz. Sechs weitere Reaktorblöcke mit einer Bruttogesamtleistung von viertausenddreihundert MW sind im Bau. Da Indien den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet hat, sind zahlreiche Länder bei der Beteiligung an der Konstruktion sehr zurückhaltend. Bisher hat Indien zur friedlichen Nutzung der Kernenergie eine Zusammenarbeit mit Russland,[135] der Europäischen Union[136] und Kanada[137] vereinbart (siehe auch die Liste der Kernreaktoren in Indien). Indien ist der drittgrößte Verbraucher von Erdöl weltweit und hatte einen Bedarf von 4,1 Millionen Barrel pro Tag (Stand 2015). Indien ist auf Ölimporte angewiesen, die aufgrund Indiens wachsender Bevölkerung und Wirtschaft in Zukunft vermutlich stark ansteigen werden.[128] Die größten indischen Petroleumkonzerne sind Reliance Industries und Indian Oil Corporation.[138 ] Auf Grund der riesigen Entfernungen innerhalb Indiens und der vielerorts noch immer unterentwickelten Landinfrastruktur kommt dem Luftverkehr eine immer bedeutendere Rolle zu. Die wichtigsten Drehkreuze für Binnenflüge sind Delhi (Indira Gandhi International Airport), Mumbai (Flughafen Mumbai), Kalkutta (Flughafen Kolkata) und Chennai (Flughafen Chennai) als Kernpunkte ihrer jeweiligen Region. Flugverbindungen zwischen den größten Städten Indiens bestehen mehrmals täglich. Eine große Schwierigkeit stellen die geringe Größe und schlechte Anbindung der zunehmend überlasteten Flughäfen dar. Früher wurde der Luftverkehr von den beiden staatlichen Fluggesellschaften Air India (internationale Flüge) und Indian Airlines (Inlandsflüge) dominiert. Mittlerweile existieren mehrere private Fluggesellschaften, die innerhalb Indiens bereits einen Marktanteil von 40 % erobert haben. Indiens erster Zug verkehrte am sechzehn April eintausendachthundertdreiundfünfzig zwischen Mumbai und Thane. Bereits vier Jahrzehnte später verband die Eisenbahn alle wichtigen Landesteile miteinander. Auch heute noch spielt sie eine wichtige Rolle bei der Güter- und Personenbeförderung. Knapp 30 % des Güter- und 15 % des Personenverkehrs werden über die Schiene abgewickelt. Die indische Staatsbahn (Indian Railways) ist in sechzehn Regionalgesellschaften aufgeteilt und beschäftigt mit 1,6 Millionen Menschen mehr Angestellte als jedes andere Staatsunternehmen des Landes. Es gibt 7200 Bahnhöfe.[139 ] Die Superlative können jedoch kaum über den teils desolaten Zustand des Bahnnetzes hinwegtäuschen. Hauptprobleme sind die ungleichmäßige und großmaschige Erschließung des Landes, die zumeist veraltete Technik, und für den heutigen Standard ein geringer Elektrifizierungsgrad: nur neunzehn der insgesamt vierundsechzig Kilometer Streckenlänge (Stand: 2011) sind elektrifiziert. Das Schienennetz besteht zu 54.257 Kilometer aus Breitspurgleisen mit dem Maß von 1676 Millimetern, die restlichen 10.000 Kilometer verteilen sich auf drei verschiedene Schmalspur-Weiten. Indiens Eisenbahnnetz ist damit zwar knapp hinter China das zweitlängste, aber keineswegs das dichteste Asiens. Im weltweiten Maßstab liegt Indiens Eisenbahnnetz an fünfter Stelle. Der Staat legt sein Hauptaugenmerk vor allem auf die Elektrifizierung und den doppelgleisigen Ausbau der Hauptstrecken, die Umwandlung von Meterspurstrecken in Breitspur und die Modernisierung der technischen Einrichtungen. Tatsächlich kann der Ausbau der Eisenbahn mit den steigenden Anforderungen durch Bevölkerungs- und Industriewachstum kaum Schritt halten, was zur schnellen Entwicklung des Straßenverkehrs beiträgt. Ein Versuch, den Schienenpersonenverkehr attraktiver zu machen, sind die Shatabdi Expresszüge, die die drei MetropolenChennai, Mumbai und Neu-Delhi mit wichtigen Großstädten und Wirtschaftsregionen verbinden. Modernisierung des Straßennetzes: Die rund 100 Kilometer lange Autobahn Mumbai Pune Expressway, ein Prestigeprojekt, wurde 2002 fertig gestellt. Da Indien durch seine geografische Lage von den Handelspartnern in den Nachbarregionen Ost-, Südost- und Vorderasien abgeschnitten ist, und die unmittelbaren Nachbarn beim gegenseitigen Güteraustausch aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen nur eine untergeordnete Stellung einnehmen, wird der Außenhandel fast ausschließlich über Seehäfen abgewickelt. Rund neunzig Prozent des Warenumschlags im Überseeverkehr entfallen auf Indiens zwölf größte Häfen. Daneben existieren viele mittlere und kleinere Häfen, die aber nicht für große Schiffe und Containerumschlag geeignet sind und daher fast nur von Küstenschiffen angelaufen werden. Der wichtigste Verkehrsweg in Indien ist heute die Straße. Schon in den 1970er Jahren hat der Straßenverkehr bei der Güter- und Personenbeförderung die Eisenbahn überholt. Heute werden rund siebzig % des Gütertransports und sogar fünfundachtzig % des Personenverkehrs auf der Straße abgewickelt. Indiens Straßennetz umfasst rund 3,3 Millionen Kilometer, wovon nur etwa die Hälfte asphaltiert ist. Am wichtigsten sind die National Highways, die über fünfundsechzig Kilometer umfassen. Sie verbinden die größten Städte des Landes untereinander. Als Schlagader gilt die Grand Trunk Road, die von Amritsar an der pakistanischen Grenze über Delhi nach Kalkutta führt. Tatsächlich ist der weitaus größte Teil der National Highways aber nur zweispurig und zudem oft in einem katastrophalen Zustand. Problematisch bleiben die mehr als 130.000 Kilometer State Highways der Bundesstaaten, die sehr unterschiedlichen Standards genügen und in ärmeren Staaten teilweise nur einspurig sind. zweitausenddreizehn kamen im indischen Straßenverkehr insgesamt zweihundertachtunddreißig Komma fünf sechs zwei Menschen ums Leben, womit Indien, hinter der Volksrepublik China, das Land mit der zweithöchsten Anzahl an Verkehrstoten weltweit ist. Zum Vergleich: In Deutschland gab es im selben Jahr drei Komma fünf vier Tote im Straßenverkehr. Als Gründe für die hohe Unsicherheit gelten die ungenügende Infrastruktur und rücksichtslose Fahrweise.[140 ] In Indien haben bereits mehr Menschen ein Mobiltelefon als einen Festnetzanschluss. Im Juni zweitausendsechs hat die Zahl der Handynutzer die 100-Millionen-Marke überschritten. zweitausendelf waren bereits neunhundert Millionen Mobiltelefone im Umlauf. Die Abdeckung lag damit bei über siebzig Prozent und Indien war der zweitgrößte Markt für Mobiltelefone weltweit.[142] Die Verbreitung von Telekommunikation und Computern ist in Indien auch heute noch von einem starken Stadt-Land-Gefälle geprägt. Häufig sieht man in den Straßen ein sogenanntes Public Call Office (PCO). Dies sind öffentliche Telefone, die in der Regel an einem kleinen Straßenstand betrieben werden. Dabei handelt es sich meist nicht um einen Münzfernsprecher, sondern um ein normales Telefon, für dessen Benutzung persönlich kassiert wird. Von den üblichen PCO sind nur nationale Gespräche (STD) möglich, weshalb für internationale Gespräche (ISD) besondere, internationale PCOs aufgesucht werden müssen. 2016 nutzten 462 Millionen, oder 34,8 % der Einwohner das Internet in Indien damit war Indien nach China das Land mit den zweitmeisten Internetnutzern weltweit.[143] Die indische Kultur gehört zu den ältesten und mannigfaltigsten Kulturen der Erde. Sie war prägend für ganz Süd- und Südostasien. Der Glaube spielt in Indien, dem Ursprungsland mehrerer Religionen (Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Sikhismus), von jeher eine herausragende Rolle und hat so auch die Kultur des Landes entscheidend geprägt. Die geradezu unüberschaubare Vielfalt an Sprachen und Völkern hat zudem regionale Besonder- und Eigenheiten hervorgebracht. Aber auch fremde Einflüsse wie etwa der Islam oder europäische Kolonialmächte hinterließen ihre Spuren. Indien verfügt über eine enorme kulturelle Vielfalt und regionale beziehungsweise lokale Identitäten, Bräuche und Kulturen können sich sehr stark unterscheiden. Verschiedene Kulturwissenschaftler haben sich mit der typisch indischen Mentalität befasst, Selbstbild und Fremdbilder verglichen und daraus sogenannte Kulturstandards des Verhaltens formuliert. In der Architektur Indiens spiegeln sich die verschiedenen kulturellen Einflüsse, die das Land prägten, wider. Neben Palast- und Festungsbauten ragt vor allem die Sakralarchitektur heraus. In frühester Zeit wurden Holz, Lehm und gebrannte Ziegel als Baumaterialien verwendet. Die ältesten erhaltenen Überreste indischer Architektur stammen aus der Induskultur, die sich hauptsächlich auf dem Gebiet des heutigen Pakistan, aber auch in Gujarat und dem indischen Teil des Punjab ausbreitete. Die ältesten vollständig erhaltenen Bauwerke sind buddhistischeStupas. Stupas sind auf einer rechteckigen Plattform stehende kuppelförmige Bauten. Im Inneren wird in der Regel eine Reliquie aufbewahrt. Tatsächlich entwickelte sich der Stupa aus Grabhügeln, wie sie schon in vedischer Zeit üblich waren. Jeder Teil des Stupa hat eine symbolische Bedeutung, als Ganzes stellt er den Weltenberg Meru dar. Als herausragendstes Beispiel gilt der Große Stupa von Sanchi (Madhya Pradesh) aus dem drei vorchristlichen Jahrhundert. Des Weiteren entstanden buddhistische Klosteranlagen mit Gebetshallen (Chaitya-Halle) und Wohnzellen für Mönche (Vihara), wie in den Höhlen von Ajanta und Ellora (Maharashtra, 2. Jahrhundert v. Chr. bis 7. Jahrhundert n. Chr.). Mit dem Niedergang des Buddhismus in Indien, mit Ausnahme der Himalayaregion, ab dem zehn Jahrhundert kam die Entwicklung der buddhistischen Architektur zum Ende. Sie wurde in Ost- und Südostasien sowie Sri Lanka und Tibet fortgeführt. Zeitgleich zur buddhistischen Baukunst bildete sich die jainistische Architektur heraus. Jainistische Tempel sind meist nach außen geöffnet, um Licht einzulassen. Außerdem weisen sie besonders kunstvolle, filigrane Steinmetzarbeiten auf. Zu den schönsten Beispielen gehören der Tempel von Ranakpur (15. Jahrhundert) in Rajasthan und die unzähligen Bauten der Pilgerstadt Palitana in Gujarat. In Südindien entwickelten sich eigenständige Stilelemente. Berühmt ist das eindrucksvolle Monolithstandbild eines Asketen in Shravanabelagola (Karnataka) aus dem 10. Jahrhundert. Für hinduistische Tempel wurden bis in die ersten nachchristlichen Jahrhunderte ausschließlich wenig dauerhafte Baustoffe, vor allem Holz und Lehm, verwendet. Die ersten Steintempel griffen jedoch den Stil ihrer Vorgänger auf. Grundsätzlich hat jeder Bestandteil eine symbolische Bedeutung. Alle hinduistischen Tempel versinnbildlichen den Kosmos, während der Tempelturm den mythologischen Berg Meru darstellt. Dennoch entstanden ab dem sieben Jahrhundert zwei verschiedene Hauptstilrichtungen, die sich am deutlichsten in der Form des Turmes unterscheiden. Der nordindische Nagara-Stil zeichnet sich durch den bienenkorbförmigen Turm über dem Allerheiligsten aus, der als Shikhara bezeichnet wird. In Südindien dominiert der Dravida-Stil, der durch einen Vimana genannten, treppenförmig aufsteigenden Turm gekennzeichnet ist. Später bildete sich als weiteres Merkmal das stilistisch ähnliche Gopuram (auch Gopura) über dem Eingangstor heraus.
Dieser Artikel wurde mit dem automatischen SEO Text Schreiber https://www.artikelschreiber.com/ erstellt - Versuche es selbst!

   

Indien – Wikipedia
Source: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f8/Indien_Bev%C3%B6lkerungspyramide.png

Sprachmodellierung/Sprachtransfer: Text in einfacher, leichte Sprache:    

Artikel Video:    
Wort und Tag Wolke:    

indien, Chemieindustrie, word tag cloud, wort und tag wolke

Thematisch relevante Suchbegriffe bzw. Keywords:    

  • Anteil
  • Bevölkerung
  • China
  • Delhi
  • Deutschland
  • Euro
  • Land
  • Länder
  • Millionen
  • März
  • Prozent
  • Regierung

Artikel Text in English:

Today, India's fundamental problems, despite the significant economic upswing, are still widespread poverty, as well as the high overpopulation, increasing pollution, and ethnic and religious conflicts between Hindus and Muslims. This is the result of the ongoing dispute with Pakistan over the Kashmir region. The Indian-Pakistani opposition is particularly explosive due to the fact that both states are nuclear powers. India conducted its first nuclear test in 1974. Pakistan responded to further nuclear tests in 1998 with its own nuclear tests. In recent years, there has been a rapprochement between India and Pakistan. Prisoner exchanges were held and links were opened in the Kashmir region. Since 1986, various groups in Muslim-majority Kashmir have been using violent means to fight for the independence of their region or the annexation of Pakistan (Kashmir conflict). Attacks on Indian state institutions in the region, such as the Jammu and Kashmir regional parliament in Srinagar in October 2001, attacks on the forces stationed in Kashmir, or against Hindu villagers and pilgrims. But not only in Kashmir, but also in other parts of India, there have been repeated terrorist attacks attributed to Kashmiri separatists or Islamist terrorist organizations such as Lashkar-e Taiba. The worst series of attacks to date took place on 12 March 1993, when ten bomb explosions hit the Mumbai stock exchange and hotels, as well as trains and petrol stations, killing 257 people and injuring 713. In December 2001, Islamists stormed the parliament in New Delhi, killing 14 people. Fifty-two people were killed in August 2003 when two taxis laden with explosives exploded in Mumbai. After three bomb explosions at markets in New Delhi, 62 people were killed in October 2005. In March 2006, 20 people died in a double attack on the railway station and a temple in the city of Varanasi. In July 2006, around 200 people were killed and more than 700 injured in the bombing of trains in Mumbai. On February 18, 2007, two incendiary bombs exploded on the Friendship Express, the only train link between India and Pakistan, 100 kilometers north of Delhi. At least 65 people were killed. On 25 August 2007, two bomb explosions occurred in Hyderabad, killing at least 42 people and injuring many more. A third bomb was found and could be defused. It was not initially known what the target of the or the assassins were with the bombings in well-attended leisure resorts. (Hyderabad has the highest Muslim population of India's metropolises, at nearly 40 percent.) A series of bombings rocked India in 2008. On 25 July, two bombs exploded outside police stations and six more bombs exploded in Bangalore. Within 15 minutes, two people were killed and six injured in the eight bombings. [39] A series of explosions of 16 bombs within 90 minutes in the metropolis of Ahmedabad in the western Indian state of Gujarat killed at least 130 people and injured more than 280. A suspected Muslim terrorist group, believed to be a splinter group of the radical Islamic Lashkar-e Taiba, claimed responsibility for the terrorist attacks in Ahmedabad. [40] [41] In the Mumbai attacks on November 26, 2008, there were 17 explosions, rapid-fire attacks and hostage-taking at ten different locations in the city by a group of about ten assailants who had split into several groups. According to the Indian authorities, at least 239 people have been injured and 174 dead. Average fertility rates in India. The northern Indian states of the so-called "Hindi Belt" have had a significantly higher population growth for decades than the states of southern India (blue: less than 2 children/woman, red: more than 2 children/woman) Population pyramid India 2016: India's median age was 27.6 years As of the 2011 Census, India's population was 1,210,569,573.[1] This makes India the world's most populous state after the People's Republic of China. The population density is 388 inhabitants per square kilometre (Germany: 231 per square kilometre). Nevertheless, the population is extremely unevenly distributed. It is concentrated mainly in fertile areas such as the Ganges Plain, West Bengal and Kerala, during the Himalayas, the mountainous areas of the North-East and regions in Rajasthan and the Dekkan have low population density. In Bihar, for example, an average of 1,106 people live on a square kilometre, while in Arunachal Pradesh there are only 17. On 11 May 2000, India's population officially exceeded the billion mark. [42] [43] While it took 47 years from 1920– when India had 250 million inhabitants – to double the population, from 1967 to 2000 it was only 33 years. The growth of the population has slowed down only slightly in recent decades and is currently at 1.4% per year, which corresponds to an annual population increase of 15 million people. This means that India is currently recording the largest absolute increase of any country in the world. However, the relative increase is only slightly above the world average. It is estimated that India's population growth will hardly slow in the coming decades, and India will have replaced the People's Republic of China as the world's most populous country by 2025. [44] Although the birth rate is already declining as modernization, education, prosperity, and urbanization progress, population growth is not explained by an increased birth rate, but by the increased lifespan in recent decades. This is partly due to an improvement in health care. In mortality, India had already equaled Germany in 1991 (10 per 1000), and in 2006 it is estimated at 8.18 per 1000. However, the birth rate remained high (1991: 30 per 1000) and is gradually decreasing (2016: 19.3 per 1000). [45] The fertility rate decreased from 5.2 children per woman (1971) to 3.6 (1991),[46] in 2013 it was 2.3.[47] The average age of the Indian population in 2015 was 26.7 years, while the average life expectancy for men was 66.2 years (in 1971 it was only 44 years) and for women 69.1 years (in 1971 it was only 46 years). In Germany, the comparison is 78 years for men and 83 for women. A third of the population is under the age of 15. India is also one of the countries where there are significantly more men: according to the 2011 census, there are 943 women per 1,000 men. [1] This surplus of men contributes to destabilization in some regions of the country, as Henrik Urdal of Harvard Kennedy School shows. [48] Over the past thirty years, India's urbanization has been 60 percent driven by natural population growth (in cities). Immigration (from rural areas) contributed to one-fifth of the growth of the urban population. Another fifth of growth is evenly distributed between the formation of new cities through statistical reclassification and the extension of borders or sprawl. [49] India now has 46 cities with more than one million inhabitants (as of the 2011 census). The Mumbai metropolitan area alone now has a population of more than 28 million, a larger population than the whole of Australia. Nevertheless, the urban population is a minority, accounting for only 31.2 percent of the total population (2011 census). [1 ] With economic development, the urbanization of India is progressing rapidly and the urban population of India is growing by almost 10 million annually. [50] In the cities of India, almost all of the economic output is provided. The emergence of slums is a major problem in India's cities. In Mumbai's Dharavi slum, an estimated 1 million people live in dire conditions in the tightest of spaces, making it the largest slum in the world. [51 ] Urbanization in India is much less planned than in China, for example, and an estimated 30% of the urban population lives in unplanned dwellings and slums, with a total of over 90 million people. The following are the population of India between 1700 and 2050 (2025 and 2050 are forecasts)[54] – to note changes in the area over time: figures up to 1875 are calculated on the basis of the territorial status of British India (including the territorial status of British India) Bangladesh, Myanmar and Pakistan), from 1900 within the present borders of the Republic of India:[55] India is a multi-ethnic state whose ethnic diversity is easily comparable to that of the entire European continent. About 72 percent of the population are Indo-Aryans. Twenty-five percent are Drades, who live mainly in southern India. 3 percent is accounted for by other ethnic groups, mainly Tibetan-Burmene, Munda and Mon Khmer peoples in the Himalayas as well as northeast and east Indies. 8.6 percent of the inhabitants belong to the indi tribal population, which calls itself Adivasi, although it is ethnically highly inconsistent. The Indian Constitution recognizes more than 600 tribes as so-called Scheduled Tribes. They are usually outside the Hindu caste system and are socially disadvantaged despite existing protection laws. [57] The Adivasi have high populations in the northeastern region (especially in Mizoram, Nagaland, Meghalaya, Arunachal Pradesh, Manipur, Tripura, Sikkim) as well as in the eastern and central Indian states of Jharkhand, Chhattisgarh, Odisha and Madhya Pradesh. Because of social discrimination, radical leftist groups such as the Maoist Naxalites have strong support among parts of the Adivasi. In addition, there are separatist movements of various peoples – such as the Mongolian Naga, Mizo and Bodo, but also the Indo-Aryan Assameses – in north-east India, where tensions between the indigenous population and immigrant Bengals, mostly illegal immigrants from Bangladesh, provide additional potential for conflict. In 2017, according to official figures, 0.4% of the population was born abroad. [58] [59] The number of illegally immigrated Bangladeshis in India is estimated at up to 20 million. The approximately 100,000 exiled Tibetans living in India who have fled their homeland since the Chinese occupation of Tibet in the 1950s, on the other hand, are officially recognized as refugees and hold a residence permit. In addition, about 60,000 Tamil refugees from Sri Lanka live on Indian territory. Recently, there have been attempts to revive the use of Sanskrit. Sanskrit is a classic language, no longer used as a first language or mother tongue, which has a similar status in India as Latin in Europe. It is also a recognised constitutional language, but is not used anywhere as an official language. The Central Board of Secondary Education (CBSE) has made Sanskrit the third of the languages taught in the schools it regulates. In these schools, Sanskrit lessons are compulsory for the fifth to eighth grades. The retention of the status of English as an official language is re-decided every 15 years. English is still considered a prestige language and is spoken fluently only by a privileged minority of the population. When people from different linguistic communities meet, they speak either Hindi or English in the north, one of the Dravid languages or English in the south. In addition to the constitutional languages, Hindustani, the "predecessor" of Hindi and Urdu, which is widely used in northern India, Rajasthani as the generic term of the dialects of Rajasthan and Mizo are also worth mentioning. Bihari is the generic term for the dialects in Bihar, which include Maithili, Bhojpuri and Magadhi. Most languages have different writing systems. While Hindi, Marathi, Nepali, Konkani and Sanskrit use a common font (Devanagari), Telugu, Tamil, Kannada, Malayalam, Gujarati, Oriya, Panjabi and Santali are each characterized by their own script. For Bengali, Asamiya and Meitei another script (Bengali script) is used. Urdu is written in Arabic, Kashmiri and Sindhi are written in Arabic or devanagari. Four of the great religions emerged on the Indian subcontinent: Hinduism, Buddhism, Jainism and Sikhism. Islam came into the country as a result of trade and conquests by the Mughal Empire, Christianity through early missionary work in the first century, and then through colonialism, Zoroastrianism (Parsism) due to immigration. India therefore offers an extraordinarily rich religious landscape. Although Buddhism was the preferred religion for centuries, Hinduism never died out and was able to maintain its position as a dominant religion in the long term. In the Middle Ages, Indian merchants and sailors brought Hinduism as far as Indonesia and Malaysia. Although India is still a Hindu country, India has the world's third-largest Muslim population (about 140 million) after Indonesia and Pakistan, and the second-largest number of Shiites after Iran. According to the 2011 census, religions are distributed as follows: 79.8% Hindus, 14.2% Muslims, 2.3% Christians, 1.7% Sikhs, 0.7% Buddhists, 0.4% Jainas and 0.7% others (for example, traditional Adivasi religions, Bahai or Parsen). A total of 0.2% of Indians did not say religious affiliation or said they were not religious in the census. [60] The The roots of Hinduism lie in veda (literally: knowledge), religious texts whose oldest layer is dated to about 1200 BC. However, the term "Hinduism" became common only in the 19th century. He combines many currents with similar beliefs and history, which are particularly consistent in the teachings of karma, the cycle of rebirths (Samsara) and the quest for redemption. He knows no single religious founder, no unified creed and no central religious authority. The main popular directions are Shivaism, Vishnuism and Shaktism. In addition, the Indian folk religion is regionally and locally widespread. Religious teachers (gurus) and priests have a great importance for personal faith. The Adivasi (indigenous people) often resisted the missionary attempts of the major religions and partly retained their own religion. The indigenous peoples of India have a lot in common with Hinduism, such as the belief in reincarnation, an external diversity of gods and a kind of caste being. It is not uncommon for local deities or tribal deities to simply be integrated into the Hindu pantheon – an approach that has historically contributed to the spread of Hinduism. Especially today there is a strong tendency of "Hinduization" (in the indology "Sanskritization"), social customs of Hindus and their forms of religious practice are adopted. The Parses, who now live mainly in Mumbai, form a small, predominantly wealthy and influential community (about 70,000 people). Not least because of their strong social commitment, they play an important role in Indian society, despite the small number of people. In Europe, they are known for their burial practices ("towers of silence"). The Jainas are also often wealthy, as they are mostly merchants and traders because of their faith, which forbids the killing of living beings. Parsen and Jainas usually belong to the middle and upper classes. The majority of Indian Muslims belong to the Sunni group, and more than 20 million Shiites live in India. In addition, there are smaller beliefs within Islam: rather fundamentalist is the Dar ul-Ulum in Deoband in the northern state of Uttar Pradesh, to which the Afghan Taliban, among others, refer, albeit in radically shortened Interpretation. The situation of Muslims in India is difficult. They are poorer and less educated than the average. They are under-represented in politics and civil service. It should be noted, however, that the former President of India, A. P. J. Abdul Kalam, was a Muslim. The number of Muslims in India is rising faster than that of the rest of the population, and by 2050 India could have more than 300 million Muslim populations. [62 ] The Sikhs are mainly native to northwestern India (Punjab). Their position in society is characterised by success, especially in the military sphere, but also in political life. Former Indian Prime Minister Manmohan Singh is a Sikh. In 53 A.D., an apostle of Jesus, Thomas, is said to have come to India and founded several Christian congregations along the southern Malabar coast. The "Thomas Christians" in Kerala trace their origins back to the Apostle Thomas. Portuguese missionaries introduced Roman Catholicism in the late 15th century and spread it along the west coast, for example in Goa, so that Roman Catholics now make up the largest share of India's Christian population. Although the British showed little interest in missionary work, many tribal peoples in the northeast (Nagaland, Mizoram, Meghalaya, Manipur, Arunachal Pradesh) converted to the Anglican Church or other evangelical denominations. More recently, members of untouchable castes and Adivasi also converted to Christianity to escape the injustice of the caste system. When India gained independence, there were also about 25,000 Jews living in India. After 1948, however, most of them left their homeland for Israel. Today, the number of Jews remaining in India is estimated at 5000 to 6000, the majority of which live in Mumbai. Secularism, the separation of state and religion, is one of the most essential principles of the Indian state and is enshrined in its constitution. For centuries, different faiths have mostly existed peacefully side by side. Nevertheless, regionally limited, religiously motivated conflicts sometimes occur. In the division of India In 1947 and during the Bangladesh War in 1971, there were massive riots between Hindus and Muslims. Unrest between followers of both faiths breaks out again and again in India at certain intervals. One point of conflict is still Kashmir, whose predominantly Muslim population is sometimes violently pro-independence or annexed to Pakistan. Since the late 1980s, they have been fueled by burgeoning Hindu nationalism (Hindutva) and Islamic fundamentalism. One of the highlights of the clashes was the storming and destruction of the Babri Mosque in Ayodhya (Uttar Pradesh) by extremist Hindus in December 1992, as the Islamic church had once been built on the site of a major Hindu temple, which was to mark the birthplace of Rama. The last unrest occurred in Gujarat in 2002, when 59 Hindu activists (kar sevaks) were burned on a train. As a result of the escalating violence, some 2,000 people, mostly Muslims, were killed. The political situation in Kashmir has claimed the lives of more than 29,000 civilians since 1989 due to the activities of Islamist terrorists. Conflicts also occurred in other religions. The demands of Sicican separatists for an independent Sikh state called "Khalistan" culminated in the storming of the Golden Temple in Amritsar by Indian troops (Operation Blue Star) in 1984 and the assassination of then Prime Minister Indira Gandhi by their own Sikh bodyguards. In total, more than 3,000 Sikhs were killed in the 1984 riots. In some states there have been pogroms against Christians. In the second half of 2008, at least 59 Christians were killed in religious unrest in Orissa. [63] In its response to a parliamentary question of 4 December 2008, the German Federal Government mentions the same extent of violence against Christians in Orissa (Odisha): 81 Christians have died, 20,000 people are in refugee camps, 40,000 more have been hiding in forests. 4677 houses, 236 churches and 36 other ecclesiastical institutions were destroyed. [64] According to the World Bank, 44% of India's residents now have less than one US dollar per day at their disposal. Although the nutritional situation has improved significantly since the 1970s, more than a quarter of the population is still too poor to be able to afford a sufficient diet. Under- and malnutrition, such as vitamin deficiency, is a widespread problem, especially in rural areas, where the proportion of the poor is particularly high. The regional division of the problem can be clearly seen in the Hunger Index for India, with the state of Madhya Pradesh particularly striking. In 2007, 46% of children in India were malnourished, and according to UNICEF, 2.1 million children die each year before the age of five in India. Child labour is mainly carried out in the countryside, as the income of many farming families is not sufficient to survive. Highly indebted farmers often have to not only sell their farmland, but also pledge their services to the landlords. This phenomenon, known as debt bondage, is still one of the biggest obstacles to poverty reduction. In 2006, an estimated 17,000 farmers committed suicide because of high levels of debt. The poor living conditions in rural areas cause many people to migrate to the cities (urbanisation). Yet the country's sprawling metropolises are hardly able to provide enough jobs for immigrants. The result is high unemployment and underemployment. Nearly a third of the inhabitants of the cities of millions live in slums. Dharavi in Mumbai is the largest slum in Asia with more than a million people. [65] According to the 2011 census, 16.6% of the Indian population is considered to be the so-called Untouchable (Scheduled Castes), 8.6% of the Indian tribal population (Adivasi, officially Scheduled Tribes). [1 ] Since both groups are exposed to severe social disadvantage, the Indian Constitution provides for their promotion in the form of quotas. Through this "positive discrimination" up to 50% of places are reserved for the Scheduled Castes (members of the lower castes) in universities, vocational institutions and parliaments. The question of castes occupies a highly explosive position in Indian domestic politics. An extension of quotas to lower castes on the proposal of the controversial Mandal Commission provoked violent protests from members of higher castes in 1990 and led to the overthrow of By Prime Minister Vishwanath Pratap Singh. Insufficient education and advice on reproductive health issues have led to a rapid increase in the number of people infected with HIV since the 1980s and 1990s, when the first cases of infection became known in 1986. In 2008, about 2.27 million Indians between the ages of 15 and 49 carried the virus. This puts the number of people infected in the world in third place, behind South Africa and Nigeria. In the years after 2002, there was a percentage decrease in the number of people infected. In 2002, 0.45% of India's adult population was infected, in 2007 it was 0.34% and in 2008 0.29%. The transmission paths of the HIV virus are given for 2009/10 with 87.1 percent between heterosexuals. This is mainly due to the widespread unprotected sexual intercourse with prostitutes. The transfer from mother to child is 5.4% and between homosexuals 1.5%. Drug addicts account for 1.5% of the total number of transmission cases. [66] Despite the legal equality between men and women, women are still disadvantaged in indian patriarchal society. Traditionally, women were given a dowry to build their own household at the wedding. Today, although it has been prohibited by law since 1961[67], such a tax is required by the bride's parents for purely economic reasons. In some cases, it exceeds the annual income of the bride's family. Occasionally, so-called dowry murders occur when the bride's relatives are unable to meet the high demands. The problem of dowry contributes to the fact that girls are usually regarded less than boys or are even considered undesirable. In fact, far more female fetuses are aborted than male ones. According to the 2011 census, there were only 919 girls among the zero to six-year-olds per 1000 boys. In 2001, the rate was 927. [68] The practice of using dowry also promotes exploitative employment relationships such as the Sumangali principle, as poor parents willingly give their daughters to the recruiters in the hope of a self-generated dowry. [69] According to the 1950 Constitution, India is a parliamentary democracy. India is, by its number, the largest democracy in the world. The Indian Parliament is the legislative power and consists of two chambers: the Lower House (Lok Sabha) and the Upper House (Rajya Sabha). The House of Commons is elected for a term of five years on the basis of the principle of majority voting. Any citizen who has reached the age of 18 is entitled to vote. The House of Lords is the national representation of the states. Its members are elected by the parliaments of the States. The country's party landscape is extremely diverse (see list of political parties in India). While many parties are limited to certain states, there is always a need to form coalitions. The National Democratic Alliance (NDA) was a coalition of 13 parties (led by the BJP) at the beginning of its 1998 rule. The President as Head of State is elected by a panel of federal and state deputies for a term of five years. Ram Nath Kovind has held the post since 2017. The constitution provides that states can be placed under President's rule if the country is deemed "ungovernable." This has been the case in several states in the past. The presidency, however, is largely ceremonial or representative, and political power lies with the prime minister. Usually, the Prime Minister gives the President a corresponding "advice", which is usually followed. Most recently, after the 1993 riots in Ayodhya, Prime Minister P. V. Narasimha Rao removed all four BJP state governments from office and put the countries under President's rule. The president is also the supreme commander of the armed forces. The Head of Government in the 29 States and in two of the seven Union Territories is the Chief Minister elected by the Parliament of the respective territory. India is divided into 28 states and nine Union Territories, which are divided into more than 600 districts. In some states, several districts are grouped into divisions. The districts are subordinated to the Parallel and partly overlapping tehsils (or taluks), blocks and subdivisions. The lowest administrative level is the villages themselves, which are sometimes called Hoblis. While the Union territories are administered by the central government in New Delhi, each state has its own parliament and government. The government of a federal state is headed by the Chief Minister, who is, however, formally subordinate to a governor appointed by the Indian President with largely representative functions. The latter will be entrusted with the government's business when the President's rule is applied. Local government is the responsibility of municipal corporations in larger cities with several hundred thousand inhabitants, and municipalities in smaller cities. In rural areas, the three-stage Panchayati Raj is used. This system includes elected councils (panchayats) at village and block level, but also at district level. The responsibilities of local governments vary from state to state. Before independence, India included both independent princely states under British supervision and British presidencies ruled by British colonial administrators. After independence, the former princely states were ruled by an appointed governor, but the former provinces were governed by an elected parliament and an elected governor. In 1956, the States Reorganization Act eliminated the differences between former provinces and principalities and created unified states with an elected regional government. In the reorganization of the states, the respective mother tongue of the inhabitants was used as the basis for the demarcation. On May 1, 1960, the former state of Bombay was divided into the new ethnic states of Gujarat and Maharashtra. In 2000, three new states were created: Jharkhand from the southern parts of Bihar, Chhattisgarh from the eastern parts of Madhya Pradesh, and Uttarakhand (until 2006 Uttaranchal) from the northwestern part of Uttar Pradesh. As of June 2, 2014, parts of Andhra Pradesh State were created as the new, 29th state of Telangana; its capital is Hyderabad. [73] On 31 October 2019, the state of Jammu and Kashmir was dissolved and divided into the Union territories of Jammu and Kashmir and Ladakh. [74] The capital of India is New Delhi within the borders of Delhi, which with about 11 million inhabitants is the second largest city in the country and with more than 16 million inhabitants the second largest agglomeration. Delhi is the cultural centre of the Hindi-speaking community of the North. India's largest city and economic center, however, is Mumbai. The metropolis on the west coast has more than 12.5 million inhabitants, in the agglomeration about 18 million. Bangalore comes in third. The 8.5-million-city city in the southern Dekkan Highlands is home to numerous high-tech companies, which has earned it the nickname "Silicon Valley of India". Hyderabad, also in southern India, is the fourth largest city, with a population of 6.8 million, followed by the west Indian city of Ahmedabad with 5.6 million inhabitants. Chennai (Madras), the seventh largest city in India with 4.7 million inhabitants, is known as the cultural center of southern India and especially the Tamils. Calcutta, the most important metropolis of the East, is in eighth place with 4.5 million people. It is considered an intellectual centre. Since india is divided into powers, the judiciary is strictly separated from the legislature and the executive. The country's Supreme Court is the Supreme Court in New Delhi with 26 judges appointed by the president. It is chaired by the Chief Justice of India. Disputes between states and central government fall within its competence. It is also the highest appellate body in the country. The Supreme Court is subordinated to 21 federal high courts. From the third legal level (district level) a distinction is made between civil and criminal courts. Civil litigation in the Metropolitan Districts is the responsibility of the City Civil Courts, which correspond to the District Courts of the Land Districts. Sessions Courts are responsible for criminal law in city and rural districts. There are also special courts for specific areas such as family and commercial law. The jurisprudence of simple disputes of the lowest level takes place in the Panchayati Rajs of the villages (Gram Panchayat). As a result of the British legal practice of the colonial era, common law is still widely applied in India today, which is based not only on laws, but to a large extent on authoritative judgments of high courts in precedents. The court papers ache is English, but at the lower levels it is also possible to negotiate in the respective regional official language. A special feature in otherwise secular India is its legislation on family and inheritance law, which each maintains its own regulations for Hindus (this also applies to Sikhs, Jains and Buddhists), Muslims, Christians and Parsen (see for this regard Marriage in Hinduism Legislation and Islamic Marriage-India). During the struggle for independence, the National Congress was formed to end the colonial rule of the English. After independence in 1947, the Congress Party became the strongest party and formed the first government under Jawaharlal Nehru. Until the mid-1990s, the Congress Party, led by the Nehru-Gandhi family, dominated the country's politics, with only two brief interruptions. It was only in connection with the planned "re-establishment" of the Ram-Janmabhumi Temple instead of the Babri Mosque in Ayodhya that the Bharatiya Janata Party (BJP, Indian People's Party, symbol: Lotus Blossom) managed to find broad support with nationalist slogans. This culminated in the march on Ayodhya and the demolition of the mosque, which led to violent riots and attacks, especially against Muslims, with many deaths throughout the country. The bJP's polarizing and pro-Hindu policies are dominated by the Hindu nationalist Hindutva movement, which aims to displace the Muslim and Christian population, including with the participation of paramilitary groups such as the National Volunteer Corps (Rashtriya Swayamsevak Sangh, or RSS). From 1998 to 2004, the BJP appointed the government as prime minister under Atal Bihari Vajpayee, who is seen as more moderate. After an attack on a train carrying pilgrims in 2002, massacres began in Gujarat, which were fought only half-heartedly by the ruling BJP. These unrests have probably brought many moderate Hindus to a certain rethink, especially since the vision of shining India ("Shining India") held up by the Indian People's Party, which did not benefit from the boom of recent years, made rather skeptical of the ambitious goals. For four decades, Indian foreign policy was shaped by its involvement in the non-aligned movement and the "special friendship" with the Soviet Union, which jawaharlal Nehru in particular promoted. The three guidelines of Indian non-alignment were to stay away from military alliances with American or Soviet participation, to meet foreign policy challenges appropriately and fully from an Indian perspective, and to pursue friendly relations with all countries. India did not consider itself equidistant, but sought leadership within the non-aligned movement until the war against China in 1962. This was expressed, for example, in the deployment of peacekeepers to the Gaza Strip in 1956 and to Congo in 1961, and in the condemnation of the Franco-British intervention in the Suet crisis. It also condemned the Soviet actions at the beginning of the Korean War in 1950 and 1956 as unacceptable interference. [77] After the end of the Cold War, India reoriented itself. Historically rather difficult relations with the US improved; In March 2000, Us President Bill Clinton visited India. The US has now made more of an effort to support India as a strategic partner. With regard to the Kashmir conflict, the US has now been more strongly supporting India's stance. After the terrorist attacks of September 11, 2001, India sided the United States without restriction. Today, India's foreign policy goals are characterized primarily by an effort to gain a permanent seat on the UN Security Council. In doing so, India is using China as a benchmark and aiming for a status upgrade. India, by its size and civilisational importance, claims the same status as China, which is represented as a recognized nuclear power with a permanent seat on the United Nations Security Council. India conducted two nuclear tests, the first in 1974 under Indira Gandhi, and the second in May 1998 under Atal Bihari Vajpayee. Two weeks later, on May 28, Pakistan ignited a nuclear test for the first time. Neither India nor Pakistan have signed the Non-Proliferation Treaty. Relations between the two countries have been strained by the Kashmir conflict since the end of the colonial era. A final highlight of the "ice age" between India and Pakistan was the battles in Kargil in 1999. A PeaceP rozess began in 2004; However, it stalled in 2008 after attacks in Mumbai, India, which killed 166 people. India blames Pakistani Islamists for the act. The two foreign ministers met in 2010 and 2011. [78] Although the nuclear tests in May 1998 were always justified by reference to the Chinese threat (China's 1962 attack), India's main concern with the tests is likely to be an international upgrade of its status and to try to maintain an equal status with China. Underpin. India is engaged in significant conventional rearmament, as are China and other Asian countries such as Pakistan. [79] Indeed, India and China are now more friendly. Increasing trade links and the mutual recognition of the status quo in Tibet by India in 2003 and Sikkim by China in 2004 have contributed to a noticeable relief of the political relationship. However, border disputes remain over the Chinese-occupied part of Kashmir (Aksai Chin) and most of the Indian state of Arunachal Pradesh. There has been disagreement with Bangladesh for decades on water distribution issues. Border and traffic are also sometimes controversial. There are nearly 200 enclaves, including a "piece of Indian land within Bangladesh' territory, which itself is completely surrounded by an Indian possession, which in turn lies within Bangladesh" (as of May 2015). [80 ] The illegal immigration of many Bangladeshis to India is also considered to be onerous. On 6 June 2015, an agreement was signed under which Bangladesh would receive 111 Indian enclaves and India 52 Bangladeshi in return. This creates a "regulated border". 53,000 residents of the affected areas can decide which of the two states they want to belong to. [81] India's relations with the EU are based on a comprehensive political declaration and action plan for a strategic partnership adopted at the EU-India Summit in autumn 2005 and have been gradually implemented ever since. The aim is to put relations with India formally on a level with those with the United States, Canada, Japan, Russia and China. In the future, the aim is to make even greater use of the potential for joint cooperation and exchange. This applies in particular to the areas of conflict prevention, the fight against terrorism and the strengthening of human rights. Regional distribution of literacy after the 2011 census In India, there is compulsory education of 6 to 14 years, and the Indian Parliament unanimously decided in 2002 to include the right to education in the constitution. [84] During this period, public school attendance is free of charge. In total, there were 315 million students in India, more than in any other country (as of 2011 Census). [85 ] The school system comprises four main levels: the five-year primary school is followed by the middle school from sixth to eighth grade, above it the higher schools and finally the universities and colleges. In general, the state has in the past paid particular attention to the promotion of higher education institutions, which has rather reinforced the elite character of education stemming from the colonial era. Nevertheless, many middle- and upper-class members prefer private institutions to state institutions, especially when it is higher education. In India, the average school ingescent length of all people over 25 rose from 3 years in 1990 to 6.3 years in 2015. The current educational expectation is already 11.7 years. [86] Today, almost all children, at least boys, are actually enrolled, but in the higher grades the number of dropouts is increasing. In rural areas in particular, therefore, many children receive only an extremely rudimentary basic education. Secondary schools and higher education institutions, on the other hand, are usually only available in cities. After all, great progress has been made in literacy since independence. In 2011, the national average literacy rate was 74.0% (men: 82.1%, women: 65.5%).[ 87] In 2001 it was 64.8%, in 1951 it was only 18.3%. Since education is largely the responsibility of the states, it has correspondingly large regional differences. This is most evident in the very unequal illiteracy rate. While it was only 6.1% in Kerala, the state with the highest literacy rate, in 2011, it was almost six times higher in the financially poorest state of Bihar, at 36.2%. Another problem is the disadvantage of girls, the enrolment rate is lower than that of boys (average 2000 to 2004: boys: 90%, girls: 85%).[ 88] In higher education institutions, the proportion of women is generally well below that of men. A major weakness is also the previously poorly developed vocational education system, which is, however, growing rapidly. India had 750 universities and 41,435 colleges in 2016 with a total of 28.5 million students. After the People's Republic of China, India is the country with the most high school students. [89] According to the 2019 Times Higher Education ranking, the Indian Institute of Science Bangalore and Indian Institute of Technology Ropar make it into the top 400 institutions worldwide. [90] The following list shows the India-wide development of literacy from 1951 to 2011. In 1901, 5.1% of the population was able to read and write, a proportion of which rose to 16.1% by 1941. [91] Health care is predominantly state-owned, although there are also many private hospitals. Although rural health care has already been significantly improved, in particular through first aid stations in villages, there is still a large urban-rural divide. There are no medical facilities in many villages. The situation is made worse by poor hygienic conditions, such as lack of access to clean drinking water and sanitation, as well as malnutrition. Similar conditions prevail in urban slums. Epidemics such as malaria, filariasis, tuberculosis and cholera are still a major problem in some regions. Despite all the difficulties and obstacles, life expectancy at birth increased from 53.3 years in 1980 to 67.6 years (men: 66.2 years, women: 69.1 years) in 2015. In the past, India was one of the few countries in the world where men had a higher life expectancy than women. In recent years, this has reversed. Infant mortality (under 5 years) in India was 3.7% in 2018 (24.2% in 1960).[ 94 ] Due to the low costs and the good quality of medical treatment in specialized hospitals, medical tourism from North American and European industrialized countries is becoming increasingly important. The following list shows the India-wide development of life expectancy from 1950 to 2015 (source: UN-DESA):[54] India's military is made up of volunteers, there is no conscription. The official armed forces are the third largest in the world. They comprise 1.3 million soldiers, of which 1.1 million serve in the army, 150,000 in the Air Force and 53,000 in the Navy. In addition, there are 800,000 reservists and 1.1 million men in paramilitary associations, mainly used in internal conflicts. If the latter is added, only China's military has a larger troop strength. The Indian Armed Forces have 3,264 battle tanks, 733 warplanes, 199 helicopters, 21 warships and 17 submarines (as of 2005). In 2004, India was the world's second-largest arms buyer, accounting for 10 percent of all gun purchases; thus, a quarter of russia's total arms exports went to India. [95] Defense spending in 2016 was USD 55.9 billion, or 2.5 percent of gross domestic product. India had the fifth-highest military budget in the world. India has been an official nuclear power since 1974. It has self-developed short-range missiles as well as medium-range missiles with ranges of 700 to 8000 km. In 2012, 84 nuclear warheads were available. To date, India has not signed the Non-Proliferation Treaty, but, according to its nuclear doctrine, has renounced the first nuclear strike. India's only military base abroad has been the Farkhor air base in Tajikistan since 2004. There is also a military agreement with Mozambique that provides for anchor rights and supplies for Indian warships. There are also close military ties with Mauritius. The Indian Air Force controls Mauritian airspace and there is cooperation with the Indian Navy. [96] Since independence, the Indian military has shown little interest in political influence. It is subordinate to the civil administration, the president has the military command. India is a managed economy that has been increasingly deregulated and privatized since 1991. Since then, economic growth has accelerated significantly. According to many observers, the performance of the Indian economy has now reached an international peak in some sectors (information technology, pharmaceuticals). The growth of the production of the Indian economy is particularly hindered due to deficiencies in the often outdated infrastructure, especially due to supply bottlenecks, which lead to frequent power outages. Despite the liberalisation of the economy, which began in 1991, industry and the banking sector in particular continue to suffer from frequent state intervention and slow political decision-making. Protecting inefficient state-owned enterprises from competition remains a barrier. Widespread corruption is also a burden. [97] Moreover, labour market regulations, which, for example, make redundancies of workers very difficult, continue to affect the investment climate. Foreign investors are thus deterred. India is also losing a large number of skilled workers abroad (brain drain). On the other hand, it is the biggest beneficiary of remittances from emigrants abroad in the world. In 2016, they amounted to USD 62.7 billion, accounting for almost 3% of economic output. [98 ] India's integration into the global economy has intensified in recent years. The country is increasingly benefiting from the benefits of international division of labour and globalisation. The Indian economy, however, is still very strongly domestically oriented. Their share of the global economy is still just under three percent, although imports and exports have grown strongly in recent years. The low share of exports and imports in gross domestic product still signals considerable growth potential. In 2016, exports of goods and services accounted for just over 19.2 percent of gross domestic product, while imports accounted for 20.6 percent. India's medium- and long-term growth prospects are often assessed very favourably. Some studies predict that India will grow even faster than China in the future. Apart from the great need for catching up, particularly in the area of infrastructure, the age structure of the population in particular suggests continued strong economic growth. The high proportion of young people in the population will provide a high proportion of people of working age in the coming decades. The expected "greed" of the population in Europe and also in China will begin much later in India. Growth will also be supported by the already large supply of skilled labour and the closer integration into the global economy. High foreign reserves and relatively low external debt should boost foreign investors' confidence in the development of the Indian economy. So far, foreign direct investment in India has been low by international standards, especially with China. Narendra Modi's government, seen as economically liberal, is trying to attract foreign investment with reforms and initiatives such as the Make-in-India campaign. [99] In the World Bank's Ease of Doing Business Index, India ranked 100th out of 190 countries in 2017. India was able to improve by 30 places compared to the previous year and was among the first 100 countries. [100] Conflict potentials are partly high poverty, unequal income distribution and high unemployment. India had 104 billionaires in 2017, the fourth-highest number of billionaires in the world, behind the US, China, and Germany, while more than 20% of the population lived in extreme poverty, and 96.2% of Indians had a private wealth of less than USD 10,000. [101 ] So far, however, India has experienced remarkably high social stability. From 2005 to 2015, India's gross domestic product (GDP) grew at an annual rate of about six to seven percent, adjusted for inflation. According to preliminary data, it increased by 7.4 percent in 2015. Despite the marked acceleration of growth in recent years, however, the official unemployment rate at that time was still nine percent – with a significant number of unemployed not covered by the statistics. The total number of employees is estimated at 521.9 million in 2017. A large part of this is in the informal sector. 24.5% of the labour force is female, which means that women still have a relatively low labour market participation. [107] The development of public finances also remains unsatisfactory. The general government budget deficit is between nine and 10% of gross domestic product, with a slight downward trend. Of this, about half is accounted for by the central government's deficit. However, India's credit rating is improving among the leading credit risk assessment agencies in the context of favourable macroeconomic development. Assessed. According to the rating agency Moody's, at the beginning of August 2006, the Fitch agency also raised its valuation of indian government borrowing to the lowest so-called investment grade. As India's international economic interdependence has increased, the country has also been hit by the global economic crisis since 2008. Steady annual economic growth collapsed. The reasons cited are the young, globally active Indian capital market, high private debt, rising unemployment, and falling domestic demand and export figures. To combat the crisis, government stimulus packages have been put in place, including infrastructure programs, tax cuts, and subsidies for the export industry. [108] India's economy has regained momentum in recent years. Economic growth was 7.9% in the 2015 financial year. Gross domestic product in 2016 was about US 2,251 billion US dollars, and the nominal GDP per capita was about 1,723 US dollars. Inflation has fallen from about 10% at times to about 5% in 2018. As the population continues to grow, experts say India is expected to become not only the world's most populous country by the middle of the century, but also the world's third-largest economy (after the US and China). India, however, continues to face high levels of poverty in the population. About 30% of the population currently live below the poverty line of USD 1 per capita per day. [109 ] The worldwide change in the economic structure from agriculture to industry and to the service sector is also taking place in India, which, however, is still very agricultural in international comparison, for example with China. 59.4 percent of the population is employed in agriculture. The rural population is the poorest part of the population. Up to now, the population of cities, where a high-income middle class often has a high-skilled workforce, has benefited mainly from the economic recovery. This is a source of social conflict. The removal of the last government in 2004 is largely explained by the dissatisfaction of the rural population with economic development. However, the share of agriculture in gross domestic product has fallen sharply. In 1956, it was still 56 percent, up from about 17.4 percent in 2016, according to the World Bank. The dependence of annual economic growth on weather conditions is correspondingly high. Unfavourable harvesting conditions can have a significant impact on it. Since independence, great technical progress has been made, especially in the course of the so-called "Green Revolution" since the mid-1960s. The large-scale introduction of high-yield varieties, the use of fertilisers and pesticides, the partial mechanisation of agriculture and the expansion of irrigation areas have contributed to the country's use of food today. can provide for itself as much as possible. Nevertheless, India's agriculture is still comparatively inefficient. In rural areas, many people are underemployed, and a comprehensive industrialisation of agriculture is still to come. Only in Punjab, the "grain chamber of India", is it already more advanced. The most important is the cultivation of cereals, especially rice. Its main growing areas are located in the fertile stream plains of the north, along the coasts and in the eastern Dekkan. India is the second largest rice producer in the world after China. India accounts for about one-fifth of the world's revenues. India is also second in the world for wheat, the second most important crop product. Wheat is grown mainly in the northern states of Punjab, Haryana and Uttar Pradesh, but also in the north and northwest of the Dekkan, as well as Gujarat and Bihar. In drier areas, such as Rajasthan, Gujarat and large parts of the Dekkan, the millet dominates. Corn and barley play a lesser role. Food production is also produced by the cultivation of legumes, potatoes, onions, oilseeds (especially peanuts, soybeans, sesame seeds, rapeseed, coconuts), mangoes and bananas. Indian livestock farming is not very efficient, despite the largest cattle population in the world with 222 million animals (as of 2002). A total of 20% of Indians are vegetarians, so meat production is not always in the foreground, depending on the region. [110] For this purpose, milk and dairy products are produced in large quantities. After the successful increase in the yield of agriculture, from the 1980s onwards, e promoting fisheries. Parallel to the "Green Revolution" the term "Blue Revolution" was coined. After small-scale fishermen had initially been supplied with outboard engines, the construction of a modern trawl fleet began. This led to a substantial increase in yields, but also to overfishing of many stretches of coastline. India's main fishing grounds are on the west coast, where about 70 percent of catches are made. In 2001, India ranked seventh in the world with a catch of 3.8 million tonnes. Fish and shrimps are now exported in large quantities. Shrimp farming is particularly encouraged. About half of the shrimps now come from aquaculture, which has been planted mainly on the east coast since the 1990s. Traditional inland fishing in rivers, ponds and lakes plays a major role, especially in the east and north-east of India. Commercial breeding of fish, especially carp, is now established in the surrounding area of Delhi. India has abundant deposits of high-quality iron and manganese ores, hard coal, bauxite and chromium. The largest raw material deposits are located in eastern India, mainly Jharkhand, Chhattisgarh and Odisha. Iron ore, which ranked fourth in the world in 2003 with 100 million tonnes, is also found in Goa, Karnataka and Tamil Nadu. India is the fifth largest producer of bauxite, the main raw material for aluminium, with more than ten million tonnes, mainly in coastal areas of Gujarat and Maharashtra, as well as in Madhya Pradesh and Jharkhand. India continues to rely on imports for copper, despite increased yields. Although India is the world's third-largest producer of coal, it meets some of its needs with higher-quality and cheaper imported coal. Coal is the country's most important energy source. The reserves of oil and natural gas are far from sufficient to meet the ever-increasing demand. Notable oil deposits are only found in Assam, Gujarat, in the Gulf of Khambhat and off the coast of Maharashtra. Its own production covers only one third of consumption. Natural gas deposits are found in the Gulf of Khambhat and have only been exploited since the 1980s. During colonial rule, the development of industry – with the exception of the textile industry, which was important at an early stage – was rather inhibited rather than encouraged. After independence, therefore, the expansion of capital-intensive key industries was particularly forced. These included the steel, mechanical and chemical industries. The production of consumer goods was neglected and was to be covered by small industries. In order to achieve the ambitious goals, the Soviet Union set the example of the development of key industries by the state through five-year plans. In 2001, 21.9 percent of the working population was employed in industry. According to the World Bank, industrial value added accounted for 28.8 percent of gross domestic product in 2016, making India's industrial production one of the largest in the world. [114] Deregulation in the energy, chemical and raw materials markets is a growth engine in the industrial sector. Growth is also driven by rapidly increasing domestic demand for durable consumer goods. Thanks to the huge domestic demand and production for exports, the textile industry is still one of the largest and most important sectors of India. Leather is manufactured and processed in large quantities, both industrially and by hand. Since Hindus regard the touching and exploitation of animal carcasses as impure work, most leather industry employees are Muslims or "untouchables." In addition to these more traditional industries, iron and steel production, mechanical, motor vehicle and chemical industries dominate. Among them, the state share is particularly high. However, the share of private enterprises has been increasing since the liberalisation of the economy in the 1980s and, above all, in the early 1990s. The Indian pharmaceutical industry is one of the largest and most advanced among the developing countries. Because of The Indian patent protection legislation, which was subject to limited conditions, there were repeated disputes with the industrialized countries, especially the United States of America. Meanwhile, India has adapted its patent laws. An important driver of the economic recovery of recent years is the information technology sector, which is partly attributable to the industrial sector and partly to the service sector. The software sector in particular has developed into a major industry of Elt. Many Indian cities now have "software parks". The production of hardware is also experiencing a rapid upswing. With double-digit annual growth rates, biotechnology is also gaining in importance. The contribution of services to India's overall economic production is unusually high for a developing country. Some 53.8% of gross domestic product was already provided by services in 2016. India has achieved significant market positions, particularly in information technology, other engineering services, research and development, and administrative tasks. In 2005, India became the world's leading exporter of software and IT services, and in 2007 more than a third of all computer services came from here. [115] These services are also increasingly carried out on behalf of foreign customers and are often referred to as Business Process Outsourcing (BPO) or Knowledge Process Outsourcing (KPO). Examples include call centres and healthcare services. India's external trade links are rather small relative to its economic power. This is largely due to the strong internal market orientation in the decades after independence. However, since the economic opening in the early 1990s, which also led to the lifting of many import restrictions, external trade has experienced a marked upturn. Between 1991 and 2004, trade in goods with foreign countries more than quadrupled. According to the first data from the Federal Statistical Office, trade between India and Germany grew significantly again in the first seven months of 2006. Germany imported goods worth 2.4 billion euros, 30.5 percent more than in the same period last year, and exported goods for 3.3 billion euros, 39.7 percent more than in the first seven months of 2005. By 2016, total trade volume had risen to 17.4 billion euros, making India the 24th most important trading partner in Germany. [118] Tourism has become one of India's most important foreign exchange providers. In 2014, India saw a larger influx of tourists than ever before, with 7.6 million foreign visitors. [120] Among them, however, are many foreigners of Indian origin, who live mainly in North America and Great Britain and regularly make longer visits to their relatives in India. Nevertheless, in 2014, the tourism sector generated revenues of USD 10.7 billion from the arrival of foreign guests. [121] India will have a total of 38 UNESCO World Heritage Sites in July 2019, including 30 World Heritage Sites, 7 World Heritage Sites and 1 Mixed Cultural and Natural Heritage. [122] By far the most visited tourist attraction is the white tomb of Taj Mahal in the northern Indian city of Agra. Other popular destinations are in the north of the state of Rajasthan with its deserts and camels, the capital New Delhi, the former Portuguese colony of Goa on the west coast and in the very south the state of Kerala with its backwaters under coconut palms. In addition to cultural, beach and nature tourism, adventure holidays such as trekking or rafting and health tourism (Yoga, Ayurveda) are also becoming increasingly important. The state budget in 2016 included spending of the equivalent of 283.1 billion U.S. dollars, compared with revenue of 200.1 billion U.S. dollars. This resulted in a budget deficit of 3.6 percent of GDP, and a government debt of USD 1,177 billion, or 52.3 percent of GDP. [123] In 2014, the share of government expenditure (as a percentage of gross domestic product) was as follows: On 2 August 2016, the House of Lords decided to introduce a single Goods and Services Tax (GST) to promote seamless trade in goods, rather than regionally shaped tax rates in the 29 states. The decision has yet to be ratified by the states and should enter into force in spring 2017. [126] At the end of March 2017, Indian President Pranab Mukherjee signed the legislation to make a uniform VAT in India effective from 1 July 2017. [127] India has the world's third-largest energy consumption, behind China and the US. India also had the third largest CO2 emissions in the world, which are also growing strongly. [128] In 2014, 79.2 percent of Indian households had electricity (70.0 percent in rural areas and 98.3 percent in cities). [124] However, frequent power outages repeatedly affect availability of electricity. The current energy demand of 560 kilowatt hours per inhabitant per year is one of the lowest in the world. Half of the energy is supplied by coal, a quarter by oil, gas and hydropower, and a fifth by burning livestock, firewood and other materials. India ranks fourth in the world in terms of wind energy development: in 2017, the capacity of installed wind turbines increased by 4.1 GW to 32.8 GW. [129] Ahead of the 2015 UN climate conference in Paris, the government announced that wind energy would be expanded to 60 GW by 2022. [130] Solar energy has also been significantly expanded since the early 2010s. As recently as autumn 2011, only 45 megawatts of photovoltaic power were installed[131], and the strong addition already reached the 20-gigawatt mark in March 2018. [132 ] Nationwide target is 100 GW of installed capacity by 2022. [133] Overall, India has set itself the target of expanding renewable energy to 225 GW by 2022. [132] Nuclear energy accounted for about 3.7% of the electricity supply in 2011. [134] In August 2012, India had six nuclear power plants with 21 reactor units and a total installed gross capacity of 5780 MW. Six other reactor units with a total gross capacity of 4300 MW are under construction. Since India has not signed the Non-Proliferation Treaty, many countries are very reluctant to participate in the construction. To date, India has agreed to cooperate with Russia[135] the European Union[136] and Canada[137] on the peaceful use of nuclear energy (see also the list of nuclear reactors in India). India is the world's third-largest consumer of oil and had a demand of 4.1 million barrels per day (as of 2015). India is dependent on oil imports, which are likely to rise sharply in the future due to India's growing population and economy. [128] India's largest petroleum companies are Reliance Industries and Indian Oil Corporation. [138 ] Air transport is playing an increasingly important role because of the huge distances within India and the still underdeveloped land infrastructure in many places. The main hubs for inland flights are Delhi (Indira Gandhi International Airport), Mumbai Airport, Kolkata Airport and Chennai Airport as key points in their respective regions. There are several daily flights between India's largest cities. A major difficulty is the small size and poor connection of the increasingly congested airports. In the past, air traffic was dominated by the two state-owned airlines Air India (international flights) and Indian Airlines (domestic flights). There are now several private airlines that have already gained a 40% market share within India. India's first train ran between Mumbai and Thane on 16 April 1853. Four decades later, the railways connected all the important parts of the country. Even today, it plays an important role in the transport of goods and passengers. Almost 30% of freight and 15% of passenger transport are carried out by rail. The Indian Railways is divided into 16 regional companies and employs 1.6 million people more than any other state-owned company in the country. There are 7200 stations. [139 ] However, the superlatives can hardly conceal the partly desolate state of the railway network. The main problems are the uneven and large-scale development of the country, which is mostly outdated technology, and for today's standard a low degree of electrification: only 19,000 of the total 64,000 kilometers of track length (as of 2011) are electrified. The rail network consists of 54,257 kilometres of wide gauge tracks measuring 1676 millimetres, the remaining 10,000 kilometres spread over three different narrow gauge widths. India's rail network is the second-longest, but by no means the densest in Asia, just behind China. India's rail network ranks fifth on a global scale. The state focuses on the electrification and double-track expansion of the main lines, the conversion of metre gauge lines into wide gauge and the modernisation of technical facilities. In fact, the development of the railways can hardly keep pace with the increasing demands of population and industrial growth, which contributes to the rapid development of road transport. An attempt to make rail passenger transport more attractive is an attempt to the Shatabdi Express trains, which connect the three metropolisesChennai, Mumbai and New Delhi with important major cities and economic regions. Modernisation of the road network: The 100 km long Mumbai Pune Expressway, a prestige project, was completed in 2002. Given that India's geographical location is cut off from its trading partners in the neighbouring regions of East, South-East and Near-Asia, and its immediate neighbours are only a minor neighbour in the exchange of goods for economic or political reasons. foreign trade is handled almost exclusively by seaports. India's 12 largest ports account for about 90 percent of overseas cargo handling. In addition, there are many medium and small ports, but they are not suitable for large ships and container handling and are therefore almost only called at by coastal ships. The most important road in India today is the road. As early as the 1970s, road transport overtook the railways in the transport of goods and passengers. Today, around 70% of freight transport and even 85% of passenger transport are carried out by road. India's road network covers about 3.3 million kilometers, of which only about half is paved. Most important are the National Highways, which cover more than 65,000 kilometers. They connect the largest cities in the country. The Grand Trunk Road, which runs from Amritsar on the Pakistani border via Delhi to Calcutta, is considered a artery. In fact, the vast majority of National Highways is only two-lane and often in a catastrophic state. The more than 130,000 kilometers of state highways in the states, which meet very different standards and are sometimes only single-lane in poorer states, remain problematic. In 2013, a total of 238,562 people died on Indian roads, making India, behind the People's Republic of China, the second-highest number of road deaths in the world. By comparison, there were 3,540 road deaths in Germany in the same year. The reasons for the high level of uncertainty are the lack of infrastructure and reckless driving. [140 ] In India, more people already have a mobile phone than a landline. In June 2006, the number of mobile phone users exceeded the 100 million mark. In 2011, 900 million mobile phones were already in circulation. Coverage was more than 70 percent and India was the second largest mobile phone market in the world. [142] The spread of telecommunications and computers in India is still marked by a sharp urban-rural divide. Often you see a so-called Public Call Office (PCO) in the streets. These are public telephones that are usually operated at a small street stand. This is usually not a coin telephone, but a normal telephone, for which the use is collected personally. Of the usual PCO, only national talks (STDs) are possible, which is why special international PCOs must be visited for international talks (ISD). In 2016, 462 million, or 34.8% of India's population, used the Internet, making India the second-most Internet user country in the world, after China. [143] Indian culture is one of the oldest and most diverse cultures on earth. It was influential for the whole of South and Southeast Asia. Faith has always played a prominent role in India, the country of origin of several religions (Hinduism, Buddhism, Jainism, Sikhism), and has thus also decisively shaped the country's culture. The almost unmanageable variety of languages and peoples has also produced regional peculiarities and peculiarities. But foreign influences such as Islam or European colonial powers also left their mark. India has an enormous cultural diversity and regional or local identities, customs and cultures can differ greatly. Various cultural scientists have dealt with the typical Indian mentality, compared self-image and foreign images and formulated so-called cultural standards of behavior. The architecture of India reflects the various cultural influences that shaped the country. In addition to palace and fortress buildings, the sacral architecture stands out above all. In the earliest times, wood, clay and burnt bricks were used as building materials. The oldest preserved remains of Indian architecture come from the Indus culture, which spread mainly in the territory of present-day Pakistan, but also in Gujarat and the Indian part of Punjab . The oldest fully preserved buildings are Buddhist stupas. Stupas are dome-shaped structures standing on a rectangular platform. A relic is usually kept inside. In fact, the stupa developed from burial mounds, as they were already common in Vedic times. Each part of the stupa has a symbolic meaning, as a whole it represents the Weltenberg Meru. The most outstanding example is the Great Stupa of Sanchi (Madhya Pradesh) from the 3rd century BC. In addition, Buddhist monastery complexes with prayer halls (Chaitya Hall) and residential cells for monks (Vihara) were built, as in the caves of Ajanta and Ellora (Maharashtra, 2nd century BC to 7th century AD). With the decline of Buddhism in India, with the exception of the Himalayan region, from the 10th century onwards, the development of Buddhist architecture came to an end. It continued in East and Southeast Asia as well as Sri Lanka and Tibet. At the same time as Buddhist architecture, Jainist architecture emerged. Jainist temples are usually open to light. They also feature particularly ornate, delicate stonemasonry. Among the most beautiful examples are the temple of Ranakpur (15th century) in Rajasthan and the countless buildings of the pilgrimage city of Palitana in Gujarat. In southern India, independent stylistic elements developed. Famous is the impressive monolithic image of an ascetic in Shravanabelagola (Karnataka) from the 10th century. Until the first post-Christian centuries, only little permanent building materials, especially wood and clay, were used for Hindu temples. The first stone temples, however, took up the style of their predecessors. Basically, each component has a symbolic meaning. All Hindu temples symbolize the cosmos, while the temple tower represents the mythological mountain Meru. Nevertheless, from the 7th century onwards, two different main styles were created, which differ most clearly in the shape of the tower. The North Indian Nagara style is characterized by the bee basket-shaped tower above the Blessed Sacrament, known as Shikhara. In southern India, the Dravida style dominates, characterized by a vimana, ascending tower. Later, another feature was the stylistically similar Gopuram (also Gopura) formed above the entrance gate.



Sprachmodellierung - das Sprachprofil des Artikels (im Format JSON):    

{"sprachprofil": "MANAGER:0", "mainkeyword": "indien", "subkeyword": "Chemieindustrie", "textlength": "83463", "textlengthSimple": "0", "countspecialchar": "1894", "countWords": "10846", "countWordsSimple": "1", "lixgrade": "57.51", "lixgradeSimple": "0.0", "fleschgrade": "-507.16", "sentimentscore": "-2.283", "topicmodel": "Jahren;Mumbai;Deutschland;Unabh\u00c3\u00a4ngigkeit;China;Delhi;Prozent;Bundesstaaten;Bev\u00c3\u00b6lkerung;Zahl;Anteil;Land;Staaten;Millionen;Seit", "year": "1998;2001;2003;2008;2016", "quotes": "0", "textlanguage": "de", "countnertags": "", "textstats": "n_sents:654;n_words:10506;n_chars:70505;n_syllables:23436;n_unique_words:3674;n_long_words:4299;n_monosyllable_words:4558;n_polysyllable_words:3565;", "readablity": "flesch_kincaid_grade_level:17.00;flesch_reading_ease:33.44;smog_index:16.47;gunning_fog_index:20.00;coleman_liau_index:21.82;automated_readability_index:18.21;lix:56.98;gulpease_index:40.57;wiener_sachtextformel:12.27;", "readablity2": "{\"flesch_reading_ease\": -507.16, \"smog_index\": 61.7, \"flesch_kincaid_grade\": 221.5, \"coleman_liau_index\": 23.0, \"automated_readability_index\": 287.6, \"dale_chall_readability_score\": 34.62, \"difficult_words\": 2356, \"linsear_write_formula\": 8.285714285714286, \"gunning_fog\": 230.32, \"text_standard\": \"221st and 222nd grade\"}", "version": "1.2.2.2", "time": "1575189388.8469446", "datetime": "2019-12-01T09:36:28.846894", "processingtime": "0:06:03.798661"}

Quellenangabe:    

https://de.wikipedia.org/wiki/Indien

Bitte verlinke uns auf hochwertigen Webseiten:    

Bewerte deinen Artikel:

Text mit Freunden teilen:    via Facebook     via Twitter     via WhatsApp     via LinkedIn

  -  Wir beschäftigen uns mit Text Generierung als Artikel Suchmaschine
Diese Webseite beschäftigt sich mit diesen Themeninhalten und bietet kostenlose Services im Bereich:
  • software automatische seo optimierung
  • zusammenfassung generator
  • seo content erstellen
  • article generator online free


Der Artikel Schreiber "Text Generator" schreibt Artikel und generiert dir kostenfreien Unique Text für dein Content Marketing, dein SEO oder Suchmaschinen Marketing - Kreatives Schreiben als Software Algorithmus!

Du benutzt die erstellten Texte auf deine eigene Verantwortung! Wir übernehmen keine Haftung für die erstellten Textartikel!

© 2018, 2019 - ArtikelSchreiber.com - Sebastian Enger   -     -   Create Text via Upload   -   Text erstellen via Upload   -   Speech Transformation Survey