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Astrologie – Wikipedia

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Astrologie

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Das lateinisch-christliche Europa: Einfache, laienastrologische Formen aus dem Komplex der Astrologie, wie beispielsweise schlichte Tierkreiszeichen-Deutungen vor allem im Rahmen einer Adaption an christliche Lehren, pragten bis weit ins Hochmittelalter die zunachst wenigen und meist zaghaften Anwendungen astrologischer Herkunft. verbreitete sich die gelehrte Astrologie im lateinischen Europa von Suden her allmahlich in den zahlreich entstehenden grosseren Stadten aus, in Norditalien vielleicht sogar von Sizilien ausgehend, wo in Forli mit Guido Bonatti der vermutlich bekannteste und vielfach noch weit spater zitierte Astrologe/Astronom des 13. Die Tierkreiszeichen konnen weiterhin nach den jeweiligen Elementen in die Feuerzeichen (Widder, Lowe, Schutze) und Erdzeichen (Stier, Jungfrau, Steinbock), in Luftzeichen (Zwillinge, Waage, Wassermann) und Wasserzeichen (Krebs, Skorpion, Fische) eingeteilt werden.

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Astrologie – Wikipedia
Bildquelle: https://anthrowiki.at/images/thumb/5/51/Kepler-Wallenstein-Horoskop.jpg/300px-Kepler-Wallenstein-Horoskop.jpg    

Mesopotamien: Fur Mesopotamien bzw. besonders Babylonien konnen drei Phasen unterschieden werden. Die Omen-'Astrologie' mit einer Blutezeit etwa zwischen dem 14. und dem 7. Jh. v. Chr., die Anfange einer Astrologie-Vorform mit dem noch unvollstandigen Tierkreis etwa im 6. Jh. v. Chr. und die erste Entwicklung eines astrologischen Systems ab dem 5. Jh. v. Chr. mit den zwolf Tierkreiszeichen, berechneten Planetenpositionen und omenartiger Deutung individueller Geburtskonstellationen.[25] Ostlicher Mittelmeerraum: Im Alten Agypten entstand gegen Ende des drei Jt. v. Chr. als Vorform der Astrologie mit den Dekan-Sternen bzw. den sechsunddreißig Dekan-Gottern und Auf- und Untergangen am Horizont eine umfangreiche Bewertung gunstiger und ungunstiger Tage. Die sechsunddreißig Dekane wurden wohl im ptolemaischen Agypten mit dem ebenfalls 360deg umfassenden, babylonischen Tierkreis kombiniert. Daraus entstand vermutlich zunachst die Lehre vom bei Geburt am Ost-Horizont aufsteigenden 'Tierkreis-Dekan', bald darauf vom aufsteigenden Tierkreis-Grad, dem Horoskop-Aszendenten.[26] Die griechische Kultur ubernahm ca. ab dem 6. Jh. v. Chr. Elemente der babylonischen Astronomie.[27] Die babylonische Omen-Astrologie und ihre Elemente waren nicht mit ubernommen worden. Nach den Eroberungszugen Alexanders des Grossen im 4. Jh. v. Chr. breiteten sich viele ostliche Mysterienreligionen in der hellenistischen Welt aus, mit diesen waren oft astrologische Lehren verbunden. In den beiden Jahrhunderten vor und nach der Zeitwende bildete sich vor allem in Agypten bzw. Alexandria das System der klassischen bzw. Hellenistischen Astrologie heraus. Elemente der klassischen Astrologie:[28][29] die zwolf Tierkreiszeichen, genaue Zeichenposition der Planeten mit Sonne und Mond, Planeten-Erhohungen in bestimmten Zeichen; Konzept der sechsunddreißig Dekane, mit dem aufsteigenden Dekan am Ost-Horizont, aus dem sich die Idee des Aszendenten entwickelte[30]; die vier Elemente, 'mannliche' und 'weibliche' Zeichen, Zeichen-Herrschersystem (z. B. der Mond 'herrscht' uber das Zeichen Krebs), Planetenstunden; die zwolf Horoskophauser, Planeten-Aspekte, der 'pars fortuna' oder 'Gluckspunkt', das jahrliche Solar-Horoskop, eine stundenastrologische Methode mit dem Begriff 'Katarchen-Horoskope' (Wahl eines astrologisch gunstigen Zeitpunktes). In Rom erlangte die Astrologie ab dem ersten nachchristlichen Jahrhundert eine grosse Popularitat in allen Bevolkerungsschichten.[31] Der Einfluss der Astrologie bzw. von Astrologen am Kaiserhof hatte in Laufe des zwei Jh. allerdings wieder nachgelassen. Die Vorstellung, dass die Bewegungen der Planeten das Schicksal der Menschen vollkommen bestimmten, galt zu dieser Zeit weithin als plausibel. Eine philosophische Rechtfertigung erfuhr die Astrologie vor allem aufgrund der Stoa. Darstellung des Tierkreises in einer byzantinischen Ausgabe des Tetrabiblos aus dem neun Jahrhundert Das fruhe Christentum befand sich in einem Zwiespalt gegenuber der Astrologie, da nach Auffassung vieler Kirchenlehrer die Vorherbestimmung des Schicksals dem freien Willen als unbedingter Voraussetzung (conditio sine qua non) des christlichen Glaubens widerspricht, andererseits ein astronomisches Ereignis mit einer astrologischen Aussage bezuglich der Geburt Christi verbunden wurde.[32] So verschwand die Astrologie nach Erhebung des Christentums zur Staatsreligion des Romischen Reiches im vier Jh. zwar zunehmend aus der 'akademischen' Welt bzw. gelehrten Wahrnehmung wie Offentlichkeit.[33] Doch damit verloschte die Astrologie selber naturlich nicht, u. a. weil abseits der Hauptstadte grossere Freiheiten herrschten und zugleich der Komplex astrologischen Wissens in die christlichen Anschauungen hinein transformiert wurde.[34] Infolge der Schwachung und Auflosung des Westromischen Reiches im fünf Jh. versiegte in diesen Territorien die Astrologie als ausgeubte und gelehrte Tradition weitgehend. Im Ostromischen Reich bzw. Byzanz blieb die Astrologie erhalten, wenngleich geschwacht bzw. von grossen Schwankungen auch in der spateren, allerdings ab dem sieben Jh./8. Jh. herkommlich schon dem Mittelalter zugerechneten Geschichte von Byzanz gepragt.[35][36 ] Der Komplex bzw. Teile der Hellenistischen bzw. klassischen Astrologie selber wurden wohl bereits ab dem 2. Jh. n. Chr. z. B. nach Indien weiter vermittelt und ab dem 3. Jh. im grosspersischen Sassanidenreich aufgenommen.[37] Das neue muslimisch-arabische Reich wiederum rezipierte bzw. ubersetzte nach der Eroberung des Sassanidenreiches im sieben Jh. offenkundig vielfach das dort vorgefundene astrologische Gedankengut hellenistischer, persischer und indischer Herkunft.[38] Mittelalter: In der mittelalterlichen Periode der Astrologie zwischen Antike bzw. Spatantike, mit ihrer klassischen, hellenistischen Astrologie, und der Neuzeit dominierten in der astrologischen Praxis und Lehre die Fragehoroskope und 'Elektionen' - Wahl eines astrologisch gunstigen Zeitpunktes fur ein Vorhaben - aus dem Bereich der so genannten Stundenastrologie sowie mundanastrologische Themen. Die Deutung von Geburtshoroskopen war im Hochmittelalter eher selten bzw. kaum moglich.[39] Im Mittelalter wurde die spatantike Astrologie vor allem im islamischen Kulturbereich weiter gepflegt unter Rezeption besonders der hellenistischen Astrologie sowie indischen und wie auch persisch-sassanidischen Astrologie-Elementen. Die arabisch-islamische Astrologie erlebte im Orient eine Blutezeit bis ins elf Jh. Schliesslich kam mit der Eroberung von Bagdad (1258) und des arabisch-islamischen Kalifenreich durch die Mongolen u. a. die breite Lehre und Ausubung der 'wissenschaftlichen' und Hof-Astrologie vielfach zum Erliegen.[40] Doch vor allem wahrend der arabisch-islamischen Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel (8. Jh. bis fünfzehn Jh.), Al-Andalus genannt, und der einsetzenden, christlichen Ruckeroberung wurden u. a. zahlreiche Astrologie-Texte z. B. in Toledo durch Ubersetzungen ab dem zwölf Jh. nach und nach von Sudeuropa her im hochmittelalterlichen, christlichen Europa rezipiert, was ab dem dreizehn Jh. zu einer ersten europaischen Blute der Astrologie fuhrte.[41][42] Leistungen der arabischen Astrologie:[43] verbesserte, prazisere Planetentafeln - die Ephemeriden; Weiterentwicklung der sogenannten Katarchen-Astrologie zur noch heute verwendeten Stundenastrologie; mundanastrologische Geschichtsbetrachtung, besonders mit der so genannten Grossen Konjunktion; Wiederkehrhoroskop bzw. Solar-Horoskop fur den genauen Zeitpunkt der Sonnen-Wiederkehr auf die exakte Position der Geburts-Sonne; Verwendung und Deutung der so genannten Mondhauser aus indischer Herkunft. Byzantinisches Reich: Die Kultur und das geistige Leben des Byzantinischen Reiches kann noch vor dem lateinischen-christlichen Europa als der unmittelbare, christliche Erbe der spatantiken, hellenistischen Astrologie im mittelalterlich-christlichen Raum betrachtet werden. Mit der astrologischen Blutezeit im benachbarten islamisch-arabischen Orient wurde die dortige Astrologie, inklusive der rezipierten hellenistischen oder klassischen Astrologie-Werke, vielfaltig im konkurrierenden Byzantinischen Reich rezipiert. Wahrend der byzantinischen Geschichte schwankte das Interesse an der Astrologie-Astronomie sowie ihre Ausubung erheblich. Einen Hohepunkt erreichten Praxis und Lehre wahrend der Makedonischen Renaissance im neun /10. Jh. Im 11. und 12. Jh. fand erneut ein Aufschwung wahrend der Komnenen-Dynastie statt. Manuel II. Palaiologos: Uberliefertes Horoskop fur die Proklamation als Mitkaiser (25. September 1373)[44 ] Fur die byzantinische Palaiologen-Dynastie (13. - fünfzehn Jh.) kann eine weitere Blutezeit der Astrologie festgestellt werden, an welcher auch der kaiserliche Hof in Konstantinopel mitbeteiligt gewesen war. Im spaten 14. Jh. sind nun gleich zwei Gelehrte und Astronomen-Astrologen, Johannes Abramios und Eleutherios von Elis, in einem Kreis weiterer Schuler und Astrologen, wohl u. a.in Konstantinopel wirkend, durch verschiedene, teils umfangreichere Handschriften greifbar.[45] Das lateinisch-christliche Europa: Einfache, laienastrologische Formen aus dem Komplex der Astrologie, wie beispielsweise schlichte Tierkreiszeichen-Deutungen vor allem im Rahmen einer Adaption an christliche Lehren, pragten bis weit ins Hochmittelalter die zunachst wenigen und meist zaghaften Anwendungen astrologischer Herkunft. Astrologische Prognosen und Deutungen, Anwendungen wie Methoden auf Basis einer gelehrten, 'wissenschaftlichen' Astrologie in Verbindung mit den dafur notwendigen mathematisch-astronomischen Kenntnissen sind erst ab dem 12. Jh. im lateinisch-christlichen Europa greifbar.[46][47 ] Dies geschah vor allem in Folge der arabisch-islamischen Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel (8. Jh. bis fünfzehn Jh.) und der einsetzenden, christlichen Ruckeroberung. In diesen Zusammenhang wurden u. a. zahlreiche Astrologie-Texte z. B. in Toledo durch Ubersetzungen ab dem 12. Jh. nach und nach im hochmittelalterlichen, christlichen Europa rezipiert, mit einer ersten Astrologie-Blute im 13. Jh.[48][49] Ab der ersten Halfte des 13. Jh. verbreitete sich die gelehrte Astrologie im lateinischen Europa von Suden her allmahlich in den zahlreich entstehenden grosseren Stadten aus, in Norditalien vielleicht sogar von Sizilien ausgehend, wo in Forli mit Guido Bonatti der vermutlich bekannteste und vielfach noch weit spater zitierte Astrologe/Astronom des 13. Jh. praktiziert hatte.[50] Das lateinisch-europaische Spatmittelalter mit wachsender Bevolkerung, steigender Wirtschaftsleistung und weiteren Grundungen von Universitaten und stadtischen Gymnasien verstarkte die Nachfrage und Verbreitung wie eigenstandige Weiterentwicklung der Astronomie/Astrologie. Einen weiteren, merklichen Anstoss erfuhr die Astrologie im Ubergang von Spatmittelalter zur Fruhen Neuzeit ab dem Renaissance-Humanismus. Typischerweise ruckte entlang dieser Entwicklung das Individuum mitsamt einer starker antikisierenden-pantheistischen Weltsicht mehr in den Mittelpunkt, so dass die Erstellung und Deutung von Geburtshoroskopen immer wichtiger wurde und schliesslich deutlich zunahm.[51] Die Erfindung des Buchdruckes im spaten 15. Jh. beschleunigte die Verbreitung und Haufung sowie Verbesserung astrologischer Werke und Lehrwerke wie Ephemeriden stark. Fruhe Neuzeit: Im Renaissance-Humanismus und in der Renaissance erlebte die gelehrte Astrologie eine weitere Blutezeit, die bis in das spate siebzehn Jahrhundert andauerte.[52] Sie wurde vor allem an Hofen und an Universitaten gepflegt, wo sie mit der Astronomie und der Medizin verknupft war. Der Schwerpunkt lag zunachst in Italien. Von Italien aus verbreitete sie sich dann in ganz Europa. Griechische Ausgabe des Tetrabiblos von eintausendfünfhundertfünfunddreißig Mit dem Aufkommen der Druckkunst setzte die Produktion zahlreicher popular-astrologischer Schriften wie Vorhersagen, Jahresprognosen, Almanachen und Darstellungen der astrologischen Medizin ein.[53] Zur Entwicklung der Renaissance-Astrologie trug bei, dass antike Schriften wiedergefunden wurden, die im Mittelalter unbekannt gewesen waren, und dass arabische und mittelalterliche Schriften in gedruckter Form Verbreitung fanden. Die sogenannte astronomische Revolution, der Ubergang von der geozentrischen zur heliozentrischen Betrachtung des Universums, beeintrachtigte die Astrologie nicht.[54] Als sich gegen Ende des siebzehn Jahrhunderts die Naturphilosophie zunehmend einer mechanistischen Betrachtung des Universums zuwendete, verloren die philosophischen Grundlagen der Astrologie an Plausibilitat.[55] Dies fuhrte zum Niedergang der gelehrten Astrologie, die bald an den Universitaten nicht mehr vertreten war, und hatte auch vermehrte Verbote der Ausubung der Astrologie zur Folge. Im Zeitalter der Aufklarung distanzierten sich gebildete Kreise noch deutlicher von der Astrologie.[55] Moderne: Im 19. Jahrhundert kam es speziell in England erneut zu einer Blute astrologischer Studien, die sich an der ptolemaischen Richtung orientierten und sich vor allem mit technischen Aspekten und empirischen Uberprufungen befassten.[56] In Frankreich dagegen wurde die Astrologie erst im spaten neunzehn Jahrhundert uberwiegend in Geheimgesellschaften wieder gepflegt. Parallel entwickelte sich im englischen Sprachraum im Umfeld der eintausendachthundertfünfundsiebzig gegrundeten Theosophischen Gesellschaft eine esoterische Spielart der Astrologie, deren wichtigste Vertreter Sepharial und Alan Leo waren. Leos Lehrbucher trugen sehr zur Popularisierung der Astrologie bei.[57 ] In Deutschland bewirkte vor allem Karl Brandler-Pracht ab etwa 1905 ein Wiederaufleben der Astrologie.[57] In den folgenden Jahrzehnten wurden dort diverse neue Ansatze entwickelt, u. a. die Halbsummen-Astrologie von Alfred Witte und Reinhold Ebertin. In den 1920er Jahren wurden im deutschsprachigen Raum erstmals Astrologie-Titel mit stark psychologischer Orientierung in der Deutung veroffentlicht. Das erste greifbare Buch dieser Richtung stammte von Oscar A. H. Schmitz, eintausendneunhundertzweiundzwanzig unter dem Titel Der Geist der Astrologie erschienen, welches bereits von der Analytischen PsychologieCarl Gustav Jungs gepragt worden war. Im englischsprachigen Bereich folgte eine erste Hinwendung zur neueren Psychologie durch Dane Rudhyar mit seinem Buch The Astrology of Personality (1936).[57] Die an der Psychologie orientierte Astrologie steht Prognosen skeptisch bis ablehnend gegenuber und legt besonderen Wert auf die Willensfreiheit und die Entwicklungsmoglichkeiten des Menschen.[58] Die meisten Vertreter dieser Richtung beziehen sich auf Jungs Tiefenpsychologie, in der das Synchronizitatsprinzip eine bedeutende Rolle einnimmt. Seit den spaten 1960er Jahren erlebt die westliche Astrologie einen ausgesprochenen Boom. Ein wesentlicher Ausloser war das Konzept des Wassermannzeitalters, wie es durch das Musical Hair bekannt wurde.[57] Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs findet sie auch zunehmend Anhanger im ehemaligen Ostblock, und im Zuge der Globalisierung verbreitet sie sich weltweit. In China, dem astronomischen,,Reich der Mitte", in dem die Sterne nie untergehen, wurde der Kaiser als Sohn des Himmels verehrt. Mindestens seit dem vierten Jahrhundert v. Chr. beschaftigten sich chinesische Kosmographen mit der Katalogisierung von Sternbildern und der Aufzeichnung der Gestirnsbewegungen. An den furstlichen Hofen der Kriegsherren hielten Astrologen standig Ausschau nach zukunftigen Ereignissen, die sich am Himmel abzeichneten. Wahrend der zwei Han-Dynastie (25-225 n. Chr.) entstanden unterschiedliche Schulen, nach welchen das Weltbild zu erklaren versucht wurde. Eine der altesten Auslegungen bezeichnete den Himmel als einen beweglichen Baldachin (t'ien kai), unter welchem die Erde in Gestalt einer viereckigen, gekopften Pyramide bewegungslos ruht.[59] Die chinesische Astrologie schuf einen 28-teiligen, den kaiserlichen Palasten zugeordneten Mondkalender wie auch einen zwolfgeteilten Tierkreis. In der Chinesischen Astrologie nimmt eher der Jupiter als die Sonne eine zentrale Rolle ein, wodurch mittels Abstraktion auch die bekannten und in ganz Ostasien volkstumlichen Begriffe wie,,Jahr der Ratte",,,Jahr des Hasen" zustande kommen. Schon vor Christi Geburt beobachteten chinesische Astrologen den Halleyschen Kometen, ab 28 v. Chr. Sonnenflecken. Die indische oder vedische Astrologie wird Jyotisha genannt. Sie beruht auf bestimmten Schriften aus dem Corpus der Veden (2. Jahrtausend v. Chr.). Sie war fester Bestandteil der hoheren Gelehrsamkeit und wird auch heute noch praktiziert. Die indische Astrologie bezieht viele Fixsterne in ihre Deutungen ein und bevorzugt die realen Sternbilder. Die zwolf Tierkreiszeichen, nach den in der heutigen westlichen Astrologie die in jeweils 30deg grossen Himmelsabschnitte benannt wurden, werden in der indischen Astrologie ebenfalls benutzt und haben sogar ahnliche Namen (Mesha - Widder, Kartaka - Krebs usw.). Manchmal wird die indische Astrologie auch,,Mondastrologie" genannt, weil die Position des Mondes das eigentliche,,Sternzeichen" darstellt. Die wichtigsten erhaltenen Werke vedischer bzw. indischer Astrologie sind das Brihat-Jataka von Varaha Mihira und das Hora Shastra von Parashara Muni. Als zeitgenossische Autoren wichtiger astrologischer Abhandlungen sind in Indien besonders B. V. Raman, Ojhas und Shyamasunadara Dasa bekannt geworden. B. V. Raman schrieb uber ein Dutzend Werke in englischer Sprache, wie,,Graha Bhava Balas" und,,Notable horoscopes ". Im Gegensatz zur heutigen westlichen Astrologie geht die indische Astrologie vom real sichtbaren Sternenhimmel aus, bei dem die jahrliche Verschiebung der Polarachse berucksichtigt wird (Ayanamsa). Deshalb gibt es einen Unterschied von etwa vierundzwanzig Grad zwischen der Position der Planeten in der westlichen und der indischen Astrologie. Es gibt in Indien viele Tempel, in denen von den Astrologen die neun Hauptplaneten (Nava Graha) als Gottheiten verehrt werden. Auch kennt sie neben der Erstellung eines Geburtshoroskopes noch viele andere Techniken der Weissagung, wie Prashna, d. h. die Berechnung des Zeitpunktes einer konkreten Frage. Weltweites Aufsehen erregte in neuerer Zeit die Existenz sogenannter Palmblattbibliotheken, von denen in Indien einige Dutzend existieren, die aber nicht alle von den fuhrenden Astrologen anerkannt sind. Hier wurde angeblich auf Palmblattern vor einigen Jahrtausenden die gesamte Geschichte der Menschheit festgehalten. Einige dieser angeblich antiken Dokumente wurden jedoch inzwischen als plumpe Falschungen entlarvt. Aus prakolumbianischer Zeit liegen fur Mittelamerika Hinweise auf astrologische Aktivitaten vor, vor allem fur die Zivilisation der Maya. Dort wurde neben Sonne und Mond vor allem der Venus grosse Bedeutung beigemessen. Diese galt als Unglucksbote und Kriegsbringer und wurde daher sehr aufmerksam beobachtet.[60] Insbesondere das Erscheinen der Venus als Morgenstern wurde als unheilvoll betrachtet; dem Morgenstern waren mehrere Kriegsgottheiten zugeordnet. Das durch die Venus verkundete Unheil versuchte man durch Zeremonien abzuwenden. Der Tierkreis der Maya bestand aus dreizehn Zeichen. In der westlichen Astrologie werden Aussagen und Deutungen oft aus einem Horoskop bzw. einer Horoskop-Grafik abgeleitet, welche die Positionen der Himmelskorper in Bezug auf einen bestimmten Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt stark vereinfachend zweidimensional darstellen.[3] Diese Positionen fur ein Horoskop wurden bereits in der Antike mathematisch auf Basis tabellarischer Ephemeriden errechnet, da der Grossteil der entsprechenden Himmelskorper zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht beobachtbar bzw. sichtbar gewesen waren und sind. Heutzutage kann das auch mit Hilfe von Computerprogrammen geschehen. Bei der Deutung des Horoskops spielen tradierte Interpretationsmuster eine Rolle, an die der Astrologe aber nicht gebunden ist. Vielfach verwendete Grundelemente des Horoskops sind beispielsweise der Tierkreis, die,,Planeten" und deren Aspekte sowie die sogenannten Horoskop-Hauser. Der Tierkreis ist eine Einteilung der geozentrisch betrachteten Bahn der Sonne (Ekliptik) uber den Fixsternhimmel in zwolf gleich grosse Abschnitte. Die zwolf Abschnitte sind die Tierkreiszeichen. Die Planeten der Astrologie sind die,,Wandelsterne" der fruheren geozentrischen Astronomie, also diejenigen sichtbaren Himmelskorper, die sich von der Erde aus betrachtet gegenuber dem Fixsternhimmel bewegen, und das sind neben den Planeten der heutigen Astronomie auch Sonne und Mond. Die Hauser sind ebenfalls eine Teilung der Ekliptik in zwolf Abschnitte, in diesem Fall nach der Sichtbarkeit zum betreffenden Zeitpunkt an dem betreffenden Ort. Geburtshoroskop (Radix) : Es soll die Deutungsgrundlage fur die Beschreibung der Personlichkeitsmerkmale und des Schicksals eines Menschen, eines anderen Lebewesens oder auch eines Staates sein. Das Radixhoroskop gibt grafisch die genaue Gestirnstellung zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder. Fugt man diesem ein weiteres, spater entstandenes hinzu, spricht man von einem Transithoroskop, aus dem der Astrologe die astrologische Konflikt- oder Harmoniesituation zu diesem Zeitpunkt ablesen kann. Elektionshoroskop: Es wird auf einen beliebigen Zeitpunkt in der Zukunft erstellt und soll dabei helfen, gunstige,,Konstellationen" fur geplante Unternehmungen auszuwahlen. In der klassischen Astrologie bis in das Mittelalter hinein war diese Art der Astrologie ein wichtiger Zweig, der vor bedeutsamen politischen Ereignissen und auch fur den Zeitpunkt einer kriegerischen Handlung als Orakel verwendet wurde. Partnerschaftshoroskop (auch Beziehungshoroskop, Synastrie): Dieses soll Aufschluss uber die Beziehung zwischen Menschen und auch Institutionen (Vergleich von Staatshoroskopen) geben, also auch die Beziehung zwischen Geschaftsfreunden, Arbeitskollegen, zwischen einem Elternteil und einem Kind oder zwischen Geschwistern. Davon zu unterscheiden ist die Publikationsform des sogenannten Zeitungshoroskops. Als deren Erfinder gilt der Brite R. H. Naylor. Am vierundzwanzig August eintausendneunhundertdreißig veroffentlichte er im >> Sunday Express<< ein ausfuhrliches Horoskop der neugeborenen Prinzessin Margaret und sagte im selben Beitrag verschiedene Ereignisse fur die laufende Woche voraus. Naylor veroffentlichte am einunddreißig August desselben Jahres einen Folgebeitrag mit geburtstagsabhangigen astrologischen Vorhersagen fur Personen, die im September geboren waren. Am fünf Oktober folgte ein entsprechender Artikel fur Personen mit Geburtstag im Oktober. Ab dem zwölf Oktober eintausendneunhundertdreißig wurde daraus eine wochentliche Kolumne. Bezuge auf das Tierkreiszeichen enthielt die Kolumne ab eintausendneunhundertfünfunddreißig Spater teilte Naylor seine Vorhersagen nicht mehr nach Monaten ein, sondern nach dem Datumsbereich des jeweiligen Tierkreiszeichens. Dieses Publikationsformat fur,,Horoskope" wurde nach und nach von zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften ubernommen und erfreut sich bis heute grosser Beliebtheit. Mit einem Horoskop hat es aber nichts mehr zu tun. Die klassische Astrologie kannte sieben Planeten: Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Nach der Entdeckung der mit blossem Auge nicht sichtbaren Planeten Uranus (1781) und Neptun (1846) und des Zwergplaneten Pluto (1930) wurden diese nachtraglich in das astrologische Weltbild integriert, und gelegentlich werden auch weitere Zwergplaneten und Asteroiden, zum Beispiel (1) Ceres und (4) Vesta, herangezogen. Es gibt zwei unterschiedliche Tierkreiszeichen-Systeme, die denselben Messkreis, den 360deg-Tierkreis mit zwolf Zeichen zu je 30deg-Abschnitten auf der Ekliptik benutzen. Dabei differieren die Positionen der astrologisch berucksichtigten Himmelkorper und Zeichen zwischen den Systemen. Die uberwiegend westlich ausgerichtete Methode benutzt den tropischen Tierkreis. Die Abschnitte bzw. einzelnen Tierkreiszeichen tragen die gleichen Namen wie Namen die antik ursprunglich neben ihnen liegenden Sternbilder. Siderischer Tierkreis Die uberwiegend indisch ausgerichtete Methode, als Vedische Astrologie bekannt, benutzt die Sternbilder des siderischen Tierkreises. Sie teilt den Messkreis wie beim tropischen Tierkreis in zwolf Abschnitte zu 30deg und orientiert sich nach wie vor an dem antiken Sternbild Widder als Beginn fur den Tierkreis, dessen Ayanamsha-Wert - ein in den Ephemeriden aufgefuhrter Wert, der angibt, um wie viele Bogengrade, -minuten und -sekunden sich der tropische vom siderischen Tierkreis unterscheidet - sich offiziell an der Opposition zu Spica orientiert. Da sich die jahrlich wiederkehrenden Positionen der Sternbilder aufgrund der Prazession ganz langsam andern (um ca. 1deg in 72 Jahren), wandert der Punkt des Fruhjahr-Aquinoktiums um den 21. Marz im tropischen Tierkreis scheinbar ruckwarts entlang der Tierkreis-Sternbilder derzeit durch das Sternbild Fische und wird nach Vedischer Sternbild-Einteilung im Jahr 2442 n. Chr. das Sternbild Wassermann erreichen. Tropischer Tierkreis In der westlichen Astrologie wird weitgehend der tropische Tierkreis verwendet. Seine Ausrichtung an den vier Ekliptikpunkten der Aquinoktien und Solstitien der Sonne gab dem tropischen Tierkreis seinen Namen, der sich ableitet vom griechischen tropoi, tropoi, was,,Wendungen, Wendepunkte" bedeutet. Anhand der Aquinoktien und den Solstitien wird dabei ausgehend vom Fruhlingspunkt die Ekliptik in zwolf Abschnitte zu 30deg unterteilt, die zwolf Tierkreiszeichen. Der tropische Tierkreis ist also eine geometrische Abstraktion, da er nicht mit den Sternbildern auf der Ekliptik korrespondiert. In der Spatantike, nach dem fünf Jh., setzte er sich schliesslich gegen den siderischen Tierkreis durch. Astronomen hatten schon mehrere Jahrhunderte zuvor bemerkt, dass der damals noch am siderischen Tierkreis bzw. Ekliptiksternbild Widder und an den fruher so bezeichneten 'Normalsternen' genormte astronomische Fruhlingsbeginn immer spater im Jahreslauf erreicht wurde, mithin aufgrund der Prazession in Richtung meteorologischer Sommer wanderte, wodurch sich auch die Ekliptiksternbilder im Verhaltnis zum Jahreskreis verschoben hatten.[62][63][64] Zusammenschau von siderischen Sternbildern und tropischem Tierkreis (schematisch) fur das Jahr zweitausend Um etwa dreihundert v. Chr. entwickelte sich im Hellenismus die Idee, den einzelnen Tierkreisabschnitten eine bestimmte Deutung zu unterlegen. Unterstutzt wurde sie von der bereits seit langem in Agypten praktizierten Unterteilung des Himmels in Dekane mit ihren Bedeutungen. Spater entwickelten sich daraus die Dekan-Deutungen innerhalb der Geburtshoroskopie. Aufgrund der bereits bekannten Vier-Elemente-Lehre (Wasser, Luft, Feuer, Erde), die sich vom 6. bis 5. Jahrhundert v. Chr. ausgebildet hatte (Thales von Milet, Anaximenes, Heraklit, Empedokles), in antiken Vorstellungen Ausdruck einer grundlegenden Vierheit, sowie der Harmonielehre der Pythagoreer, die mit Zahlsteinen geometrische Figuren, Dreiecke (Trigone) und Vierecke (Tetraktys), formten und ihnen grosse Bedeutung beimassen (ungerade Zahlen: begrenzt, mannlich; gerade Zahlen: unbegrenzt, weiblich) entstand zusammen mit dem Tierkreis eine neue Kombination und Zuordnung. Doch erst mit Aristoteles' (384-322 v. Chr.) damals sehr erfolgreichen, systematisierenden Ausfuhrungen zu Physik und Kosmos wurde die etablierte Vier-Elemente-Lehre fest in den Komplex astronomisch-astrologischer Lehren ubernommen. Zusatzlich erweiterte er die Vier-Elemente-Lehre mit den Zuordnungen Trockenheit bzw. Feuchtigkeit und Warme bzw. Kalte. Die sich daraus bildende Zusammenstellung fuhrte zu einer Ordnung, in der sich bilden: Trockenheit und Warme das Feuer; Feuchtigkeit und Warme die Luft; Feuchtigkeit und Kalte das Wasser; Trockenheit und Kalte die Erde. Die vier Elemente werden u. a. in Verbindung mit den Tierkreiszeichen-Qualitaten bzw. -Modalitaten kardinal, fix und beweglich bzw. variabel den zwolf Zeichen zugeordnet, in dem jeweils ein Element und eine Modalitat mit einem Tierkreiszeichen verbunden werden. Der Lowe beispielsweise gilt daher als Feuer-Zeichen mit fixer Qualitat, Merkmale wie Stabilitat und Ausdauer, Unbeirrbarkeit und Festigkeit usw. zahlen zu den fixen Qualitaten. Die Tierkreiszeichen konnen weiterhin nach den jeweiligen Elementen in die Feuerzeichen (Widder, Lowe, Schutze) und Erdzeichen (Stier, Jungfrau, Steinbock), in Luftzeichen (Zwillinge, Waage, Wassermann) und Wasserzeichen (Krebs, Skorpion, Fische) eingeteilt werden.[65][66] Die zwolf Zeichen werden zudem noch haufig nach den zwei Geschlechtern weiblich und mannlich unterschieden, abwechselnd aufeinanderfolgend im Tierkreis: Das Tierkreiszeichen Krebs gilt als weiblich, das nachfolgende Lowe-Zeichen entsprechend als mannlich, die dem Lowe-Zeichen folgende Jungfrau wiederum als weiblich usw. Die charakterpragende Zeitqualitat am Beispiel des Geburtshoroskopes von Barack Obama, der am vier August eintausendneunhunderteinundsechzig um 19h24 in Honolulu geboren wurde. Ausserer Ring: zwölf Tierkreiszeichen; innerer Ring: zwolf Hauser mit den Symbolen verschiedener Gestirne. Rote Linien ~ disharmonische, grune und blaue Linien ~ harmonische Winkel (Aspekte). Der genaue Zeitpunkt und der geographische Ort, fur den ein geozentrisches Horoskop berechnet wird, bestimmen die Position der,,Hauser", auch Felder genannt, die sich aus der Momentaufnahme der Erdrotation errechnet. Die Hauser sind die Darstellung des geozentrischen Blickwinkels von einem geographischen Punkt aus auf den Tierkreis. Der Ekliptikgrad, der gerade uber den Horizont steigt, wird Aszendent (Asz.) genannt und markiert den Beginn des ersten Hauses. Es folgen drei Hauser bis zum Punkt der unteren Kulmination des Tierkreises, das heisst dem tiefsten Punkt unter dem Horizont, dann drei Hauser bis zum gerade untergehenden Punkt des Tierkreises (Deszendent, DC), drei Hauser zur oberen Kulmination, und schliesslich drei Hauser zuruck zum Aszendenten. Wegen des Winkels von rund 23deg 26' zwischen der Erdbahn-Ebene und dem Aquator sind die Hauser im Allgemeinen auf der Ekliptik unterschiedlich gross. Der Aszendent markiert die Spitze des ersten Hauses, von welchem aus man nun die ubrigen, gegen Osten unter dem Horizont fortgehend, zahlt. Die Hauser folgen der Reihe nach aufeinander als eins bis zwölf Haus. In der Spatantike werden z. B. bei Vettius Valens im 2. Jh. n. Chr. folgende Bedeutungen der Horoskop-Hauser bzw. dazugehorige Lebensbereiche angegeben:[67]I Leben, Lebenszeit, Atem der Seele,II Vermogen, Zufluss von Besitz,III Bruder, Ort der Gottin/Konigin, Tat,IV Leben der Eltern, Verborgenes, Grundlagen, Besitz, Funde,V Kinder,VI Verletzung, Leiden, schadliche Ursache, VII Ehe, VIII Tod, IX Fremde, Konig, Seherkunst, Handelsgeschafte,X Ansehen/Wurde, Handeln, Eltern, XI ' Guter Geist', Freunde, Begierde, Erwerb, XII Feinde, Diener, bosartige Anklage. Im siebzehn Jh. nennt der Astrologe William Lilly fur die Hauser folgende Bedeutungen:[68] Bildlich kann man sich die Hauser wie eine in zwolf gleiche Stucke nach der ublichen Art aufgeschnittene Orangenschale vorstellen, wobei Stangelansatz und Blutenrest der Orange genau am Nord- und Sudpunkt des Horizonts liegen, eine Schnittlinie von Norden nach Suden den Himmel entlang lauft und unter der Erde wieder zuruck nach Norden, eine am Horizont entlang, und auf jeder Seite noch je zwei Schnitte dazwischen liegen. Allerdings wird der Abstand der Planeten zur Ekliptik meist bei der Hauserzuordnung nicht berucksichtigt. Je nach astrologischer Schule oder Richtung werden die Hauser teilweise nach verschiedenen Systemen berechnet, die zu abweichenden oder sogar sich widersprechenden Aussagen fuhren konnen. Ein Hausersystem ist jenes nach Campanus von Novara, andere nach Porphyrios und Regiomontanus, Placidus de Titis oder Walter Koch.[70] Beim oft eingesetzten aqualen System werden die Hauser vom Aszendenten aus gleich gross in 30deg-Abschnitten dargestellt. Bei den anderen Systemen sind die Hauser je nach der verwendeten Projektionsebene (der Schnittebene im Orangenbild) unterschiedlich gross. So wie den Tierkreiszeichen in der Deutung verschiedene Charaktereigenschaften und den Himmelslichtern (Planeten, Sonne, Mond) verschiedene Eigenschaften zugesprochen werden, so stellen die Hauser unterschiedliche Lebensbereiche dar (ich bin, ich habe, ich denke, ich fuhle u. a.), in denen sich die dort prasenten Tierkreiszeichen und Planeten entsprechend bemerkbar machen sollen. Diese Lebensbereiche werden der Reihe nach in symbolischer Analogie zu den Eigenschaften der Tierkreiszeichen, beginnend mit Widder, den Hausern zugeordnet. Der Abstand zwischen zwei Horoskopfaktoren, wie den Planeten, wird durch Winkel ausgedruckt. Einigen Winkelgrossen wird eine besondere Bedeutung zugemessen, diese Winkel werden als Aspekte (lateinisch aspiciere - anblicken, betrachten) bezeichnet und in Horoskopen haufig als Verbindungslinien eingezeichnet. Traditionell waren dies bis weit ins zwanzig Jh. das Sextil und das Quadrat, das Trigon und die Opposition sowie die Konjunktion. Letztere galt antik wie auch noch Jahrhunderte spater nicht als Aspekt und speziell die Konjunktion von Jupiter sowie Saturn erfuhr seit der Spatantike bis weit in die Neuzeit hinein eine gesonderte Deutung unter dem Begriff der Grossen Konjunktion fur die astrologische Geschichtsbetrachtung.[71][72][73] Als Sonderfall gelten haufig die sogenannten Spiegelpunkte, die in der Astrologiegeschichte wiederum teilweise nicht zu den Aspekten gerechnet und entsprechend eben sowenig mitgedeutet wurden. Mittlerweile werden eine immer noch zunehmende Zahl von weiteren Aspekten, je nach astrologischer Richtung oder Schule, in die Deutung einbezogen. So z. B. das Halbquadrat oder Quintil. Die von Alfred Witte eingefuhrten Halbsummen berucksichtigen insbesondere die Symmetrieeigenschaften der Aspekte.[74] Nach astrologischer Auffassung beschrankt sich die Wirksamkeit der Aspekte nicht auf die exakten Winkelabstande, die praktisch nie gegeben sind. Vielmehr wird um diese herum ein Streubereich, der sogenannte Orbis zugelassen, der je nach astrologischer Schule unterschiedlich gross sein kann. Neuere Auffassungen gehen von einer kontinuierlichen Abnahme der Wirksamkeit mit dem Abstand von exakten Wert aus. Die Kritik an der Astrologie bewegte sich lange Zeit zumeist auf einer abstrakten und philosophischen Ebene.[75] So wurden etwa die unterschiedlichen Schicksale von Menschen diskutiert, die zum selben Zeitpunkt geboren waren, oder das Fehlen plausibler Darlegungen, wie die postulierten astrologischen Einflusse stattfinden sollten. Heutige Kritik an der Astrologie beruft sich dagegen vor allem auf kontrollierte empirische Studien, in denen die - auch psychologisch begrundbare - Fahigkeit von Astrologen gepruft wurde, aus Horoskopen Aussagen uber die zugehorige Person abzuleiten, die aber regelmassig keine uber den Zufall hinausgehende Trefferrate zum Ergebnis hatten. Einige wissenschaftliche Studien kamen zu dem Ergebnis, dass es keinen feststellbaren Zusammenhang gebe zwischen Deutungselementen der Astrologie und menschlichen Eigenschaften wie Intelligenz oder Personlichkeit, wie sie in der Psychologie typischerweise begrifflich operationalisiert werden.[79] Bei der Voraussage kunftiger Ereignisse schneiden Astrologen nicht besser ab als bei zufalligem Erraten.[80][81] Eine der bekanntesten Untersuchungen ist der Doppel-Blindtest von Shawn Carlson, der 1985 in der Fachzeitschrift Nature publiziert wurde.[82]

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