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Winkler, Hartmut: Mediendefinition

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Moderne medien

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konventionelle medien

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Zeichen ✓ Medien

Zusammenfassung:    

Copyrights regeln in zunehmenden Masse den Zugang zu symbolischen Produkten; anders als Bibliotheken sind Datenbanken haufig kostenpflichtig, Fotografie und Film kennen kein kostenfreies Zitat. Dies gilt auf der Ebene des einzelnen literarischen oder filmischen Werks, das immer ein Geflecht von Beziehungen oder transitorische Ordnungen (Handlung, Plot) etabliert, und ebenso fur Wissenschaft und Mathematik. Monumente, Bildwerke und Schrift ersetzen die Wiederholung durch eine Wiederbegegnung mit dem materiell Niedergelegten; Bucher kann man mehrfach lesen, Filmkopien werden wiederholt projiziert, Genres und Formate sind Wiederholungsstrukturen wenn auch anderen Typs, und Viva nimmt Clips in die heavy rotation.

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Winkler, Hartmut: Mediendefinition
Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f2/PinamodernBRI3860.jpg    

Das Copyright etwa versucht die Logik des materiellen Eigentums auf die Sphare des Symbolischen zu ubertragen. Copyrights regeln in zunehmenden Masse den Zugang zu symbolischen Produkten; anders als Bibliotheken sind Datenbanken haufig kostenpflichtig, Fotografie und Film kennen kein kostenfreies Zitat. Dabei ist das Recht selbst zutiefst symbolisch: Gesetze sind aus Worten gemacht. Erst indem es sich mit aussersymbolischen Institutionen systematisch verbindet (Polizei, Gerichte, Strafvollzug), kann das Recht seine Geltung durchsetzen. 1.11Macht Medien sind verflochten mit der Macht und gleichzeitig ihr Gegenpol. Machtmechanismen residieren im Tatsachlichen, spielen aber auch im Symbolischen eine Rolle. Symbolische Prozesse werden von Interessen mitstrukturiert. Werbung und PR, Luge, Ideologie und Propaganda zeigen an, dass Medien und Zeichen fur fast beliebige Zwecke instrumentalisiert werden konnen. Gleichzeitig ist das symbolische Probehandeln eine wirksame Gegeninstanz gegen real implementierte Machtstrukturen. Hierher gehort die Utopie des herrschaftsfreien Diskurses, sowie die Tatsache, dass alle geschichtlichen Umbruche eine Vor- und Parallelgeschichte im Umbruch der Uberzeugungssysteme hatten. Symbole sind die Waffen der Machtlosen. Auf der institutionellen Seite der Medien stehen sich zentralistische Tendenzen (Gatekeeper-Funktion) und dezentralistisch/emanzipative Tendenzen (Massenteilhabe) gegenuber. Der institutionelle Zentralismus der Medien selbst ist doppeldeutig: je unabhangiger die medialen Institutionen von realen Machthabern sind, desto eher konnen sie zu einer Kontroll- und Gegenmacht werden. zu 2., symbolischer Charakter der Medien: 2.1Bestimmung des Symbolischen Das Reich der Medien ist das Reich des Symbolischen. Die wohl plausibelste Definition der Medien ist, dass sie ein symbolisches Probehandeln erlauben. Medien etablieren innerhalb der Gesellschaft einen Raum, der die Besonderheit hat, von tatsachlichen Konsequenzen weitgehend entkoppelt zu sein. Handlungen in diesem Raum sind im Gegensatz zu tatsachlichen Handlungen reversibel; geschieht auf der Buhne ein Mord, steht der Ermordete danach auf und verneigt sich. Dies gilt, vermittelt, fur symbolische Prozesse allgemein. 2.2Zeichen Medien bilden Zeichensysteme aus. Zeichensysteme stellen das Spielmaterial bereit, mit dem symbolisches Probehandeln moglich wird. Die Sphare der Zeichen ist von der Sphare des Bezeichneten zielgerichtet getrennt. In einer ihrer Dimensionen sind Zeichen auf die Realitat bezogen (Referenz). Sie verdoppeln, gliedern und interpretieren die uberwaltigend-komplexe, dreidimensionale Realitat; die Sphare des Symbolischen entsteht in dieser Abgrenzung/Verdopplung. Andererseits sind Zeichensysteme auf Reprasentation/Referenz nicht eingeschrankt. Mit Zeichen sind auch Spiel, Fiktion und rein mechanische Operationen moglich. Weil symbolische Prozesse an das Tatsachliche nicht gebunden sind, konstituieren Zeichen eine Sphare der Moglichkeit, die dem Tatsachlichen gegenubertritt. Welche Geltungs- und Referenzanspruche die einzelnen Zeichensysteme stellen, wird insofern immer aufs Neue ausgehandelt; dies ist Teil des symbolischen Probehandelns selbst. 2.3Welterschliessung Zeichensysteme sind Maschinen der Welterschliessung. Sie arbeiten Wahrnehmungen und Erfahrungen, die ohne diese Vermittlung schlicht uberwaltigend waren, in ein Set erwartbarer Strukturen um. Sie bilden das Raster und das Ordnungssystem, mit dem wir der Welt gegenubertreten. 2.4Reduktion von Komplexitat Zeichensysteme haben die Pointe, dass sie wesentlich einfacher strukturiert sind als die Welt, die sie reprasentieren. Medien und Zeichen sind Maschinen zur Reduktion von Komplexitat. Zeichen sind deshalb notwendig abstrakt. Sie schematisieren, subsumieren und typisieren, nur so kann ein reduzierter/uberschaubarer Satz von Zeichen fast beliebig komplexe Sachverhalte reprasentieren. Allerdings unterscheiden sich die unterschiedlichen Medien und Zeichensysteme im Mass dieser Typisierung: Wahrend Mathematik und Sprache hoch typisiert/abstrakte und abgegrenzte Einheiten (Spielsteine, Worte, Zahlen) ausbilden, gilt dies fur andere Systeme (Bildwerke, Fotografie, Film) zunachst nicht. Hier gibt es Regularitaten, Stereotypen, Schemata, nicht aber ein aufzahlbares Vokabular einzelner Zeichen. Unterschiede in der Funktionsweise und der Leistungsfahigkeit der verschiedenen Zeichensysteme sind ein Hauptgrund dafur, dass es uberhaupt verschiedene Medien gibt. 2.5Reduktion von Komplexitat_2 Zeichen unterscheiden sich vom Bezeichneten auch physisch. Bilder z. B. reduzieren die drei-dimensionale Realitat auf nur zwei Dimensionen, so dass man Photos aufstapeln und abheften kann. Die Schrift reduziert das Bezeichnete noch drastischer. Das Museum ist insofern ein Sonderfall: hier werden 3-dimensional-tatsachliche Uberbleibsel aufbewahrt. 2.6Unterscheidungen, Differenzierungen Zeichen erlauben Unterscheidungen. Zeichen greifen gegebene Unterschiede auf etwa den zwischen Steinen und Kaninchen, stilisieren sie und schreiben sie durch Benennung/Etikettierung dauerhaft fest. Andere Unterscheidungen allerdings sind weit weniger zwingend; sie sind willkurlich oder konventionell. Das Zeichen grau konnte Kaninchen und Steine zudem verbinden. 2.7Anordnungen, Ordnungen Zeichen und Medien erlauben es, im Spiel mit symbolischem Material Ordnungen auszuprobieren. Dies gilt auf der Ebene des einzelnen literarischen oder filmischen Werks, das immer ein Geflecht von Beziehungen oder transitorische Ordnungen (Handlung, Plot) etabliert, und ebenso fur Wissenschaft und Mathematik. Algorithmen etwa sind besonders strenge Ordnungsentwurfe. Daneben aber gilt dies auf der Ebene der Zeichensysteme insgesamt. Zeichensysteme sind Gross-Ordnungen, die in ihrer inneren Struktur die Weltsicht ganzer Gesellschaften festhalten. 2.8Operationen Der Umgang mit Medien und Zeichen hat eine handwerklich-praktische Seite darin, dass die Resultate nie vollig absehbar sind. Dies gilt fur Photographie und Film, wo der Zufall und die Eigenlogik des Materials eine Rolle spielen, und in anderer Weise fur Algorithmen; auch wenn der Weg der Berechnung vollstandig determiniert erscheint, kann das Resultat uberraschend sein. 2.9Erkenntnis Medien- und Zeichensysteme dienen der Kommunikation, daruber hinaus aber auch der Objektivierung und der Erkenntnisgewinnung. Das Spiel mit mathematischen Formeln oder technischen Skizzen etabliert einen Dialog nicht primar zwischen Menschen, sondern zwischen Mensch und Papier. Wissenschaftliche Erkenntnis entsteht haufig auf diesem Weg. (Der Aspekt der Intersubjektivitat bleibt gegeben, insofern die verwendeten Zeichensysteme immer schon intersubjektiv sind). 2.10Steigerung von Komplexitat Wenn Medien und Zeichen Komplexitat reduzieren, so gilt auch das Gegenteil: an keine Schwerkraft, keine Physik, kein Tatsachliches gebunden und getrieben durch innere Differenzierung, Spiel, Wunsch und Fiktion vervielfaltigt sich das Reich der Zeichen in die fraktalen Raume des Moglichen hinein. zu 3. Technik: 3.1Alle Medien sind technische Medien. Auch basale Medien wie mundliche Sprache, Ritus und Tanz sind auf Technik angewiesen. Der Technikbegriff muss erweitert werden, so dass er Korpertechniken und Praxen mit umfasst, entsprechend sinnvoll erscheint, einen weiten Technikbegriff (Technik_1, techne) von einem engen Technikbegriff (Technik_2, hardware) zu unterscheiden. Im Verlauf der Mediengeschichte verschiebt sich das Gewicht von der Technik_1 hin zur Technik_2, deren innere Komplexitat nimmt zu. 3.2Mit ihrer Technikseite gehoren die Medien der Sphare des Tatsachlichen an. Dies steht in Spannung zu ihrem symbolischen Charakter (Probehandeln). 3.3Medien gibt es nur im Plural. Jedes einzelne Medium hat seine Gesetze, es gibt kein Medium, das alle anderen Medien einschliesst. Das Verhaltnis der Medien untereinander (Erganzung? Konstellation ? Konkurrenz?) ist eines der schwierigsten Probleme innerhalb der Medienwissenschaft. Medien kann man nur mit Hilfe von Medien beobachten. 3.4Betrachtet man vor allem die Technik_2 (hardware), so erscheint die Technikseite der Medien zentriert auf zwei Pole: die Erreichbarkeit einer immer grosseren Zahl abwesender Rezipienten/Empfanger und die Ermoglichung immer neuer Typen von Zeichenoperationen. Technik und Zeichen stehen in enger Wechselbeziehung, bestimmte Zeichensysteme sind nur auf Basis sehr entwickelter Techniken moglich. 3.5Technikgeschichte Die historische Entwicklung der Medien wird haufig uber die Entwicklung der Medientechnik modelliert. Dies ist unzureichend. So augenfallig technische Umbruche und Innovationsschube sind, so klar ist, dass medientechnische Innovationen ihren Hintergrund im Sozialen, im Okonomischen, in Strukturerfordernissen und Systemspannungen, in Mentalitaten und Bedurfnisstrukturen haben. Man wird deshalb Determinationen in beide Richtungen annehmen mussen: Medien(-techniken) bestimmen die Gesellschaft, und jede Gesellschaft bringt ihre Medien hervor. 3.6Einschreibung in Technik Man kann die Technik selbst als eine gesellschaftliche Form der Einschreibung betrachten. Einschreibung in Technik ist besonders dauerhaft, die Technik ist auf ihre Inhalte schwer zu befragen. 3.7Professionalisierung Technik ist ein entscheidender Antrieb zur Professionalisierung und Institutionalisierung innerhalb des Medienbereichs. 3.8Kapital Technikeinsatz, institutionelle Verselbststandigung und die Zusammenballung von Kapital stehen in einem engem Wechselverhaltnis. Die genannten Faktoren wirken haufig in Richtung einer Zentralisierung. zu 4.Form und Inhalt 4.1Medium und Botschaft Es erscheint sinnvoll, die Ebene des Medialen von der der Medieninhalte (Botschaften) zu unterscheiden. 4.2Medien sind nicht neutral Medien werden haufig als Mittel z. B. der Kommunikation begriffen; das greift zu kurz. Medientechnik vielmehr ist selbst Form, die bestimmte Inhalte moglich und andere unmoglich/unwahrscheinlich macht. In einem gegebenen Medium kann man keineswegs alles sagen. 4.3Einfluss auf die Inhalte Indem es dem Kommunizierten eine Form auferlegt, schreibt das Medium in die Inhalte sich ein. 4.4Artikulation Man kann diese Perspektive auch radikalisieren: Da es eine Artikulation ausserhalb von Medien nicht gibt, und da Medien uberhaupt erst die Mittel fur eine Artikulation zur Verfugung stellen, gibt es Inhalte unabhangig von den Moglichkeiten ihrer Artikulation eigentlich nicht. Es ist keineswegs so, dass Worte (sekundar) artikulieren, was vorher - unabhangig davon - bereits vorliegen wurde. Gedanken z. B. sind durch das Raster der symbolischen Systeme immer schon strukturiert. 4.5Eigengewicht der Medien Im Einfluss auf die Inhalte und mit Blick auf die Artikulation wird man Medien ein Eigengewicht zugestehen mussen. Dies ist keineswegs selbstverstandlich; der Wunsch nach Unmittelbarkeit, nach unverstellter, direkter, umfassender Kommunikation, dem intuitiven Teilen von Gedanken und Gefuhlen begleitet die Mediengeschichte. Der Wunsch nach Unmittelbarkeit negiert den Vermittler. Medien sind ebenso opak wie transparent. 4.6Allgemeinheit Die Formvorgaben des Mediums sind abstrakter und hoher standardisiert als die Inhalte. Technik, Standards und Ubertragungsprotokolle haben gemeinsam, dass sie den Inhalten als eine Ebene von Allgemeinheit gegenubertreten. Auf diese Weise sind sie zunachst offener als diese, gleichzeitig aber besonders hart definiert und entsprechendunumganglich. 4.7Zwei Ebenen der Artikulation Es ergeben sich zwei Ebenen der Artikulation: Wahrend die Nutzer eines Mediums sich innerhalb der Mediengrenzen artikulieren, werden auf einer zweiten Ebene die Medientechnik und die Standards artikuliert. Diese zweite Ebene liegt in jedem Fall in der Hand von Spezialisten. 4.8Ordnungen Wenn Zeichensysteme (Codes) Gross-Ordnungen sind, die in ihrer inneren Struktur die Weltsicht ganzer Gesellschaften festhalten, dann sind auch diese nicht neutral. Wie die Medientechnik determiniert auch der Code den Raum, in dem Inhalte uberhaupt nur artikuliert werden konnen, und wie die Technik schreibt auch der Code an den Botschaften mit. zu fünf Medien uberwinden Raum und Zeit: 5.1Raum Medien und Zeichen uberwinden die Geographie, nur auf diese Weise konnen sie die Gesellschaft vernetzen. Zeichen sind immer Telekommunikation. Die uberbruckten Raume konnen sehr unterschiedlich gross sein: im Face-to-face-Gesprach wenige Meter, in schriftlosen Stammesgesellschaften lokal begrenzt, im Mediennetz der modernen Massengesellschaften annahernd global. Fur den langsten Zeitraum der Mediengeschichte sind die Zeichen an den physischen Transport gebunden, Zeichen also reisen nicht schneller als die Waren und die Menschenkorper. Dies andert sich erst mit der Telegraphie, die die Zeichen immateriell durch Drahte verschickt. In der Tendenz bedeutet dies eine Gleichzeitigkeit, die die Geographie negiert. 5.2Versand Medien werden haufig definiert als Maschinen, die materielle Zeichen von A nach B transportieren. Muster ist hier die Post; und das Sender-Empfanger-Modell in der Medienwissenschaft nach wie vor prominent spiegelt dies in der Theorie. Gleichzeitig ist diese Vorstellung zu schlicht. Auf die Annahme eines bilateralen Verhaltnisses eingeschrankt, kann sie Wirkungen des Mediums auf die transportierten Inhalte nicht einbeziehen. Wechselwirkungen zwischen Mediennutzung und Medienstrukturen kommen nicht in den Blick. Sehr viel sinnvoller erscheint, im Reich der Medien und Zeichen von einer Vorstellung von Zirkulation und Vernetzung/Verdichtung auszugehen. 5.3Adresse Akte medialer Ubermittlung sind an Adressen gebunden. Postsystem und polizeiliches Meldewesen hangen geschichtlich zusammen, Medien lokalisieren ihre Nutzer, binden sie an bestimmte Orte oder rufen sie auf (Appellfunktion). Mit den Computern treten erstmals Zeichen auf, die ausschliesslich Maschinen adressieren. 5.4Medien sind gleichgultig gegen die transportierten Inhalte. Die Institution der Post ist mit den Inhalten der Briefe nicht befasst, sie etabliert ihre Netze jenseits der Inhalte, nach eigenen Regeln und mit eigenen Techniken. Gleichzeitig es wurde gesagt sind Medien keineswegs gleichgultig gegen die transportierten Inhalte: Medien erlegen den Inhalten eine Form auf und filtern nach eigenen Gesetzen. Zudem schlagen die transportierten Inhalte vermittelt uber Nutzerentscheidungen auf die Form und die Weiterentwicklung der Medien zuruck. 5.5Uberwindung der Zeit Viele Medien sind Aufschreibesysteme, beinhalten also die Moglichkeit, symbolische Strukturen dauerhaft niederzulegen. Medien sind immer Medien der Traditionsbildung. Im Fall der mundlichen Sprache ist es das Gedachtnis, das als Speicher fur die kulturellen Inhalte genutzt wird. Im Fall der Schrift werden dauerhafte Materialien verwendet, um eine Monumentalisierung der Texte zu erreichen. Parallel ist auch die Medientechnik als eine Niederlegung und eine Maschine der Traditionsbildung zu fassen. 5.6Sprache als Monument Ausserst interessant in diesem Zusammenhang ist die Sprache. Als eine Art Kollektivkunstwerk wird sie von Generation zu Generation weitergegeben, ein Raster, das die Welt erschliesst, in dem unendlich viel Erfahrung, Leiden, Intelligenz, Ideen und Unterscheidungsvermogen bereits verdichtet ist, und an dem jede weitere Generation weiterarbeitet. Wahrnehmungsschemata, asthetische Sensibilitat und visuelle Kompetenz, mit denen wir z. B. den Bildmedien begegnen, waren parallel zur Sprache zu denken. 5.7Wiederholung Bestimmend fur Zeichen und Medien ist der Mechanismus der Wiederholung. Schriftlose Gesellschaften sind auf rituelle Wiederholung angewiesen, um die hinfalligen Gedachtnisse aufzufrischen. Monumente, Bildwerke und Schrift ersetzen die Wiederholung durch eine Wiederbegegnung mit dem materiell Niedergelegten; Bucher kann man mehrfach lesen, Filmkopien werden wiederholt projiziert, Genres und Formate sind Wiederholungsstrukturen wenn auch anderen Typs, und Viva nimmt Clips in die heavy rotation. Fur die Zeichen selbst ist die Wiederholung konstitutiv. Zeichen haben die Eigenschaft, sich in vollig unterschiedlichen Kontexten wiederholen zu konnen. 5.8Technische Reproduktion Medien sind definiert u. a. uber die technische Reproduktion. Technische Reproduktion ist ein Sonderfall der Wiederholung (und des Monuments). Rollsiegel, Munzpragung, Buchdruck und alle Folgemedien setzen Technik ein, um eine grossere Anzahl moglichst identischer Exemplare zu produzieren. Ziel ist das Herstellen von Redundanz. Medien schaffen eine geteilte Welt, indem sie grosse Kollektive auf vergleichsweise wenigen Texten versammeln. 5.9Materielle Koprasenz, Archiv Materielle Niederlegungen (Schrift, Speichermedien, Monumente, Technik) sind Produkte der Vergangenheit, als materielle Objekte aber sind sie Teil der Gegenwart (koprasent). Als Uberbleibsel/Zeugen der Vergangenheit, ragen materielle Niederlegungen im Idealfall unverandert in die Gegenwart hinein. Dies ist der Skandal des Archivs, und gleichzeitig sein Normalfall. Wir brauchen Indizien (Patina) oder aber Vorwissen (Wissen um historische Kontexte und Formen), um materiell Ubriggebliebenes uberhaupt als historisch zu identifizieren. 5.10Trennung von Sender und Empfanger Bestimmt man die Medien uber die Uberwindung von Raum und Zeit, so bedeutet dies gleichzeitig, dass Sender und Empfanger nicht den gleichen Raum teilen. Dies steht in deutlicher Spannung zu einer Alltagsauffassung von Kommunikation, die haufig die Kommunikation Anwesender zum Idealtypus nimmt. Prasenz und Prasenzoffentlichkeit sind ein relativer Sonderfall im Reich der Medien. Dies ist die Basis dafur, dass im Verlauf der Mediengeschichte auch die Rollen zunehmend auseinander treten: Produzenten- und Rezipientenrolle werden vereindeutigt; wahrend der Ritus nur Beteiligte kennt, trennt bereits das Theater, obwohl Prasenzoffentlichkeit, die Schauspieler vom Publikum ab. Die meisten nachfolgenden Medien radikalisieren diese Trennung. 5.11Kontextentbindung Summiert man die Bestimmungen zu Raum und Zeit auf, kann man sagen: Medien funktionieren als eine Maschine der Kontextentbindung. 5.12Erfahrung Medien und Zeichen stehen in einer systematischen Spannung zur Erfahrung. Wahrend Erfahrung Anwesenheit, Beteiligt- und Involviertsein verlangt, operieren Medien und Zeichen auf Distanz. Unmittelbarkeit (Erfahrung) und Vermittlung (Medien) treten sich damit gegenuber. Gleichzeitig gehen die meisten unserer Orientierungen, Uberzeugungen und Wissensbestande gerade nicht auf Erfahrung sondern auf Medienerfahrung zuruck. Die Realerfahrung wird durch Zeichen und Medien tiefgreifend strukturiert. 5.13Abstand, Reflexion Erst in der Abstandnahme von Involvement und Erfahrung entsteht der Raum fur den spezifisch reflexiven Charakter der Medien. Die Schrift z.B. hat die Pointe, dass sie Schreiben und Lesen auf systematische Weise trennt. Unter eine eigene Zeit gestellt, kann auf das Schreiben viel mehr Sorgfalt verwendet werden, als unter dem Druck einer unmittelbaren Kommunikationssituation moglich ware; die Entkopplung von Schreiben und Lesen also schafft Zeit zum Nachdenken, fur Prozessieren und Reflexion. Schreiben ist zunachst ein gezielter Abbruch der Kommunikation. Auch insofern widersprechen die Medien der Unmittelbarkeit. 5.14Sinne Realerfahrung ist u. a. definiert uber die Synasthesie, das Zusammenspiel aller Sinne und ihre wechselseitige Kontrolle. Medien dagegen operieren haufig auf Basis einzelner Sinne;

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