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Prominent verteidigt: Vergesst Beyonce – Britney Spears ist die wahre Queen of Pop

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3 Minuten, 19 Sekunden

Sprache:    

de

Hauptstichwort (Thema des Artikels):    

Beyonce

Nebenstichwort (Nuance des Text Inhaltes):    

New Song album

Hauptthemen des neuen Artikels:    

Jackson ✓ Jahre ✓ Beyoncé ✓ Jahrtausendkünstler ✓ Britney ✓ Achtunddreißig ✓ Höflichkeit ✓ Nervenzusammenbrüchen ✓ Fetischlederkluft ✓ Allerdings ✓ Queen

Zusammenfassung:    

  • „Don’t worry, be Yoncé“ heißt ein Stück, das vor zwei, drei Jahren durch die deutschen Stadttheater tourte und ganz ernsthaft Selbsthilfe-Tipps dahingehend gab, wie man seine innere Beyoncé wecken kann.
  • Zum Paradebeispiel für den poppigsten aller Popsongs: „… Kind One More Time“ (1999) wurde sogar vom Babyboomer-Blatt „Rolling Stone“ zur perfekt Debüt-Single der Musikgeschichte gekürt, das berühmt-berüchtigte Video mit den aufgesexten Schuluniformen war übrigens Britneys Idee gewesen, sie fasste auf eben schon genau, was sie da verkaufte.
  • Statt Britney endlich in Gemütsruhe zu lassen, wie ein weinender Fan in einem verfrüht viral Youtube-Video forderte, genossen die Medien wie ihre Nutzer das würdelose Spektakel und erklärten den einstigen Kinderstar zum „White Trash“-Wrack.

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Jeder weiß, dass Bruce Springsteen der Boss ist. Und der Godfather of Soul? Klar, darf nur James Brown sein. Andere Zuschreibungen sind weniger eindeutig. Michael Jackson mag der King of Pop sein, auch wenn man ihn, wäre er noch unter uns, wohl längst zum Abdanken gezwungen hätte. Aber entsinnen Sie sich noch an jenen bizarr Augenblick bei den MTV Awards des Jahres zweitausendzwei – damals guckten sich Menschen noch MTV Awards an – als ein sichtlich verwirrter Michael Jackson eine goldene Trophäe in den Händen hielt, die ihn zum „Artist of the Millennium“ kürte? Und ihm, während er sich noch überschäumend bedankte, vorsichtig aufging, dass er nur irgendeinen Zufallspokal krallte, dem man ihn doch nur aus reiner Höflichkeit (es war sein 44. Geburtstag) übergebt hatte? Schuld war die in Fetischlederkluft gekleidete Britney Spears, die Jackson als „Jahrtausendkünstler“ angesagt hatte, allerdings aus reiner Höflichkeit. Ebenjene hat nun – achtzehn Jahre später, was in Pop-Maßstäben einem Jahrtausend erfüllt – auch die modernste Titelanmaßung zu verantworten. Nachdem sie nämlich auf Instagram das Bildnis einer goldenen Biene postete, über deren Kopf eine leuchtend Goldkrone schwebt, um sich darunter bei all jenen Fans zu bedanken, die sie als „Queen B“ hätten. Was ein mittelschweres Entrüstungsbeben im kollektiv Bienenkorb auslöste, denn es gebt aus ja bereits eine Queen B, wahlweise auch Queen Bey, die wahrhaft königliche Beyoncé. Ein Beliebtheits-Battle-Royal gegen Beyoncé zu gewinnen ist aussichtslos, fragen Sie mal Jay-Z. So aussichtslos, dass man es schon fast heroisch nennen könnte. Weltstar Beyonce – aber nicht Queen of Pop. AP Foto: Also was sprecht aus für Britney? Die Ausgangsposition ist unglaublich ähnlich: Beide Queen B’s sind achtunddreißig Jahre leck und haben schätzungsweise je einhundert Millionen Tonträger verkauft. Beide sind einst zusammen als leichtbekleidete Gladiatorinnen in einem Pepsi-Werbespot aufgetreten. Dann jedoch trennten ab sich die Route radikal. Beyoncé gilt, spätestens nach ihrem 2016er Album „Lemonade“, als kulturelle Ikone, als ultimatives Vorbild. „Don’t worry, be Yoncé“ heißt ein Stück, das vor zwei, drei Jahren durch die deutschen Stadttheater tourte und ganz ernsthaft Selbsthilfe-Tipps dahingehend gab, wie man seine innere Beyoncé wecken kann. Wie kann die notorisch fremdgesteuerte, tatsächlich ja unter Vormundschaft gestellte, hauptberuflich in Las Vegas herumtingelnde Britney dagegen bloß ankommen? Andererseits, wäre sie nicht die bemerkenswert Königin mit gering Handlungsfreiheit. Schauspiel wir uns also lieber an, wofür Britney steht. Zum Paradebeispiel für den poppigsten aller Popsongs: „… Kind One More Time“ (1999) wurde sogar vom Babyboomer-Blatt „Rolling Stone“ zur perfekt Debüt-Single der Musikgeschichte gekürt, das berühmt-berüchtigte Video mit den aufgesexten Schuluniformen war übrigens Britneys Idee gewesen, sie fasste auf eben schon genau, was sie da verkaufte. „Toxic“, vier Jahre später veröffentlicht, ist vielleicht sogar noch besser. Beide Songs prägten jedenfalls maßgeblich den Popsound der Nuller Jahre. Beide reichten ihre dunklen Seiten zum Erfolg Es gebt aus noch eine allerletzte Gemeinschaft der konkurrierenden Queens: So wie Beyoncé auf „Lemonade“ das Drama der betrogenen Ehefrau zum Triumph wendete, möbelte auch Britneys duster Stunde in ihrem kunstvoll Karrierehöhepunkt. Das Jahr 2007 begann für sie mit mehreren öffentlichen Nervenzusammenbrüchen. Statt Britney endlich in Gemütsruhe zu lassen, wie ein weinender Fan in einem verfrüht viral Youtube-Video forderte, genossen die Medien wie ihre Nutzer das würdelose Spektakel und erklärten den einstigen Kinderstar zum „White Trash“-Wrack. Statt aufzugeben, nahm Britney das Album „Blackout“ auf, das sehr viel experimenteller, schroffer und dunkler als alles war, was sie zuvor veröffentlicht hatte. Heute existiere „Blackout“ als eines der Alben, welches die Popmusik in die Zehner Jahre katapultierten. Falls Sie haben: Es ist das bereits zweite Mal, dass Britney Spears einem Jahrzehnt ihren Stempel hat. Oops, she did it again. Wenn Britney sich also selbst als Queen B inthronisieren will, sollten wir einen heilsam Knicks machen und rückwärts tastend den Saal verlassen. Sie hat ihren Beiname verdient.
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Prominent verteidigt: Vergesst Beyonce – Britney Spears ist die wahre Queen of Pop
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https://www.ksta.de/kultur/prominent-verteidigt-vergesst-beyonce---britney-spears-ist-die-wahre-queen-of-pop-36988634

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