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Wie Medien genutzt werden und was sie bewirken bpb

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Massenmedien

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Medien Konsum

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Medien

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Ernster zu nehmen sind Befurchtungen, die verzerrte Mediendarstellung der Wirklichkeit fuhre zu einem verschobenen Weltbild mit weitreichenden Folgen: Extrem schlanke Models im Fernsehen und in Magazinen losen Essstorungen bei Heranwachsenden vermutlich nicht alleine aus, sie konnen eine bestehende Neigung aber sehr wohl verstarken. Friederike Schroter, " Allein auf dem virtuellen Pausenhof", in: Die Zeit Nr. siebenundvierzig vom achtzehn November zweitausendzehn Du findest, das lnternet ist "ne verdammt grossartige Sache, weisst aber manchmal nicht, wie du mit den vielen lnformationen und Moglichkeiten, die das WWW bietet, zurecht kommen sollst? So wird die seit Beginn der 1990er Jahre verstarkt zu beobachtende Politikverdrossenheit auch darauf zuruckgefuhrt, dass die Medien auf lange Sicht alle Parteien uberwiegend kritisieren und Politiker und Politikerinnen eher als Verursacher denn als Loser von gesellschaftlichen Problemen beschreiben (Medienmalaise-Hypothese).

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Wie Medien genutzt werden und was sie bewirken bpb
Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/9d/Soviet_Union-1961-Bill-3-Obverse.jpg/120px-Soviet_Union-1961-Bill-3-Obverse.jpg    

Es ist in der Regel ihr erstes eigenes Informations- und Kommunikationsgerat, ein kleiner Schritt in die Erwachsenenwelt und vor allem der heisse Draht zu den Freunden, die im Zuge der Ablosung vom Elternhaus zum Lebensmittelpunkt werden. Nachrichten aus dem Freundeskreis bringen Abwechslung, Freude, Lebendigkeit; nicht einmal nachts will man das verpassen. Ganz anders geht es jenen Erwachsenen, die von dringenden geschaftlichen Anfragen und Aufgaben rund um die Uhr uberflutet werden. Das ist teils Symptom ungunstiger Mediennutzung, teils aber auch Folge uberhohter Arbeitslast und ubertriebener Leistungsanspruche. [] Ein vernunftiger Umgang mit Multitasking ist in beiden Fallen eine Herausforderung: Bekanntlich muss Schulkindern ebenso wie Fuhrungskraften das zeitweilige Beiseitelegen der Gerate im Unterricht oder Meeting ausdrucklich auferlegt werden. [] Die ARD/ZDF-Onlinestudie zweitausendneun zeigt grosse Unterschiede im Online-Nachrichtenverhalten der beiden aktivsten Onliner-Gruppen, den "Jungen Wilden" und den "Zielstrebigen Trendsettern". Die beiden Gruppen stehen zusammen fur knapp achtzehn Prozent aller Befragten, die das Internet nutzen. Die "Jungen Wilden" sind durchschnittlich dreiundzwanzig Jahre alt, zu fünfundsechzig Prozent mannlich. Von ihnen gehen noch zweiundvierzig Prozent in die Schule oder sind noch in der Ausbildung. Sie tragen wenig Verantwortung, verbringen ihre Freizeit gern draussen, mit der Clique und suchen nach spannenden und aufregenden Aktivitaten. Sie besitzen die neuesten elektronischen Gerate, nutzen Videos und Spiele online, sind aber desinteressiert an den meisten Themen. Lediglich fur Sport interessieren sie sich mehr als der durchschnittliche Onliner. Ihre Online-Nachrichten beziehen sie uber Portale wie GMX,, T-Online oder. Zudem lesen sie. Sie leiden weder unter Informationsuberflutung noch zeigen sie sich nachrichtensuchtig. Vielmehr beschranken sie sich auf einen kleinen, oberflachlichen Ausschnitt des Nachrichtenangebots. Ganz anders verhalten sich die im Durchschnitt 30-jahrigen "Zielstrebigen Trendsetter " . Die Halfte ist weiblich, hat Abitur oder studiert und ist berufstatig. Sie sind aktiv in ihrer Freizeit und aufgeschlossen gegenuber neuen Technologien. Ausserdem haben sie ein breites Interessen-Spektrum inklusive sozialem und politischem Engagement. Sie nutzen neben den genannten Portalen auch professionelle Nachrichten-Websites von Zeitschriften wie Spiegel Online oder uberregionalen Zeitungen wie, sowie von offentlich-rechtlichen Anstalten wie der ARD. [] Die Gruppe der Burgerjournalisten (und Burgerpaparazzi) ist jedoch klein. Die ARD/ZDF-Onlinestudie berichtet zweitausendneun von je vier Prozent Wikipedianern und Bloggern, sechs Prozent aktiven Video- und zehn Prozent Foto-Community-Mitgliedern. [] Die Liste der offentlich diskutierten negativen Medienwirkungen ist lang: Die Rede ist von ubergewichtigen und sozial isolierten Kindern und Jugendlichen, die den ganzen Tag vor dem Fernseher, Computer oder der Spielkonsole sitzen. Manche werfen den Medien vor, zur Desinformation oder Verdummung der Gesellschaft beizutragen. Dieser Vorwurf ist wissenschaftlich nicht haltbar " zu unterschiedlich gehen einzelne Menschen mit Medien um. Ernster zu nehmen sind Befurchtungen, die verzerrte Mediendarstellung der Wirklichkeit fuhre zu einem verschobenen Weltbild mit weitreichenden Folgen: Extrem schlanke Models im Fernsehen und in Magazinen losen Essstorungen bei Heranwachsenden vermutlich nicht alleine aus, sie konnen eine bestehende Neigung aber sehr wohl verstarken. Die im Internet auch fur Kinder leicht zu findenden pornografischen Inhalte verandern sexuelle Vorstellungen und Praktiken und konnen die Zufriedenheit mit dem eigenen Sexualleben verringern. Gewalt in Filmen und Computerspielen kann eine entsprechende Neigung junger Menschen oder ihre Toleranz gegenuber gewalttatigem Verhalten erhohen. Besonders das standige Einuben von Gewalt als Problemlosungsstrategie beispielsweise in Ego-Shootern gilt als bedenklich. Besonders dramatisch ist der "Werther-Effekt" " nach dem gleichnamigen Briefroman von Goethe: Nach Medienberichten uber einen spektakularen Suizid finden sich vereinzelte Nachahmer. Diese befinden sich meist in einer ahnlichen Situation wie das mediale "Vorbild". Die in der Werbung und in Unterhaltungsmedien gezeigten Konsumwelten beeinflussen unser aller Konsumverhalten. Ware das nicht so, wurden deutsche Unternehmen nicht jahrlich dreißig Milliarden Euro fur Werbung ausgeben. Dass dieses Konsum- und Wegwerfverhalten negative okologische und soziale Effekte mit sich bringt, liegt auf der Hand. " Quellentext Pro und Contra Facebook Die Nutzerin Marie, Schulerin, vierzehn Jahre : Ich habe angefangen mit Schuler-VZ, das war noch in der Grundschule, Anfang sechs Klasse. Da haben wir uns einfach unterhalten, wie am Telefon, nur schriftlich. Meine Mutter hat geguckt, was ich fur Fotos reinstelle. Sie wollte nie, dass man mich erkennt. Irgendwann sind immer mehr Freunde zu Facebook gewechselt. Ich musste einfach mit. Meine Eltern haben gemeckert, Facebook sei so unsicher. Aber ich schreibe da ja nicht meine Adresse rein! Und auf meinen Fotos sehe ich ganz normal aus, wie auf der Strasse. Ich gehe jeden Tag auf Facebook. Wenn wir verreist sind, und das nicht moglich ist, argere ich mich. Ich schreibe Freunden und stelle Fotos rein. Das geht viel schneller als per E-Mail. Man kann sich auch mit mehreren gleichzeitig unterhalten. Wenn ich bei anderen auf der Pinnwand jemanden erkenne, dann adde ich denjenigen. Ich habe bei Facebook nur Freunde, die ich wirklich kenne oder von Erzahlungen. Wenn ich einen Musiker oder eine Band auf Facebook finde, die ich mag, kann ich anklicken, dass sie mir gefallt. " 74 718 Personen gefallt das" steht zum Beispiel bei Werder Bremen, meinem Lieblings-Fussballverein. Die Verweigerin Amrai Coen, Journalistin, dreiundzwanzig Jahre: Warum ich nicht bei Facebook bin? Weil ich nicht wissen will, welche Farbe die Unterhose meines Cousins hat, wer sich heute Abend einen schlechten Film anguckt oder gerade auf Mallorca ist. "Facebook ist Stasi auf freiwilliger Basis", hat mal ein Kabarettist gesagt " und es stimmt. " Dir Facebook zu erklaren, ist wie einem Blinden die Farbe zu erklaren", sagte eine Freundin gestern zu mir. Egal ob Unbekannte auf Feiern oder Freunde " viele fuhlen sich angegriffen, wenn ich sage, dass ich nicht bei Facebook bin. Sie mussen mir dann erklaren, was toll daran ist: " Da triffst du Leute wieder, zu denen du sonst keinen Kontakt mehr hattest. " Anne aus der Grundschule? Paul vom Rugby? Zu diesen Leuten will ich gar keinen Kontakt haben! Sie interessieren mich nicht, sie waren Zeitverschwendung. Das Internet raubt mir jeden Tag viele Stunden. Ich bin uberfordert mit Nachrichten, SMS, E-Mails. Noch mehr Gedankenmull bei Facebook hielte ich nicht aus. " Leben ohne Facebook ist wie Leben ohne Handy" " das hore ich einmal die Woche. Sogar meine Mutter hat einen Account. Ich bin oldschool, na und? Friends haben, den Status updaten, jemanden adden, der "I like"-Button " ich will diese Worter nicht in den Mund nehmen, ich finde sie eklig. Fur viele Medienwirkungen gibt es bestatigende Daten. Allerdings ist vor einfachen Schuldzuschreibungen zu warnen. Denn eines zeigen alle Studien: Medien allein konnen bestenfalls bestehende Einstellungen oder Neigungen verstarken. Als alleiniger Ausloser kommen sie nicht in Frage. Ungleich wichtiger sind individuelle Eigenschaften und soziale Phanomene wie dauerhafte Frustration, Uberforderung, Einsamkeitsgefuhle und ein schwieriges familiares oder soziales Umfeld. " Quellentext Digital Natives [] Laura (alle Namen der Jugendlichen von der Redaktion geandert) [] ist zwolf Jahre alt. Sie gehort zur Generation der Digital Natives, der digitalen Eingeborenen: junge Menschen, die mit dem Internet aufwachsen. Denen es selbstverstandlich scheint, dass jeder Mensch ein Handy besitzt, dass man Zeitungen, wenn uberhaupt, am Bildschirm liest und nach den Losungen der Hausaufgaben googelt. Die Mehrheit dieser jungen Internetnutzer ist Mitglied bei einem sozialen Netzwerk, bei StudiVZ, MySpace oder Facebook. Die Zehn-, Zwolf- oder Vierzehnjahrigen bewegen sich im Netz so selbstverstandlich wie auf dem Schulhof. Es ist ein weiter aufregender Raum, den sie ganz allein erkunden konnen, ein Paralleluniversum, in dem sie das Gefuhl haben, unter sich zu sein. Und in dem sie meistens ganz auf sich gestellt sind. Mit 1,9 Millionen Nutzern ist Jappy eines der kleineren sozialen Netzwerke, doch die Plattform ist vor allem bei jungeren Nutzern beliebt. Viele Freunde von Laura haben sich dort ein Profil erstellt. Auch Johanna, Lauras beste Freundin. Sie ist dreizehn Jahre alt und schon fast zwei Jahre Mitglied. [] Aufgebaut ist das Jappy-Netzwerk wie eine Kontaktborse. Bereits die Startseite verweist auf Profile anderer Nutzer, sortiert nach Alter und Geschlecht. Johannas Profil gibt Auskunft uber ihre Hobbys, ihre Haarfarbe und Figur. Es ist fur jedermann einsehbar. Sie hat mehrere Fotos auf ihre Seite geladen: Johanna im Bikini am Strand, Johannas kleiner Bruder im Garten und die Bilder von der letzten Klassenfahrt. Viel Spass mache ihr Jappy, sagt Johanna, man konne sich dort wunderbar die Zeit das ist das Geschaftsprinzip. Je langer die Nutzer bleiben, desto interessanter sind sie fur die Werbekunden von Jappy; damit verdient die Firma ihr Geld. Deshalb belohnt sie die User fur die Zeit, die sie online verbringen " mit "Erfahrungspunkten" (EPs). Wer viele Punkte hat, erhalt einen hoheren "Rang", und wer einen hohen Rang hat, bekommt jede Woche "Credits", eine virtuelle Wahrung, fur die die User ihren Onlinefreunden "Geschenke" kaufen konnen, digitale Kuscheltiere oder blinkende Herzen. Wer den hochsten Rang und die teuersten Geschenke hat, der ist der Grosste. [] Manchmal allerdings gebe es auch diese seltsamen Nachrichten, sagt Johanna. Fremde Manner schrieben ihr dann "komisches Zeug", zu ihrem Bikini-Foto zum Beispiel. Ihren Freundinnen passiere das auch ab und zu. Cyber-Grooming lautet das Fachwort fur sexuelle Anmache im Internet []. Wie verbreitet das Grooming ist, zeigt ein Selbstversuch: Wer sich als 14-jahriges Madchen bei Jappy anmeldet, wird innerhalb weniger Stunden mit eindeutigen Anfragen konfrontiert. Manner um die vierzig fragen nach sexuellen Vorlieben, schlagen Telefongesprache vor oder schicken Nacktfotos. Und das sind keine Einzelfalle. Ein grosser Teil der 9- bis 16-Jahrigen hat bereits unangenehme Erfahrungen im Internet gemacht, zeigt eine jungst veroffentlichte EU-Studie (EU Kids Online): Sie werden mit Pornographie konfrontiert, mit unerwunschten sexuellen Nachrichten und Bildern, mit Cyber-Mobbing oder dem Missbrauch personlicher Daten. Und zwar genau auf den Seiten, die so konstruiert sind, dass Kinder dort moglichst viel Zeit verbringen. [] Ahnlich verstorende Erfahrungen machen viele Jugendliche mit dem Internetmobbing. Lauras Freund Simon erinnert sich noch gut an die Zeit, als er sich in der Community auf die Seite einer Freundin geschlagen hatte und in der Folge von einer ganzen Gruppe im Netz beschimpft wurde. Da standen dann Bilder mit Gewaltszenen auf seiner Profilseite und Ausdrucke, die er lieber nicht wiederholen mochte. " Ich habe ganz schon viele Leute auf meiner Blockier-Liste", lacht er heute. Lehrer und Eltern bekommen von all dem selten etwas mit: Laut EU-Studie haben uber die Halfte der Eltern jener Kinder, die schon einmal verletzende oder sexuelle Onlinenachrichten bekommen haben, nichts davon gewusst. Die Digital Natives lernen fruh, dass sie ganz auf sich gestellt sind. Ihre Eltern und Lehrer gehoren einer Generation an, die nicht mit Computer und Internet aufgewachsen ist. Ihnen fehlen oft selbst grundlegende Informationen uber die neuesten Onlineentwicklungen und daruber, wie sich Kinder im Netz verhalten. [] Viele Eltern [] informieren sich nur sporadisch daruber, wo genau sich die Jugendlichen im Netz aufhalten und was sie dort tun. Damit jedoch schieben sie den Internetkindern ganz allein die Verantwortung fur ihr Onlinehandeln zu. Dass die damit uberfordert sein konnten, dass ihnen so abstrakte Begriffe wie Datenschutz oder Privatsphare wenig sagen, das wissen die Eltern vielleicht gar nicht. Oder sie machen es sich nicht klar. Und so klicken sich die Digital Natives durchs Netz, sammeln blinkende Herzchen, bekommen Post von fremden Mannern und fallen manchmal ubereinander her. Nachmittags um halb drei in deutschen Kinderzimmern. Friederike Schroter, " Allein auf dem virtuellen Pausenhof", in: Die Zeit Nr. siebenundvierzig vom achtzehn November zweitausendzehn Du findest, das lnternet ist "ne verdammt grossartige Sache, weisst aber manchmal nicht, wie du mit den vielen lnformationen und Moglichkeiten, die das WWW bietet, zurecht kommen sollst? Ausserdem bist du ab und zu verunsichert daruber, wie viel du in Chats und Foren uber dich erzahlen darfst? Und du hast auch schon Sachen im lnternet gesehen, die dich beunruhigt haben? Wir haben zu diesen und anderen Themen ein paar Tipps zusammengestellt, die dich zu einem echt fahigen Netzspezialisten machen! Dein klicksafe-Team Triff dich niemals alleine mit Menschen, die du im Chat, in einer Social Community oder per Instant Messenger kennen gelernt und noch nie zuvor gesehen hast. Du kannst einfach nicht wissen, wer die Person vor dem anderen Bildschirm ist, mit der du gerade in Kontakt bist. Die 13-jahrige Lisa kann in Wirklichkeit der 60-jahrige Dietmar oder der 17-jahrige Alex sein. Wenn du dich mit einem fremden Menschen treffen mochtest, nimm immer einen Erwachsenen mit. Weitere Infos gibt es unter! Verhalte dich fair im ist nicht in Ordnung, jemanden zu beleidigen, indem man falsche oder fiese Sachen uber diese Person in Foren, Chats oder per SMS verbreitet. Auch peinliche oder brutale Filme, die per Handy aufgenommen und auf Videoportale wie YouTube gestellt werden, sind alles andere als lustig. Solltest du selbst schon mal so etwas erlebt oder mitbekommen haben " der Fachausdruck dafur ist "Cyberbullying" ", dann trau dich und sprich mit jemandem (z. B. deinen Eltern, Lehrern, ") daruber. Du hast auch die Moglichkeit einer Anzeige, denn es ist strafbar, andere gezielt fertigzumachen. Infomaterial zu Cyberbullying findest du unter / Gib nie deine personlichen Daten (Name, Adresse, Telefonnummer, Fotos oder Passworter) im lnternet weiter. Oft weiss man nicht, was mit ihnen passiert. Wenn du dir aber zum Beispiel ein Profil in einer Community wie z. B. schulerVZ einrichten willst, dann stelle das Profil auf jeden Fall so ein, dass nur deine Freunde es anschauen konnen. Wichtig: Achte immer darauf, was du im weltweiten Netz von dir preisgibst. Du solltest auch deine Eltern daruber informieren, dass du in einer Social Community Mitglied bist. Es gibt auf solchen Portalen auch spezielle Infoseiten fur deine Eltern Sei misstrauisch gegenuber Behauptungen, die du im Netz Internet kann jeder etwas rein schreiben und das muss nicht immer richtig sein. Man sieht oft nicht, woher die Informationen stammen oder wer sie eingestellt hat. Das grosste und beliebteste Online-Nachschlagewerk liefert viele interessante Informationen, sei aber auch hier kritisch. Oftmals hilft es, Informationen aus dem Internet mit Buchern zu vergleichen, die das gleiche Thema behandeln. Erst dann kannst du dir sicher sein, dass die Infos wahr sind und sie zum Beispiel fur die Schule verwenden. Gute Suchmaschinen und Links findest du unter Angebote im lnternet, die toll und kostenlos ausschauen, konnen richtig viel Geld kosten. Stell dir vor, du hast im Internet eine Webseite mit tollen Hits, Displays oder Klingeltonen furs Handy entdeckt. Plotzlich sollst du deine Handynummer eingeben. Pass hier unbedingt auf: Den Preis sieht man oft gar nicht, weil der ganz klein irgendwo steht. Auch bei Abonnements fur Hausaufgabenseiten musst du vorsichtig sein und am besten einen Erwachsenen dazuholen. Offne nie E-Mails und Anhange, wenn du nicht weisst von wem sie stammen oder welchen lnhalt sie haben. Am besten du loschst sie sofort. So genannte Spam-Mails, die von Fremden an dich geschickt werden, weil sie deine E-Mailadresse irgendwo im Netz gefunden haben, konnen problematische Inhalte haben: Sie wollen dich zum Kauf eines Produktes verleiten, deine personlichen Daten ausspionieren oder aber sie beinhalten Viren, die deinen Computer beschadigen. .Kostenloses Herunterladen von Musik und Filmen ist oft nicht erlaubt,im CD-Geschaft muss man ja auch fur die neueste Platte bezahlen und legale Downloadportale wie z. B. itunes, musicload, etc. im Internet kosten Geld. Wenn du also auf ein kostenloses Angebot stosst, sei zunachst einmal misstrauisch, denn nicht rechtmassig erworbene Musik, Filme usw. zu besitzen ist strafbar. Warum es erlaubt ist, seine Lieblings-CD fur eine Freundin zu kopieren, es aber verboten ist, einen Film mit derselben Musik zu unterlegen und ihn online zu stellen oder welche Downloadportale ok sind, erfahrst du auf der Seite Wenn du also Fotos oder Videos, auf denen andere Menschen zu sehen sind, in Online Communities oder auf Videoportale stellen willst, frage sie vorher, ob du das darfst. Jeder Mensch hat ein "Recht am eigenen Bild", was bedeutet, dass sein Foto nur mit seiner Erlaubnis veroffentlicht werden darf. Dasselbe gilt auch fur geschutzte "Inhalte" (genauer: Werke von anderen, wie beispielsweise Musikstucke, Filme, Texte, Grafiken und vieles mehr). Wenn du die einfach unerlaubt verwendest, kann das richtig teuer werden. Mehr Infos unter Wenn dir beim Surfen etwas komisch vorkommt,du z. B. im Internet auf eine Seite mit Bildern und Texten stosst, die dir Angst machen oder unangenehm sind, dann sprich bitte unbedingt mit einem Erwachsenen, dem du vertraust und zeige ihm die Seiten. Dieser kann dann weiterfuhrende Schritte einleiten, indem er solche Seiten den Internetbeschwerdestellen oder meldet. Wirkungen der Medien aus Sicht der Gesellschaft Die meisten Menschen haben eine Meinung daruber, welche Folgen der weltweite Klimawandel haben wird oder wie sympathisch die Bundeskanzlerin ist, obwohl sie die Folgen des Klimawandels noch nicht mit eigenen Augen sehen konnen und Angela Merkel noch nie personlich getroffen haben. Weil sich die Menschen ihre Meinungen nicht aufgrund eigener Erfahrungen gebildet haben konnen, mussen sie andere Ursachen haben. Eine sehr wahrscheinliche Erklarung ist, dass es sich dabei um Medienwirkungen handelt. Ob und wie uber bestimmte Ereignisse oder Personen berichtet wird, entscheiden Journalisten nach eigenen Regeln (siehe S. 52 ff.). Man kann die Massenmedien deshalb als eigenstandige Akteure betrachten, die uber den Einfluss des politischen Geschehens hinausgehende Wirkungen auf die Gesellschaft haben. Seit Beginn des zwanzig Jahrhunderts beschaftigen sich die Menschen deshalb mit der Frage nach den Wirkungen der Massenmedien. Insbesondere die Erfahrung mit der Propaganda in den beiden Weltkriegen liess sie zunachst an eine Allmacht der Medien glauben. Dies anderte sich erst, als in den 1940er Jahren einige wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass sich viele Menschen scheinbar gar nicht so sehr von den Medien beeinflussen lassen, wie man bis dahin geglaubt hatte. Vielmehr schienen die Menschen, zum Beispiel in Wahlkampfen, nur solche Medieninhalte zu nutzen, die ihre bereits bestehenden Meinungen bestatigten. Dieses Phanomen, das man als selektive Mediennutzung bezeichnet hat, fuhrte dazu, dass den Medien in den nachsten 30 Jahren nur eine sehr geringe Wirkung zugeschrieben wurde. Heute weiss man, dass es auf beides gleichermassen ankommt: die Medienbotschaften und die Menschen, die sie nutzen. Beide wirken so zusammen, dass unter bestimmten Bedingungen starke, unter anderen Bedingungen eher schwache Medienwirkungen entstehen. Seit Ende der 1960er Jahre wurden deshalb neue Theorien zur Wirkung der Massenmedien entwickelt, die diese Erkenntnisse berucksichtigen. Auch wenn Medienwirkungen nicht unter allen Bedingungen und bei alle Menschen gleichermassen auftreten, spielen die folgenden vier Wirkungsbereiche immer wieder eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft: Massenmedien beeinflussen das Wissen. Auch wenn sich die Menschen schon wenige Minuten nachdem sie zum Beispiel eine Fernsehnachrichtensendung gesehen haben, kaum noch an deren Inhalte erinnern konnen, speichern sie langfristig Informationen, die ihnen von den Medien immer wieder vermittelt werden. Mit der weltweiten Ausbreitung der Massenmedien im Verlauf des zwanzig Jahrhunderts waren deshalb zunachst grosse Hoffnungen verbunden: Weil nun alle Menschen Zugang zu Informationen hatten, musste sich der Wissensstand der niedrig Gebildeten an den der hoch Gebildeten angleichen. Tatsachlich wissen aber viele Menschen nach wie vor nur sehr wenig uber Politik, und das Wissen innerhalb der Gesellschaft ist heute sogar noch ungleicher verteilt als fruher. Eine Erklarung hierfur liefert die Wissensklufthypothese. Sie besagt, dass vor allem hoch Gebildete von neuen Informationen profitieren. Ihnen stehen mit grosserer Wahrscheinlichkeit die Medien zur Verfugung, die die Informationen verbreiten, sie nutzen die Informationen in den Medien mit grosserer Wahrscheinlichkeit und sind schliesslich auch eher in der Lage, die Informationen richtig zu verstehen und zu erinnern. Die Wissensunterschiede zwischen hoch und niedrig Gebildeten werden deshalb durch die Verbreitung von Medieninformationen nicht geringer, sondern im Gegenteil sogar grosser. Dies verstarkt sich vermutlich weiter durch die Verbreitung des Internets, weil noch immer grosse Teile der Bevolkerung keinen Zugang zu den Informationen haben, die man dort finden kann. Dieses Phanomen wird als die digitale Spaltung der Gesellschaft (Digital Divide) bezeichnet. Massenmedien beeinflussen das Problembewusstsein. Die Menschen konnen ihre Aufmerksamkeit nur wenigen gesellschaftlichen Problemen widmen. Sie halten deshalb vor allem die Probleme fur wichtig, uber die die Medien besonders haufig berichten (Agenda-Setting-Effekt). Dieser Effekt kann einerseits positiv sein, weil er dazu beitragt, dass sich eine Gesellschaft auf bestimmte Probleme einigt, die es zu losen gilt. Er kann andererseits jedoch auch negative Konsequenzen haben, wenn sich die Medien mit Problemen beschaftigen, die eigentlich zweitrangig sind und von den wirklichen Problemen ablenken. Beispiele hierfur sind die umfangreichen Medienberichte uber vermeintliche Risiken wie BSE oder die Schweinegrippe, die die Deutschen uber Monate beschaftigt haben, obwohl die tatsachliche Bedrohung eher gering war. Massenmedien beeinflussen die Meinungen der Menschen uber Politikerinnen und Politiker, uber Parteien und gesellschaftliche Kontroversen. Kurzfristig andert sich die Medienberichterstattung uber Parteien oder Personen oft sehr schnell. Politiker, die von den Medien kritisiert werden, verlieren kurze Zeit spater auch in der Bevolkerung an Zustimmung. Selbst Wahlen konnen so entschieden werden, weil immer mehr Menschen bis kurz vor der Wahl unsicher sind, welcher Partei sie ihre Stimme geben sollen. Langfristig beeinflusst die Medienberichterstattung auch die grundsatzlichen Meinungen der Burgerinnen und Burger uber Politik. So wird die seit Beginn der 1990er Jahre verstarkt zu beobachtende Politikverdrossenheit auch darauf zuruckgefuhrt, dass die Medien auf lange Sicht alle Parteien uberwiegend kritisieren und Politiker und Politikerinnen eher als Verursacher denn als Loser von gesellschaftlichen Problemen beschreiben (Medienmalaise-Hypothese). Eine der erstaunlichsten Wirkungen der Massenmedien ist schliesslich der so genannte Kultivierungseffekt. Menschen orientieren ihre Vorstellungen von der Welt nicht nur an Nachrichten, sondern auch an fiktionalen Programmen wie Spielfilmen oder Fernsehserien. Beispielsweise uberschatzen Menschen, die viel fernsehen, die Kriminalitat in der Gesellschaft, weil das Fernsehprogramm uberdurchschnittlich viel Kriminalitat zeigt. Massenmedien konnen also viele unterschiedliche Wirkungen haben. Einige davon kann man aus gesellschaftlicher Sicht als positiv, andere muss man als negativ betrachten. Dass sie auftreten, hat nichts damit zu tun, dass die Menschen leichtglaubig oder manipulierbar sind. Sie sind aber oft auf die Medienberichte angewiesen, wenn sie sich ein Urteil bilden wollen, weil sie keine andere Informationsquelle haben. " Quellentext Erkenntnisse der Gehirnforschung zum Leben " online " [] Fur das digitale Zeitalter ist es charakteristisch, dass viele Menschen fast ihre gesamte wache Zeit online verbringen; sie werden also permanent mit neuen Texten und Bildern konfrontiert. [] Die Auswirkungen der digitalen Revolution lassen sich [] nicht nur mit Erfahrungsberichten und empirischen Studien erfassen. Auch die Gehirnforschung kommt zu Ergebnissen, die Aufmerksamkeit verdienen. Die wichtigste Erkenntnis der modernen Neurobiologie lautet, dass sich das Gehirn durch seinen Gebrauch permanent verandert. Jedes Wahrnehmen, Denken, Erleben, Fuhlen und Handeln hinterlasst Spuren, die man seit mehr als einhundert Jahren auch so nennt: Gedachtnisspuren. Bis in die achtziger Jahre hinein nur hypothetische Gebilde, sind sie heute jedoch sichtbar zu machen. Denn Synapsen, also jene Verbindungsstellen zwischen Nervenzellen, uber welche die elektrischen Signale laufen, mit denen das Gehirn arbeitet, konnen mittlerweile fotografiert und sogar gefilmt werden. Man kann zusehen, wie sie sich bei Lernprozessen verandern. Werden funktionelle bildgebende Verfahren eingesetzt, dann lasst sich sogar die Aktivitat ganzer Bereiche des Gehirns sichtbar machen. So kann man die neuronalen Auswirkungen von Lernprozessen gleichsam im grossen Stil nachweisen. Wenn nun aber das Gehirn immer lernt " denn eines kann es nicht: nicht lernen ", dann hinterlasst dort auch die mit digitalen Medien verbrachte Zeit ihre Spuren. [" ] Dabei lassen sich ganz unterschiedliche Mechanismen und Prozesse beschreiben, die kognitive Leistungen wie die Aufmerksamkeit oder die Entwicklung von Sprache und Intelligenz betreffen und sich in der Summe auf die Bildung eines Menschen auswirken. Hinzu kommen die Einflusse des Medienkonsums auf emotionale und soziale psychische Prozesse bis hin zu ethisch-moralischen Einstellungen und unserer Sicht auf uns selbst, also auf unsere personale Identitat. [] Etwa ein Drittel unseres Gehirns ist fur die Planung, Koordination und Ausfuhrung von Bewegungen zustandig, und genau dieses Drittel wird beim Lernen mit der Hand benutzt. Beim Lernen mit einem Mausklick, einer blossen Zeigebewegung, bleibt dieses Drittel passiv. Wer sich also die Welt am Bildschirm aneignet, der hat sie sich vergleichsweise oberflachlicher angeeignet und rekrutiert beim Nachdenken uber sie deutlich weniger Nervenzellen. [] Die negativen Auswirkungen der Medien auf den Korper werden nur noch von einem ubertroffen: den negativen Effekten auf den Geist, nimmt man die Auswirkungen auf die kognitiven, emotionalen und personalen Prozesse zusammen. Beginnen wir mit der Bildung. Schule wird von Schulern nicht selten als bestenfalls langweilig erlebt. Verglichen mit der Zeit, die nachmittags an Konsolen, Computern und Bildschirmen verbracht wird, ist der Unterricht am Vormittag langweilig. Weil aber Emotionen fur Lernprozesse wichtig sind, wird in der Schule nur wenig gelernt. Es kommt hinzu, dass gerade Gelerntes stets verfestigt werden muss, um dauerhaft im Gedachtnis verankert zu sein. Dieser Prozess, Konsolidierung genannt, kann durch Emotionen gestort werden. Wenn also vormittags im Franzosisch- oder Physikunterricht gelangweilt wenig gelernt worden ist, dann sorgt der Umgang mit der Playstation am Nachmittag dafur, dass das wenige, das am Vormittag dennoch hangenblieb, regelrecht geloscht wird. Die permanente "Online-Existenz" wirkt sich zusatzlich negativ aus: Zur Konsolidierung des Gelernten braucht das Gehirn Zeiten der Ruhe. Das kann ein kurzer Mittagsschlaf sein, muss es aber nicht: Dosen, an die Decke starren, die Gedanken einfach treibenlassen und eben nicht Reize von aussen verarbeiten " darauf kommt es an. Genau das wird aber durch ein Leben "online" verhindert. Immer mehr Zeitgenossen sind dauernd mit der ganzen Welt verbunden, aber um den Preis, dass sie sich immer weniger wirklich mit ihr auseinandersetzen, weil sie immer weniger dazu fahig sind. Ein besonders eindringliches Beispiel fur die Art und Weise, wie einem die Welt abhandenkommen kann, ist das sogenannte mediale Multitasken. Dieses gleichzeitige Bearbeiten mehrerer Aufgaben und das oft damit verbundene gleichzeitige Benutzen mehrerer Medien spielt im Leben vieler junger Menschen eine wichtige Rolle. [] Da jede geistige Aktivitat im Gehirn Spuren hinterlasst, die seine zukunftige Funktion beeinflussen, muss angenommen werden, dass Multitasking tatsachlich das Denken verandert. Diese Anderungen konnten positiv sein: Man wachst schliesslich mit den Aufgaben. Der Einfluss konnte aber auch negativ sein, denn "zwei Dinge gleichzeitig tun bedeutet, beide nicht zu tun", wie es in den Sentenzen des romischen Sklaven Publilius Syrus aus dem ersten Jahrhundert vor Christus heisst. Was trifft nun zu? [] Versuche zeigen, dass Menschen, die haufig mehrere Medien gleichzeitig benutzen, Probleme mit der Kontrolle ihres Denkens haben: Sie konnen unwichtige aussere Reize schlechter ausblenden und auch Unwichtiges in ihrem Gedachtnis schlechter ausblenden. Besonders bedeutsam ist, dass Multitasker keineswegs besser zwischen verschiedenen Aufgaben wechseln konnen. Im Gegenteil, sie konnen es weniger gut. Mit anderen Worten: Wer noch nicht unter einer Aufmerksamkeitsstorung leidet, der kann sie sich durch haufiges Multitasking antrainieren. [] Weder die Gesellschaft noch die Wirtschaft sollten daran ein Interesse haben. [] Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer hat den Lehrstuhl fur Psychiatrie an der Universitat Ulm inne und leitet dort die Psychiatrische Universitatsklinik sowie das Transferzentrum fur Neurowissenschaften und Lernen (ZNL). Mediale Gewalt und deren Auswirkung Der Geheimagent drangt bei einer wilden Verfolgungsjagd die Autos seiner Gegner mit seinem Sportwagen von der Strasse. Die gegnerischen Fahrzeuge uberschlagen sich und explodieren in gewaltigen Feuerballen. " " " Der Spieler hetzt einen Weg entlang. Von allen Seiten laufen Gegner auf ihn zu, die ihn mit ihren Gewehren unter Beschuss nehmen. Der Spieler schafft es in letzter Sekunde, mit seiner Maschinenpistole alle Feinde zu erschiessen. Diese werden von den Treffern zu Boden geworfen und bleiben in einer Blutlache liegen. " " " Der Moderator der Nachrichtensendung kundigt exklusive Bilder vom Ort des Geschehens an. Ein harter Schnitt: Die Auswirkungen des Terroranschlags sind undeutlich auf verwackelten Handy-Bildern zu sehen. Uberall ist Rauch, Trummerteile liegen auf der Strasse. Dazwischen erkennt man schemenhaft die Korper der Opfer. " Ahnliche Szenen hat wohl fast jeder Fernsehzuschauer oder Computerspieler schon einmal gesehen und "miterlebt". Die Erfahrung ist eine durch Medien vermittelte " nur die wenigsten Menschen werden solchen Situationen in ihrem Alltag ausgesetzt sein. Dennoch stellt sich naturlich die Frage, ob allein schon die Wahrnehmung medialer Gewalt bestimmte Wirkungen nach sich zieht. Imitieren Kinder den strahlenden Held aus dem Agenten-Film? Stumpfen Gamer ab, wenn sie jeden Tag in den virtuellen Krieg ziehen? Angstigen oder traumatisieren die Nachrichtenbilder den Fernsehzuschauer? Die Gewalt- und Wirkungsdebatte wird bereits seit der Antike gefuhrt: So nahm der griechische Philosoph Aristoteles an, dass die Tragodie zu einer Katharsis " einer seelische Reinigung des Theaterzuschauers " fuhren konne. Durch die Darstellung von unmoralischem Verhalten, Gewalt und Mord werde der Zuschauer gelautert. Diese Vorstellung kann zwar inzwischen als uberholt gelten, da es hierfur wenig empirische Belege, aber sehr viele gegenteilige Forschungsergebnisse gibt. Die Diskussion uber Mediengewalt scheint heutzutage aber notwendiger denn je: Viele Angebote sind durchzogen von Gewaltdarstellungen " und sie sind bei den Nutzern beliebt. Krimis, Actionfilme oder First Person Shooter werden in Deutschland von einem Millionenpublikum nachgefragt. Insbesondere in Hinblick auf Jugendliche und Kinder wird auch in der Offentlichkeit kritisch hinterfragt, ob der Konsum solcher Inhalte schadlich ist und die betroffenen Personen in ihrer Entwicklung beeinflusst. Die Debatte geht so weit, dass ein Verbot einzelner Angebote " wie beispielsweise First Person Shooter " auch fur erwachsene Nutzer diskutiert wird. Diese Verbotsforderungen folgten insbesondere den Amoklaufen von Erfurt und Winnenden, da die Tater auch Spieler gewaltverherrlichender Computerspiele gewesen sein sollen. Insofern steht die Forschung zu gewalthaltigen Medieninhalten unter besonderer gesellschaftlicher Beobachtung " konnten doch auf ihrer Basis sehr weitreichende Entscheidungen getroffen werden. Allerdings kann die Wissenschaft nicht die eindeutigen Antworten liefern, die von der Gesellschaft und den politischen Entscheidungstragern nachgefragt werden. Die Forschungslage ist kompliziert. Es gibt eine Vielzahl von wissenschaftlichen Ansatzen und durchaus widerspruchliche Ergebnisse: Inhibitionsthese -Diese These besagt, dass die Beobachtung realer oder durch Medien vermittelter Gewalt Angst vor Aggressionen erzeugen kann, wodurch die eigene Aggressionsbereitschaft gesenkt wird. Ein konkretes Beispiel: Sieht der Fernsehzuschauer eine Prugelei im Fernsehen, steigt moglicherweise seine Furcht vor einer schmerzhaften Auseinandersetzung " was wiederum seine Lust auf Streitigkeiten senkt. Habitualisierungsthese - Diese auch gesellschaftlich weit verbreitete Sichtweise geht davon aus, dass durch bestandigen Konsum medienvermittelter Gewalt eine Gewohnung eintritt. Oder anders formuliert: Der Nutzer stumpft gegenuber der Gewalt ab und sieht sie gegebenenfalls sogar als "normale" und damit akzeptable Verhaltensform an, Stimulationsthese - Dieser Ansatz unterstellt den Medien unter bestimmten personlichen und situationsspezifischen Bedingungen eine aggressionsstimulierende oder aggressionsauslosende Wirkung. Diese These wurde u.a. laborexperimentell bei Personen untersucht, die zuvor frustriert wurden, und bezieht sich vor allem auf kurzfristige Aktivierungen bzw. Auslosereize. Lerntheorien - Auf Basis dieser klassischen Sichtweise wird angenommen, dass die in Medien dargestellten Verhaltensweisen von den Nutzern durch Beobachtung erlernt werden konnen. Die erlernten Verhaltensweisen konnen spater in die Realitat ubertragen werden. Beispielsweise konnte man auf Basis dieser Theorie annehmen, dass jugendliche Computerspieler gewalttatige Handlungen allein aus dem Spiel heraus erlernen und spater gegebenenfalls auch im Alltag umsetzen. Kultivierungsthese - Vertreter dieses Ansatzes gehen davon aus, dass die in den Medien dargestellte Realitat einen "kultivierenden" Einfluss auf die Weltwahrnehmung der Nutzer hat. Beispielsweise wird angenommen, dass Personen, die sehr viele Krimis schauen, die Zahl der Morde und Gewalttaten in der Gesellschaft uberschatzen, weil ihre diesbezuglichen Vorstellungen durch die Medienrealitat beeinflusst wurden. Excitation Transfer - Wahrend viele der genannten Ansatze von einer spezifischen und thematisch mit dem Ausgangsmaterial verbundenen Wirkung ausgehen, wird bei der Excitation-Transfer-These lediglich angenommen, dass Medieninhalte einen (unspezifischen) Erregungszustand beim Nutzer auslosen. Dieser Erregungszustand kann sich dann in einem ganz anderen Verhalten "entladen" als in den Medien dargestellt. Das heisst, erotische Medieninhalte konnten in dieser Sichtweise Gewalt fordern, gewalthaltige Inhalte aber auch positive Effekte haben (wie z. B. eine hohere Arbeitsmotivation) " dies ist jeweils situationsabhangig und nicht direkt aus dem Medieninhalt ableitbar In jungster Zeit werden zunehmend komplexere Ansatze diskutiert. Vor allem im Bereich der Computerspieleforschung hat sich das General Aggression Model (GAM) als Standard durchgesetzt. Dieses beschreibt als Rahmenmodell den Kreislauf zwischen personen- und umweltbezogenen Elementen in Hinblick auf Aggression und greift auf eine Vielzahl von theoretischen Elementen zuruck, die sich gegenseitig beeinflussen. Das Problem: Je komplexer das Modell, umso differenzierter und weniger eindeutig werden die Antworten der Wissenschaft. Unterschiede bestehen aber nicht nur im theoretischen Denkansatz, sondern auch im methodischen Zugang: So werden u.a. apparative Messungen eingesetzt, um direkte korperliche Reaktionen auf die wahrgenommenen Medieninhalte zu erfassen. Hierzu gehoren physiologische Messungen wie Blutdruck und Hautwiderstand, aber auch bildgebende Verfahren, mit denen direkt die Gehirnaktivitat erfasst wird. Es werden daruber hinaus Experimente ohne solche Messungen durchgefuhrt, indem Reaktionen und Wirkungen beispielsweise mittels Befragungen erfasst werden. Letztere kommen zudem in nicht-experimentellen Studien zur Anwendung, in denen Auffassungen und Einstellungen zur Gewalt in den Medien und im Allgemeinen erfasst werden. So mochte man zum Beispiel Unterschiede zwischen starken Mediennutzern und Wenignutzern messen. Die Mehrzahl der Studien konnte zeigen, dass Medien durchaus messbare Wirkungen nach sich ziehen, meist in der erwarteten "negativen" Richtung: Sie fuhren zu einer starkeren Aktivierung der Probanden, und teilweise fordern sie auch aggressive Verhaltensweisen und anti-soziale Auffassungen. Allerdings ist der auf Medien zuruckfuhrbare Effekt verhaltnismassig gering " fur gewohnlich werden weniger als zehn Prozent der aggressiven Auffassungen oder Verhaltensformen durch die Medien ausgelost. Auch gibt es Studien, die keinen Effekt oder sogar positive Wirkungen nachweisen. Allerdings basieren die meisten der genannten Ergebnisse auf so genannten Querschnittstudien, die nur zu einem einzigen Zeitpunkt durchgefuhrt wurden. Diese sind wesentlich einfacher zu realisieren als langfristig angelegte Studien, bei denen Mediennutzer uber Wochen, Monate, manchmal Jahre beobachtet oder befragt werden. Bei solchen Langsschnittstudien sind die direkten Effekte oft geringer als in den Querschnittstudien, da eine Vielzahl an weiteren Wirkfaktoren beachtet werden mussen. Zudem wird der Blick starker auf soziale Aspekte gerichtet " denn gerade die Langfristforschung zeigt, dass das Umfeld der Menschen von zentraler Bedeutung fur mediale Wirkungen ist: Wer in einem sozial schwachen Familien- und Freundeskreis aufwachst, in dem viel mediale Gewalt rezipiert wird, ist eher von negativen Wirkungen betroffen. Zudem gibt es Belege fur so genannte Selektionseffekte:

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