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Unternehmertum – Wikipedia

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Entrepreneurship

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Howard H. Stevenson, Michael J. Roberts und Harold Irving Grousbeck entwickeln den Kirznerschen Ansatz weiter, wenn sie Entrepreneurship als das Verfolgen einer Gelegenheit definieren, ohne dass man sich Sorgen um die aktuellen Fahigkeiten und Ressourcen macht. Grunder-Okosystem" und grunderfreundliches Klima, welches durch das Zusammenspiel von Talenten, erfolgreichen Unternehmern, Finanzierungsmoglichkeiten, Bildungseinrichtungen, burokratiearmer Politik und Verwaltung, potenziellen Kunden, leistungsfahiger Infrastruktur (vor allem digitaler und offentlicher), die Offenheit fur Innovationen, Kreativitat und eine hohe Lebensqualitat entstehe. Das eine, extrem egalitare sei durch eine Anhaufung von risikobereiten jungen Unternehmen in Garagenbetrieben, durch attraktive Vorbilder mit besonderem Lifestyle und hohe Informalitat der Kooperation gekennzeichnet, das zweite durch eine akademische, eher konservativ-hierarchische, staatlich geforderte Grunder- und Forscherkultur mit einer immerhin mehr als 150-jahrigen Tradition.

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    Unternehmertum – Wikipedia
    Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/63/Wacom_Intuos3_A5.jpg/1200px-Wacom_Intuos3_A5.jpg    

    Fur Knight ist der Unternehmer jedoch nicht notwendigerweise besonders risikoaffin. Fur Mark Casson ist der Unternehmer nicht nur Manager und Koordinator knapper Ressourcen (1982), sondern er hat vor allem volatile Informationen zu verarbeiten (1999). Eine solche am Management von Unsicherheit bezogene Sicht auf das Unternehmen, die von Knight begrundet wurde, tritt seit etwa 2000 wieder in den Vordergrund. Andre Kompetenzen des Entrepreneurs werden sichtbar, wenn man den unternehmerischen Prozess des Entdeckens, Evaluierens und Ausnutzens von Moglichkeiten untersucht, die sich in Form von Unternehmensgrundungen vergegenstandlichen. Israel M. Kirzner (1973) betont, dass der Entrepreneur im Extremfall keinerlei eigene Ressourcen mitbringen, sondern nur brachliegende Gratisressourcen entdecken und erschliessen muss (Beispiel: Vermietung der Dachterrasse eines Hochhauses als Aussichtsplattform). Der Schlusselbegriff in diesem Zusammenhang ist alertness (Findigkeit, Aufmerksamkeit), also eine kognitive Fahigkeit, der eine zentrale Rolle fur die Aufdeckung von Chancen zukommt. Anders als der schumpetersche Entrepreneur tragt der kirznersche Entrepreneur zum wirtschaftlichen Gleichgewicht bei, indem er un- oder unterbeschaftigte Produktionsfaktoren einsetzt. Ahnlich argumentiert Gunter Faltin, fur den die Haupttatigkeit des Unternehmers in der Komposition von marktverfugbaren Ressourcen besteht. Howard H. Stevenson, Michael J. Roberts und Harold Irving Grousbeck entwickeln den Kirznerschen Ansatz weiter, wenn sie Entrepreneurship als das Verfolgen einer Gelegenheit definieren, ohne dass man sich Sorgen um die aktuellen Fahigkeiten und Ressourcen macht.[10] So tritt in allen neueren Definitionen von Entrepreneurship die Verfugung uber Ressourcen (und erst recht das Eigentum an Ressourcen) in den Hintergrund. Die klassische Definition des Entrepreneurs durch Howard H. Stevenson lautet:,,Entrepreneurship is the pursuit of opportunity without regard to resources currently controlled" (in einer anderen Version:,,[] beyond the resources you currently control").[11] Opportunity detection oder opportunity recognition ist damit ebenso eine unternehmerische Kernkompetenz wie die Fahigkeit, aus am Markt vorhandenen Bausteinen und verfugbaren Leistungen ohne grosse eigene Ressourcenbindung komplexe Geschaftsmodelle und Innovationen zu komponieren.[12 ] Das Internet spielt heute dabei eine grosse Rolle. Doch bleibt der Prozess der kreativen Ressourcenkombination, der zu innovativen Problemlosungen und damit zu Grundung und Wachstum neuer Unternehmen fuhrt, weitgehend ein Black-Box-Mechanismus, der durch qualitative Studien erst allmahlich erhellt wird.[13] Innovationen, die auf diesem Wege zustande kommen, sind anders als die Schumpeterschen Innovationen nicht notwendig destruktiv; sie fordern das Gleichgewicht auf dem Markt, weil sie brachliegende oder unterbeschaftigte Produktionsfaktoren in den Wirtschaftskreislauf einbeziehen. In den letzten Jahren tritt unter dem Einfluss der Internetokonomie, die die Einbindung externer Ressourcen gestattet und daher dazu beitragt, Fixkosten zu senken, die Geschaftsmodellinnovation in den Vordergrund, wahrend die Bedeutung von Produkt- und Prozessinnovation im Grundungsgeschehen zuruckgehen. Die Entrepreneurship-Forschung wurde seit Beginn der 1980er Jahre erheblich intensiviert. Indikatoren sind eine Vielzahl von Publikationen zu Entrepreneurship-Themen wie auch eine stetig steigende Anzahl von Entrepreneurshiplehrstuhlen und -professuren an Universitaten und Fachhochschulen, die sich der Entrepreneurship-Forschung und Grunderausbildung widmen. Entrepreneurship wird zum wichtigen theoretischen Forschungsgegenstand, nachdem erkannt wurde, dass die Theorie des Unternehmens seit ihren ersten Ansatzen im achtzehn Jahrhundert eng mit dem Konzept des Entrepreneurship verbunden war und ihren Ausgangspunkt in der Person des Entrepreneurs, seinen synthetisierenden Fahigkeiten und individuellen Ressourcen (z. B. besondere Geschicklichkeit, Urteilsfahigkeit, Informationsvorsprunge) hatte, bis dieser Zusammenhang sich im neunzehn Jahrhundert im Zuge der Entstehung der Kapitalgesellschaften aufloste. Theoretisches Ziel der Entrepreneurship-Forschung ist heute oft die Wiederherstellung dieses Zusammenhangs - z. B. auf Basis eines transaktionskosten- und ressourcentbasieren Ansatzes wie bei Mark Casson, der die Ansatze von Schumpeter, Hayek und Knight zu integrieren versucht -, praktisches Ziel die Intensivierung, qualitative Verbesserung und Unterstutzung des Grundungsgeschehens in verschiedenen Kontexten (Wirtschaftsforderung, Arbeitsmarktpolitik, Innovationspolitik usw.). So befassten sich bis zum Anfang der 1980er Jahre Studien zum Unternehmertum fast ausschliesslich mit dem mannlichen Unternehmer; uber Unternehmerinnen war bis dahin wenig bekannt.[15 ] In den 1990ern nahm Wirtschaftsstatistiken zufolge der Umfang weiblichen Unternehmertums in den meisten entwickelten Staaten deutlich zu.[16] A. Shapero und L. Sokol befassten sich im Konzept des sog. Event-based Entrepreneurship mit den lebensverandernden Ereignissen und Einschnitten, die - wenn eine positive Bewertung einer Selbstandigkeit und ihrer Machbarkeit sowie eine personliche hohe Handlungsbereitschaft hinzukommen - Unternehmensgrundungen induzieren.[17] Dieser Forschungsstrang wird z. B. wieder aufgenommen in Studien uber das Verhaltnis von Not- zu Chancengrundungen.,,International ist Frust das Hauptmotiv fur die Unternehmensgrundung", fasst die Wirtschaftswoche[18] eine Studie des DIW zusammen.[19] Shapero weist ausserdem auf den grossen Einfluss des kulturellen Umfeldes auf die Grundungsbereitschaft hin.[20] Im Zusammenhang mit der Digitalisierung von Produkten, Dienstleistungen und Geschaftsprozessen wurden Konzepte wichtiger, die untersuchten, wie die Beschaffung des fur eine Grundung und fur das Wachstum von Start-ups notigen Know-Hows, Kapitals und Wissens immer starker in Netzwerke und Kooperationen verlagert wird (siehe z. B. Lean Management, Dynamic Capabilities). Demgegenuber traten in den letzten Jahren ressourcenorientierte Theorien des Entrepreneurship und Intrapreneurship im Mittelpunkt der Forschung, die davon ausgehen, dass der entrepreneuriale Prozess nicht von der Zielbestimmung und Positionierung am Markt ausgeht, sondern mit einem tentativen Lernprozess, in dem erkundet wird, wie die verfugbaren eigenen Ressourcen optimal zur Realisierung von Marktchancen eingesetzt werden konnen. Dazu gehort u. a. das Konzept der Effectuation von Saras Sarasvathy,[21] das freilich nicht ausschliesst, dass gemeinsam genutzte Ressourcen eine wichtige Funktion fur den entrepreneurialen Prozess haben. Auch Improvisation spielt in diesem Zusammenhang eine grossere Rolle als etwa lineare Planung, deren Bedeutung bis in die 1990er Jahre uberschatzt wurde.[22] Das 1999 gegrundete Global Entrepreneurship Monitor Consortium berichtet jahrlich uber die Entwicklung des Entrepreneurship in ausgewahlten Landern (2010: 59 Lander).[23] Das unternehmerische Handeln besteht aus Sicht der meisten Theoretiker aus folgenden vier Komponenten, die freilich unterschiedlich gewichtet werden: Entdecken von Chancen: Ein Unternehmer muss in der Lage sein, systematische Geschaftsideen zu generieren, zu bewerten und auszuwahlen, sowie personliche Chancen wahrzunehmen und umzusetzen Durchsetzen von Innovationen: Neue Geschaftsideen mussen entwickelt, in Modelle und Prototypen umgesetzt und schliesslich vermarktet werden. Dies gilt auch fur Prozesse, Dienstleistungen und in jungster Zeit - vor allem mit der Verbreitung der Internetokonomie - auch fur komplette Geschaftsmodelle. Erschliessung und Nutzung von Ressourcen: Der Unternehmer muss fahig sein, fur ihn wichtige Ressourcen zu identifizieren, zu erschliessen, zu kombinieren und fur sich zu nutzen. Dabei kann er sich zunehmend auf bereits vorhandene Ressourcen stutzen, auf die fallweise zuruckgegriffen werden kann. Tragen von Risiken: Der Unternehmer muss bereit sein, die Risiken fur sein unternehmerisches Handeln abzuschatzen und ggf. zu ubernehmen. Dazu gehort weiterhin, ein bestehendes Unternehmen am Leben zu erhalten, auf Krisen, Veranderungen - z. B. auch aufgrund der eigenen Innovationen - und Konkurrenten zu reagieren, das Umfeld zu beobachten, fremde Geschaftsideen, -modelle und -prozesse zu beurteilen, diese u. U. in angepasster Form zu ubernehmen. Selbstverstandlich bedeutet unternehmerisches Handeln auch, moglichst fruhzeitig eigene Fehlentwicklungen zu erkennen und zu korrigieren oder zu beenden. Gefordert wird heute, dass das Tragen von Verantwortung und das Bemuhen um Nachhaltigkeit Bestandteile unternehmerischen Handelns sein sollen, sowohl der Gesellschaft gegenuber (im Hinblick auf Umwelt, gesetzliche Anforderungen, Nebenwirkungen auf das soziale und wirtschaftliche Umfeld) als auch gegenuber den Mitarbeitern. Personlichkeiten, die Unternehmertum in diesem Sinne reprasentieren, sind in der Lage, Unternehmen im dreifachen Sinne nachhaltig aufzubauen: okonomisch, okologisch, sozial. Diese und andere in der Literatur konstatierte Handlungskompetenzen treffen selten in einer Person optimal aufeinander. In verschiedenen Phasen des Innovationsprozesses bzw. des Unternehmenslebenszyklus kommen daher oft ganz unterschiedliche Kompetenzen zum Tragen. Hohe Risikobereitschaft z. B. ist grundungsforderlich, geringe bis mittlere sichert eher den Erhalt des Unternehmens uber einen langeren Zeitablauf. Zunehmend rucken daher Teamgrundungen in den Vordergrund der Analyse. Auch kann eine zu starke Betonung der betriebswirtschaftlichen Routine effizienter Ressourcenbewirtschaftung kreativitats- und innovationshemmend wirken und den Blick auf Marktchancen versperren.[24] Demgegenuber wird betont, dass unternehmerische Kreativitat zumindest teilweise erlernbar sei. Als Voraussetzung fur erfolgreiches Unternehmertum werden auch spezifische Personlichkeitsmerkmale, Verhaltensweisen und Einstellungen angesehen. In der Literatur erwahnt werden u. a.[25] Leistungsmotivation: Die Vision des Unternehmers ist die treibende Kraft fur ein Unternehmen. Der Unternehmer muss bereit sein, Aufgaben anzugehen und den Wunsch haben, eigene Fahigkeiten unter Beweis zu stellen. Hohe Leistungsmotivation ist eine notwendige Eigenschaft unternehmerischen Handelns (so vor allem David McClelland). Eigeninitiative und Unabhangigkeitsstreben: Der Unternehmer muss mit Ausdauer und Entschlossenheit Strategien entwickeln, um seine Vision selbst zu verwirklichen. Er strebt nach Selbstandigkeit sowie Unabhangigkeit und vertraut in die eigenen Fahigkeiten. Realismus und Fahigkeit zur Zusammenarbeit : Der Unternehmer muss seine Grenzen genau kennen und in der Lage sein, mogliche Partner zu identifizieren oder gar aufzubauen. Insbesondere sollte er sein Umfeld genau kennen, um redundante Entwicklungen zu vermeiden. Kreativitat: Ein Unternehmer sollte ein schopferisch denkender und entscheidungsfreudiger Mensch sein, der assoziativ in seinen Vorstellungen und lebhaft in seiner Phantasie ist. Durchhaltevermogen: Eine hohe Kreativitat kann dazu fuhren, dass notwendige Routinen nicht durchgehalten und Strategien zu oft geandert oder zu fruh abgebrochen werden, ehe sich ihr Erfolg oder Misserfolg eindeutig abzeichnet.[26] Risikobereitschaft : Unternehmerische Aufgaben bieten Chancen und Risiken. Der Unternehmer muss diese abwagen und ein abschatzbares Risiko eingehen. Er bewertet Kosten, Markt- und Kundenbedurfnisse. Der Unternehmer tragt die Verantwortung, um seine Idee zum Erfolg zu fuhren. Emotionale Stabilitat, Durchsetzungsfahigkeit, Einfuhlungsvermogen: Ein Unternehmer muss fahig sein, Misserfolge schnell zu verarbeiten und in kritischen Situationen einen klaren Kopf zu behalten. Ebenfalls muss er kooperativ sein und Einfuhlungsvermogen haben, um sich in z. B. Teammitglieder, Investoren oder Kunden hineinversetzen zu konnen und in Zusammenarbeit mit ihnen etwas zu erreichen. Problemlosungsfahigkeit: Viele Aufgaben des Unternehmertums sind keine Routine-Aufgaben. Ein Unternehmer muss in der Lage sein in unbekanntem Feld zu operieren und Wege finden, um handlungsfahig zu bleiben. Ambiguitatstoleranz, Fahigkeit zum Umgang mit Unsicherheit: Der Unternehmer muss mit grosser informationeller, selbst mit nicht mehr statistisch zu fassender Unsicherheit (sog. Knight'scher Unsicherheit) und unscharf definierten Situationen umgehen konnen (so zuerst H. P. Knight 1921, Peter Drucker 1970).[27 ] Unternehmerische Selbstwirksamkeitserwartung: die Erwartung, dass man durch sein eigenes Handeln entscheidenden Einfluss auf das Gelingen seiner Vorhaben - in diesem Fall des Grundungsvorhabens - hat und dabei nicht von Dritten abhangig ist. Allerdings finden sich diese und andere in der Literatur beschriebenen Kernkrafte einer erfolgreichen Unternehmensgrundung selten in einer Person gebundelt. Ausserdem sind Haltungen und Fahigkeiten, welche eine Unternehmensgrundung begunstigen, nicht immer geeignet, ihre Profitabilitat und Nachhaltigkeit zu sichern. Das gilt z. B. fur eine hohe Risikobereitschaft, die zwar die Grundungsbereitschaft erhoht, aber den langfristigen Erfolg nicht zwingend unterstutzt, oder fur hohe Kreativitat, die die erfolgreiche mehrfache Wiederholung eines Geschaftsmodells durch Routinebildung (Repeatability[28]) behindern kann. Unterschiedliche Haltungen und Fahigkeiten sind also in verschiedenen Phasen des Unternehmenslebenszyklus in unterschiedlicher Weise gefordert.[29] Haufiger wurden auch allzu spekulative und kreative Kopfe vor der Geschaftsauaubung gewarnt: Schon Michel de Montaigne wies darauf hin, dass sich,,in Handel und Gewerbe die gemeinen und weniger scharfsinnigen Geister als tauglicher und erfolgreicher" erweisen als Menschen, die den,,abgehobenen Lehren der Philosophie zu folgen suchen [] Ein allzu aufgeweckter und bewegter, allzu ruheloser Geist behindert den Gang unserer Geschafte", fur deren Bewaltigung eine gewisse Abstumpfung notig sei.[30] Viele Autoren bestreiten, dass Personlichkeitsfaktoren in der Praxis uberhaupt eine nachweisbare Rolle spielen.[31] Sowohl Umfragen wie statistische Auswertungen zeigen nach Ross Levine und Rona Rubenstein von der University of California in Berkeley, dass der entscheidende Beitrag fur erfolgreiche Unternehmensgrunder in den USA im schon vorher vorhandenen Zugang zu Kapital liegt. Erfolgreiche Entrepreneurs kommen aus Familien mit Geld. Wessen Existenz auch im Fall des Scheiterns abgesichert ist, kann es sich leisten Risiken einzugehen, und wenn die Grundbedurfnisse abgedeckt sind, lasst sich leichter Kreativitat entfalten. Insbesondere Risikobereitschaft sei kein statischer Personlichkeitsfaktor, sondern ein Resultat der Konditionierung durch die Umwelt.[32] Allerdings wurden diese Befunde durch die Beobachtung von Spekulationsverhalten an der Borse ermittelt. Ausser Acht gelassen wurde dabei, dass es zu umweltbedingten Fehlkonditionierungen in Richtung ubergrosser Risikobereitschaft kommen kann. Entscheidend fur den Erfolg von Grundern und jungem Unternehmertum insgesamt sei laut RKW ein,,fruchtbares regionalesGrunder-Okosystem" und grunderfreundliches Klima, welches durch das Zusammenspiel von Talenten, erfolgreichen Unternehmern, Finanzierungsmoglichkeiten, Bildungseinrichtungen, burokratiearmer Politik und Verwaltung, potenziellen Kunden, leistungsfahiger Infrastruktur (vor allem digitaler und offentlicher), die Offenheit fur Innovationen, Kreativitat und eine hohe Lebensqualitat entstehe. Dies sei mit guter Koordinierung auch ausserhalb grosser Stadte moglich, etwa mit einem proaktiven, qualitatvollen Regionalmanagement und durch die Vernetzung regionaler Grunder-Initiativen.[33] Spezifische Milieus zu identifizieren, aus denen sich das Unternehmertum speist, fuhrt zu vielschichtigen Ergebnissen. Ein solches Milieu (in der angelsachsischen Literatur oft als Entrepreneurial Ecosystem bezeichnet[34]) besteht aus Faktoren (,,Ressourcen") in der Umwelt des Unternehmers, die seine Grundungsentscheidung, seine unternehmerischen Aktivitaten und seinen Erfolg begunstigen oder deren Fehlen diese behindern. Zu diesen Ressourcen zahlen unterstutzende Personen und Finanzeinrichtungen (z. B. Investoren), Bildungs- und Beratungsorganisationen und -programme (Hochschulen, Technologieparks), Infrastrukturen, Institutionen (Recht, staatliche Regulation) und kulturelle Rahmenbedingungen (,,weiche" Faktoren wie Vorurteile, generelle Risikobereitschaft usw.). Solche Milieus oder Okosysteme mussen nicht raumlich fixiert sein. So stellt das Milieu der App-Entwickler ebenfalls ein unternehmerisches Okosystem dar. Fur die USA beschreibt Saxenian mit dem Silicon Valley und der Route einhundertachtundzwanzig um Cambridge und Boston zwei sehr verschiedene Milieus als grundungsforderlich. Das eine, extrem egalitare sei durch eine Anhaufung von risikobereiten jungen Unternehmen in Garagenbetrieben, durch attraktive Vorbilder mit besonderem Lifestyle und hohe Informalitat der Kooperation gekennzeichnet, das zweite durch eine akademische, eher konservativ-hierarchische, staatlich geforderte Grunder- und Forscherkultur mit einer immerhin mehr als 150-jahrigen Tradition.[35] Das Ostkustenmodell mit seiner geringeren Interaktionsdichte und seinem weniger anregenden Lifestyle hat freilich nicht so attraktive unternehmerische Rollenmodelle gepragt, wie dies an der US-amerikanischen Westkuste mit seiner kreativen Boheme (Richard Florida) der Fall war. Ein weiteres schnell wachsendes entrepreneuriales Milieu in den USA ist auch die Agglomeration von Seattle. Der Okonom Henry Rowen arbeitet die Einmaligkeit lokaler Faktorkontellationen heraus: Zur Zeit der Entstehung des Technologieclusters im Silicon Valley hatte eine solche Netzwerkstruktur nirgendwo anders als in den USA entstehen konnen. Dort existierte ein koharentes System von gunstigen regulatorischen Bedingungen, niedrigen Steuern und Grundungskosten, fehlendem Protektionismus, Forschungsfreiheit, liberalen bilanz- und insolvenzrechtlichen Bestimmungen in Verbindung mit Einwanderungsregeln bestand, die seit dem Immigration Act von eintausendneunhundertfünfundsechzig (sog. Hart-Celler-Act) die Zuwanderung von Hochqualifizierten begunstigten. Dieses System konne in Europa kaum kopiert werden konne und erklare den dauerhaften Wettbewerbsvorsprung der USA im IT-Bereich.[36] eintausendneunhundertneunzig kamen etwa ein Drittel der Wissenschaftler und Ingenieure im Silicon Valley aus Asien, vor allem aus China, Indien und Vietnam; der Anteil ist bis heute weiter stark gestiegen.[37] Auch Dan Senor und Paul Singer beschreiben die Grundlagen des israelischen,,Wirtschaftswunders" seit der zweiten Halfte der 1990er Jahre als Folge einer spezifischen Mischung aus guter Ausbildung, Kultur, staatlicher Technologieforderung, neoliberaler Deregulierungspolitik und erzwungener Isolation bzw. Druck der Umwelt. Auch die naturliche Ressourcenarmut, den Militardienst und die judisch-russische Einwanderung rechnen sie zu den grundungsforderlichen Faktoren.[38] Angesichts der grossen Bedeutung von staatlicher Forderung und Finanzierung sowie von Kapitalimporten aus den USA und der bisher noch relativ kurzen Erfolgsgeschichte ist noch nicht klar, ob man hier schon von einem dauerhaften entrepreneurialen Milieu sprechen kann. Ahnliches mag fur die neuen Grunder,,kulturen" mit intensiver Beteiligung von Staatsfonds wie in Dubai, Singapur, Malaysia und weiteren Staaten gelten. Es fallt auch auf, dass chinesische Regionen uberhaupt nicht unter den schnell wachsenden Start-Up-Okosystemen zu finden sind. In Deutschland kann sich nur der Standort Berlin mit den weltweiten Spitzenreitern messen. Hier spielen immobilien- und quartiersbezogene Faktoren eine grosse Rolle (niedrige Mieten, Architektur, Lifestyle). In Europa liegt London mit im Spitzenfeld hinsichtlich des internationalen innovativen Unternehmertums. Verwandt mit dem Begriff des unternehmerischen Milieus sind der des kreativen Milieus, der durch die sog. GREMI-Gruppe (,,Groupe de Recherche Europeen sur les Milieux Innovateurs") gepragt wurde, und der von Richard Florida gepragte, allerdings auch haufig kritisierte Begriff der Kreativen Klasse. Als Youth Entrepreneurship wird die Forderung von Grundungsideen und unternehmerischen Aktivitaten von jungen Menschen (meist definiert durch die Altersgruppe von vierzehn bis vierundzwanzig Jahren) im Rahmen von Schulen, Ausbildungseinrichtungen, Hochschulen, Ubungsfirmen oder in von ihnen betriebenen realen Unternehmen bezeichnet. In spielerischer Form kann diese Ausbildung manchmal schon ab dem Vorschulalter einsetzen (so z. B. in einigen Schwellenlandern). Zunehmend spielt Youth Entrepreneurship auch eine Rolle im Rahmen von Empowerment-Strategien benachteiligter Jugendlicher oder Stadtviertel.[40] Es gibt in den USA Hinweise darauf, dass die freie Wahl von Schulen und Schulformen die Entwicklung entrepreneurialer Aktivitaten fordert.[41] In den EU-Staaten sind entsprechende Aktivitaten noch relativ gering entwickelt. Sie zeichnen sich selten durch besondere Nachhaltigkeit aus. Das regionenubergreifende Projekt YES (Youth Entrepreneurship Strategies) unter Fuhrung des Ostergotland County Administrative Board[42] versucht vereinheitlichenden Einfluss auf die Schulcurricula in acht Landern zu nehmen. Weitere Schulungs- und curriculare Standardisierungsaktivitaten werden von der Zertifizierungsbranche gefordert. In Osterreich wird auf Initiative der Wirtschaftskammer ein Unternehmerfuhrerschein (Entrepreneur's Skills Certificate) als freiwillige Zusatzqualifikation ab der achten Schulstufe in Verbindung mit Lehrerseminaren angeboten. Das Modell wurde zweitausendsechs von der Europaischen Kommission und zweitausendelf vom Dachverband der Europaischen Wirtschaftskammern Eurochambres als Best-Practice-Beispiel fur Entrepreneurship Education anerkannt und wurde in einige europaische und afrikanische Lander ubertragen. Im Schuljahr 2011/12 boten mehr als zweihundert osterreichische Schulen den Unternehmerfuhrerschein an; fast neunundzwanzig Schuler beteiligten sich bisher an den Prufungen.[43] Dennoch verschlechterten sich gleichzeitig mit dem Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in der Krise 2009-2012 die Grundungschancen junger Menschen, die Grundungsmotivation sank in vielen Landern und wuchs auch nach dem Aufschwung seit zweitausenddreizehn kaum an. Diese Zielgruppe ruckte daher in den Mittelpunkt politischer Bestrebungen.[44] Unter ethnischer Okonomie oder Migrantenokonomie versteht man in Deutschland (in einer distanzierenden Fremddefinition) das selbstandige okonomische Handeln von Menschen unabhangig von ihrer Staatsangehorigkeit und ihrem Geburtsort, soweit sie im Vergleich zur Unternehmern aus der Mehrheitsgesellschaft unterscheidbare ethnische und kulturelle Merkmale aufweisen.[45] Die Bedeutung von Zuwanderern als Unternehmensgrunder fur die wirtschaftliche Dynamik und Revitalisierung wird seit etwa zweitausend in vielen Landern und Regionen verstarkt anerkannt. Dies war nicht immer so, wurden Migranten doch oft als lastige Konkurrenten der lokalen Wirtschaft angesehen. Doch gelang es in der Vergangenheit Juden, Armeniern, Libanesen und vielen anderen zur Auswanderung aus ihrer Heimat genotigten Menschen, wichtige Nischenplatze in der Wirtschaft der sie aufnehmenden Lander zu besetzen und z. T. auch aus der Nische heraus zu gelangen und bedeutende Unternehmen zu errichten. In Deutschland wird die Zahl der Selbstandigen mit Migrationshintergrund auf fünfhundert bis siebenhundert geschatzt (wobei sich erhebliche Probleme bei der begrifflichen Abgrenzung und statistischen Messbarkeit ergeben). Dennoch liegt die Selbstandigenquote der Migranten mit zehn Prozent noch leicht unter der der deutschen Mehrheitsbevolkerung von uber elf Prozent. Doch betrug das quantitative Wachstum der Selbstandigen in der Migrantenokonomie 2005 und 2009 16,4 Prozent, die Zahl der deutschen Selbstandigen stieg im selben Zeitraum aber nur um 1,1 Prozent.[46] Vor allem Zuwanderer aus der Turkei und aus Polen spielen eine wichtige Rolle im Grundungsgeschehen der Grossstadte. sechzehn Prozent der Grunder stammen aus der Turkei, fünfunddreißig Prozent aus Osteuropa und dem Balkan. zweiundfünfzig der der migrantischen Grundungen erfolgen im Vollerwerb (43 Prozent bei Deutschen). siebenundzwanzig Prozent der migrantischen Grunder kommen aus der Arbeitslosigkeit (19 Prozent der deutschen). vierunddreißig Prozent der migrantischen Grundungen (41 Prozent der deutschen) erfolgen durch Frauen. 51 Prozent der migrantischen Grunder (29 Prozent der deutsche Grunder) stellen zum Grundungszeitpunkt Mitarbeiter ein.[47] In Stuttgart etwa liegt der Anteil migrantischer Unternehmer bei etwa 30 Prozent aller Unternehmer. Neben den Potenzialen migrantischer Unternehmer (z. B. durch die Moglichkeit der Kapitalbeschaffung in der Familie) werden jedoch auch Defizite deutlich (z. B. durch die - derzeit allerdings abnehmende - Konzentration auf wenige und enge Geschaftsfelder etwa in der Gastronomie, durch schlechte Erreichbarkeit der Beratungsangebote oder durch das Fehlen solcher Angebote). In vielen grosseren Kommunen ergibt sich hieraus ein wichtiges neues stadtpolitisches Interventionsfeld. Nascent Entrepreneurs haben erste Schritte (z. B. Kreditbeantragung) zur Umsetzung der Grundungsidee unternommen. Im Unterschied zum Grunder befinden sich Nascent-Entrepreneurs im Grundungsprozess. Die Grundung gilt als abgeschlossen, sobald Nascent-Entrepreneurs langer als drei Monate einen positiven Cashflow erzielen und/oder sich ein Gehalt bezahlen. Der Begriff wurde vom Entrepreneurial Research Consortium (ERC) gepragt, das in den USA ab eintausendneunhundertachtundneunzig die Panel Study of Entrepreneurial Dynamics (PSED) initiierte.[48] Hierzu gehoren sowohl Serial Entrepreneurs, die nacheinander an verschiedenen Grundungsprojekten arbeiten, als auch Parallel Entrepreneurs, die mehrere Grundungsprojekte gleichzeitig betreiben. Betreibt eine Person Mehrfachgrundungen uber einen langeren Zeitraum, spricht man auch von Habitual Entrepreneurship. Aktuelle Forschung betont augenscheinliche Ahnlichkeiten zwischen den Konzepten,,Unternehmer" und,,Pirat". In diesem Kontext wird Piraterie als strategische Inspirationsquelle fur die Entrepreneurship-Ausbildung[49] sowie fur Forschung zu Entrepreneurship[50] und zu Business Model Innovation[51] diskutiert. In eine ahnliche Richtung geht der Begriff des Guerilla-Marketing, bei dem mit geringen Ressourcen und unkonventionellen, oft am Rande der Legalitat eingesetzten Methoden Uberraschungseffekte erzielt werden konnen.[52] Das Bild des Unternehmers als Piraten hat seinen Ursprung auch in einer kontinuierlichen Deregulierung unternehmerischer Tatigkeiten in den letzten Jahrzehnten. Die Frage, ob und wieviel Unternehmertum in einer Gesellschaft notwendig und wunschenswer ist, wird in der Literatur selten diskutiert. Je mehr ein Wirtschaftssystem durch unsicheres Wissen gepragt ist, desto weniger Alternativen zu unternehmerischen Entscheidungen scheinen zu existieren, aber je mehr eine Gesellschaft zu Unsicherheitsvermeidung neigt, desto kritischer und riskanter bewertet sie das (Klein-)Unternehmertum. Von unproduktivem Unternehmertum spricht man, wenn Unternehmer dauerhaft weniger Einkommen erwirtschaften als sie an offentlichen Ressourcen oder freien Gutern verbrauchen bzw. an Subventionen erhalten. Von destruktivem oder parasitarem Unternehmertum ist die Rede, wenn sie negative externe Effekte in grossem Umfang erzeugen, ohne dass es dafur eine besondere gesellschaftliche Rechtfertigung gibt. Hierdurch wird zwar das gesellschaftliche Gesamteinkommen oft kurzfristig erhoht, doch eine betriebs- und/oder volkswirtschaftliche Nachhaltigkeit ist nicht gegeben. William J. Baumol nennt als Beispiel fur unproduktives Unternehmertum die US-amerikanische Anwaltschaft, die teils mehr verdient als ihre Unternehmensklienten, als Exempel fur destruktives Unternehmertum die Korruption in China, die einen betrachtlichen Anteil des Sozialprodukts verschlingt.[53] Vor allem der Assistenzialismus mit seinen grosszugigen Transferleistungen in Regionen ohne die Tradition eines selbststandigen verantwortlichen Unternehmertums wie z. B. in Suditalien fordert die Entstehung eines unproduktiven und parasitaren Unternehmertums in Form eines,,politischen Unternehmertums", das mehr durch Protektion als durch eigene Wettbewerbsfahigkeit geschutzt wird; eines wenig produktiven Kleinstunternehmertums, das von regionalen, nationalen oder EU-Subventionen lebt und sich am Rande der Schattenwirtschaft bewegt; des kriminellen Unternehmertums, das die Politik und Verwaltung korrumpiert, die offentliche Ressourcenverteilung kontrolliert und auch die legale Wirtschaft infiltriert.[54] Insbesondere in Entwicklungslandern ist eine hohe Zahl von Grundungen aus gesamtwirtschaftlicher Sicht nicht per se positiv einzuschatzen. Entscheidend ist vielmehr die Qualitat der Grundungen. Positive externe Effekte konnen Grundungen dann aufweisen, wenn sie innovativ und wachstumsorientiert sind. Die entwicklungspolitische Grundungsforderung ist uberwiegend auf arme und armste Zielgruppen orientiert. Diese Grundungen sind selten innovativ und wachstumsorientiert. Wenn solche Unternehmen mit einer traditionellen Geschaftsidee in gesattigte Markte eintreten, verdrangen sie moglicherweise andere Marktteilnehmer oder senken die Einkommen aller Marktteilnehmer.[55]

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