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Gentrifizierung – Wikipedia

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Gentrifizierung

Zusammenfassung:    

Oft sind solche gewerblich-industriellen Altstandorte in eine grossangelegte Umstrukturierung einbezogen, die es mit sich bringt, dass die ansassige Bevolkerung nach und nach durch eine wirtschaftlich leistungsfahigere Klientel ersetzt wird, die diese Standorte mit stetig steigenden Preisen nachfragt, anmietet, ankauft, umnutzt, fur ihre Bedurfnisse einrichtet und umgestaltet. Im Vergleich zu etablierten, konventionellen Wohngegenden lassen sich gerade anfangs erhebliche Preisvorteile realisieren, denn allgemein gilt: Je fruher in einen Aufwertungsprozess investiert wird, umso hoher ist der Ertrag des Investors. In den betroffenen Landern erschien sozialraumliche Segregation bis eintausendneunhundertneunzig kaum als Problem; die Wohnungsallokation erfolgte bis zu diesem Zeitpunkt jedenfalls nicht primar nach Vermogen und Einkommen und die Altbausubstanz war oft verwohnt und nicht besonders begehrt.

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Gentrifizierung – Wikipedia
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In den USA ist zudem die Zuwanderung oder der Ausschluss von ethnischen Minderheiten von Bedeutung. Gleichzeitig verlauft Gentrifizierung in einem von Eigentumern und der Privatwirtschaft gepragten Wohnungsmarkt anders als in (etwa mitteleuropaischen) Stadten mit hoherem Mietanteil und einer starkeren Rolle der Kommunen bei Planungsvorgaben und Wohnungswirtschaft. Die von alternativer Subkultur gepragte Mainzer Strasse in Berlin-Friedrichshain im Juni eintausendneunhundertneunzig Die Mainzer Strasse nach der vollstandigen Sanierung im Jahr zweitausendsechs Gentrifizierungsprozesse laufen nach typischen Mustern ab: Wegen niedriger Mietpreise sowie zunehmend attraktiver Lage werden einzelne Stadtteile fur,,Pioniere" (Studenten, Kunstler, Subkultur) attraktiv. Diese werten die Stadtteile durch kulturelle Aktivitaten auf und setzen einen Segregationsprozess in Gang. Kunstler und Gastronomen etablieren sich und bringen weitere Interessenten in die Stadtteile. Studenten steigen ins Berufsleben ein, verdienen mehr Geld als zuvor und grunden Familien, womit ihr Wohnflachenbedarf steigt; damit hangt die Gentrifizierung also nicht immer vom Zuzug neuer Bewohner ab. Investoren sehen Chancen zur Wertsteigerung, Hauser und Wohnungen werden aufgekauft und restauriert, Szene-Clubs und Lokale entstehen. Die Mieten steigen und finanziell Schwache wandern ab. Die Bevolkerungsstruktur und der Charakter der Viertel wandeln sich. Die Gentrifizierung geht einher mit einem allgemeinen Segregationsprozess. Nach der Theorie vom,,doppelten" Invasions-Sukzessions-Zyklus[19] stellen bereits die Studenten und Kunstler die ersten,,Invasoren" dar. Sie verdrangen andere soziale Gruppen und schaffen ein neuartiges soziales Milieu, das besser in Wert gesetzt werden kann (Sanierungen) und damit das Umfeld zur zweiten,,Invasorenwelle", den sogenannten,,Gentrifiers", schafft. Die vorherigen Gruppen werden immer starker verdrangt, und es erfolgt eine Aufwertung von innenstadtnahen, ehemals marginalen Wohnvierteln (ein Prozess von Reurbanisierung). Chris Hammnett zufolge wirkt sich die Gentrifizierung nicht nur auf die Bewohnerschaft, sondern sehr intensiv auf das Wohnungs- und Raumangebot und dessen Qualitat aus (,,Luxussanierung"). Oftmals entstehen anhaltende politische Konflikte durch die Gentrifizierung und ihre sozialen Folgen. Den Wertsteigerungen durch Verkauf von Wohneigentum und Wegzug steht das Interesse an einer gewachsenen Sozialstruktur und Atmosphare gegenuber.[20] Demgegenuber sieht der Geograph Neil Smith[21] rein okonomische Erklarungsansatze fur die Gentrifizierung im Rahmen der Mietluckentheorie. Diese erklart nicht, wieso es zu unterschiedlichen und zeitlich wechselnden Vorlieben und damit zu Mietpreisunterschieden fur das eine oder andere Stadtviertel kommt. Die Gentrifizierung findet keineswegs immer in und in jedem heruntergekommenen Innenstadtbereich statt. In den USA findet etwa in Dallas, Phoenix und anderen Stadten im Suden und im Westen (z. B. Rust Belt) kaum Gentrifizierung statt, besonders stark ist sie in Stadten wie Baltimore, Philadelphia und Washington, die ein bedeutendes Angebot von im neunzehn Jahrhundert erstellter Wohnbebauung haben. Entscheidend sind die Existenz und das Interesse von Gentrifizierern, die sich in einem solchen Bereich ansiedeln wollen, und ein gewisses tatsachliches Mindestangebot an Wohnungen im Innenstadtbereich.[2] Der Geschmack hat eine zentrale Rolle in entsprechenden Aufwertungsprozessen. Es ist weniger die reine Gegenwart von Gentrifizierern, etwa Kunstlern als Wohnbevolkerung, die den Prozess der Aufwertung und damit Verdrangung vorantreibt. Ihr Geschmack fur bestimmte Produkte, Designs und Speisen, der bei der neuen Mittelschicht auf hohe Resonanz stosst, fuhrt zu einer kulturellen Aneignung der jeweiligen Stadtviertel im alltagskulturellen Umfeld und zugehorigen Verdrangungsprozessen.[22] In der amerikanischen Diskussion sind mit Gentrifizierungsprozessen auch eine Erhohung des subjektiven Sicherheitsgefuhls (fur die neuen Mittelschichten) verbunden. In Deutschland ist das mit Ausnahme etwa von Berlin-Neukolln weniger ein Thema gewesen. Neben dem umgenutzten Brownstone, Grunderzeitgebauden aus Sandstein etwa in Brooklyn, wurde der mit dem Loft verbundene Architektur und Lebensstil zu einem Inbegriff der Gentrifizierung in den englischsprachigen Landern.[23] Die ersten Loftbewohner waren Kunstler, die in den entsprechend weitraumigen ehemaligen Industriegebauden etwa im Stadtviertel SoHo in Manhattan wohnten, arbeiteten und ihre Kunst wie sich selbst als Person prasentierten. Der Loft wurde damit sowohl Atelier, Galerie als auch Wohnbereich, als Factory wurde er etwa bei Andy Warhol auch Statte der Kooperation und der Kunstproduduktion en masse. Die ursprunglich im Bauen im Bestand und innerhalb einer kunstlerischen Avantgarde entstandene Wohnungsasthetik[24] und das damit verbundene Prestige wurde zum Vorbild fur Neubauten wie zum Statussymbol. Spatere Loftnutzer nutzten das positive Image der Lofts, um sich selbst als Angehorige der kreativen Klasse darzustellen.[25] Das Begriffspaar Gentrification/white flight wurde schon im ubertragenen Sinne fur den Auszug von Weissen aus sozialen Netzwerken wie myspace und den Umzug in das ursprunglich sehr elitare und nur an bestimmten Universitaten gebrauchte Facebook verwendet.[26][27 ] Ebenso war das Thema prasent, als die Aktivistin Ani DiFranco zweitausenddreizehn zu einem Righteous Retreat (Erholung der Aufrechten) Workshop in einer ehemaligen Sklavenplantage im Iberville Parish in White Castle, Louisiana einlud.[28][29] Facebook galt als sicherer, aber - was schwarze Aktivistinnen anging - als exklusiver als MySpace. Die Konflikte zwischen erfolgreichen und ausgeschlossenen Minderheiten in der Gentrifizierung wurden dabei mit Konflikten zwischen der burgerlichen Frauenbewegung und der Emanzipation rassischer Minderheiten verglichen. Die vorgeblichen Bestrebungen der Weissen, nun auch etwa Twitter zu saubern und sicher zu machen, ginge auf Kosten der Minderheiten.[26] Tatsachlich ermoglichen soziale Netzwerke wie Twitter und Foursquare, Gentrifizierungsprozesse vorauszusagen. Die armsten und reichsten Bereiche in London sind vergleichsweise homogen - die Wahrscheinlichkeit der Gentrifizierung steigt mit einer Kombination aus hoher Diversitat und einem wirtschaftlichen Niedergang in der Vergangenheit. Beim armen, aber eine hohe Diversitat aufweisenden London Borough of Hackney weisen aktuell (2016) sowohl die Verhaltensweisen in sozialen Netzwerke wie steigende Grundstuckspreise und sinkende Kriminalitat auf eine Gentrifizierung hin.[30 ] Der Prozess einer Gentrifizierung ist eingebettet in ein hochkomplexes Wirkungsgefuge, dessen weitreichende Zusammenhange noch nicht umfassend erforscht sind und daher nicht vollstandig erklart werden konnen. Hierzu gehort die Frage, in welchen historischen Zusammenhangen Gentrifizierung in fruheren Gesellschaften stattfand. Eine erhebliche Rolle fur einen Gentrifizierungsprozess scheinen die Symbolik und die Asthetik eines Standorts zu spielen. Deren typische bauliche Strukturen, teilweise signifikante Innenausstattungen und Gebrauchsspuren, werden bei einer Umpragung bewusst gut ablesbar erhalten, so dass sie einen bedeutungsvollen Kontrast zu den neuen Nutzern und Nutzungen bilden. Nicht selten werden die Interieurs gentrifizierter Orte mit historischen, landlichen oder punkigen Mobeln und Objekten bewusst prestigetrachtig, anachronistisch oder nonkonformistisch gestaltet. In der Form des Architekturzitats nimmt die neue Architektur an Gentrifizierungsstandorten haufig Bezug auf historische Stile, Bauweisen und Bauformen. Insofern kann der Prozess der Gentrifizierung in den konsumsoziologischen und sozialpsychologischen Kontext von Mode, Prestigedenken, Statussymbolik oder einer inszenierten Gegenkultur zum modernen, rationalisierten und technisierten sowie psychisch belastenden Berufsalltag gesetzt werden ( vgl. Nostalgie, Retrowelle, Cocooning). Das Streben nach Authentizitat und Diversitat, mit dem man sich insbesondere von den als anonym empfundenen Stadtrandsiedlungen absetzte, hat in den betroffenen Innenstadtquartieren mittlerweile selbst ausschliessenden Charakter. Wahrend Authentizitat fruher mit Personen verbunden wurde, ist es mittlerweile ein Attribut von Dingen - etwa Nahrungsmittel und Getranken - und konsumierbaren Erfahrungen und Erfahrungsraumen.[31] Authentizitat und Diversitat werden damit zu einem Hebel kultureller Macht, mit denen Raume beansprucht und ubernommen werden, ohne in eine direkter Konfrontation einsteigen zu mussen.[32] Dabei wurden etwa Donerbuden, die sich zunehmend im Sinne einer Systemgastronomie als modern, unternehmerisch McDonaldisiert gerieren, eher der Unterschicht zugeordnet - tatsachlich wie Hamburgerfilialen selbst eher Anlaufpunkt von Jugendlichen mit Migrationshintergrund.[6] Ursachen der Gentrifizierung liegen im Besonderen im Lebensstil und in den Bedurfnissen einzelner Gruppen der postindustriellen Gesellschaft, die sich durch Individualisierung und neue Arbeitswelten gewandelt haben. Beobachtet wird ebenso eine Zunahme multilokaler Lebensweisen, die eine spezifische Nachfrage nach Wohngelegenheiten in Innenstadten und Innenstadtrandern nach sich zieht. Festgestellt wird in diesem Zusammenhang auch, dass die Projektentwickler im Rahmen einer,,Kommodifizierung des Sozialen" nicht nur einzelne Immobilien, sondern ganze Wohnquartiere als,,Lifestyle-Produkt" in den Blick und in die Entwicklung nehmen, um sie den Kunden mit urbanem Lebensstil - etwa den,,Bobos" und,,LOHAS" - als,,Szenekiez", als,,Urban Village", als,,Quartier" oder als,,Lebenswelt " anzubieten.[36] Jedenfalls machen sich diese Veranderungen auf dem Immobilienmarkt, insbesondere dem Wohnungsmarkt, durch Nachfrage nach entsprechenden Miet- und Eigentumsobjekten in zumeist zentralen Lagen bemerkbar, die durch Altbaubestand, urbane Dichte und Nutzungsmischung gepragt sind. Eine Rolle bei der Entstehung der Gentrifizierung spielen die bessere Erreichbarkeit eines Standorts durch neue Verkehrsmittel, die Aufwertung eines Standorts durch Verringerung einer Umweltbelastung, die Anlage von Naherholungsgebieten und Anderungen bei der wirtschaftlichen Wertschopfung (z. B. hohere Wertschopfung durch Forschungseinrichtungen, Start-up-Unternehmen, Internet-Firmen etc.).[37] Wichtige Hintergrunde fur diese Stadtentwicklungsprozesse liefern die Umweltpolitik und Trends zur Deindustrialisierung. Etwa eine neue U-Bahn-Linie, der Wegfall belastender Einrichtungen und Strukturen (z. B. innerstadtische Kraftwerke, Schlachthofe, Markthallen und Guterbahnhofe) sowie die Auflassung von Hafen-, Industrie- und Gewerbegebieten (z. B. Docklands) konnen die betreffenden Stadtteile wesentlich entlasten und aufwerten, so dass sie fur neue Bevolkerungsgruppen attraktiv werden. Oft sind solche gewerblich-industriellen Altstandorte in eine grossangelegte Umstrukturierung einbezogen, die es mit sich bringt, dass die ansassige Bevolkerung nach und nach durch eine wirtschaftlich leistungsfahigere Klientel ersetzt wird, die diese Standorte mit stetig steigenden Preisen nachfragt, anmietet, ankauft, umnutzt, fur ihre Bedurfnisse einrichtet und umgestaltet. Im Vergleich zu etablierten, konventionellen Wohngegenden lassen sich gerade anfangs erhebliche Preisvorteile realisieren, denn allgemein gilt: Je fruher in einen Aufwertungsprozess investiert wird, umso hoher ist der Ertrag des Investors. Ein weiteres Motiv fur die Segregation in gentrifizierten Stadtvierteln ergibt sich im Zusammenhang mit der Schulortwahl der Eltern fur ihre Kinder. Dabei werden die Schulen gentrifizierter Stadtviertel von vielen Eltern vorgezogen.[38] Eine Rolle spielt fur viele Interessenten das sich im Zuge der Gentrifizierung verbreiternde und vertiefende Angebot mit freizeitbezogenen, gastronomischen, medizinischen und haushaltsnahen Dienstleistungen, z. B. fur die Haushaltsreinigung und die Kindererziehung. Eine zentral gelegene Wohnung bietet neben der geringeren Entfernung zu den Arbeitsplatzen in zentralen Geschafts- und Burovierteln den Vorteil einer hohen Mobilitat durch offentliche und multimodale Verkehrsmittel. Dieser Umstand kann zur Abschaffung oder zur Verringerung der Kosten eines privaten Verkehrsmittels genutzt werden. Zentral gelegene Wohnungen in Quartieren mit guter Infrastruktur werden haufig aus Grunden einer altersgerechten Wohnform und Lage sowie mit dem Gedanken einer Absicherung der Altersversorgung erworben. Aufgrund ihrer spezifischen Mobilitat, ihrer oft geringeren finanziellen Moglichkeiten, ihrer Akzeptanz oder Vorliebe fur urbane, benachteiligte und ungewohnliche Orte, ihrer Kreativitat, eines Gespurs fur Trends und eines ausgepragteren Bedurfnisses zur innovativen Selbststilisierung sind Kunstler, Studenten,[39][40] Homosexuelle,[41] Jugendliche und junge Erwachsene (,,Hipster") oft wichtige Vorboten und Pioniere einer Gentrifizierung. Sie,,entdecken", nutzen und pragen im Sinne einer angesagten Location der Jugendkultur, als einen Ort der Boheme oder der alternativen Szene die potenziellen Gentrifizierungsstandorte auf einem niedrigen Preisniveau um. Damit werden diese Raume fur weitere, einkommensstarkere Gruppen als Wohn-, Freizeit- und Gewerbestandorte attraktiv. In der Folge einer dann meist einsetzenden Nachfrage durch finanzkraftige Einzelne und wirtschaftliche Unternehmen werden die Standorte schliesslich fur die gewinnorientierte Immobilienwirtschaft interessant. Denn die Ressourcenallokation und der Vertrieb der Guter, die zentral gelegene, hochwertige Wohnungen darstellen, oder der Dienstleistungen, die in diesem wirtschaftlichen Zusammenhang erbracht werden konnen, ist fur sie ein gewinnbringendes Geschaftsfeld. Investoren, Projektentwickler, alte und neue Eigentumer sowie Makler entfalten dann, durch Juristen, Planer, Fachingenieure, Banken und Marketingspezialisten beraten, zahlreiche Aktivitaten zum Erwerb, zur Aufwertung und zur Vermarktung der Standorte. Haufig werden sie darin von der politischen Fuhrung und den Planungsverwaltungen einer Stadt unterstutzt. Dieser soziookonomische Zusammenhang ist insbesondere in den Metropolen westlicher Lander festzustellen. Die Gentrifizierung kommt jedoch in einigen Fallen, so unter anderem in Russland, fast ohne Kunstler, Homosexuelle und junge Leute als die symbolischen Gentrifizierer aus, die oft selbst zu den schwachen Einkommensgruppen zahlen.[42] Homosexuelle Manner werden aufgrund des ihnen zugeschriebenen Lebensstils und ihrer Wohnortpraferenzen zu den gentrifiers gezahlt. Ihre Rolle als Akteure und Pioniere der Gentrifikation hat Manuel Castells an Beispielen amerikanischer Grossstadte untersucht, insbesondere am Beispiel San Francisco.[41] Der Spielfilm Quinceanera von zweitausendsechs stellt eine vergleichbare Situation in Los Angeles dar. Die amerikanische Dokumentation Flag Wars (2003, von Linda Goode Bryant)[43] zeigt verschiedene Spannungen zwischen einer stadtischen schwarzen Gemeinde und wohlhabenden LGBT-Ankommlingen in Columbus, Ohio. Die Konflikte um die Gentrifizierung fuhren zu Rassismusvorwurfen auf der einen und Homophobieanschuldigungen auf der anderen Seite. Bekannt wurde ein tatsachliches Vorkommnis in Washington, D.C., wo 2006 eine schwarze christliche Gemeinde im traditionsreichen, schwarzen Stadtteil Shaw einer in der Nachbarschaft einer Kirche geplanten Schwulenbar die Ausschanklizenz streitig machte.[44] In Berlin gilt der Stadtteil Schoneberg als bevorzugtes Viertel der schwulen Szene und einer dadurch vorangetriebenen Gentrifizierung und als Tatort von homophoben Uberfallen. Schoneberg westlich der Bundesstrasse 1 (Potsdamer Strasse/Hauptstrasse) gilt inzwischen als gentrifiziertes Stadtviertel, ostlich davon ist es als Einwanderer- und Problemviertel bekannt. Ein im September zweitausendelf erschienenes Buch von Koray Yilmaz-Gunay, Mitarbeiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Vorstandsmitglied des Integrationsbeirats der Stadt Berlin,[45] versucht ein politisch instrumentalisiertes Zusammenspiel von Gentrifizierung und antimuslimischem Rassismus nachzuweisen: Demnach hatten Angehorige der Schwulenbewegung ihre gesellschaftliche Akzeptanz damit,,erkauft", dass sie antimuslimische Ressentiments ubernommen hatten und die beiden Communities gegeneinander ausspielen wurden.[46] Ein vergleichbarer Prozess einer allmahlichen Anerkennung einer ursprunglich ausgeschlossenen Minderheit in die burgerliche Gesellschaft und die Aufwertung des Milieus wie der Wohnviertel wurde unter anderem von Noel Ignatiev am Beispiel der irischen Einwanderer in den Vereinigten Staaten unter dem (durchaus umstrittenen) Buchtitel Wie die Iren weiss wurden beschrieben.[47] Die amerikanische Soziologin Min Zhou unterscheidet Chinatowns von anderen klassischen,,Einwanderervierteln". Chinatowns seien langer stabil und boten uber eine Ubergangsstation Moglichkeiten fur unterschiedliche Gruppierungen und Schichten, sie seien als eigene Wirtschaftszonen anzusehen.[48] Das in dem Sinne erfolgreiche Gentrifizieren, das Etablieren als Touristenattraktion wie das Kommen und die dauerhafte Ansiedlung von Menschen und Aktivitaten mit asiatischem Bezug jenseits von China wird dabei als positives Zeichen gesehen. Deutschlands grosstem Wohnungskonzern Vonovia, der auch in Frankreich expandiert, wurde vorgeworfen durch die Verschleierung von Instandhaltungsarbeiten, welche als Modernisierungen unberechtigterweise auf die Vermieter umgelegt wurden, die Gentrifizierung in Deutschland zu fordern.[58] Die Arbeiterstadt Cambridge in den USA befindet sich in unmittelbarer Nahe der Eliteuniversitaten Harvard und M.I.T. Die angestammten Einwohner sind vor allem Irischamerikaner und setzen sich gegenuber der Klientel der Universitaten ab. Dabei werden einzelne lokale Forderungen wie im Falle der PopulistinLouise Day Hicks zur Abschaffung des sogenannten Busing als rassistisch kritisiert. Die angestammte Einwohnerschaft ist im Gegensatz zu vielen anderen Vierteln in der Lage, sich gegenuber den oft aufgrund von Zeitvertragen nur temporar anwesenden Forschern zu behaupten und einem kompletten Bewohneraustausch entgegenzuwirken. Das dichtbesiedelte und nach wie vor multikulturelle Cambridge gilt als eine der linkesten Stadte der USA[61] und wurde deswegen schon spottisch als,,Volksrepublik Cambridge"[62] bezeichnet. In San Francisco bieten Busunternehmer einen Shuttle-Service fur werktaglich neun bis vierzehn Angestellte von Technologie-Unternehmen an, die die Metropole den Ortschaften des Silicon Valley als Wohnstandort vorziehen - auch weil die Miet- bzw. Eigentumspreise im Silicon Valley explodierten und fur die Mittelschicht unerschwinglich geworden sind.[63] Diese Wohnortpraferenz und der multilokale Lebensstil vieler Angestellter auswartiger Unternehmen hatten bzw. haben zur Folge, dass die Wohnungspreise in San Francisco,,explodierten" und weiter deutlich ansteigen.[64] Der Mietpreisanstieg betrug im Jahr zweitausenddreizehn 12,3 Prozent. Eine Ein-Zimmer-Wohnung im beliebten Mission District kostet monatlich etwa dreitausendzweihundert Dollar. Die Zahl der Zwangsraumungen stieg zwischen zweitausendzehn und zweitausenddreizehn um etwa einhundertsiebzig Prozent.[65] Eigentumer und Vermieter konnen sich dabei auf den Ellis Act berufen, eine eintausendneunhundertsechsundachtzig in Kalifornien eingefuhrte Rechtsgrundlage fur Zwangsraumungen im Falle der Geschaftsaufgabe.[66] Protestierende Aktivisten sahen sich veranlasst, Pendlerbusse als Ausdruck der,,Tech-Gentrifizierung" mit Steinen zu bewerfen[67] und die Firma Google Inc. mit der Entwicklung zu konfrontieren.[68]Hipstern und Yuppies wurde mit einem Graffito die Totung angedroht.[69] In Belgien finden sich Gentrifizierungstendenzen im Brusseler Stadtteil Marolles; regional spricht man auch von der sogenannten Sablonisation.[70] In Oslo, heute eine der teuersten Stadte Europas, sind von der Gentrifizierung unter anderem die ehemaligen Arbeiterviertel Rodelokka, Kampen sowie Grunerlokka betroffen. Aus dem fruheren Industrieufer Aker Brygge wurde die teuerste Lage der Stadt. Man spricht von Vorzeichen des,,neureichen Norwegens".[71] Allgemein sind symbolische Aspekte der Stadtgestaltung und des stadtischen Raumes fur den Gentrifizierungsprozess wichtig.[17] Dennoch darf die Rolle der privaten Investitionsstrategien nicht verkannt werden. Die Frage ist, ob die Gentrifizierung wirklich den sich andernden Wohnortpraferenzen subkultureller Bewohner folgt, die von billigen sanierungsbedurftigen Vierteln angezogen werden, oder ob das Investment in eine nicht zu teure Altbausubstanz mit anschliessendem Bevolkerungsaustausch statusniedriger durch statushohere Bewohner die hochsten Renditen ergibt.[72] Letzteres kann fur viele Stadte vermutet werden. So setzte ab ca. zweitausend auch in vielen Altstadten mittel- und osteuropaischer Hauptstadte ein Gentrifizierungsprozess ein. In den betroffenen Landern erschien sozialraumliche Segregation bis eintausendneunhundertneunzig kaum als Problem; die Wohnungsallokation erfolgte bis zu diesem Zeitpunkt jedenfalls nicht primar nach Vermogen und Einkommen und die Altbausubstanz war oft verwohnt und nicht besonders begehrt. Das hat sich durch die Entstehung eines privaten Wohnungsmarktes radikal geandert: Soziale Differenzen werden nunmehr in die raumliche Struktur der Stadte projiziert.[73] Neue Gastronomie und (suggerierte Sub-) Kultur als Zeichen der Gentrifizierung am Prenzlauer Berg, Berlin Uber eine ansteigende Welle von,,Luxusmodernisierungen" in Altbauvierteln bundesdeutscher Grossstadte (Berlin, Munchen, Hamburg, Dusseldorf, Koln und Stuttgart) berichtete das Magazin Der Spiegel bereits 1981.[74] In Berlin galten bis eintausendneunhundertneunundachtzig Kreuzberg sowie nach dem Mauerfall Friedrichshain und Prenzlauer Berg[75] als Gegenstand von Gentrifizierungsprozessen. Die Volkskundlerin Barbara Lang spricht dabei von einem Mythos Kreuzberg,[76] der mit der Realitat nur wenig zu tun habe. Dabei werde mit Gentrifizierung eine angeblich von aussen geplante und verursachte, regelrecht gewaltsame Umgestaltung eines angestammten Milieus bezeichnet. Lang zufolge sei der Gegensatz von Yuppies und Alternativen konstruiert. Zum einen seien die Verbraucher und Bewohner zumeist dieselben, die Konsumgewohnheiten wie kulturellen Anspruche hatten sich geandert.[76]

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